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Sollten Geimpfte Freiheiten zurückbekommen?

Nach der Covid-19-Impfung ohne Test zum Friseur und Shoppen? Das stellt das Gesundheitsministerium gerade in Aussicht. Aber ist es gerecht, dass Geimpfte wieder mehr dürfen? Unsere Autorinnen streiten

Impfprivilegien

Ja, Menschen, die andere nicht gefährden, darf man nicht einschränken

sagt Julia Lauter

Wer in die Zentralafrikanische Republik oder die DR Kongo einreisen will, muss eine Impfung gegen Gelbfieber nachweisen. Wer Niger oder Malaysia besucht, sollte gegen Kinderlähmung immun sein. Und wer im Jahr 2021 auf die Seychellen oder nach Slowenien reisen will, muss eine Covid-19-Impfung nachweisen, wenn er einen negativen PCR-Test oder mehrere Nächte in Quarantäne vermeiden möchte.

Während niemand gegen die gängigen Reiseimpfungen aufbegehrt, ist die Sache mit den Covid-Impfungen heikler. Auch weil sie nicht nur den internationalen Reiseverkehr, sondern bald schon unseren Alltag betreffen könnten. Private Anbieter wie Konzertagenturen, Fluglinien und Reiseveranstalter wollen die Impfung als Einlassbedingung adaptieren. Wer Antikörper hat, dem steht die Welt offen?

Wenn Angst und Neid regieren

Für die meisten Menschen ist die Vorstellung einer baldigen Rückkehr zur Normalität ein sehnsuchtsbeladener Gedanke. Cafés, Kino, Saunagänge! Doch dass wir nicht alle gleichzeitig in den Alltag zurückkehren können, scheint bei vielen Deutschen Ängste zu wecken. Und Neid. In einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Wochenzeitung „Die Zeit“ lehnten es 68 Prozent der Befragten ab, dass Geimpfte ihre Freiheitsrechte zurückbekommen sollen.

Die Debatte darüber ist mit dem Wort „Impfprivilegien“ überschrieben. Und da fängt es schon an: Das Wort „Privileg“ suggeriert, man dürfe mehr als andere, wenn es in Wirklichkeit andersherum ist: Jene, die keine Antikörper im Blut nachweisen, dürfen weniger – wer geimpft ist, bekommt nur die ganz normalen Freiheiten wieder, die alle hierzulande normalerweise genießen.

Niemand hat die Freiheit, andere zu gefährden

Angst und Neid sind keine guten Berater. Das zeigt ein Blick auf das, was nicht gefühlt, sondern gesellschaftlich festgeschrieben ist. „Jede Neuinfektion ist die Ansteckung eines Menschen durch einen anderen, und zwischen diesen bestehen – anders als zu Erdbeben – Rechtsbeziehungen“, schreibt Rechtsphilosoph Christoph Bublitz im Essay „Es gibt keine Freiheit, Teil einer Infektionskette zu sein“. Auch wenn wir uns gerne als losgelöst agierende Individuen sehen: Wir haben unseren Mitmenschen gegenüber Pflichten. Zum Beispiel die, sie nicht zu verletzen.

Diese Pflicht gilt auch für Gefahren, die vom eigenen Körper ausgehen. Da wir bei einer Covid-19-Erkrankung nicht sicher wissen, ob wir ansteckend sind oder nicht, waren Einschränkungen unserer Freiheiten lange Zeit die einzige Möglichkeit, den Zusammenbruch des Gesundheitssystems und den Tod vieler Menschen zu verhindern – bis jetzt.

Im Kampf gegen die Pandemie sind Impfstoffe ein vielversprechendes Werkzeug. Sie schützen in einem hohen Maße gegen eine Covid-19-Erkrankung. Erste Untersuchungen weisen darauf hin, dass vollständig Geimpfte eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit haben, eine asymptomatische Infektion zu erleiden und andere anzustecken.

Die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention haben deshalb bereits erste Verhaltenslockerungen für Geimpfte zugelassen. Der Deutsche Ethikrat ist zurückhaltender, dennoch sagte dessen Vorsitzende Alena Buyx mit Blick auf die neuesten Erkenntnisse, „dass diese ganz harten individuellen Freiheitsbeschränkungen rein rechtlich sehr, sehr schwierig durchzuhalten sind, wenn der sogenannte Sachgrund entfällt, der Sachgrund der Infektiösität.“ Aus dem Gesundheitsministerium heißt es, dass Geimpfte vielleicht schon im April erste Freiheiten zurückerhalten könnten.

