Thema – Märkte

Suchen Newsletter ABO Mediathek

Rohrkapierer

Die 1.220 Kilometer lange Pipeline Nord Stream 2 ist fast fertig. Ob sie je in Betrieb geht, ist aber offen. Wer will die Pipeline? Und wem schadet sie?

Nord Stream 2 Rohre

Nord Stream 2 aus Sicht …

1. Russlands
2. des Energiesektors
3. der USA
4. der EU
5. des Klimas
6. Deutschlands

Zwei Rohre machen Weltpolitik. Eigentlich soll die Pipeline Nord Stream 2 einfach nur Erdgas zwischen dem russischen Ust-Luga und Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern transportieren. Aber seit 2018 das erste Teilstück in der Ostsee versenkt wurde, ist das 1.224 Kilometer lange Bauprojekt so umstritten wie kaum ein anderes.

Heute ist Nord Stream 2 zu 94 Prozent fertig. Ob die Pipeline jemals in Betrieb gehen wird, bleibt trotzdem offen. Wer will sie? Und wem schadet sie? Sechs Stopps auf der Pipeline

1. Russland: für Nord Stream 2

Im nordwestrussischen Ust-Luga zwischen Sankt Petersburg und der estländischen Grenze nimmt das Projekt Nord Stream 2 seinen Anfang. Warum Russland Deutschland und andere europäische Länder mit Erdgas versorgen will, liegt auf der Hand: Es gehört zu den Ländern mit den größten Erdgasreserven weltweit, allein 2019 hat Russland 679 Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert. Das entspricht einem Marktanteil von 17 Prozent und macht Russland zum zweitbedeutendsten Erdgasproduzenten hinter den USA. „Der Export von Energie ist wesentlich für den russischen Staatshaushalt“, sagt Sarah Pagung, Russland-Expertin bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) in Berlin.

Bislang leiten mehrere Pipelines russisches Erdgas nach Europa: Neben der 2011 fertiggestellten Ostseepipeline Nord Stream 1 gehören dazu auch Soyuz, Brotherhood oder Transgas – also Verbindungen durch andere Länder wie Belarus, Polen oder die Ukraine. Da war doch was: Vor sieben Jahren besetzte Russland die ukrainische Halbinsel Krim. Bis heute wurde die Annexion international nicht anerkannt. Der Krieg zwischen Separatisten und Anhängern der Russischen Föderation hält an.

Was das mit den Gasrohren zu tun hat? Ohne die Ostseeröhren braucht Russland die Ukraine als wichtiges Transitland, musste also zwangsläufig mit dem verfeindeten Nachbarland zusammenarbeiten. Zudem verdiente die Ukraine am Transport mit. „Mithilfe von Nord Stream 2 kann Russland die Ukraine umgehen“, sagt Pagung. „Das ist der Kern der russischen Interessen.“

Nord Stream 2 Pipeline (Foto: IMAGO / ZUMA Wire / Nord Stream AG)
Aus allen Rohren: Insgesamt wurden für beide Nord Stream-Pipelines 199.755 Rohre unter Wasser verschweißt (Foto: IMAGO / ZUMA Wire / Nord Stream AG)

2. Energiesektor: uneins

Die Bundesregierung betont seit Jahren, dass die Pipeline zwischen Russland und Deutschland ein „rein wirtschaftliches Projekt“ sei. Allerdings gehört die Nord Stream 2 AG, die das Projekt plant, baut und später betreiben soll, komplett dem russischen Energiekonzern Gazprom. „Diesen Konzern“, sagt Sarah Pagung, „kann man nicht mit anderen Energieunternehmen wie Shell, Total oder ExxonMobil vergleichen, weil er zur Hälfte im Staatsbesitz ist und immer wieder auch politisch instrumentalisiert wurde.“ So hat Gazprom der Ukraine schon mehrfach das Gas abgedreht (das den Gasdurchfluss seinerseits aber auch schon blockiert hat).

Es steckt aber nicht nur russisches Geld in den wohl rund zehn Milliarden Euro teuren Gasrohren. Zu den Investoren gehören neben dem Energieversorger Engie aus Frankreich, dem österreichischen Öl- und Gaskonzern OMV und dem britisch-niederländischen Mineralölkonzern Shell auch zwei Energieunternehmen mit Sitz in Deutschland: Uniper und Wintershall DEA. Die mitteleuropäischen Konzerne tragen zusammen rund die Hälfte der Kosten. Platzt das Projekt Nord Stream 2, wäre ihr Geld weg.

Die Unternehmen könnten in diesem Fall auf Schadensersatz klagen. Dass sie vor einem Gericht recht bekommen, bezweifelt Claudia Kemfert, Energieexpertin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). „Nord Stream 2 war von Beginn an ein betriebswirtschaftlich höchst fragwürdiges Investitionsprojekt“, sagt Kemfert. Sie verweist auf Studien des DIW, nach denen es in Deutschland langfristig weniger Bedarf an Gas geben wird – und somit keinen zwingenden Grund, eine weitere Pipeline in Betrieb zu nehmen. Die beteiligten Unternehmen wie Uniper betonen dagegen, es brauche die Pipeline, um Europa sicher und kostengünstig mit Erdgas zu versorgen.

3. Die USA: gegen Nord Stream 2

Barack Obama und Donald Trump mögen sich in wenigen Punkten einig gewesen sein. Wenn es um Nord Stream 2 ging, vertraten beide Ex-US-Präsidenten aber stets dieselbe Ansicht: Sie waren gegen die Pipeline, genau wie ihr seit Januar amtierender Nachfolger Joe Biden. Schließlich machen sich Europa und insbesondere Deutschland durch Nord Stream 2 viel zu abhängig von Russland und russischem Erdgas – so die offizielle Argumentation der USA.

Trump hatte während seiner Amtszeit bereits mit Sanktionen gegen am Bau beteiligte Unternehmen gedroht und diese Drohungen teilweise umgesetzt. Daran scheint sich unter Biden nicht viel zu ändern: Er hält Nord Stream 2 für einen „schlechten Deal für Europa“.

