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Stell dir vor, es ist Krieg und keiner schaut hin

Seit acht Jahren herrscht in Syrien Krieg. Nun startete Diktator Baschar al-Assad seine vermeintlich „letzte Schlacht“ – mit Mitteln, die völkerrechtlich verboten sind

  • 6 Min.
Ein Mann mit verletztem Kleinkind nach dem Luftangriff (Foto: Huseyin Fazil/picture alliance / AA)

„Wir hatten Glück“, sagt Ahmad Rashed, „die meisten schaffen es gar nicht mehr raus aus Idlib.“ Eines Nachts floh die Familie des 40-jährigen Apothekers durch die Streubomben in die Grenzstadt Atmeh. „Viele sterben bei dem Versuch, die Stadt zu verlassen. Die Bombardierungen hören einfach nicht mehr auf“, erzählt er am Telefon.

Drei Millionen Menschen sitzen in Idlib fest und sind den syrischen und russischen Streitkräften ausgeliefert

Assads „letzte Schlacht“ – so nennen Beobachter die Angriffe auf Idlib, das einzige noch von der Opposition kontrollierte Gebiet. Seit Herbst 2018 sollen die Waffen zwischen der dschihadistischen Miliz und dem syrischen Regime ruhen. Die Feuerpause wurde zwischen der Türkei und Russland vereinbart. Russland sollte Assad im Griff behalten, die Türkei die Rebellen. Dennoch startete Machthaber Baschar al-Assad zusammen mit dem verbündeten Russland im April die Offensive. Er begründet sie mit dem Kampf gegen islamistische Extremisten, die immer wieder syrische Stellungen und russische Militäranlagen attackieren. 

 

Drei Millionen Menschen sitzen in dem Kessel von Idlib fest. Die Hälfte von ihnen sind Binnenflüchtlinge wie Rashed und seine Familie, die von anderen zerstörten Städten hierherflohen. Er ist einer von etwa 300.000 Menschen, die es seit Ende April aus dem Kessel herausgeschafft haben. Rashed kann von dem Flüchtlingscamp, in dem er jetzt lebt, die Türkei sehen. Doch die Grenze ist dicht, seine Flucht endete hier.

 
Krankenhaus nach einem Luftangriff  (Foto: AMER ALHAMWE/AFP/Getty Images)

Benötigt stationäre Behandlung: Der Wiederaufbau Syriens wird eine Jahrhundertaufgabe werden. Dieses Krankenhaus wurde bei einem Luftangriff zerstört

(Foto: AMER ALHAMWE/AFP/Getty Images)

In Idlib gehen die syrischen und russischen Streitkräfte mit größter Brutalität vor. Dem US-Außenministerium zufolge soll die syrische Armee möglicherweise Chlorgas eingesetzt haben. Auch wurden wiederholt Ackerland und zivile Einrichtungen bombardiert. Seit dem Beginn der Offensive sind laut den Vereinten Nationen 35 Schulen und 24 Krankenhäuser und -stationen bombardiert worden: Einrichtungen, die eigentlich strikt durch internationales Recht geschützt sind.

Seit Beginn der Offensive wurden laut den Vereinten Nationen 35 Schulen und 24 Krankenhäuser und -stationen bombardiert

„Wenn du in einem Krankenhaus arbeitest, wirst du zur Zielscheibe“, sagt Rashed, „das Regime greift systematisch diejenigen an, die Zivilisten helfen: Ärzte, humanitäre Helfer, Krankenschwestern.“ Assad kämpft bei seiner vermeintlich „letzten Schlacht“ mit verbotenen Mitteln: Das vierte Genfer Abkommen schützt Zivilpersonen im Krieg. Angriffe auf medizinische Einrichtungen und Krankentransporte verstoßen gegen das Völkerrecht, auf das sich nach dem Zweiten Weltkrieg alle Mitglieder der Vereinten Nationen einigten. Mittlerweile gilt das Abkommen in 196 Staaten und wurde auch von Syrien und Russland unterzeichnet.

Die Vereinten Nationen hatten im vergangenen Jahr die GPS-Koordinaten von insgesamt 235 Schulen, Kliniken und anderen zivilen Einrichtungen in Idlib an Russland, die Türkei und die US-geführte Koalition übermittelt. Sie sollten nicht zum Ziel werden, so die Hoffnung. Sehr wahrscheinlich verwendete Russlands Bündnispartner Assad die Koordinaten aber für das Gegenteil: Er griff sie gezielt an. 

