Thema – Klimawandel

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„Das Zeitfenster wird kleiner“

In ihrem Buch „Ändert sich nichts, ändert sich alles“ schildert Katharina Rogenhofer eindrücklich die Folgen des Klimawandels – aber zeigt auch Lösungen auf

  • 5 Min.
Hochwasser in Mumbai

fluter.de: Der aktuelle Bericht des Weltklimarats warnt vor einer Erderwärmung von 1,5 Grad bis 2030 und einer Zunahme von Extremwetterereignissen. Überraschen Sie diese Erkenntnisse?

Katharina Rogenhofer: Sie sind nicht neu, weder für Forschende noch für Politiker. Die Klimamodelle sind allerdings verlässlicher geworden. Auch die Eindringlichkeit der Ergebnisse hat zugenommen. Wenn wir jetzt nicht unsere Emissionen reduzieren, kann es schnell zu sogenannten Kipppunkten kommen – zum Beispiel dem Abtauen des Permafrostbodens in Sibirien. Dann wird sich die Klimakrise beschleunigen und ein Gegensteuern noch schwerer.

Warum eigentlich genau?

Wenn der Permafrostboden auftaut, wird Methan und CO2 frei. Dieses Gas heizt die Atmosphäre auf. So entsteht ein Teufelskreis. Von solchen gefährlichen Rückkopplungseffekten gibt es auf der Erde einige. Im Buch vergleiche ich die aktuelle Situation mit einem Boot, das mit schneller werdender Strömung auf einen Wasserfall zusteuert. Wir wissen nicht genau, wie tief es hinuntergeht und was uns unten erwartet. Den Fall sollten wir jedoch tunlichst vermeiden. Ich möchte mir jedenfalls keine Welt vorstellen, die drei oder vier Grad wärmer ist als die heutige.

Sie sind Wissenschaftlerin und Klimaaktivistin. War das eine Auslöser für das andere?

Forschende sind nicht nur Menschen, die Zahlen und Fakten im Blick haben, sondern auch aktiver Teil der Gesellschaft. Deshalb ist das Bild der Wissenschaft im Elfenbeinturm längst überholt. Klimaforschende treten auch als Mahner der Politik auf, engagieren sich in der Bildung oder unterstützen Umweltorganisationen.

„Extremwetterereignisse wie kürzlich die Hochwasser in Deutschland und Österreich werden zunehmen“

Im Wahlkampf hörten wir oft, dass Klimaschutz nicht auf Kosten der Menschen oder Wirtschaft gehen darf. Geht Klimaschutz, ohne Opfer zu bringen?

Wenn wir so weitermachen wie bisher, müssen wir in Zukunft auf fast alles verzichten, was wir jetzt als gegeben annehmen. Extremwetterereignisse wie kürzlich die Hochwasser in Deutschland und Österreich werden zunehmen, viele Menschen sterben, der Wiederaufbau wird Milliarden kosten. Einen größeren Verzicht als auf unsere Lebensgrundlage gibt es wohl nicht. Mutige Klimapolitik könnte für uns also am Ende sogar einen Gewinn an Lebensqualität bedeuten. Aber die Politik muss die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen und dabei soziale Aspekte berücksichtigen.

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Ändert sich nichts, ändert sich alles

„Ändert sich nichts, ändert sich alles – Warum wir jetzt für unseren Planeten kämpfen müssen“ (288 Seiten, 20 Euro) von Katharina Rogenhofer ist im Paul Zsolnay Verlag erschienen.

In Ihrem Buch fordern Sie dazu einen Green New Deal. Was verstehen Sie darunter?

Der Begriff leitet sich von dem „New Deal“ von US-Präsident Franklin D. Roosevelt ab. Das waren umfangreiche Sozial- und Wirtschaftsreformen als Antwort auf die Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre. Dieses Programm hat viel Positives bewirkt. Es wurde die Infrastruktur ausgebaut, elektrische Leitungen gelegt, Kanalsysteme und Straßen errichtet. Ein politisches Programm dieser Größenordnung brauchen wir heute auch. Die Menschen brauchen ein Dach über dem Kopf, eine soziale Perspektive, ein gutes Einkommen – und gleichzeitig dürfen wir die Grenzen des Planeten nicht weiter überschreiten.

