Thema – Corona

ABO
Mediathek

Sieben Links, die viral gehen sollten

Ein Song übers Absagen, ein Podcast mit einem virtuosen Virologen und eine Fotostrecke über die Schönheit leerer Orte: die fluter.de-Empfehlungen zum Coronavirus

Corona, Quarantäne / Foto: Mahshad Jalalianmajidi/Middle East Images/laif

Drüben bei Instagram empfehlen wir euch regelmäßig ein Anti-Viren-Programm mit kostenlosen Filmen, Podcasts oder Dokus, die die Zeit zu Hause verkürzen.

Baldrian fürs Volk: Von diesem Podcast wird man noch hören

Christian Drosten ist Deutschlands gefragtester Virologe. Der Leiter des Instituts für Virologie der Berliner Charité berät das deutsche Bundesgesundheitsministerium und Behörden zum Coronavirus, sitzt in Krisenstäben und Talkshows und ist trotzdem stets auf dem neuesten Stand der Forschung. Sein Wissen gibt er in einem täglichen Podcast weiter und sagt, was die Politik machen sollte, was die Wissenschaft weiß und warum er Bier in Bars niemals aus Gläsern, sondern immer aus der Flasche trinkt. Prof. Dr. Drosten, der im Fernsehen manchmal wie ein besonders zutraulicher Pudel direkt in die Kamera blickt, trägt das alles so verständlich und gelassen vor, dass man traurig ist, wenn seine beruhigende Stimme nach 30 Minuten verstummt. Zum Glück wird es am nächsten Vormittag eine weitere Folge geben.

NDR Podcast „Corona Virus Update“

Sag alles ab! Ein Song wie eine Corona-Parole

Tocotronic ist eine Parolenfabrik („Im Zweifel für den Zweifel“, „Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein“, „Aber hier leben, nein danke“). Wie für jede Lebenslage hat die Hamburger Band auch für pandemische Zeiten einen eleganten Leitsatz parat: „Sag alles ab“. Als radikale Absage an die Leistungsgesellschaft lobt der Song das Nichtstun – von dessen Segen sich jetzt viele überzeugen lassen können. Auch die Bundesregierung und das Robert Koch-Institut (hier gibt es immer aktuelle Infos) raten inzwischen dazu, Sozialkontakte und Veranstaltungen weitgehend zu meiden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Lesen

Nicht nur für Statistiknerds: Warum wir jetzt handeln müssen

Bei all den Meldungen, Anweisungen und Tipps verliert man schnell den Überblick, was jede/-r Einzelne nun eigentlich tun sollte. Der Autor Tomas Pueyo beantwortet diese Frage auf seinem medium.com-Blog klar und ausführlich und wurde dafür millionenfach mit Klicks belohnt: Warum hat China vieles richtig und die USA oder Italien vieles falsch gemacht? Warum infizieren sich 40 Prozent mehr Menschen, wenn bestimmte Maßnahmen einen Tag zu spät umgesetzt werden? Wer die Hintergründe der Ausbreitung und die besten Wege der Eindämmung kennen will, sollte sich die Zeit für diesen Longread nehmen. Nebeneffekt: Man versteht endlich, wozu man im Matheunterricht Exponentialfunktionen durchgekaut hat. Sie zu verstehen kann Leben retten.

Zum englischen Originalblog 

… und zur deutschen Übersetzung

Ein Antihysterikum

Ay, Corona! Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland schnellt hoch. Uns hat das überrascht und verunsichert – euch auch? Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat das beste Antihysterikum: Fakten.

Hier sind Antworten auf 15 häufige Fragen aus der Bevölkerung

Für Fakteninfizierte sammeln Recherchekollektive wie Correctiv verlässliche Quellen zu Neuinfizierungen, Risikogebieten oder Auslandsreisen: 

Corona-Faktsheet von Correctiv 

Sehen


Atemnot macht erfinderisch

Fragt man in Apotheken nach Mundschutz, lautet die Antwort dieser Tage meist: Ausverkauft! Atemschutzmasken werden in rauen Mengen aus Kliniken gestohlen (unter anderem der Kinderintensivstation an der Berliner Charité), kiloweise aus der Türkei geschmuggelt und im Internet zu verrückten Preis verhökert. Das Absurdeste daran: Sie helfen gar nicht zwingend gegen eine Neuinfektion mit Corona. Zumindest vermindert ein Mundschutz laut Robert Koch-Institut das Ansteckungsrisiko für eine gesunde Person nicht signifikant. Manche wollen trotzdem nicht auf einen Mundschutz verzichten und basteln ihn sich selbst. Der deutsch-namibische Fotograf Max Siedentopf hat einige Provisorien abgelichtet. 

Max Siedentopf: „How to survive a deadly virus“

Do’s and Don’ts: im Hausarrest 

Das Gruppenreferat gestern mit einer Infizierten gehalten? Im Kino neben einem fiebrigen Huster gesessen? Oder selbst positiv auf Corona getestet? Wen es erwischt hat oder wer als gefährdet gilt, hat zwei Wochen Hausarrest. Und zwar ohne Ausnahme: kein Beinevertreten, kein Gassigehen, kein Mal-eben-Zigaretten-Holen. Wer sich nicht dran hält (Kontrollanrufe!), dem winken bis zu zwei Jahre Knast. Überrascht? Dann besser hier noch mal nachgucken.

BR24: „Was bedeutet Corona-Quarantäne?“ 

We are all in this together 

… beziehungsweise: not in this together. Wer unter Quarantäne steht oder vorsorglich (und vorbildlich!) zu Hause bleibt, kriegt es vielleicht nicht so mit – aber draußen ist es ganz schön ruhig geworden. Diese Fotostrecke zeigt, wie gespenstisch ein Fußballstadion in Italien, ein Busbahnhof in Bangkok oder eine Kreuzung in Tokio wirkt, wenn keine Menschenseele zu sehen ist. Und auch: wie schön.

The Atlantic: „When Everyone Stays Home: Empty Public Spaces During Coronavirus“

Unter die Haut

Weltweit arbeiten cirka drei Dutzend Institute unter Hochdruck an einem Impfschutz gegen Corona. Bis es spritzbereit soweit ist, wird es aber noch mindestens ein Jahr dauern. Älteren oder chronisch kranken Menschen raten Mediziner deshalb in der Zwischenzeit zu einer Pneumokokkenimpfung. Doch manche glauben, dass Impfen eher schadet als hilft. Dieses Video ist ein fundierter Crashkurs in Sachen Immunsystem. Und räumt solche Zweifel für immer aus.

Titelbild: Mahshad Jalalianmajidi/Middle Eastern Images/laif

Dieser Text wurde veröffentlicht unter der Lizenz CC-BY-NC-ND-4.0-DE. Die Fotos dürfen nicht verwendet werden.

0 Kommentare
Meine Meinung dazu...
Die Angabe eines Namens ist freiwillig. Ich willige mit "Speichern" ein, dass die bpb den ggf. angegebenen Namen zum Zweck der Prüfung und Veröffentlichung meines Kommentars verarbeitet. Sie können diese Einwilligung jederzeit widerrufen. Ausführliche Informationen zu Datenschutz und Betroffenenrechten finden Sie hier: Datenschutzerklärung