Wer auf gleiche Rechte für alle pocht, soll lieber mal global denken

Sollten weitere Studien belegen, dass Impfungen die Weitergabe von SARS-CoV-2-Viren verhindern und immer mehr Menschen nach dem Prinzip „Alt vor Jung“ geimpft werden, dann könnte die Generation 60 plus schon bald wieder das Leben genießen – mit beschwingten Kreuzfahrten, Theaterabenden und Bruce-Springsteen-Konzerten. Denn privaten Anbietern steht es frei, ihre Waren und Dienstleistungen nur geimpften Personen anzubieten.

Auch wenn das für einige Pandemiemüde schwer zu ertragen ist: Außer vagen Gefühlen gibt es keinen Grund, Menschen einzuschränken, die keine Gefahr für andere darstellen. Wer sich davon ungerecht behandelt fühlt, dem mag ein Blick über den Tellerrand der BRD helfen: In den meisten Ländern Afrikas und in den armen Staaten Zentral- und Südostasiens werden die Menschen noch bis zu zwei Jahre auf den Schutz vor Covid-19 warten müssen. Wer auf gleiche Rechte für alle pocht, sollte auch so lange auf den Kneipenbesuch verzichten, bis die letzten Impfwilligen in Afrika ihre Spritze bekommen haben. Sinnvoller wäre es, wir würden uns stattdessen für eine faire globale Impfstoffverteilung einsetzen und die Kampagne gegen die Freiheitsrechte der Geimpften schnell begraben.

Julia Lauter schreibt für Magazine und Zeitungen über Wissenschaft,
Umwelt und soziale Bewegungen – sie ist in der allerletzten Impfkategorie und hofft, dass bis zum Herbst nicht noch alles in Flammen aufgeht.

Collagen: Renke Brandt

Nein, Grundrechte müssen für alle gelten, sonst sind sie keine

meint Anina Ritscher

Gesundheitsminister Jens Spahn möchte Geimpften die Möglichkeit geben, zu reisen oder zum Friseur zu gehen, ohne ein negatives Testergebnis vorzulegen. Damit wären Geimpfte und Menschen mit negativem Testergebnis gleichgestellt. Die EU geht mit ihrem „Impfausweis“ noch weiter und möchte Geimpften auch die Quarantänepflicht ersparen und so internationale Reisen erleichtern. Politiker:innen aus fast allen Parteien sind sich einig, dass beides gute Ideen sind. Aber ist das fair?

Bald schon werden weitere Fragen aufkommen: Sollte der Immunitätsnachweis noch mehr Freiheiten wiederherstellen? Sollten Geimpfte etwa auch von Maskenpflicht und Kontaktverbot ausgenommen oder ihnen Restaurant- und Kinobesuche ermöglicht werden?

Privilegien fördern Ungleichheiten

Diese Fragen müssen gestellt werden, doch sie bringen auch unangenehme Überlegungen zutage. Denn weitreichende Privilegien für Geimpfte könnten Ungerechtigkeiten verschärfen und Gräben vertiefen.

Befürworter:innen der Impfprivilegien bevorzugen es, von einer Rückkehr zu den zeitweise eingeschränkten Grundrechten zu sprechen, anstatt von Sonderrechten. Doch Grundrechte sind nur dann etwas wert, wenn sie ausnahmslos für alle gelten.

Als Argument wird daraufhin manchmal herangezogen, dass es gerecht sei, wenn diejenigen Menschen, die in der Krise am meisten litten, also die Risikopatienten, da auch schneller rauskommen. Ein Rentner etwa, der seine Ehefrau nach Monaten wieder im Pflegeheim besuchen möchte, sollte schnellstmöglich das Recht dazu haben. Das klingt erst einmal logisch.

Das Problem mit der Impfreihenfolge

Trotzdem ist es unsinnig, die Befreiung von Corona-Maßnahmen an die Immunität zu knüpfen. Denn das verkompliziert die ethischen Überlegungen, die der Impfstrategie zugrunde liegen. Viele Menschen, die besonders unter den Maßnahmen leiden, gehören nicht zur Risikogruppe und werden demnach spät geimpft. Bewohner:innen in Asylunterkünften etwa oder Obdachlose.

Wäre es dann nicht gerechter, diese Menschen hätten ebenfalls verfrühten Anspruch auf eine Impfung – wenn Geimpfte von den Beschränkungen befreit würden? Stattdessen werden bei der Festlegung Reihenfolge insbesondere das Alter und Vorerkrankungen berücksichtigt. Das ist nicht gerecht.