Die Sorge um Europas Energiesicherheit hält Robert Sperfeld für ein „vorgeschobenes Argument“ der US-Regierung. Er ist Referent bei der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung und sieht das Bauprojekt ebenfalls kritisch. Sperfeld sagt aber auch: „Die USA haben kommerzielle Interessen: Sie möchten ihr eigenes Gas verkaufen.“ Tatsächlich hat die EU zuletzt immer mehr Flüssigerdgas, auch LNG genannt, aus den USA importiert und dafür eigens Hafenterminals bauen lassen. Insgesamt 36 gibt es bislang, in Deutschland ist ein erstes Terminal in Planung. Europäische Staaten könnten ihr LNG künftig nicht nur aus den USA, sondern auch aus Katar, Algerien oder Nigeria beziehen. „Insofern haben sie viele Alternativen, sollte Russland damit drohen, den Gashahn abzudrehen“, sagt Sperfeld.

Neben diesen energiepolitischen Erwägungen hinterließ auch ein Ereignis aus dem vergangenen Sommer seine Spuren in der Bauwirtschaft: der Anschlag auf Alexej Nawalny. Der russische Oppositionspolitiker wurde vergiftet, viele verdächtigen die russische Regierung. Unter Biden haben die USA deshalb Sanktionen gegen Russland verhängt. Mittlerweile haben sich mindestens 18 europäische Unternehmen aus dem Bauprojekt zurückgezogen, um möglichen US-Sanktionen zu entgehen.

Anlandestation der Nord Stream 2 (Foto: Paul Langrock/laif)
Sie haben ihr Ziel erreicht: Die Pipeline landet an der deutschen Ostseeküste in der Nähe Greifswalds an. Dort wird das Gas auf das europäische Energienetz verteilt (Foto: Paul Langrock/laif)

4. Die EU und Europa: uneins

Bis im Oktober 2019 Rohre südöstlich der zu Dänemark gehörenden Insel Bornholm verlegt werden durften, musste sich die Projektgesellschaft hinter Nord Stream 2 mehr als anderthalb Jahre gedulden: Die dänische Regierung zögerte unter anderem wegen der Auswirkungen für die Ukraine, aber auch wegen sicherheitspolitischer Bedenken.

Damit ist Dänemark längst nicht das einzige Land in Europa, das das Bauprojekt misstrauisch beobachtet oder gar offen ablehnt. Die EU-Kommission hat sich bereits 2017 gegen das Projekt ausgesprochen. Auch Polen und die baltischen Staaten sind dagegen. „Sie befürchten mehr russischen Einfluss“, sagt Pagung. Für Polen fielen darüber hinaus noch Transitgebühren weg. Das gilt auch für die Ukraine – in besonderem Maße: Sie würde nicht nur Transitgelder in Milliardenhöhe verlieren, sondern auch eine Sicherheit gegenüber Russland, das sein Gas nicht mehr im großen Umfang durchs Nachbarland leiten müsste. „Dadurch fiele für die Ukraine ein Druckmittel weg, weiterhin relativ sicher und günstig Gas aus Russland zu erhalten“, sagt Pagung.

Viele andere EU-Staaten hielten sich beim Thema Nord Stream 2 bedeckt. Bis zum Anschlag auf Alexej Nawalny. Danach sprach sich eine Mehrheit im EU-Parlament für einen Baustopp von Nord Stream 2 aus.

Aktivisten von Fridays for Future demonstrieren vor der SPD Parteizentrale im Rahmen einer Bundesweiten Aktion gegen Nord Stream 2 in Berlin (Foto: Sebastian Wells/OSTKREUZ)
Pipenein: Aktivisten von Fridays for Future demonstrieren in Berlin gegen Nord Stream 2 (Foto: Sebastian Wells/OSTKREUZ)

5. Klima: gegen Nord Stream 2

Im Mai 2018 entdeckten Spaziergänger pinkfarbene Fettklumpen im westlichen Greifswalder Bodden, einer Bucht zwischen Rügen, Greifswald und Usedom. Kurz darauf wurde bekannt, dass ein Leck an einem Baggerschiff von Nord Stream 2 die Verschmutzung verursacht hatte. Der Naturschutzbund Deutschland versuchte, vor Gericht einen Baustopp zu erwirken. Vergeblich. „Nord Stream 2 ist ein schwerwiegender Eingriff in sensible Meeresökosysteme“, sagt Sperfeld von der Heinrich-Böll-Stiftung. 

Es sind nicht nur solche unmittelbaren Schäden an der Natur, die Klimaschützer wie „Fridays for Future“ anprangern. Sie kritisieren vor allem, dass Erdgas keine klimafreundliche Alternative zur Kohle sei, sondern selbst „ein fossiler und somit klimaschädlicher Energieträger“. Die DIW-Forscherin Claudia Kemfert denkt das auch. Sie zitiert Studien, die zeigen, dass bei Erdgasförderung und -transport dessen Hauptbestandteil Methan entweiche – womit Erdgas „kaum klimafreundlicher“ wäre als Kohle. Methan-Emissionen sind rund 25-mal klimaschädlicher als CO2-Ausstöße.

6. Deutschland: in der Zwickmühle

Ob im Bundestag, bei EU-Treffen in Brüssel oder Staatsbesuchen: Bundeskanzlerin Angela Merkel sagt seit Jahren, dass es Nord Stream 2 brauche, damit Deutschland seine Klimaziele erreicht. Wer aus der Kohle rauswolle, brauche Erdgas. 

Den Bundestag wusste sie dabei hinter sich: Über Parteigrenzen hinweg befürworteten die meisten Abgeordneten die neue Pipeline, bis auf die Grünen. Seit dem Giftanschlag gegen Nawalny hat sich das geändert: Auch FDP-Politiker sprechen sich seither für einen Baustopp aus, in der CDU/CSU gibt es Stimmen, die ein Moratorium, also einen Aufschub der Bauarbeiten, fordern. Die Fraktionen der SPD, der AfD und der Linken hingegen befürworten Nord Stream 2, zumindest aktuell.

