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Wählen schon mit 16?

Im Parlament herrscht Uneinigkeit – genau wie bei Ronja (17) und Sarah (26)

Sollte das Wahlalter auf 16 Jahre herabgesetzt werden? Eine Debatte, die natürlich auch im Superwahljahr 2021, wieder aufflammt. Im Video vertreten Ronja Juran (17) und Sarah Beckhoff (26) ihre Positionen zum Thema.

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4 Kommentare
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Dani
  ·  
15.03.2021-10:03

Die Absenkung des Wahlalters ist überfällig. Das beweisen alleine schon Ronjas reflektierte Aussagen. Schön, dass Sarah zwar schon mit 14 in die Junge Union eingetreten ist und mit 16 in die CDU - ihre eigene Partei dann aber nicht auch bei Wahlen wählen durfte. Die CDU scheint zu sagen: "Beiteiligung, ok. Aber bitte nicht so direkt"...
Ein weiterer wichtigter Punkt für mich: Wer einen Tag nach Wahlen 18 wird, wählt erst mit 22 das erste Mal. Bei Wahlalter 16 wäre es immerhin spätestens mit 20.

Richard (27)
  ·  
19.03.2021-11:03

Sarahs Logik: Fridays for Future zeigt, dass man kein Wahlrecht braucht, weil man ja auch ohne abstimmen zu dürfen seine Meinung sagen kann. -_-

Ich würde sagen, gerade diese Bewegung zeigt, dass ein starkes politisches Gestaltungsbedürfnis besteht, das sich auch unbedeingt DIREKT an den Urnen widerspiegeln sollte. Mit 16 Jahren kann man sich definitiv seine eigene Meinung bilden. Wenn das nicht so wäre, wäre das deutsche Bildungssystem schlechter als sein ohnehin schon schlechter Ruf.

Kein Wunder, dass CDU und AfD dagegen sind, weil gerade genau diese beiden Parteien bei jungen WählerInnen im Vergleich zu den anderen Parteien extrem unbeliebt sind.

Lena
  ·  
29.03.2021-01:03

Sarah sagt, es sei willkürlich, ein anderes Alter als 18 Jahre als Wahlalter festzusetzen. 16 Jahre ist in dem Sinne nicht willkürlich, dass das Bildungssystem darauf ausgelegt ist, mit 16 Jahren die Vollzeitschulpflicht mit erreichen des Hauptschulabschlusses an allgemeinbildenden Schulen erfüllt wird. Die Schüler*innen sind somit mit 16 Jahren von Seiten der Bildung aus reif genug, reflektiert das politische System zu durchblicken und aktiv dazu beizutragen. Bereits mit 14 Jahren sind Jugendliche psychologisch gesehen in der Lage, ihre eigenen Taten so zu reflektieren, dass sie bemerken, welche Auswirkungen diese haben. Somit ist dies mit 16 Jahren auf jeden Fall sichergestellt (zumindest genauso stark wie bei denselben Personen mit Mitte 20 etc.).
Willkür ist es also, das Wahlalter auf 18 Jahre festzusetzen. Das alleinige Fahren sowie die Strafmündigkeit sind auf 18 Jahre festgesetzt, damit gewährleistet ist, dass auch in der Entwicklung "langsamere" Jugendliche geschützt sind. Diese Gefahr ist aus genannten Gründen bei dem Wählen ab 16 nicht gegeben.

Andreas
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07.04.2021-09:04

Wählen sollte erst ab einem Alter von 21 Jahren möglich sein.
Den jungen Menschen fehlt einfach die Lebenserfahrung. Das werden die jungen Menschen natürlich nicht glauben wollen, aber das können Menschen mit einem gewissen Erfahrungsschatz einfach nicht beantworten.