Zurzeit wird der Impfstoff aber noch nicht einmal gemäß dem aktuellen System der Impfstrategie gerecht verabreicht. Bereits jetzt gibt es zahlreiche Berichte über einzelne Menschen – zum Beispiel Politiker:innen –, die sich ihre Impfung erschlichen haben, obwohl sie gemäß Impfstrategie noch nicht an der Reihe waren. Es ist vorstellbar, dass solche Vorfälle sich häufen werden. Mit dem Immunitätsnachweis würden solche sozialen Ungerechtigkeiten noch verschärft.

Für den Besuch im Pflegeheim bräuchte es abgesehen davon nicht zwingend einen Immunitätsausweis. Der Ethikrat spricht stattdessen in einer Stellungnahme davon, dass Ärzt:innen in besonderen Fällen eine Befreiung von den Corona-Einschränkungen ausstellen – zum Beispiel mit einem aktuellen PCR-Test – und so etwa Besuchsregeln in Pflegeheimen für einzelne Personen lockern könnten.

Bringen Rechte auch Pflichten?

Würden weitreichende Impfprivilegien eingeführt, müssten wir zudem auch darüber reden, ob es tatsächlich nur um Freiheiten ginge – oder auch um Pflichten. Schließlich würde mit der Immunität, zumindest wenn man es zu Ende denkt, auch der Anspruch auf staatliche Hilfestellungen hinfällig werden. Könnten Arbeitnehmer:innen etwa dazu verpflichtet werden zu arbeiten, während ihre ungeimpften Kolleg:innen noch in Kurzarbeit sind?

Ganz zu schweigen von Verschwörungsideolog:innen, die sich mit der Einführung eines Immunitätsausweises in ihrer Befürchtung bestätigt sähen, dass wir uns in einer vermeintlichen „Impfdiktatur“ befinden. Impfprivilegien könnten diese ohnehin schon gefährliche Stimmung womöglich weiter anheizen – das ist es nicht wert.

Diese Pandemie ist ein gesamtgesellschaftlicher Kraftakt. Sie erfordert Mühen von jedem und jeder Einzelnen. Auch der Weg aus der Pandemie hinaus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und muss von allen gleichermaßen mitgetragen werden. Sonderrechte für Geimpfte würden das Gegenteil suggerieren: Einige könnten – oder müssten – die Pandemie schneller überwinden als andere.

Das würde sogar rückblickend die Appelle der Bundesregierung unglaubwürdig machen. Schließlich waren Zusammenhalt und Solidarität die politische Message in der Pandemiebekämpfung. Und jetzt soll mit einem Immunitätsausweis wieder in vielen Bereichen zum individualistischen Status quo zurückgekehrt werden? Es wäre schädlich für die Bewältigung weiterer Krisen, die bestimmt kommen werden, wenn die Forderung nach Solidarität sich als Floskel enttarnt.

Anina Ritscher schreibt über Rechtsextremismus, Desinformation und Verschwörungsideologien – mit Impfverweigerung schlägt sie sich also schon länger herum. Sobald sie geimpft ist, will sie wieder eine ganze Nacht in der Kneipe verbringen.

Dieser Text wurde veröffentlicht unter der Lizenz CC-BY-NC-ND-4.0-DE. Die Fotos dürfen nicht verwendet werden.

21 Kommentare
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Nicole Schmidt
  ·  
19.04.2021-10:04

Es gibt weder Transparenz bei den Preisen der Impfstoffe noch keinen politischen Wille, um die Patenten auf Covid 19-Impfstoffe auszusetzen. Sobald die Patenten nicht freigelegt werden, werden alle kleine Fortschritte der deutschen Impf-Kampagnen und Diskussionen über Freiheiten und Grundrechten nichts nutzen. Denn das Problem ist global.

Peter
  ·  
20.04.2021-10:04

Ich finde, Geimpfte sollten ihren Freiheiten nicht zurückbekommen, solange es keine Herdenimmunität gibt oder erwiesen ist, dass sie andere nicht anstecken können.

Julian
  ·  
20.04.2021-11:04

Sofern geimpfte nicht infektiös sind, ist es absurd, sie weiter einzuschränken. Ich sitze aus Solidarität mit Rollstuhlfahrern ja auch nicht im Rollstuhl. Natürlich produziert das über ein paar Wochen hinweg Ungerechtigkeiten. Aber möglicherweise kann dies auch den einen oder anderen Betrieb vor dem Ruin bewaren, wenn zumindest geimpfte wieder ins Kino oder zum Friseur gehen können. Pragmatismus ist das Gebot der Stunde. Solidarität reicht als Argument nicht aus um geimpfte weiter einzuschränken und damit vermeidbaren menschlichen und wirtschaftlichen Schaden zu verursachen.

Mohammad
  ·  
22.04.2021-11:04

ich finde nicht zurückbekommen ,lass uns neue Erfragung machen.