„Es gibt jetzt keinen einfachen Weg mehr raus aus Nord Stream 2“, sagt Sperfeld. Die Bundesregierung steckt in der Zwickmühle: Zieht Deutschland das Projekt durch, ist Ärger mit den USA und anderen europäischen Staaten vorprogrammiert. Zieht es sich zurück, verlieren mehrere – auch deutsche – Großunternehmen sehr viel Geld und dürften klagen. „Um nicht in Teufels Küche zu kommen, kann es gut sein, dass die Bundesregierung das Projekt nicht stoppt und auf Zeit spielt, zumindest bis zur Bundestagswahl“, sagt Pagung. Sollten die USA bis September weitere Sanktionen gegen Bauunternehmen androhen oder verhängen und sich diese daraufhin zurückziehen, könnte sich Nord Stream 2 von selbst erledigen, mutmaßt Pagung. „Und die Bundesregierung wäre fein raus.“

Titelbild: Ulrich Baumgarten / Getty Images

Dieser Text wurde veröffentlicht unter der Lizenz CC-BY-NC-ND-4.0-DE. Die Fotos dürfen nicht verwendet werden.

115 Kommentare
Meine Meinung dazu...
Die Angabe eines Namens ist freiwillig. Ich willige mit "Speichern" ein, dass die bpb den ggf. angegebenen Namen zum Zweck der Prüfung und Veröffentlichung meines Kommentars verarbeitet. Sie können diese Einwilligung jederzeit widerrufen. Ausführliche Informationen zu Datenschutz und Betroffenenrechten finden Sie hier: Datenschutzerklärung
Vogler Paul
  ·  
07.04.2021-07:04

Nord stream 2 ist bedeutend weniger Umwelt schädlich als das dreckige Fracking Gas der USA. Man muss nur sich schlau machen wie Fracking Gas gewonnen wird. Da werden giftige Chemikalien in Ackerboden und Grundwasser gepumtund dadurch vergiftet. Also das Russlandgas ist "sauberer".

Gast
  ·  
07.04.2021-02:04

Genau!

Tigerle
  ·  
08.04.2021-03:04

Auch wenn diese formell Aussage so stimmt, so werden hier einige Sachen durcheinander geworfen:
Zuerst einmal ist es formal vermutlich korrekt, dass das Verbrennen von Erdgas dem Klima weniger schadet als das verbrennen von Erdöl. Jedoch fällt der Unterschied kaum ins Gewicht und beides ist keine Alternative zu regenerativen Energie. Die Aussage, dass Erdgas statt Kohl die Klimaziele retten soll, ist scheinheilig.

Zweitens stimmt es zuerst einmal, dass bei Fracking giftige Chemikalien ins Grundwasser und und in den Boden gelangen. Ausserdem können durch Fracking Mikroerdbeben ausgelöst werden. Dies sind beides schwere Eingriffe in die Umwelt.
Demgegnüber steht die gefahr eines Leckes in Nordstream 2, welche das Ökosystem der Ostsee stark beeinträchtigen kann. Ich persönlich würde das Fracking hierbei tatsächlich als das gewichtigere Problem ansehen, aber im Grunde wollen wir beides nicht.

Jetzt kommt aber der Punkt, weswegen ich deiner Aussage widersprechen muss: Weder das Fracking an sich noch die Pipeline an sich beeinträchtigen in relevantem Maße das Klima. Wir reden vom Klima, nicht von der Umwelt. Das einzige, was in beiden Fällen für das Klima relevant ist, ist das Verbrennen von Erdöl oder von Erdgas. Da ist aber der Vergleich von Tracking zur Pipeline genauso irrelevant wie der Vergleich eines Reifens eines E-Autos mit dem Scheibenwischer eines Diesels. Nicht jede Umweltbeeinträchtigung ist eine Klimaschädigung.

keinereiner
  ·  
09.04.2021-09:04

Da hat jemand aber verdammt viel Meinung aber ganz wenig Ahnung.
Auch in Russland wächst das Gas nicht auf Bäumen, sondern muss aus unterirdischen Lagerstätten erschlossen werden. Und die dafür notwendige Erschliessungstechnik heisst, oh Wunder, "Fracking". Hierbei werden (auch in den USA) nicht irgendwelche "giftigen Chemikalien" in den Boden verpresst, sondern schlicht und einfach Wasser, Sand und Tenside (Waschmittel)Dieses Gemisch sorgt unter hohem Druck dafür, dass das Gestein in dem das Gas gespeichert ist aufbricht und das Gas freigibt. Am Anfang der Verwendung von Fracking wurde anstatt der Waschtenside Dieseltreibstoff verpresst, das macht man aber schon Jahrzehntelang nicht, und auch da kann man von Giftigkeit nur bedingt sprechen, da das Zeug in Teufen von 2000m und tiefer zum einsatz kommt. Da lagern ohnehin meist noch giftigere Stoffe, von Trinkwasser oder Grundwasser ist in diesen Teufen keine Rede.
Aber heute nennt sich halt jeder "Experte" der den vor Übertreibung und Lügen strotzenden Fiml "Gasland" auf der Youtube-Uni gesehen hat.

Gast
  ·  
07.04.2021-07:04

Super Artikel. Fasst alles zusammen, was ich in den letzten Jahren darüber gehört habe. Nord Stream 2 ist ein Fehler.

Gast
  ·  
07.04.2021-03:04

Nein, Nordstream 2 ist kein Fehler! Denn das Fracking-Gas der USA ist unter Beachtung der Förderungsart (giftige Chemikalien, Bodenzerstörungen usw.),der mittels der Gastankschiffe (Verbrauch von schmutzigen Schiffsdiesel mit seinen Abgasen und der weiten Wege damit),weit umweltfeindlicher. Das Frackingas der USA würde uns auch wieder abhängig machen, nämlich von den USA. Und die nutzen ggf. ihre politische und wirtschftliche Macht gnadenlos aus zu ihrem Vorteil. Siehe Trump (USA first), höhere Besteuerung ausländischer Produkte / Firmen usw. und extremer Subventionen für die eigene Wirtschaft / Industrie. Und auch die Trump-Ära hat uns gelehrt, dass die USA kein zuverlässsiger Partner in Poltik, Wirtschaft und Militär sind. Und jene Länder auch aus der EU, die heute gegen Nordstream 2 sind und waren, werden die ersten sein,die Finanz- / Wirtschaftshilfen aus der EU fordern, wenn es bei ihnen wirtschaftlich nicht so läuft. Und welcher Staat den größten Anteil als EU-Geberstaat hat, muß wohl nicht besonders betont werden.

