Valentins Leben verändert sich nach einem Snowboardunfall radikal. Querschnittsgelähmt sitzt er in einer Reha-Klinik in Südtirol und kann sich nur noch mit dem Rollstuhl fortbewegen. Mit seiner neuen Lebenssituation kommt er schwer zurecht: Er fühlt sich nicht zugehörig zu den anderen, teilweise noch deutlich schwerer behinderten Heimbewohnern und lässt seine Wut über seine neue Lebenssituation an ihnen aus. Der einzige Lichtblick in der Klinik ist die schöne Mira, seine Pflegerin. Bald schon verliebt sich Valentin in sie. Doch Mira ist bereits vergeben, an einen attraktiven Mann, der Valentin in allen Belangen überlegen scheint. Doch Valentin hat einen Plan. Gemeinsam mit seinen Mitbewohnern Lucas und Titus macht er sich auf den Weg und merkt, dass die beiden zwar eingeschränkt, aber keinesfalls beschränkt sind.

Die Regisseure Oliver Paulus und Stefan Hillebrand schaffen es im Film ein sensibles gesellschaftliches Thema durch gut dosierten Humor für den Zuschauer zugänglich zu machen. Sie zeigen die Behinderte als ganz normale Menschen mit Macken und Stärken und werben damit erfolgreich für mehr Akzeptanz von Behinderten. Allerdings ist die selbstironische Darstellung von behinderten Menschen in der Kinowelt ein mittlerweile verbrauchtes Motiv, der Film erinnert an manchen Stellen stark an die Kinohits "Wo ist Fred?" oder "Ziemlich beste Freunde". Das macht den Film auf Dauer etwas langweilig. Die Handlung ist nur mäßig spannend und zudem vorhersehbar und der Film nichts, an das man sich noch in drei Jahren erinnern würde.

Vielen Dank für Nichts, Schweiz, Deutschland 2013, Buch & Regie: Stefan Hillebrand, Oliver Paulus, mit Joel Basman, Nikki Rappl, Bastian Wurbs, Anna Unterberger, Isolde Fischer u.a., ab 6, 98 min, Kinostart: 5. Juni 2014 bei Camino