Haben Sie ein paar konkrete Vorschläge, wie das gelingen kann?

Wir müssen erst mal damit aufhören, das Falsche zu tun: Wir sollten Straßenprojekte überdenken, alternative Mobilitätskonzepte für Pendler stärken, keine Öl- und Gasheizungen mehr verbauen, Subventionen für klimaschädliche Technologien einstellen. Und wir müssen anfangen, das Richtige zu tun. Also erneuerbare Energien stärker ausbauen, klimafreundliches Bauen und Sanieren fördern, den öffentlichen Nahverkehr in Stadt und Land neu denken oder Arbeitsmarktprogramme für grüne Berufe schaffen. Das ist eine riesige Aufgabe, da viele Reformen gleichzeitig stattfinden müssen, aber es lohnt sich.

„Technologie darf keine Ausrede sein, um heute nichts zu tun und nur auf ein besseres Morgen zu hoffen“

Welche Rolle spielen dabei neue Technologien?

Grüne Technologien sind wichtig, gerade wenn es um erneuerbare Energien oder klimafreundliche Produktionen geht. Aber Technologie darf keine Ausrede sein, um heute nichts zu tun und nur auf ein besseres Morgen zu hoffen. Studien besagen, dass 80 Prozent der zur Klimawende nötigen Technologien schon vorhanden sind, sie aber noch mehr verwendet werden müssen. Außerdem sollten wir über soziale Innovationen nachdenken. Wie können wir weniger konsumieren und mehr miteinander teilen? Die Städte so gestalten, dass viele Wege zu Fuß, per Rad oder mit öffentlichem Nahverkehr erledigt werden können? Antworten darauf sind mindestens genauso wichtig wie neue Technologien.

Wie zentral ist der Beitrag jedes Einzelnen in Sachen Klimaschutz?

Politische Veränderungen kommen vor allem dann, wenn sie von möglichst vielen Menschen gefordert werden. Deshalb ist der Beitrag jedes Einzelnen sehr wichtig. Wir müssen laut sein und Forderungen an die Politik stellen. Fridays for Future hat gezeigt, wie gut das funktioniert. Inzwischen macht die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Klimaneutralität zumindest verbal zur Chefsache. Das wäre vorher undenkbar gewesen.

Ich dachte eher daran, den eigenen Konsum zu reduzieren oder den Müll richtig zu trennen.

Natürlich gibt es einen Beitrag, den wir individuell leisten können. Aber dabei stoßen wir schnell an unsere Grenzen. Wenn ich Plastikmüll im Park aufhebe, ist das sicher richtig und wichtig. Ich löse damit aber nicht das Problem von Meeresplastik in der Tiefsee. Nur Bioprodukte zu kaufen können sich nicht alle Menschen leisten. Gleiches gilt für den Verkehr. Ich habe in Oxford studiert, bin meistens mit dem Zug von Wien nach England gefahren. Das dauert viel länger und ist viel teurer als ein Flug. Dadurch wird klimafreundliches Verhalten zu einem Privileg. Um das zu ändern, braucht es den Willen der Politik und der Wirtschaft. Und den beeinflussen wir am besten, indem wir uns zusammenschließen und Veränderungen einfordern.

„Eine alleinerziehende Mutter sollte sich nicht auch noch Sorgen um die richtige Verpackung oder die Herkunft von Lebensmitteln machen müssen“

Wie holt man all jene Mitbürger mit ins Boot, die gerne Fleisch essen, SUV fahren und nichts von Fridays for Future halten?