Gast
  ·  
09.04.2021-11:04

Dafür ist aber Russland ei zuverlässiger Partner. Zuverlässig greift es andere Staaten an: Georgien, Ukraine usw. und nimmt einfach die Krim mit grünen Männchen ein - ohne wenn und aber. Ohne die USA ist die Bundeswehr eigentlich ein Spassverein, da dabei auch noch kaum Panzer oder F-16 einsatzbereit sind - da versteht sich vielleicht Russland auf einmal doch, als der überlegene Partner und nimmt sich etwas weg?

MK
  ·  
07.04.2021-08:04

Der Bau von Nord Stream 2 sollte zu Ende gebracht werden, wenn wir uns nicht mit Haut und Haaren in die Hände der USA geben wollen. Bisher hat die Kanzlerin eine gute Figur abgegeben, und so sollte es auch bleiben.

Heda
  ·  
07.04.2021-02:04

Nein, unbedingt weiter bauen und nicht wegen vorgeschobener Argumenten, Ukraine und Polen wollen weiter verdienen und die USA sowieso, abbrechen

Dirk
  ·  
07.04.2021-08:04

Wieso muss die USA wieder Polizei in Europa spielen? Konstante Provokation und NATO-Manöver an der russischen Grenze - hoffen wir das Putin ruhig bleibt. Die US-Politiker sind eine Schande für die Welt.

Oliver77
  ·  
07.04.2021-04:04

Oje, ich glaube Sie verdrehen etwas die Fakten. Putin war noch nie "ruhig" wie Sie es schreiben:
Seine subversiven, staatsgefährdenden Desinformationskampagnen gen Westen, denen wir seit Jahren ausgesetzt sind, seine fortwährende Unterdrückung der Opposition im eigenen Land, bis hin zu politischen Morden, seine Interventionen zu Gunsten diverser Diktatoren, und nicht zuletzt seine verdeckten kriegerischen Handlungen gegenüber anderer Länder, sprechen eine ganz andere Sprache.

Stirlitz
  ·  
07.04.2021-09:04

In BWL habe ich gelehrtn, dass man in eine Abhängigkeit erst dann verfällt wenn man sich den Lieferanten nicht aussuchen kann.
Aus diesem Grund sehe ich eh ein Problem der Abhängigkeit von jemandem wenn das NordStream2 nicht fertiggetlellt wird.

Peter Schmitz
  ·  
07.04.2021-09:04

Russland hat Erdgas und würde es gerne verkaufen, wir in Deutschland brauchen dieses Ergas und würden gerne dafür zahlen.
Andere Staaten wollen gerne mitverdienen und werden durch Nord Stream nicht länger mitverdienen.
Fertig.
Nur bei uns ist so eine stupide Diskussion überhaupt möglich. Wer miteinander Handel betreibt, schießt nicht aufeinander, aber scheinbar wollen viele Parteien wieder, dass Deutschland und Russland einander spinnefeind gegenüber stehen.
Kriegstreiber go home!

Gast
  ·  
07.04.2021-02:04

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Es gibt faktisch einen globalen Überhang an Erdgas, der noch umso größer ausfiele, wenn die regenerativen Energien durch den Wirtschaftsminister und seinem Netzwerk nicht derart massiv ausgebremst würde. Der vielbeschworene Markt wird es es selbst regeln, zumndest wenn eine echte freie Angebotsvielfalt auf dem Gasmarkt gäbe.
Es sei hier auch an die erste sogenannte Ölkrise 1973 erinnert. Sofort nach der Bekanntgabe des Embargos durch die OPEC stoppten die vollbeladenen Öltanker auf den Weltmeeren. Diese künstliche marktbasierte Verknappung war der wirkliche Grund für die heftigen Preissprünge und die darauf folgende ökonomische Krise. Es waren westliche Ölkonzerne die aus reiner Profitgier handelten und die OPEC stand sowieso schon als Verursacher fest.
Dass der Boykott des russischen Transitgases durch die Ukraine durch westeuropäische Schecks beglichen würden, mit denen das in der Ukraine "verloren gegangene" Gas zumoindest teilwiese beglichen wurde, daran sei auch noch erinnert. Leider wurde das nie medial so präsent wie der bis heute völkerrechtlich umstrittene Status der Krim: Annexion oder Sezession ? Das westliche Narrativ lautet Annexion, medial immer und sehr intensiv erneuert.

Oliver77
  ·  
07.04.2021-04:04

Geschenkt. Sie haben Recht mit dem Handel. Aber erklären Sie mir doch bitte, warum wir dafür Nord Stream 2 benötigen, wo doch die bestehenden Pipelines über ausreichenden Kapazitäten verfügen?
Geht es hier vielleicht doch nicht nur um Handel und Versorgungssicherheit, sondern auch um das Ausbooten einiger, aus russischer Sicht, unliebsamen Transitländer (Ukraine/ Polen) und ein bisschen auch um die Möglichkeit, den Westen noch ein bisschen mehr zu spalten?

Falk N.
  ·  
07.04.2021-09:04

Eine nicht wirklich ausgewogene Darstellung. Planung und Umsetzung von NS2 wurden bereits vor der Ukraine-Krise 2014 begonnen. Weshalb Russland der Ukraine bereits mehrfach das Gas abgedreht hat, sollte schon erklärt werden. Der Bezug einer Leistung ohne Erbringung der vereinbarten Gegenleistung hat in jeder Marktwirtschaft Folgen. Unbedingt ist eine vertiefte Darstellung der ponischen Interessen erforderlich. Polen verlegt(mit EU-Förderung) eine eigene Gas-Pipeline von Norwegen über Dänemark durch die Ostsee und will über LNG-Terminals zum Gas-Hub für Ost-und Mitteleuropa aufsteigen. Jeder ordentliche Kaufmann wird sich bemühen, eine Abhängigkeit seiner Liefermöglichkeiten und Konditionen von einem potentiellen Angebotskonkurrenten zu verhindern.