… damit verstoßen die Angreifer ganz klar gegen das Völkerrecht

Doch die internationale Strafverfolgung kann nicht greifen. Als ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat blockierte Russland per Veto bisher die Verfolgung von Kriegsverbrechen in Syrien. Außerdem kann der Internationale Strafgerichtshof nicht aktiv werden, solange die Regierung in Damaskus ihn nicht anerkennt.

Schon im Februar 2016 warf die Untersuchungskommission der Vereinten Nationen Assad „Massenvernichtung von Zivilbevölkerung“ vor. Ausschlaggebend waren rund 55.000 Fotos, die Tausende tote Gefängnisinsassen zeigten. Ein ehemaliger syrischer Militärfotograf konnte sie aus dem Land schmuggeln. Die Fotos lieferten Beweise über Foltermethoden, die einem Kriegstribunal in dieser Form noch nie vorlagen.

 
Kinder probieren selbstgebastelte Gasmasken (Foto:  MUHAMMAD HAJ KADOUR/AFP/Getty Images)

DIY or Die Tryin': Kinder aus dem Rebellengebiet Idlib zeigen ihre selbst gebastelten Gasmasken

(Foto: MUHAMMAD HAJ KADOUR/AFP/Getty Images)

Assad testete von Anfang an, wie weit er in seinem Krieg gegen die Bevölkerung gehen kann, ohne von der internationalen Gemeinschaft zur Rechenschaft gezogen zu werden. Ihm wird zugeschrieben, dass er Aktivisten, Ärzte oder Journalisten entführen und foltern ließ. Rebellenenklaven wurden über Jahre hinweg belagert und ausgehungert, es gab Giftgasangriffe auf Zivilisten, und immer wieder bombardierte die syrische Luftwaffe Krankenhäuser, Bäckereien und Schulen. Als Russland im September 2015 in den Krieg eingriff und zusammen mit dem syrischen Regime Luftangriffe flog, entwickelten die Pro-Assad-Kräfte immer drastischere Strategien, um die von der Opposition besetzten Gebiete zurückzuerobern.

Zur Rechenschaft gezogen wurde Assads Regime von der internationalen Gemeinschaft bisher nicht

„Irgendwann haben wir angefangen, Krankenhäuser zu bewaffnen und in den Untergrund zu bauen“, sagt Mohamad Katoub von der Hilfsorganisation Syrian American Medical Society (SAMS). Doch das Regime fand auch die versteckten Krankenhäuser. Es habe eine Bombe in ein Siedlungsgebiet geworfen und gewartet, bis ein Krankenwagen kam. „Dann konnten sie eine Drohne hinterherschicken und es bombardieren.“ 

Bis heute zählte Katoubs Organisation über 200 Giftgasangriffe in Syrien. Chlor, das Nervengas Sarin und Phosphor werden hier oft zusammengemischt. „Das Giftgas dringt auch in die Intensivstationen der Krankenhäuser vor, die unter die Erde gebaut wurden“, sagt Katoub. Der gelernte Zahnarzt überlebte 2013 den verheerenden Giftangriff von Ost-Ghouta. Dabei sollen 1.300 Menschen ums Leben gekommen sein. „Danach dachte ich: Jetzt muss sich etwas ändern“, erinnert sich Katoub, „doch es geschah nichts.“ 

Du willst es genauer wissen?

Überblicksartikel über die Lage in Syrien

Syrien, Irak und Region (APUZ 8/2015)

Analyse: Chemiewaffenkontrolle unter Stress – Syrien und Salisbury als Lackmustests für das internationale Verbot chemischer Waffen

Syrien: Die Ursprünge der Krise (Eine Folge der Serie „Mit offenen Karten“)

fluter.de-Film über Syrianarchive.org, das Video-Beweise für Menschenrechtsverletzungen in Syrien sammelt

Was kann man im Syrienkrieg noch glauben? Interview mit einer Kriegsreporterin

Titelbild: Huseyin Fazil / picture alliance / AA

Dieser Text wurde veröffentlicht unter der Lizenz CC-BY-NC-ND-4.0-DE. Die Fotos dürfen nicht verwendet werden.