Viele dieser Menschen haben sicher selbst Kinder oder Enkel und wünschen sich für sie eine gute Zukunft. Das ist ein guter Ansatzpunkt für Argumente. Gesamtgesellschaftlich wäre es mir am liebsten, wenn wir sie gar nicht überzeugen müssten. Eine alleinerziehende Mutter von drei Kindern sollte sich nicht auch noch Sorgen um die richtige Verpackung oder die Herkunft von Lebensmitteln machen müssen. Idealerweise wäre das klimafreundliche Produkt oder Verhalten die bequemste Wahl und nicht mit umständlichen Recherchen oder großem Hintergrundwissen verbunden.

Wie blicken Sie in die Zukunft?

Der Blick in die Zukunft ist für mich eine Berg-und-Tal-Fahrt der Gefühle. Wir stehen vor einer kollektiven Herausforderung, die so groß ist wie keine zuvor. Aber wenn ich nicht optimistisch wäre, dass wir die Klimawende irgendwie schaffen, würde ich nicht meine Arbeit machen können, sondern mich nur noch unter einer Decke verkriechen. Und die Wissenschaft sagt ja, dass alles noch möglich ist. Das Zeitfenster wird nur kleiner und die nötigen Anstrengungen größer. Deshalb müssen wir jetzt alle aktiv werden.

Katharina Rogenhofer, geboren 1994 in Wien, studierte Zoologie an der Universität Wien und Nachhaltigkeits- und Umweltmanagement in Oxford. 2018 holte sie mit weiteren Aktivistinnen und Aktivisten die „Fridays for Future“-Bewegung nach Österreich, 2019 übernahm sie die Leitung des Klimavolksbegehrens und verfolgt damit das Ziel, politischen Druck für eine klimafreundliche Zukunft aufzubauen.

Dieser Text wurde veröffentlicht unter der Lizenz CC-BY-NC-ND-4.0-DE. Die Fotos dürfen nicht verwendet werden.

31 Kommentare
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Josef Poschenrieder
  ·  
14.10.2021-08:10

Was für ein Quatschbuch. Alles schöne Ansätze, alles sinnvoll Aber das einzige Problem, das wir wirklicih haben, ist die Überbevölkerung. Dazu schweigt sich Frau Zoologin beharrlich aus, aber wenn wir dieses Problem nicht in den Griff kriegen, nutzt alles andere nichts. Die Weltbevölkerung muss reduziert werden auf 500 Mio. Menschen, d.h. in jedem Erdteil 100 Mio. Das hielte die Erde einigermaßen aus. Wir müssten in jeder Generation die Bevölkerungszahl um mindestens 20 Prozent reduzieren, und in manchen Staaten, z. B. Nigeria oder Indien, noch stärker. Entweder der Mensch machts, oder die Natur. Der Mensch könnte es sozial gestalten. Die Natur ist effektiv, aber nicht sozial. Momentan schaut es so aus, als verließen wir uns wieder auf die Natur. Das könnte unangenehm werden.

Thomas
  ·  
14.10.2021-11:10

Das mit der Überbevölkerung ist eine Ausrede!
Wenige Prozent der Weltbevölkerung und zwar der wohlhabende Teil verursachen durch Ihren Konsum den größten Teil der CO2 Emission. 10 Mrd. Menschen sind kein prinzipielles Problem, sondern nur eine Frage gut verteilter Resourcen und angepasster Ansprüche.
Unsere Konsumgesellschaften und stetiges Wirtschaftswachstum als Dogma im Wesentliche der Industrienationen sind das Problem!

Frank
  ·  
14.10.2021-12:10

Woher nehmen Sie den diese Zahl? Und wieso auf jedem Kontinent gleich viele? Also echt, Polulismus pur