Gast
  ·  
22.04.2021-01:04

Dass ich derzeit keine Chance auf eine Impfung habe und deshalb eingeschränkt bin, ändert sich nicht, wenn Geimpfte auch drin sitzen. Also: Kein Neid und lasst das öffentliche Leben wieder anlaufen!

Daniel
  ·  
26.04.2021-08:04

Als Menschen sind wir frei und unbescholten geschaffen.
Verdachtsunabhängig eine Infektion zu vermuten und dadurch unveräusserliche Grundrechte verkauft zu sehen ist wider der natürlichen Ordnung.

Eine veränderte Form eines altbekannten Virus geht um. Der Körper kennt ihn nicht und wird , eine ausreichende Virenmenge vorausgesetzt, erkranken.

Das ist weder gut, noch schlecht. Auf die Natur treffen diese Kategorien nicht zu.
Nehmen wir das Menschsein ernst, kann es nur eine korrekte Lösung geben: Ein jeder prüfe sich selbst!
Selbsttests für alle. Täglich. Eigenverantwortlich.

Geht nicht? Wahnsinn?
Stehe nie mehr aus deinem Bette auf, du könntest dich selbst gefährden!

Gruß - ein Selbstdenker

Daniel

Peter
  ·  
27.04.2021-02:04

finde ich schwierig. Sachlich hätte ich keine Einwände mit Lockerungen für Geimpfte und/oder Genesene. Wenn: allen ein Impfangebot unterbreitet wäre. Ist es aber nicht. So sind jetzt die, die aus Solidaritätsgründen erst mal die besonders gefährdeten Personen geimpft sehen wollen (was ich in weiten Teilen unterstütze*), doppelt gekniffen: sie lassen anderen den Vortritt, und müssen als Dank auch noch länger zurückstehen.
Ich sehe diese Pandemie eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Und wenn jetzt die Grundrechtseinschränkungen für die eher aufgehoben werden, die aus irgendeinem Grunde eh schon bevorzugt sind (weil sie eben schon geimpft sind), würde das den Graben in der Gesellschaft eher vertiefen. Bei einer ähnlich gearteten Krise, würden sich sicher viele fragen, ob sie einer Priorisierung der Impfkandidaten so nochmal zustimmen würden

Thorsten
  ·  
27.04.2021-07:04

Es gib die Impreihenfolge... Und dann auf einmal nicht mehr, oder doch noch?
Eben einen Bericht gesehen wo Mitarbeiter eines Autobauers geimpft werden. Nach Priorisierung des Betriebsarztes... . Da kann man jetzt denken was man will... . Solidarität ist gefragt. Das zeigen die Jungen ganz besonders... weil ja nur alte Leute (Ü60) geimpft werden. Für die Lokern wir jetzt alles da bei Ihnen die Mobilität wahrscheinlich sehr hoch ist. Rentner und Pensionäre halt. Alle die tatsächlich Mobil sind müssen darunter leiden... . Oder sind doch schon mehr Leute unter 60 geimpft als wir gesagt bekommen?
Solidarität geht darüber hinaus ob ich geimpft wurde oder nicht. Freiheiten für Geimpfte solange nicht jeder ein Impfangebot bekommen hat ist Asozial. Wem wir die Impfsituation zu verdanken haben wissen wir ja.

Alexander Kaufmann
  ·  
28.04.2021-10:04

Ja, es ist vorstellbar, dass eine solche Regelung (dass Geimpfte ihre Freiheiten wiedererlangen) für kurze Zeit zu Ungerechtigkeiten, mindestens aber einem Gefühl der Ungerechtigkeit, führen wird, und außerdem ist es auch möglich, dass Impfstoffe nicht 100%ig effektiv sein werden und damit keine 100%ige Garantie der Nicht-Ansteckbarkeit möglich ist, aber mangels der Infizierbarkeit von immer mehr Menschen wird dieses Risiko auch, wenn, dann nur kurze Zeit vorhanden sein.

Neid kann negativ sein, im Sinne von "ich wünsche diesem Menschen das nicht", aber wäre es nicht schön, wenn Neid sich in der Form von "ich möchte auch meine Freiheit wiederhaben, also möchte ich so schnell wie möglich geimpft werden" ausdrücken würde? Aktuell steht eine mögliche Aufhebung der Einschränkungen ja noch unter der Bedingung, dass ausreichend Impfstoffe geliefert werden können.

xxDanielxx_FN
  ·  
28.04.2021-12:04

Ich finde es unfair, da manche noch gar nicht die Chance haben sich Impfen zu lassen, deshalb bin ich dagegen. Poggers

Mein macka.
  ·  
30.04.2021-08:04

Mein macka.