12 Kommentare
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Hubert Burghardt
  ·  
29.07.2019-09:07

Einseitige Propaganda der üblen Sorte, die die Vorgeschichte und andere Perspektiven verschweigt und jeglichen journalistischen Anspruch vermissen lässt.

Martin_M
  ·  
29.07.2019-09:07

Sehr tendenziöser Artikel ohne Belege. Er nimmt die Aussagen von nicht überprüfbaren und wahrscheinlich parteiischen Personen als Tatsache. Völlig ausgeblendet wird die Vorgeschichte mit den von den USA und Saudi Arabien ausgebildeten Kämpfern, und deren Bewaffnung, und die tatsache, dass die USA sich völkerrechstwiedrig in Syrien aufhält, und syrisches Territorium (vornehmlich Ölquellen) besetzt hält. Es wird von Angriffen auf Krankenhäuser berichtet, ohne dass festgestellt wird, ob er durch Regierungstruppen oder durch islamistische Terroristen durchgeführt wurde. Es wird von Giftgasangriffen geschrieben, ohne daß das auch tatsächlich erwiesen wäre, oder ohne festzustellen, wer denn dafür verantwortlich ist.

Zivilisten werden geschützt. Dummerweise wissen das auch die Terroristen, und verstecken sich hinter den Zivilisten. Wenn jetzt vom Angriff auf Idlib gesprochen wird, erfährt aus dem Artikel niemand, dass dorthin all die Kämpfer und Terroristen aus dem restlichen Syrien ausgewichen sind. Damit ist eigentlich der Prozentsatz an Zivilisten in dieser Region wesentlich niedriger als anderswo. All das Interessiert die Autorin auch nicht, sie schreibt weiter von Zivilisten, und nimmt Einzelmeinungen als Aussage der Gesamtheit.

Sie berichtet auch nicht wie sehr die Zivilbevölkerung unter den Sanktionen der EU leidet. Durch die EU-Sanktionen kann die Strom und Wasserversorgung in vielen Gebieten nicht mehr repariert werden, Krankenhäuser können können dank Finanzsanktionen keine Medikamente mehr einkaufen, oder medizinische Geräte reparieren. Die Finanzsanktionen behindern auch die Hilfsorganisationen.

Erich Lehmann
  ·  
29.07.2019-10:07

Erbärmlich mit welchen Lügen und Unterstellung ihr arbeitet.
Politische Mißbildung als Name wäre
angemessen. Mit tiefer Verachtung für ihre Kriegstreiberei.
Erich Lehmann

Matthias Ulbrich
  ·  
29.07.2019-10:07

MANIPULATION - total einseitige, unbelegte Berichterstattung...nennt man PROPAGANDA!!

Die Mehrheit wird die Texte lesen, glauben und erschüttert sein. Die Mehrheit wird die Hauptbotschaft auch dieses Artikels über das Geschehen in Idlib aufnehmen: Syrien und Russland sind die Bösen, der Westen verkörpert das Gute.

Vielleicht merken einige der Leserinnen und Leser, dass im Bericht die typischen manipulativen Elemente auftauchen:

- Einzelne Personen werden als Zeugen für allgemeine Aussagen benutzt
- Das Wort „soll“ wird wie üblicherweise in solchen Texten benutzt, um eine nicht belegte Aussage einzuleiten
- Organisationen, die offensichtlich in Diensten der Propaganda stehen, werden als verlässliche Quelle zitiert – das gilt auch für Organisationen mit US-Beteiligung, so konkret für die Hilfsorganisation Syrian American Medical Society (SAMS)
- Giftgas-Angriffe und Gifteinsätze werden als glaubwürdig belegt unterstellt
- Die Aussagen von UN-Unterorganisationen werden als Meinung der UN wiedergegeben.

Klara Blick
  ·  
29.07.2019-11:07

Da möchte ich mich den beiden Kommentaren nur anschließen.
Mit Verlaub Frau Grillmeier. Nehmen Sie doch mal Kontakt auf zu H. Perthes, Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik.(SWP)
Der kann ihnen evtl. erklären welsch schmutziges Spiel die Bundesregierung in Syrien treibt.
Googln Sie mal nach: "Phertes-Feldmanplan zur Zerstörung Syriens"
https://www.politaia.org/deutschland-und-die-uno-gegen-syrien/
--Mit dem Wissen wächst der Zweifel--

Werner Negah
  ·  
29.07.2019-11:07

Die USA sind seit Jahrzehnten die größten Völkerrechtsverbrecher.

