Wie verpflichtend war die Wehrpflicht?
Seit 2011 gibt es die Wehrpflicht in Deutschland nicht mehr, über eine Wiedereinführung wird aber gerade diskutiert. Wir schauen mal zurück und klären: Wie lief das früher, wenn man sich geweigert hat, zur Armee zu gehen?
Die Host sitzt an einem Schreibtisch vor einem Regal, ein Mikrofon in der Hand.
Die Host sagt: „Die Bundeswehr braucht Leute – und was, wenn man da nicht mitmachen will?“
Emoji von einer Person, die die Arme verschränkt, wird eingeblendet.
Die Host sagt: „Wir reden über den neuen Bundeswehrfragebogen und darüber, wie es mit der Kriegsdienstverweigerung heute und früher aussah.“
Zwei Fotos werden eingeblendet: eins mit jungen Menschen, die aktuell gegen eine Wehrpflicht protestieren, und ein historisches Schwarz-Weiß-Bild mit einer Person, die „Ich will nicht zur Bundeswehr“ auf den Jackenrücken geschrieben hat.
Die Host sagt: „Seit Januar müssen 18-jährige Männer in einem Fragebogen angeben, ob sie freiwillig dabei sein möchten.“
Ein Fragebogen mit den Optionen „Ja, Nein, Vielleicht“ wird eingeblendet.
Die Host sagt: „Man könnte jetzt meinen, wer den Wisch nicht ausfüllt, verweigert automatisch. Aber falsch: Den zu ignorieren, gilt als Ordnungswidrigkeit, für die es ein Bußgeld geben kann.“
Das Geräusch einer klingelnden Kasse ist zu hören.
Die Host sagt: „Vor 2011 lief das übrigens anders, da gab es nämlich noch eine allgemeine Wehrpflicht. Seitdem ist sie ausgesetzt. Wer zur Musterung eingeladen wurde, musste da auch hin.“
Foto eines Türschildes, auf dem „Anmeldung zur Musterung“ steht, wird eingeblendet.
Die Host sagt: „Da wurde dann geschaut, wie geeignet man für den Wehrdienst war. Kriegsdienstverweigerung ist aber trotzdem in Westdeutschland seit 1949 ein im Grundgesetz verankertes Recht: Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden.“
Das Foto einer Buchausgabe des Grundgesetzes wird eingeblendet.
Die Host sagt: „Viele junge Männer haben deshalb stattdessen früher Zivildienst gemacht, zum Beispiel im Krankenhaus oder Altenheim. Und dann gab es noch sogenannte Totalverweigerer, die auch das abgelehnt haben und häufig als Straftäter verfolgt wurden.“
Ein Schwarz-Weiß-Foto von jungen Menschen um einen Tisch wird eingeblendet, über ihnen hängt ein Banner mit der Aufschrift „Freundeskreis Totalverweigerer“.
Die Host sagt: „Auch in der DDR. Dort gab es kein Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen. Wer nicht kämpfen wollte, wurde daher ab 1964 oft ‚Bausoldat‘, also Dienst ohne Waffe.“
Ein Schwarz-Weiß-Foto von zwei Arbeitern auf einer Baustelle wird eingeblendet.
Die Host sagt: „Viele hatten danach aber auch Nachteile beim Studium oder im Beruf.“
Die Host sagt: „Hey, ich bin Tara vom fluter, und ich gebe euch jede Woche solche gesellschaftspolitischen Facts, also abonniert uns doch. Hier haben wir zum Beispiel schon mal über die Wehrpflicht gestritten.“
Die Host zeigt auf ein eingeblendetes Handy, auf dem der Pro- und Contra-Artikel zum Thema Wehrpflicht zu sehen ist.
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