„Ich glaube nicht, dass ich sagen muss, wie krass Brian ist – weil jeder weiß, wie krass Brian ist.“ Sagt eine Skateboard-Legende, Mike Carroll, über eine andere: Brian Anderson. Er hat recht, das muss man in der Szene keinem mehr erklären. Anderson wurde schon 1999 zum „Skater of the Year“ gekürt. Dafür ist offenbar umso mehr der Erwähnung wert, dass Brian Anderson schwul ist. Jedenfalls versetzt diese gerade bekannt gewordene Tatsache Teile des Netzes in ziemliche Aufregung.

Es war nicht unbedingt ein Geheimnis, und trotzdem ist Anderson der erste Profi-Skater, der sich jetzt als schwul geoutet hat. Was ihn dazu bewogen hat und wie es ihm damit geht, erzählt er in diesem Video:

Es erklärt sich von selbst, dass Anderson, genannt „BA“, nicht der einzige schwule Skater ist. Leider scheint er der erste zu sein, der sich in der von Jugendlichen dominierten, teils homophoben Szene traut, offen über seine Sexualität zu sprechen. Die Reaktionen darauf sind allerdings erfreulich positiv:

Trotzdem zeigt der Fall, dass es in vielen Bereichen der Gesellschaft immer noch schwierig ist, nicht heterosexuell zu sein. Ein anderes Beispiel ist die Profi-Skaterin Lacey Baker, mit der wir im Sommer darüber gesprochen haben, warum die Skateboard-Industrie ein Problem mit ihr hat. Lacey ist lesbisch und trägt eine Kurzhaarfrisur.

Vielleicht zieht Brian Andersons Vorbild ja weitere Coming-outs nach sich – und das ganze Sichouten wird damit irgendwann überflüssig.

Titelbild: Ed Templeton; Courtesy Tim Van Laere Gallery, Antwerp