Frank Kirchner
  ·  
14.10.2021-01:10

Reduzierung auf 500 Mill.? Andere halten 1 Mrd. für akzeptabel. Europa ist auch übervölkert. Also wer macht den Anfang und geht freiwllig ? Und jetzt wird die sogenannte Klimakrise (seit 1850 gerade 1°C mehr laut HadCrut5) als Ursache für zu viele Menschen gesehen.Warum gibt es dann "Brot für die Welt" ? also abschaffen.Die meisten machen 1881 als Erwärmungsstart fest, da war es nämlich 0,3° kälter wie 1850, klingt somit dramatischer.
FfF ein Kind von Plant for the Planet, im Sommer 2015 auf dem Summit erdacht. Hüpfende Kinder ??? Es wird langsam zur Zumutung was man alles ernst nehmen soll. Da glauben Kinder, daß sie keine Zukunft mehr haben und glauben alten weißen Männern, allerdings nur in den westlichen Industrieländern bzw. Mitteleuropa. Demonstrieren tun nur ein paar, hauptsächlich Gymnasiasten (wenn es nicht regnet) aber die sehr sehr lautstark so daß die Medien schreiben : Die Jugend ...
Als wenn die wüsste was gespielt wird. Die Jugend ist schnell begeistert für neue Ideen. Man sehe sich nur die Jugend Ende der 60 iger an, man nennt sie die 68 iger !! Was sind deren Ideen noch wert ? waren sie es überhaupt ? Und jetzt die neue Sau, besser gesagt Religion, durchs Dorf und die wird uns noch viel Kopfzerbrechen machen.

Volker
  ·  
14.10.2021-01:10

Leider wird das Thema der Überbevölkerung konsequent auf allen Ebenen ignoriert. Überbevölkerung und das Konsumverhalten der oberen 10 Prozent in jedem Land, muss zwangsläufig angegangen werden, denn die Mehrzahl der restlichen Bevölkerung kann nur begrenzt Energie und Konsum einsparen.

Holzkopf auf de...
  ·  
14.10.2021-02:10

Schön, dass Sie den Stein der Weisen gefunden haben. Schade (oder eher: zum Glück!) dass das populistischer Unfug ist, mit dem man hervorragend mit dem Finger auf andere zweigen kann, vor allem um von sich selbst abzulenken.
Natur und Welt vertragen die aktuelle Anzahl von Menschen und noch deutlich mehr. Aber nicht den Konsum und verbrauch nicht nachwachsender Ressourcen.

Dana
  ·  
14.10.2021-04:10

Natürlich schweigt sie sich zu diesem Problem aus, denn jede irgendwie denkbare Lösung verstößt gegen Menschenrechte. Es gibt keine soziale Lösung die Grundrechte wahrt. Selbst wenn Sie "nur" Geburtenkontrolle einführen wird es noch rund 80 Jahre dauern bis sich ein spürbarer Effekt zeigt. Das ist viel zu spät um das Klima zu retten, von den Folgeproblemen mangelnder Kinder ganz abgesehen. I

Peter der Große
  ·  
14.10.2021-04:10

In Europa 100 Mio Einwohner insgesamt...
Wow, das ist ja mal ein steiler Ansatz.
In Deutschland leben ca 83 Mio Menschen. Dann bleiben gerade mal 20 Mio für alle anderen europ. Staaten zusammen.

(...)

Anm. d. Red.: Kommentar gekürzt veröffentlicht. Bitte halten Sie sich an die Diskussionsregeln und bleiben Sie sachlich.

Holzkopf auf de...
  ·  
14.10.2021-05:10

@Volker: Warum "das Konsumverhalten der oberen 10% in jedem Land? Wenn wir das ganze weltweit betrachten, dann dürften wir in Europa ziemlich fett drinliegen in den "oberen 10%.......

Rolf
  ·  
14.10.2021-09:10

Starkes Titelbild, noch dazu der Name des Formates "Fluter" einfach Klasse!
Wie eindrucksvoll das Bild das Aufsaufen eines Viertels versucht zu darzustellen.
Nur, warum ist der Mercedes und der LKW im Hintergrund nicht versunken? Ist das evt. einfach nur eine Senke, die durch Regen und unzureichende Abwasserableitung vollgelaufen ist?

Stefan
  ·  
14.10.2021-12:10

Ganz genau meine Meinung. Nur hört man von niemandem aus Politik, NRO usw. etwas zu dem Thema.