Visitor
  ·  
29.07.2019-11:07

einzelne Personen werden als Zeugen für allgemeine Aussagen benutzt;
das Wort „soll“ wird wie üblicherweise in solchen Texten benutzt, um eine nicht belegte Aussage einzuleiten;

Organisationen, die offensichtlich in Diensten der Propaganda stehen, werden als verlässliche Quelle zitiert – das gilt auch für Organisationen mit US-Beteiligung, so konkret für die Hilfsorganisation Syrian American Medical Society (SAMS);

Giftgas-Angriffe und Gifteinsätze werden als glaubwürdig belegt unterstellt;

die Aussagen von UN-Unterorganisationen werden als Meinung der UN wiedergegeben;

Kinder werden auf Fotos als besonders leidtragende Opfer dargestellt; Bilder wie das hier wiedergegebene Foto mit dem verletzten Kind sind emotional bewegend.
Vielleicht wirken sie bei einigermaßen kritischen Leserinnen und Leser allerdings so gestellt, wie sie sind.

J. carstensen
  ·  
29.07.2019-03:07

Wie die Vorkommentatoren schon anmerken: Der ganze Artikel erscheint doch sehr einseitig. Assad und die Russen begehen ein Verbrechen nach dem anderen, alle anderen Kriegsteilnehmer sind wahre Menschenfreunde? Offen gestanden weiß ich nicht, was man noch glauben kann oder soll: Nahezu die ganze Medienlandschaft in Deutschland hetzt gegen Assad und seine Verbündeten mit angeblichen Beweisen wie „soll“, „mutmaßlich“ etc.

Aktuell läuft die gleiche Masche ja in Bezug auf den Iran, gegen Russland wird mittlerweile schon seit Jahren von Kleber & Co. ein Feindbild konstruiert und gepflegt.

Ich vermute, das Volk soll allmählich auf einen bevorstehenden, großen Krieg hier in Europa vorbereitet und eingenordet werden.

... und hinterher hat wieder keiner was gewusst.

Boris Feinbrandt
  ·  
29.07.2019-03:07

Wie wäre es mit ein paar offiziellen DAESH-Fotos? Welche auf denen syrische Soldaten, im Kampf für ihr Land und gegen westlich geförderte Terroristen bspw. lebendig von Panzern überrollt oder auf andere bestialische Art und Weise verstümmelt und anschließend hingerichtet werden. Oder erregt das nur die Gemüter und wirft nachher noch unangenehme Fragen auf? Fragen danach was die USA eigentlich genau in den ölreichen Gebieten Syriens machen? Warum überhaupt außer Russland - aufgrund offiziellen Beistandsersuchens - dort noch andere Ländern (Israel, Türkei etc.) rumstänkern und die territoriale Integrität Syriens verletzen.

Immerhin wurde DAESH bzw. ISIL vom Westen installiert und bewaffnet. Nachdem man die umliegenden Länder "befriedet" hatte.

Naja, stattdessen gab es regelmäßig Fotos von diesen tollen "White Helmets".
Ihr wisst schon - diese tollen Typen, die da immer diese Fassbomben medienwirksam in die Betten der kaputten Häuser legen.

Warum nochmal müssen wir diese Weißmützen jetzt als Flüchtlinge aufnehmen? Es gibt vom gewählten syrischen Präsidenten eine Garantie der Amnestie für Leute welchen nicht gefoltert und gemordet haben. Dies trifft nun freilich nicht auf den Rest des islamischen Staates zu, der sich z. Zt. in Idlib hinter der Zivilbevölkerung verschanzt.

Die "Untersuchungskommission der Vereinten Nationen" gibt es übrigens nicht! Wohl aber gab es einmal die "Internationale unabhängige Untersuchungskommission der Vereinten Nationen", wenngleich zu einem völlig anderem Thema.

Tja, da hat der Regime Change in Syrien nicht wie geplant funktioniert?

Trotz der ganzen unbelegten Chlorgasvorfälle, Faßbomben und dieser "White Helmets" Theatertruppe...

Pfui, dieser ganze Artikel ist, gar nicht recherchiert sondern - reinste Propaganda.

Cui bono ?