Nachgedacht...
  ·  
09.04.2021-11:04

Nur wieso verschweigen Sie, dass Russland auf einmal die Preise für die Ukraine verdoppelt hat - einfach so? Nur weil die Ukraine nicht alles mitmachen wollte, was Putin vorgeschrieben hat... Mit NS2 könnte Russland auf einmal Polen und die Ukraine ohne Gas im Winter da lassen (war schon vorgekommen). Es ist also nicht nur die Marktwirtschaft, sondern ganz viel (russische) Politik dabei....

prius
  ·  
07.04.2021-09:04

nordstream 2 würde 55 millarden kubikmeter gas pro jahr liefern.bei 8,6 kWh/m3 und 60% Wirkungsgrad gäbe das:283.800.000.000 kWh/283.800gwh.eine große windanlagenfirma baut im jahr windkraftanlagen mit 12gw (gigawatt) das wären 103.608gwh im jahr.es gibt 5 solcher firmen in europa die zusammen windkraftanlagen mit einer leistung von 518.000gwh pro jahr bauen könnten.die firmen können also das doppelte von nordstream 2 pro jahr an zusätzlicher leistung herstellen.das geld für die energie und die windkraftanlagen bleibt in europa.

Tutnichtszursache
  ·  
07.04.2021-12:04

Strom ist am Thema vorbei, denn das Erdgas wird in jedem zweiten Haushalt zum Heizen gebraucht.

Vati5672
  ·  
07.04.2021-12:04

Hallo,

der "Haken" an der Sache: Windkraft ist nicht grundlastfähig. Windkraft hat Lastspitzen die (billig/teils subventioniert) ins Ausland verkauft werden müssen. Was schon jetzt passiert und mit mehr Windkraftanlagen nicht besser würde.
Wenn die Grundlastfähigkeit von Windkraftanlagen verbessert werden
soll bräuchte man Pumpspeicherwerke für einen erheblichen Teil der Wka.
Das würde Strom aus Wka weiter verteuern

Windkraft wird subventioniert, Gas nicht.
Ähnliches gilt für Solaranlagen. Technisch & finanziell.

Zudem ist diese Gasleitung fast fertig gestellt.
Es wäre wie 5 Meter vor dem 100 Meter Sprint
stehen zu bleiben. Milliarden "in den Sand" gesetzt.

MfG.

ps. Wka verschönern nicht gerade die Landschaft,
die Rotorblätter sind Sondermüll (Gfk) und
es sind riesige Betonklötze im Boden.

Bis zu 3500 Tonnen habe ich gerade gelesen

Klaus
  ·  
07.04.2021-02:04

Wer behauptet das die Windkraft klimaneutral ist?
Große Landschaften hinter einem Windpark erfahren eine höhere Durschschnittstemeratur(an Land über Wasser sinkt sie) durch den Windpark. Die Frage ist nur in wie weit wird das Klima geändert und ist es zu unserem Vorteil?

Fred.G. Materna
  ·  
07.04.2021-10:04

Wenn man mal die politische Komponente außen vor läßt.
Erdgas als fossilen Brennstoff zu bezeichnen ist wie bei Erdöl sicherlich richtig. Aber das die Verbrennung bei Gas wesentlich sauberer abläuft steht auch außer Frage.Steinkohle und Braunkohle als besonders schädlich zu bezeichnen und gleichzeitig die Verbrennung von Holz und Holzprodukten als "Klimaneutral" zu bewerten ist ja lächerlich.
Wie ist denn die Kohle und das Erdöl-gas entstanden?
Wie ist denn unsere Atmosphäre entstanden? Wieviel Sauerstoff haben denn diese Schachtelhalme und anderes Grünzeug produziert damit unser Planet für Lungenatmer überlebensfähig wurde? Wenn Klimaneutral... dann richtig beleuchten.

auch@egal.de
  ·  
07.04.2021-10:04

Wir sollten die in Betrieb nehmen und dann sanktionieren. Aber nicht einfach nur abschalten - einfach besteuern wie bolle. Soviel das es fast unwirtschaftlich wird. Aber nur so knapp das es noch unwirtschaftlicher wäre die Lieferung einzustellen.
Nennen wir es "Gewinnabschöpfung". Das Geld sollte direkt in die Beschäftigung russischer Pflegekräfte in Deutschland gehen

Georg
  ·  
07.04.2021-02:04

Eines bitte nicht vergessen : Unser Suerstoff in der Atmosphäre existiert, weil viele Pflanzen die ihn erzeugt haben unter "Luftabschluss" zu Kohle wurden - Öl ist ähnlich entstanden.
Natürlich mach Windkraft Sinn als Energieerzeugung. Mn kann aus Strom auch chemische Energie als Speicher künstlich erzeugen - als Methan, verflüssigt in Schiffe abgefüllt, nahezu verlustfrei und klimaneutral zu transportieren. Auch ist Windkraft nicht immer vorhanden, weshalb eine Energieform nicht ohne die Andere kann. Gas ist also Spitzenlast-Energieträger. Wenn wir nun konsequent diese Spitzenlast über Gasturbinenkraftwerke abfangen, können wir Kohlekraftwerke abschalten. Dazu gehört auch, bei sich selbst mittels Photovoltaik anzufangen. Jede kWh selbst erzeugter Energie vermeidet die Notwendigkeit, diese mittels fossiler Energieträger herzustellen.
Das wir unsere Energie trotzdem unabhängig von den Launen unserer Nachbarländer beziehen wollen liegt ebenso auf der Hand. Schlussendlich bezahlen wir mit unserem Gaspreis den Transit durch diese Länder auch. Wenn ich billiger kaufen kann, dann tue ich das ! Deswegen halte ich die Pipeline für ökonomisch und ökölogisch sehr sinnvoll. Oder wer möchte die zusätzlichen Schiffstranporte verflüssigten Gases bezahlen ? Von den vom Vorredner erwähnten Umweltschäden durch Fracking ganz zu schweigen. Ich finde eine Pipeline gut, und sie sollte in jedem Fall fertiggestellt und betrieben werden !!!