Frank Kirchner
  ·  
14.10.2021-01:10

Aber aber, mit solchen Unwichtigkeiten gibt sich doch eine Aktivistin nicht ab. Eine Aktivistin das ist der neue Name für Missionarin. Es kann auch ein ganz normaler Monsunregen sein, nichts neues für die dortige Bevölkerung nur für einen beschränkten /beschränkte Mitteleuropäer sehr furchterregend. (...)

Anmd. d. Red.: Kommentar gekürzt. Bitte halten Sie sich an die Diskussionsregeln und bleiben Sie sachlich.

Christian
  ·  
14.10.2021-10:10

"Eine alleinerziehende Mutter von drei Kindern sollte sich nicht auch noch Sorgen um die richtige Verpackung oder die Herkunft von Lebensmitteln machen müssen." MEINE MEINUNG: Doch sollte Sie (wobei der Begriff "Sorgen" sehr plakativ ist), wie alle anderen auch. Das ABWARTEN auf die Politik, die meist mit sich selbst und die nächste Wiederwahl beschäftigt ist ist der Fehler im System. Wird die "Alleinerziehende", deren Kinder und viele anderen im Geschäft den Druck au die Industrie aufbauen, wird sich was ändern.

Frank Kirchner
  ·  
14.10.2021-01:10

Wenn die Überbevölkerung angeprangert wird, so hat die Alleinerziehende dazu noch mit 3 Kinder schlechte Karten. Dann wird man insgeheim in den grünen Denkfabriken nichts gegen eine Verschlechterung derer Situation haben. Natürlich nicht offen. logisch.

Peter der Große
  ·  
14.10.2021-04:10

Ja, diese unzureichende Stadtentwässerung in Mumbai ist wirklich ärgerlich. Unter dem Mercedes und dem LKW haben findige Leute bereits die ersten Toten gestapelt und so die enorm wertvollen Karossen retten können.
Konnte ich Deine Frage damit ausreichend beantworten?

B.G
  ·  
14.10.2021-11:10

Es sind so viele Baustellen, die Wichtigste ist das Klima, aber wir leben schon seit Jahren über unsere Verhältnisse.

Seit 1970 übersteigt der jährliche Verbrauch die global zur Verfügung stehenden Ressourcen. Der Weltüberlastungstag lag 2021 am 29.Juli.

Würden alle Erdbewohner so wie in der Europäischen Union leben, wären 2019 die weltweiten Ressourcen bereits am 10. Mai verbraucht gewesen. Jedoch fangen wir nicht jedes Jahr bei Null an, sondern leben auf pump.

Das Problem ist also viel weitreichender als es in den Medien dargestellt wird und so hart wie es klingt, nur über eine Geburtenkontrolle ließe mich meines Erachtens nach das Problem in den Griff bekommen.

Es gibt auch bei Autos eine Personen- oder Gewichtszulassung, ohne die eine Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann und diese gilt es einzuhalten.

Zudem wäre ich dafür, dass jedem Menschen ein Co2 Kontingent zur Verfügung steht, wer es aufgebraucht hat, muss sich für seinen luxuriösen Lebensstil Zertifikate von denjenigen kaufen, die sich kein Auto oder Urlaub leisten können. So wäre eine soziale Gleichberechtigung gewährleistet.

Dieter Müller
  ·  
14.10.2021-12:10

Mit solch einem Buch kann man heute gutes Geld verdienen, weil es dem Mainstream huldigt. Da wird es von bestimmten Stellen sicher gut promotet. Glückwunsch

Christian Stängle
  ·  
14.10.2021-12:10

In jedem Bereich müssen wir vorankommen. Verkehr, Heizung und so weiter. Aber auch bei den Ansichten der Menschen. Wenn Reiche in den Weltraum fliegen können, was nutzt dann mein Radfahren. Die Welt ist politisch und menschlich verkommen. Längst sterben Menschen weil auf ihren Äckern nichts mehr wächst, weil sie austrocknen. Die Folgen der ganzen Entwicklung münden in eine Zerstörung an Mensch Natur und Tieren (wieviel Millionen Tiere sind in Australien verbrannt). Ich hoffe dass das alles endlich zündet und eine explosive Bewegung entsteht. Wenn ich mir die Zerstörung vorstelle, die wir anrichten, dann könnte ich erstarren.
Mein Vorschlag: den Grünen beitreten. Vorbild sein.