Brainwash
  ·  
30.07.2019-08:07

Die Opposition..
...läuft unter der Führung von Tahrir al-Sham (ehemals bekannt unter den Namen Jabhat Fateh al-Sham und al-Nusra).

Es handelt sich um den syrischen Ableger von Al-Qaida - eben der Terrororganisation, welcher die Anschläge vom 11. September angelastet werden und welche den Grund für den Einmarsch und Krieg in Afghanistan gilt.

Und diese Terrororganisation stellt die Führungsmacht in Idlib. Und mit dieser Terrororganisation kooperieren islamistische Gruppierungen und
andere Gruppierungen.

Nach der Lesart dieses Artikel sollten syrische u. russische Armeeein- heiten es hinnehmen, daß eine Enklave unter einer islamistischen Ter-rorführung im Westen des Landes bestehen bleibt.

Nach der Lesart dieses Artikels habe ich vielmehr den Eindruck, daß seitens der Bundeszentrale für politische Bildung eine Public Relation Aktion für Terrorismus und Islamismus gefahren wird.

Oder warum
- wird nicht benannt, wer die Führungsmacht in Idlib darstellt?
- welche Ideologie hinter Tahrir al-Sham steckt?
- was Tahrir al-Sham von Freiheitsrechten u. Demokratie hält?
- welche andere Gruppierungen sich in Idlib befinden?
- welche Ideologien dort vertreten werden?
- wird nicht benannt, wer diese islamistischen Gruppierungen mit Waf- fenlieferungen unterstützt (u.a. der Nato-Partner Türkei)?
- wollen andere Staaten keine Menschen aus Idlib aufnehmen, obwohl in diesen betreffenden anderen Staaten immer wieder auf das Leid der Be- völkerung hingewiesen wird?

Ein Auslassen dieser Themen - und eine "Reinwaschung" von Terror- und Islamistengruppierungen wie in diesem Artikel sind ein Beleg für Propaganda - und nicht für politische Bildung.

fluter.de-Redaktion
  ·  
02.08.2019-02:08

Liebe Kommentatoren,
der Artikel ist belegt: Die Autorin hat die zitierten Protagonisten telefonisch gesprochen. Zudem wird jeder Text von der Dokumentation geprüft. Der Artikel allein hat nicht den Anspruch, den Syrien-Konflikt umfassend zu erklären. Wir setzen uns sowohl auf fluter.de als auch auf bpb seit Jahren mit der Lage in Syrien auseinander und haben zahlreiche Angebote, die sich zu einem Gesamtbild zusammensetzen. Anbei ein paar Links zum Weiterlesen:

http://www.bpb.de/internationales/weltweit/innerstaatliche-konflikte/547...
http://www.bpb.de/apuz/221162/syrien-irak-und-region
http://www.bpb.de/internationales/europa/russland/analysen/271076/analys...
https://www.bpb.de/mediathek/178828/syrien-die-urspruenge-der-krise
http://www.fluter.de/achtung-ihr-syrischen-kriegsverbrecher
http://www.fluter.de/was-stimmt-in-der-syrien-berichterstattung

Freundliche Grüße aus der
fluter.de-Redaktion

Klara Blick
  ·  
03.08.2019-10:08

Sehr erfreulich dass Frau Grillmeir mit Ahmad Rashed und Mohamad Katoub gesprochen hat. Ich empfehle auch mal mit Frau Leukefeld Kontakt aufzunehmen.
https://leukefeld.net/
https://www.youtube.com/watch?v=zN1uGhYLOAU

Sie hält sich überwiegend vor Ort in Syrien auf.
Ihre Sichtweise ist eine andere als die der Bundesregierung, in der Folge auch anders als BpB oder Fluter es darstellt.
Mit Verlaub, noch eine Bemerkung zu dem Bild mit dem zerstörten Krankenhaus:
Der Schutt/Trümmerkegel, ausschließlich auf dem rot/braunen Bett, rührt offensichtlich aus Direktbeschuß mit Granaten her (Kal. 50-80mm). Wenn man den Mauerschaden über dem Bett betrachtet, so ist von ca 4 Treffer auszugehen. Treffer durch Bombadierungen (Luftangriff) ergeben aus meiner Kenntniss ein anderes Schadensbild.
Soviel zur Objektivität....
--Mit dem Wissen wächst der Zweifel--