Rolf Rudolph
  ·  
07.04.2021-10:04

Die USA: gegen Nord Stream 2,
Amerika ist nur daran interessiert ihr Frackings Gas zu verkaufen.
Die viel beschworene Abhängigkeit von Russland ist nur vorgeschoben denn es würde ja bedeuten von Amerika unabhängiger zu werden.
Diese Abhängigkeit wird seitens Amerika ohne Skrupel zu ihren Vorteil genutzt.
Wer nicht pariert wird mit Sanktionen belegt ist ja hinlänglich bekannt.
Die Jahrzehnte reibungslose Gaslieferung lassen durchaus den Schluss zu das unser Feind Russland kalkulierbarer als unser Freund Amerika ist.
Die Ukraine ein äußerst korruptes Land ist nur an den Durchleitungsgebühren,immer hin ein paar Milliarden, interessiert und nutzt die Durchleitung als Druckmittel für eigene Interessen.
Klima: gegen Nord Stream 2
Es macht ein schon ein bisschen stutzig dass unsere Naturschutzvereine wie sie auch immer heißen
demnach den Import des schmutzigsten aller Gase das Frackings Gas aus Amerika befürworten.
Da stellt sich schon die Frage welch Interessen werden vertreten. Wirklich das Klima?
Man darf an die viel bejubelte Einführung des Bio-Diesels erinnern die hunderte von Quadratkilometer Urwald,
schützenswerter Lebensraum bedrohter Tierarten, gekostet haben.
Ach ja, wir haben ja die Möglichkeit eine Kiste Bier zu kaufen um den verbliebenen Lebensraum zu retten.
Mit der E-Mobilität dasselbe Spiel Umweltschäden sind ja woanders. Wir sind Umweltbewusst.
Man könnte die Liste der Wiedersprüche fortsetzen aber lassen wir das.
Fazit.
Wer glaubt es geht um irgendwelche Menschenrechte, Freiheit, Umwelt oder
sonstige humanitären Belange, was uns eben so aufgetischt wird, der irrt.
Bei Nord Stream 2 geht es ausschließlich um Geld, Macht und Hegemonie eines Staates
der uns klar gemacht dass wir nur Vasallen sind.

Reinhard Kelm
  ·  
07.04.2021-02:04

Hallo Rolf, alles richtig auf den Punkt gebracht.Ich hoffe viele Menschen lesen den Beitrag und denken nach. Insbesondere sollte der Inhalt des Beitrages vor der kommenden Wahl bedacht sein.

Gast
  ·  
07.04.2021-02:04

Wunderbar treffend beschrieben, jeder einzelne Fakt. Ich hatte mir oben noch den Hinweis auf das Ölembargo 1973 gegönnt. Damals konnte man sehen, wie erpresserisch der westliche Ölhandel tatsächlich agiert

illa
  ·  
07.04.2021-03:04

Ja genau so sehe ich das auch. Die Frage ist nur was ist denn besser? Nord Stream 2 oder Freaking? Es geht nicht allein darum. Ich glaube nicht das Herr Putin zwischen Wirtschaft und Politik unterscheidet oder gar die Themen dazu trennt. Sehen wir uns die Weltkarte an. Die Ukraine liegt genau neben Russland. Wer liegt noch an der Grenze zur Ukraine? Genau die Staaten, die von der EU Geld bekommen, aber jetzt schon Russland freundlich sind. Ich frage mich wie naiv muss man sein, um nicht zu fragen was hat Russland den wirklich vor? Und Deutschland wird geschmeidig über die Nord Stream 2 gemacht - wetten...Nicht querdenken sondern weiterdenken wäre passender. Auch was Nord Stream 2 betrifft. Wetten das nach dem Einlass von Gas in die Nord Stream 2 die Linie über die Ukraine von Russland abgeschaltet wird. Die russischen Truppenbewegungen sind ja offenbar schon in der Ukraine vorhanden. Wenn Gas durch Nord Stream 2 geht, hat Russland eine prima Möglichkeit Deutschland zu versorgen und Teile der EU über Deutschland. Und die Ukraine Russland freundlicher zu machen. So kann man Freunde zu Gegner machen...Und die USA wollen natürlich ihr Freaking an uns verkaufen. Es geht so wie Herr Rudolph sagt wirklich nicht um Menschenrechte, Freiheit und Umwelt. Es geht um Geld, Macht in Wirtschaft und letzlich auch um Landgewinn. Schon die Insel Krim vergessen? Putin braucht die EU überhaupt nicht zu fürchten. Die vielen Staaten ist sowas von uneins, das sie nichteinmal das Thema Flüchtlinge hinbekommt. Putin hat jetzt sogar noch ein Bonus bis 2036 bekommen. Genug Zeit um (seine) Pläne durchzuziehen....

Elsässer
  ·  
07.04.2021-10:04

Mir erscheint hier doch eine kleine Sehschwäche der Autoren vor zu liegen. Russland hat noch nie, nicht eimal im "Kalten Krieg" mit der Sperrung von Energielieferungen gedroht. Hat, soweit mir bekannt, jeden Vertrag eingehalten. Hingegen hat die USA Völkerrecht mit den Sanktionen gegen an Nord Stream 2 beteiligten Firmen gebrochen. Auch zeigt sich die USA zum Beispiel bei der Bereitstellung von Covid-19 Impfstoffen und den zur Herstellung von Covid-19 Impfstoffen notwendigen Grundstoffen aus Eigennutz sehr restrektiv. Wieso glauben die Autoren dass die USA ein verlässlicher Geschäftspartner ist als Russland.
Was die energiepolitischen Seiten betrifft ist, unabhängig davon das fosile Brennstoffe klimaschädlich sind, sicher Erdgas aus Russland ökologischer als dass was aus den USA geliefert wird.

Juja
  ·  
07.04.2021-11:04

Es wäre schwachsinnig die Pipeline nicht fertig zu stellen. Jedes Gasrohr hat am Ende ein Absperrventil. Damit kann man viel differenzierter politischen Druck erzeugen als mit dem Baustopp und Versenken von Milliarden Euro. Außerdem kann die zweite Leitung als Backup-System dienen, sollte die Nordstream 1 (oder andere Pipelines) ausfallen.

Bijan Koch
  ·  
07.04.2021-11:04

Nord Stream 2 bringt eine enorme Abhängigkeit Deutschlands von Russland mit sich, das ist unbestritten. Die Frage ist ob D sich dadurch erpressbar macht.