Peter der Große
  ·  
14.10.2021-04:10

Dieter Müller hat es auf den Punkt gebracht.
Nur für die Menschen des Mainstreams geschrieben.
Warum ist das verdammte Klima so uneinsichtig, und setzt auch den "Nicht-Mainstreamern" zu? Da sollte das Klima besser aufpassen, was es so veranstaltet. Es wird noch vor Gericht landen und eingesperrt werden!

juergen keller
  ·  
14.10.2021-12:10

hallo
sehr guter artikel,
vorschlag,
sonnenkoll. auf alle dächer oder auch weis lackieren
atomkraft bis auf weiteres stärken,
autobahnen thempo 130 km,
opnv kostenlos,
konferenz der supermächte handlungsplan

Christian
  ·  
14.10.2021-01:10

In jedem Bereich müssen wir vorankommen. Verkehr, Heizung und so weiter. Aber auch bei den Ansichten der Menschen. Wenn Reiche in den Weltraum fliegen können, was nutzt dann mein Radfahren. Die Welt ist politisch und menschlich verkommen. Längst sterben Menschen weil auf ihren Äckern nichts mehr wächst, weil sie austrocknen. Die Folgen der ganzen Entwicklung münden in eine Zerstörung an Mensch Natur und Tieren (wieviel Millionen Tiere sind in Australien verbrannt). Ich hoffe dass das alles endlich zündet und eine explosive Bewegung entsteht. Wenn ich mir die Zerstörung vorstelle, die wir anrichten, dann könnte ich erstarren.
Mein Vorschlag: Vorbild sein, jeder Schritt in die richtige Richtung ist ein guter Schritt.

A. Habel
  ·  
14.10.2021-02:10

@Josef Poschenrieder:
Die Überbevölkerung (wer sagt das es die überhaupt gibt?)ist wenn dann gegenteilig zum CO2 Verbrauch verteilt. So lange der pro Kopf Verbrauch in Europa und den USA ein x-faches des Verbrauches in Afrika oder Asien ist, müssen wir unseren Anteil daran schon selber regeln.
Zu dem verringert sich das Bevölkerungswachstum meist schon allein durch höheren Wohlstand. Da wir in der westlichen Welt kein Argument haben, anderen das erreichen von Wohlstand abzusprechen, bleibt es ein drängendes Problem unsere direkte Umgebung klimaneutral zu gestalten.

Schurli
  ·  
14.10.2021-02:10

Hier steht "Wenn der Permafrostboden auftaut,...", der Permafrostboden taut bereits auf! Das heißt auch, dass der schlimmste Fall bereits auftritt. Leute zieht euch kalt an, warm wäre der falsche Ausdruck.

Stefan F. I.
  ·  
14.10.2021-03:10

Nach meinem Dafürhalten lohnt es sich, sich für die Umwelt einzusetzen. Allerdings zu behaupten und womöglich sogar zu glauben, dass da noch viel zu retten sei, zeugt für mich von einer gewissen Blauäugigkeit und Ignoranz/Naivität. Die Weltbevölkerung explodiert weiterhin, auch die allerletzten Gletscher (wie der Aletschgletscher) werden bis spätestens (!) Ende des Jahrhunderts verschwunden sein (das steht bereits schon fest), was für die Sommermonate zu erheblichen Wasserproblemen in ganz Europa führen wird, ganz zu schweigen von der Stromversorung aus Wasserkraft und mit den Feedback-Effekten wird sich die Spirale zunehmen schneller drehen. "Seriöse" Wissenschafter setzen sich eher mit der Frage auseinander, wie lange es dauern wird, bis sich dieser Planet von der Menschheit erholt haben wird, nachdem wir dann eines Tages, wohl in ein paar Hundert Jahren (zugunsten des Planten ist "hoffentlich" durchaus angebracht) ausgestorben sein werden (vgl. z.B. Spektrum der Wissenschaft 38.21 "Reset für das Leben").Dies einmal, um ein einziges (1) Problem von vielen zu erwähnen, ganz zu schweigen von den Dutzenden von Metern an Meeresanstieg, sollte die antarktische Polkappe zu schmelzen beginnen.Ich geniesse jedenfalls noch mein Leben so gut es geht in einem vernünftigen Verhältnis zum Umweltschutz. Denn - wie erwähnt - selbst totale Enthaltsamkeit würde auf lange Sicht nichts mehr bringen oder retten. Wer heute noch Kinder haben will, der soll das tun dürfen, ist aber ganz alleine selber schuld an den dereinstigen Vorwürfen der eigenen Kinder und kann den eigenen Egoismus dann den eigenen Kindern selber erklären versuchen, anstatt heuchlerisch auf die anderen zu zeigen und zu lügen, "die anderen" seien schuld, weil sie nicht rechtzeitig zu Atmen aufgehört hätten.