...
  ·  
28.04.2021-12:04

Ich bin nicht dafür, dass Geimpfte ihre Freiheit zurückbekommen, da es gleichermaßen mitgetragen werden sollte und wenn es Sonderrechte für Geimpfte geben würde, würde das dem Gegenteil suggerieren.Ebenfalls ist es nicht zu 100% nachgewiesen, dass sie dann unansteckbar sind.

K.O.
  ·  
28.04.2021-12:04

Ich bin dagegen, dass Geimpfte ihre Grundrechte zurückbekommen, da es zu einer Ungerechtigkeit kommt und das Konflikte verursacht, die nicht zwingend nötig sind. Alle sollten zur gleichen Zeit das Recht bekommen, frei zu sein und nicht nur ein Teil der Bevölkerung.

Schüler
  ·  
28.04.2021-12:04

Ich bin der Meinung, dass es erst "Privilegien" gibt wenn alle Menschen ein Impfangebot erhalten haben. Würde es jetzt schon Vorteile geben, würde dies nur für noch mehr Aufruhe sorgen.

Gast/GMS
  ·  
28.04.2021-12:04

Ich bin dagegen das Geimpfte mehr Freiheiten haben, da es unfair ist und es keine 100% Sicherheit gibt das geimpfte immun sind oder den Virus verbreiten ohne selbst Symptome zu haben.

Gast
  ·  
28.04.2021-12:04

Ich finde, wie schon im Beitrag erwähnt, dass für jeden gleiches Recht gelten sollte, da es sonst zu Neid und Hass innerhalb der der Bevölkerung gäbe. Außerdem gibt es Menschen, die geimpft werden wollen, aber noch nicht an der Reihe sind und zuscahuen müssen, wie andere entspannt ihr Leben genießen, währen sie selbst noch extrem eingeschränkt sind.

Gast
  ·  
28.04.2021-12:04

Freiheiten für Geeimpfte
Die Geimpften Menschen stellen keinerlei Gefahr für ihr Umfeld da, sie können sich nicht infizieren und somit auch niemanden anstecken. Die Einschränkungen, die es gibt, sind dazu da, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Da die Geimpften Menschen das Virus nicht bekommen können, sehe ich keinerlei Gründe, diese noch länger in ihrem tun einzuschränken. Ich verstehe das Argument, dass manche Leute gar nicht die Chance auf eine Impfung haben, trotzdem denke ich, dass man das unabhängig davon betrachten sollte ob man selbst die Chance dazu hat geimpft zu werden. Denn wenn ich geimpft wäre, würde ich mich persönlich auch nach der Sinnhaftigkeit der Einschränkungen fragen.

Gast
  ·  
28.04.2021-12:04

Es würde ein zu große Spannung zwischen geimpfte und nicht geimpfte enstehen.

Schüler
  ·  
28.04.2021-12:04

Was dieses Thema angeht, bin ich eher geteilter Meinung. Einerseits, ist es nicht fair gegenüber den Geimpften sie weiterhin mit den Einschränkungen zu belasten. Andererseits nimmt dies eine Form von Ungleichberechtigung an, denn nicht jeder hat die Möglichkeit sich impfen zu lassen und somit ebenfalls die Freiheiten zurück zu bekommen. Aus diesem Grund muss man das sehr kritisch betrachten...

GAST
  ·  
28.04.2021-12:04

Ich finde nicht das Geimpfte wieder alle Freiheiten haben sollten. Wie in dem Artikel erklärt, wird aus politischer Sicht immer an die Solidarität appelliert. Wenn jetzt aber für geimpfte Personen keine Einschränkungen mehr gelten, ist das für alle anderen unsolidarisch. Geimpfte mit negativ Getesteten gleich zustellen finde ich jedoch richtig. Denn diese Freiheit kann jede*r haben. Sobald allen ein Impfangebot gemacht werden kann, ist es auch vertretbar geimpfte Personen nicht ein zu schränken.

Volker
  ·  
02.05.2021-12:05

Was bedeutet Solidarität? Wenn Impfstoff, den die Gemeinschaft finanziert hat, richtigerweise zuerst den Risikogruppen zugute kommt. Und wenn Geimpfte, die von der Solidarität anderer profitiert haben, keine Sonderrechte erhalten gegenüber dem Teil der Bevölkerung, der noch kein Impfangebot erhalten hat. Grundrechte sind auf Grundlage der Verfassung für alle da - wer einen Teil der Menschen davon ausschließt, ohne dass diese an ihrer Situation etwas ändern können, begeht eine Diskriminierung.