Jörn
  ·  
07.04.2021-02:04

Worin besteht der Unterschied wenn das Gas über Nordstream 2 statt über die Ukraine kommt? Versteh ich nicht.Höchstens machen wir uns weniger abhängig von den nationalistischen Regimes in der Ukraine und Polen.Die wiederum könnten im Erpressungsfall auch von Deutschland mit Gas versorgt werden dass dann über Nordstream 2 mt. freilich verdienen sie daran kein Geld....

RO
  ·  
07.04.2021-03:04

Es ist eben nicht unbestritten, es ist sogar sehr bestritten. Das ist kopfloses Nachgeplapper einer ebenso kopflosen Aussage. Abhängig wäre ich, wenn es meine einzige Erdgasquelle ist. Wäre NS2 bzw. unsere einzige Quelle? Nein, wäre sie nicht!!!! Selbst denken!

Die Neue
  ·  
07.04.2021-11:04

Das Klima hat allerdings auch etwas gegen das Flüssiggas aus den USA. Das wird durch Fracking gewonnen, muss nach Europa geschifft werden und sehr aufwendig gekühlt werden bei der Lagerung.

Alles Punkte von denen ich leider nichts im Artikel gelesen habe

David Kummer
  ·  
07.04.2021-11:04

Mir selber ist das ganze Projekt egal.
Ich finde es allerdings Blödsinn es zu bauen. Einfach weil wir eh zu viel Erdgas haben.
Und wenn wir unsere Klimazeile einhalten wollen, müssen wir nicht nur die Kohleverbrennung abschaffen, sondern auch die Erdgasverbrennung.

Vladimir
  ·  
07.04.2021-02:04

Leben ohne Licht in einem kalten Haus!
Na ja.

RO
  ·  
07.04.2021-03:04

Das Projekt ist Ihnen egal, aber es ist Blödsinn es zu bauen. Schon klar! ;-)
Wem das egal ist, dem sollte dann auch egal sein sein, wenn seine Heizung im Haus/in der Wohnung nicht funktioniert.
Btw: Wir (Deutschalnd) haben Null Erdgas!!!

Jörg
  ·  
07.04.2021-11:04

Es ist und bleibt der scheinbar unversöhnliche wirtschaftliche wie politische Krieg zwischen den USA und Russland, das für die USA nur in der Person Putin existiert.
Das russische Volk spielt dabei keine Rolle. Und allem voran das im Falle der fertigstellung von Nordstream 2 nicht verkaufbare Frackinggas, eine nicht unbeträchtliche und unendlich lange dauernde Einnahmequelle. Alle anderen "Gründe" oder "Begründungen" für einen Stopp - welch ein wirtschaftlicher Wahnsinn - sind mehr oder weniger unbedeutend, z. B. Umwelt, Ukraine. Es bleibt zu wünschen, dass sich Deutschalnd endlich einmal von den USA "freischwimmt".

Illa
  ·  
07.04.2021-04:04

und bitte auch von Russland. Dazu wäre es besser, wenn sich mal die Staaten in der EU in einer Einheit wären..So nimmt doch weder die USA noch Russland oder auch China wirklich als ernstzunehmenden Partner wahr.

Wolfgang Hahn
  ·  
07.04.2021-12:04

Man kann denken was man möchte,jeder hat seine Wahrheit.
Weiter bauen bis sie Fertig ist und betreiben.
Die Ukraine,das Gas ist eine Sache für sich, wer das Land weis.Das da so einiges an Gas abgezweigt wird.Es gibt da Unterschiede,was reinkommt an Gas,was die Ukraine wieder verlässt.Dann möchten sie keine Marktüblichen Preise zahlen.Nicht mal im Ansatz-Am besten Geschenkt.Das dass den Russen nicht gefällt ist verständlich.Dann werden die Pipeline ab und zu still gelegt um die Russen und die EU Abnehmer zu erpressen.Die Russen und Ukrainer sind keine Heiligen jeder hat da so seine Schandtaten gemacht.Wer nun schuld hat an den Krieg in Donbas.Hier haben beide Seiten schwerste Kriegsverbrechen begangen das kittet man nicht mehr zusammen.Da muss man die Regierung der Ukraine fragen welcher Affe sie gebissen hat die Russische Sprache in Russischsprachigen gebieten zu verbieten bzw.die Amtssprache.Sie haben das Brett los getrampelt.Die Krim ist seit geschichtlich relativ kurzer Zeit Staatsgebiet der Ukraine, war vorher immer bei Russland,sprachlich Russisch.Auch hier sagt man nur die halbe Wahrheit der Annektion durch Russland,Renten,einiges andere wurde nicht richtig gezahlt,Missstände ohne Ende.Da ist es klar das die Menschen bei einer Abstimmung schon mal das richtige Kreuz auf den Wahlzettel machen.Wahlen,das gab es nach den ersten Weltkrieg,ua.Sopron ging von Österreich nach Ungarn.Wahl!
Die andere Sache ist US-Dreckgas/Freaking das soll Umweltbewusst viel zu teuer soll hier verkauft werden.
Der Grund für Sanktionen.Hier geht es Profit!
Was würde die Regierung der USA,machen wenn Russland oder China Truppen nach Mexiko verlegt,Stützpunkte errichtet.
Bei Cuba war man vor vielen Jahren echt begeistert!
Die Wahrheit die keiner sehen/hören möchte in der Politik und Medien.

H. Seinen
  ·  
07.04.2021-12:04

Bei der ganzen Diskussion um Nordstream 2 dreht sich alles um
die Energie Versorgung mit Erdgas. Künftig wird man aus Erdgas Wasserstoff herstellen was transportiert werden muss. Die Wasserstoff Herstellung durch Elektrolyse wird der Bedarf nicht decken können.

Peter
  ·  
07.04.2021-12:04

ich picke mit jetzt mal nur diesen Absatz heraus:

"Dass sie vor einem Gericht recht bekommen, bezweifelt Claudia Kemfert, Energieexpertin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). „Nord Stream 2 war von Beginn an ein betriebswirtschaftlich höchst fragwürdiges Investitionsprojekt“, sagt Kemfert. Sie verweist auf Studien des DIW, nach denen es in Deutschland langfristig weniger Bedarf an Gas geben wird – und somit keinen zwingenden Grund, eine weitere Pipeline in Betrieb zu nehmen."

aha. Wird denn vor Gerichten nach "Studien" entschieden oder nach Recht und Gesetz? Und gibt es ein Gesetz, dass die Investition in fragwürdige Investitionsprojekte verbietet? Und falls ja, wer bestimmt denn, ob ein Investitionsprojekt fragwürdig ist? Nach welchen Kriterien?
Aber egal, Rechtsstaat ist sowieso nur etwas für Rechte. Besser Energieexperten und Greta bestimmen, was gemacht werden darf und was nicht.