Gast
  ·  
14.10.2021-04:10

Das größte Problem der Menscheit ist, dass es ca. 3-4 Milliarden zu viele menschen auf der Erde gibt. Leider hat bisher keine Kranheit auch nicht Corona gelich mehrere Milliarden Menschen beseitigt. 1950 waren ca. 2,5 Milliarden Menschen auf der Erde. heute sind es 7,8 Milliarden. Das ist einfach zu viel. Weniger Menschen gibt weniger Energieverbrauch und somit weniger CO2, auch weniger benötigte Fläche also keine Abholzung des Regenwalsdes.Weniger Menschen brauchen auch weniger zu Essen, also braucht die Landwirtschaft keine Petuzide und Düngemittel mehr. Also alles wäre wieder in Ordnung wenn wir eben 3-4 Milliarden Menschen weniger hätten.

Andreas Killinger
  ·  
14.10.2021-05:10

Wir sitzen als Gesellschaft schon längst in der Falle.
Der Wahlkampf hat es deutlich vor Augen geführt:
Die Politik hat sich von der Realität weitgehend verabschiedet.

Der Aktionismus dient in erster Linie der Beruhigung des "politischen" Gewissens. Die Realität bewegt sich in die entgegengestzte Richtung.

Wie kann man Elektroaustos propagieren ohne den (grünen) Strom dafür herzubekommen, vom Zustand unseres Stromnetzes ganz zu schweigen, das bei weiterer Zunahme von Ladesäulen irgendwann kollabieren wird. Von lokalen Blackouts in unseren Großstädten lese ich inzwischen jede Woche in der Zeitung.

Wie kann man einfach Kernkraftwerke abschalten ohne eine Alternative ausser Kohle und Gas zu haben ? Das hat nichts mehr mit vernunftsgesteuerten planvollem Handeln zu tun.

Ich selbst bin seit 20 Jahren ÖPNV Fahrer im Großraum Stuttgart. Was soll ich sagen, - es wird jedes Jahr schlechter. Über das Unternehmen BAHN muss man ja kein Wort mehr verlieren...inzwischen kommen auch die Busse nicht mehr pünktlich oder fallen aus. Personalmangel !
So gelingt keine Energiewende.

Seit wochen warte ich auf den von der Stadt zugesagten Energieberater, welcher mir bei der Montage einer PV Anlage helfen soll. Unser Dach und die Ausrichtng wären optimal...

