Das Heft – Nr. 74

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Enge Kiste

Hongkong ist ein Beispiel dafür, wie in reichen Megacitys viele Menschen auf kleinstem Raum leben müssen – eine Fotoreportage

Hier seht ihr die Fotoreportage aus Hongkong:


Wohnungsnot herrscht bekanntlich in vielen Megastädten. In der asiatischen Metropole Hongkong ist sie jedoch so dramatisch, dass dort viele Menschen mit wenig mehr als zwei Quadratmetern Wohnfläche auskommen müssen. Ihr einziger privater Rückzugsort ist eine Holz-oder Metallkonstruktion, in die gerade mal eine Matratze und wenige Habseligkeiten hineinpassen und die meist weder Tageslicht noch Frischluft bietet.

Weil diese Unterschlüpfe wie Käfige aussehen, in die normale Wohnungen unterteilt werden, nennt man ihre Bewohner auch „Cage People“. So stapeln sich in einem Raum, der ursprünglich als Wohnzimmer einer Familie vorgesehen war, viele winzige Behausungen über-und nebeneinander. Alle Bewohner teilen sich eine Küche und ein Badezimmer –nicht selten sind das mehr als ein Dutzend Menschen.

So beengt die Käfigwohnungen auch sind, bedeuten sie für viele Menschen die Rettung vor der Obdachlosigkeit. Die Miete für einen solchen Verschlag liegt derzeit bei rund 200 Euro pro Monat. Schon seit vielen Jahren gilt Hongkong als einer der unerschwinglichsten Wohnungsmärkte der Welt. Bis auf wenige Ausnahmen ist das gesamte Land in Hongkong Eigentum der Regierung, die die Grundstücke an meistbietende Immobilienentwickler verpachtet. Dadurch steigen die Preise ins Astronomische. Die Regierung benötigt die Einnahmen, um den niedrigen Steuersatz zu garantieren, der viele Unternehmen in die Stadt zieht.

Dieser Text wurde veröffentlicht unter der Lizenz CC-BY-NC-ND-4.0-DE. Die Fotos dürfen nicht verwendet werden.

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