Frank Wohnig
  ·  
07.04.2021-12:04

Baut Nord Stream 2 fertig.

Vati5672
  ·  
07.04.2021-12:04

Hallo,

wer auf dem Umweltschutzgedanken wert legt hat Probleme mit der "Konkurrenz" durch Windkraft.
Doppelt wenn stattdessen US-amerikanisches Gas importiert würde.

Denn _das_ Gas wird schmutzig durch Fracking gefördert und die Schiffe haben bekanntlich große Schiffsdiesel.
Die allein durch ihre Größe erheblich Schadstoffe im Betrieb
ausstoßen und die Strecke über den Atlantik ist
mindestens 4500 Kilometer .Von Halifax in die Bretagne.
Über 4500 Km x 2. Weil die Schiffe (auch noch leer) zurückfahren.

US-Gas statt Gas Russland-Gas wäre erheblich schmutziger und
teurer.

Nb. Haben uns "die Russen" noch nicht erpresst während die US-Regierung gerade voll dabei ist. Auch unter Biden (Dems).
Einigkeit zw. Reps. u. Dems.
Ein Freund der mich erpresst wo ich einzukaufen habe ist kein wirklicher Freund.

War es Scholz (SPD) der Kompensationszahlungen anbot?
Finanzminister der dt. Regierung.
Im kleinen nennt man X*************

Stefan Vitalis
  ·  
07.04.2021-12:04

Natürlich muß Nord-Stream 2 weg! Am besten stellen wir den den Betrieb von Nord-Stream 1 auch ein. Denn es wäre seit langem mal wieder ein positives Singnal für die Bundesrepublik und Ihre Bürger. Das kann doch wirklich niemand wollen. Jetzt da wir alle schön zu Hause sind, und unseren Energiebedarf an die Windwehzeiten anpassen können.

Jo
  ·  
07.04.2021-11:04

Sie haben wohl nichts kapiert. Sie sind wohl aus dem Baltikum oder der Ukraine ? Unabhängige Transportwege ohne Durchleitungsgebühren und damit Erpressbarkeit von Polen und Ukraine (die sich alles aber auch alles selber zu zuschreiben haben).

Hermann Spitznagel
  ·  
07.04.2021-01:04

Alle die meinen, dass wir diese Leitung nicht brauchen,auch Frau Kempfert, sollen ihre Meinung mal mit Zahlen belegen.
Jedes Windrad und jede Photovoltaikanlage wollen Bürgerinitiative verhindern.
Dass die Niederlande im nächsten Jahr ihre Erdgasförderung und den Export nach Deutschland, immerhin 20% unseres Bedarfs, erheblich einschränken werden, kehrt man unter den Tisch.
Der zusätzliche Strombedarf der Digitalisierung und der E-Mobilität ist in allen Planungen nicht annähernd enthalten.
Die Durchleitegebühren durch Ukraine und Polen, nie veröffentlichte 4 - 5 Mrd.Euro, verteuern natürlich unsere Verbraucherpreise.
Deutsche Politiker haben auch schon die Meinung geäußert, statt Nordstream2 soll die EU die Erneuerung der maroden 50 Jahre alten Leitungen durch die Ukraine bezahlen.
Und vor allen sollen wir aufhören den Wackeldackel der USA zu spielen.
Wenn Amerika weiter droht, sollte unsere Regierung auch mal mit einem Verzicht auf amerikanische Kampfhubschrauber und F18, die etwas 20 Mrd Euro kosten sollen, antworten.

lau
  ·  
07.04.2021-01:04

der Artikel ist leider der Halbwahrheiten voll

>So hat Gazprom der Ukraine schon mehrfach das Gas abgedreh
dass die Ukraine dabei das Gas abgezapft hat welches ihr gar nicht gehört wurde gerne verschwiegen
>Kurz darauf wurde bekannt, dass ein Leck an einem Baggerschiff von Nord Stream 2 die Verschmutzung verursacht hatte
die Container-Schiffe die täglich in der Ostsee unterwegs sind hinterlassen wesentlich mehr Dreck als ein einziges Baggerschiff, das nach den Arbeiten da einfach weg ist

>Sie zitiert Studien, die zeigen, dass bei Erdgasförderung und -transport dessen Hauptbestandteil Methan entweiche – womit Erdgas „kaum klimafreundlicher“ wäre als Kohle

welche Alternative (ausser Fracking-Gas aus USA) bietet Fr. Kemfert an? zurück zu Kohle?..

>Insofern haben sie viele Alternativen, sollte Russland damit drohen, den Gashahn abzudrehen“, sagt Sperfeld.

dass diese Alternativen wesentlich teuer sind sagt er natürlich nicht

Awy Boewer
  ·  
07.04.2021-01:04

Nordstream ist auch für unsere Energiewende wichtig.

Der ganze Schwerlastverkehr wird sich auch in Zukunft nicht mit Batterietechnik betreiben lassen. Jedoch mit der Brennstoffzellentechnik, wären die LKWs weiterhin mobil und kostengünstiger unterwegs (wie wenn erst teurer Wasserstoff über Windkraft erzeugt werden müsste)!

Des Weiteren würden wir ohne NS2 weiter auf das deutlich umwelt- und Menschenbelastendere Fraginggas der Amerikaner angewiesen sein.

Europa ist kein Kleinkind mehr, dass sich von dem großen Bruder sagen lassen muss, was es darf und was nicht!

ironduke
  ·  
13.06.2021-02:06

" Großer Bruder"... Einer von denen hat mal gesagt "Wir haben das falsche Schwein geschlachtet". Die ältere Generation wird sich noch erinnern... Politisch vielleicht nicht richtig von mir dies zu schreiben, aber Wirtschaftlich ist es überall gleich ! Nur noch Geldgier. !

Seiten