Wunsch und Wirklichkeit haben sich entkoppelt . Das ist das eigentlich Erschreckende ! Deutschland verwaltet sich zu Tode - und ist längst in einer funktionsuntüchtigen und aufgeblähten Bürokratie erstarrt, die selbst unter eklatantem Personalmangel leidet. In Berlin kann man heute schon bestaunen was in ganz D in einigen Jahren Realität sein wird. Fail state !
Ich habe den Glauben in die Plitik längst verloren. D wird grandios scheitern und zwar auf allen Ebenen: Energiepolitisch, Verwaltung, Verkehr, Finanzpolitik.
Es ist ein einziges kopfloses hin und her.
Sachkunde und Kompetenz sind Mangelwahre, die letzten Warner werden bald aus Altersgründen von der Bildfäche abgetreten sein !
Der green Deal in Deutchland wird so laufen, dass wir für teures Geld den Atomstrom aus F oder P zukaufen werden.
Das ganze wird uns Herr Scholz dann als großartige Energiewende verkaufen.
Die Spaltung dunserer Gesellschaft wird weiter an Fahrt aufnehmen, und der Druck nimmt zu: Inflation, Negativzinsen, Corona & krankes Gesundheitssystem, innere Sicherheit & OK, Altersarmut .... Bereits jetzt sind 25 % der Bevölkerung psychisch krank.
Da ist dann gut grüne Energiepolitik machen.
Aber Frau Bärbock wird das den Leuten mit ihrer unverwechselbaren Schnatterstimme sicher so gut erklären, dass alle trotzdem freudig mitmachen.

Michael Stuhr
  ·  
15.10.2021-05:10

Lieber Herr Killinger,
einfach nur großartig Ihr Beitrag. Ich war verzweifelt und belustigt zugleich! Der Humor wird uns in Deutschland zuletzt vergehen.

Michael Stuhr
  ·  
14.10.2021-05:10

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist zu spät! Wir sind zu lange in die falsche Richtung gegangen und haben uns gewöhnt!
Wir wollen bzw. können die unglaublich große Gefahr einfach nicht erkennen. Unsere künstlichen (unmenschlichen) Gesellschaftssysteme lassen ein wirksames Reagieren nicht mehr zu. Es gibt keine wahrhaftige Vorbilder in Politik, Kirche, Kultur oder sonstigen möglichen Meinungsbildern.
In den Schulen wird nichts fürs Leben gelehrt, im Gegenteil.
Unsere Arbeit macht uns krank, die soziale Verarmung verstärkt sich. Immer mehr Menschen haben Angst vor dem Alleinsein und wie es im Alter (Rente) weitergeht.
In einer Zeit, in der sich z.B. Politiker als Kriegsgewinnler (Masken) ungeschoren davon machen können und somit ein Vorbild prägen, brauchen wir uns nicht fragen, wie der KIlimawandel zu bewältigen ist. Wir haben es schon längst versaut! Ich weiß, es tut weh!
Ich versuche vor meinen drei Kindern Haltung zu bewahren (fahre Fahrrad, kein Fleisch, Nichtraucher, kein Alkohol, keiner Werbung vertrauen, keinem Politiker vertrauen, keine Verschwendung von Nahrungmitteln, kein Flugzeug,...).

Danke fürs Durchlesen

Stefan
  ·  
14.10.2021-06:10

Herstellung und Vertrieb des beworbenen Buches waren/sind sicher auch nicht klimaneutralitätsfördernd und falls die Autorin das damit verdiente Geld in Konsumgüter steckt dann ist das noch einmal kontraproduktiv.
Den Drang zu verspüren das eigene Geltungsbedürfnis und die eigene Meinung und/oder Einstellung einer breiten Masse vermitteln zu müssen zu unterdrücken würde vielen Leuten gut zu Gesicht stehen und würde, gerade bei im Vergleich zum Durchschnittsbürger vermutlich häufiger mit dem Flugzeug Strecken zurücklegenden "aktivistischen" Personen, auch noch Schadstoffe einsparen.
Diese Art Leute die sich offenbar dazu berufen sehen anderen Menschen den Weg (zurecht)weisen zu müssen sollten meiner Ansicht nach erst einmal ihr eigenes Verhalten reflektieren und einfach mal ihre psychische Verfassung überarbeiten (lassen).

Devil
  ·  
15.10.2021-03:10

Wurde schon in den 80gern alles vorausgesagt,also braucht man da kein Buch darüber schreiben, da merkt man wer Geld braucht.

Set
  ·  
15.10.2021-07:10

Zeit abgelaufen... die Nachfahren des Kain, haben die Erde zerbrochen...