Wie funktionieren Krankenkassen?
Wieso haben wir in Deutschland eigentlich zwei Sorten der Krankenversicherung? Wir schauen in die Geschichte und erklären, wie dieses einzigartige System funktioniert
Die Host steht vor einem Schreibtisch. An dem Schreibtisch sitzt eine Person, die auf ihrem Computer Online-Poker spielt. Es wird die Situation an einer Rezeption in einer Praxis nachgestellt.
Die Host sagt: „Deutschland hat ein Gesundheitssystem, aber zwei Arten der Krankenversicherung. Gesetzlich oder privat.“
Die Host gibt Person am Computer die Krankenversicherungskarte.
Die Host sagt: „Warum eigentlich?“
Szenenwechsel: Die Host sitzt auf einem Sofa.
Die Host sagt: „Im Jahr 1883 führt Reichskanzler Otto von Bismarck eine Krankenversicherungspflicht für bestimmte Arbeiterinnen und Arbeiter ein.“
Einblendung eines Gemäldes von Otto von Bismarck sowie eines Schwarz-Weiß-Fotos von Arbeitern und Arbeiterinnen in einer Fabrik.
Die Host sagt: „Die waren besonders von Krankheiten, Unfällen und Armut betroffen.“
Einblendung eines Schwarz-Weiß-Fotos von zwei Arbeitern an einer Maschine.
Die Host sagt: „Und er wollte damit Aufstände verhindern.“
Die Host greift zum fluter-Heft zum Thema „krank“.
Die Host sagt: „Solche und noch mehr Infos gibt’s im neuen fluter-Heft. Das ist keine Zusatzleistung, sondern kostenlos.“
Die Host sagt: „Die gesetzliche Versicherung ist ein Solidarmodell. Heißt auch: Alle zahlen ein, ob sie krank sind oder nicht.“
Einblenden eines Emoji-Eimers, in den Emoji-Geldscheine fliegen.
Die Host sagt: „Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland haben 2024 etwa 4.200 Euro pro Versichertem ausgegeben.“
Einblenden eines Dollarsack-Emojis, dazu das Geräusch einer klingelnden Kasse.
Die Host sagt: „Ihnen fehlen aber derzeit Milliardenbeträge.“
Über dem Dollarsack-Emoji erscheint ein rotes Kreuz, dazu ein Fehlermeldungsgeräusch.
Die Host sagt: „Wie man das Geld reinholt, wird grad viel diskutiert. Zum Beispiel durch höhere Steuern für Alkohol und Tabak.“
Einblenden eines Drink- und Zigaretten-Emojis.
Die Host sagt: „Die private Versicherung ist nur für bestimmte Gruppen möglich: zum Beispiel Selbstständige oder Personen mit hohem Einkommen. Wie teuer die private Krankenversicherung im Monat ist, hängt von Vorerkrankungen ab: Wer ein höheres Risiko mitbringt, zahlt mehr.“
Einblenden eines Fiebergesicht-Emojis und eines Emojis mit einer ansteigenden roten Kurve.
Die Host sagt: „Ärzte verdienen dafür an Privatpatienten im Schnitt mehr als das Doppelte. Das kann für schnellere Termine sorgen.“
Stimme aus dem Off sagt: „Herr Müller, bitte!“ Host zuckt genervt mit den Achseln.
„Dieses Zwei-System-Modell ist EU-weit praktisch einzigartig. Und obwohl viele Reformen diskutiert werden, wird das wahrscheinlich erst mal so bestehen bleiben.“
Die Host sagt: „Was haltet ihr von diesem System? Schreibt’s uns in die Kommentare.“
Stimme aus dem Off sagt: „Frau Bavandpoori, bitte.“
Die Host sagt: „Komme!“
Die Host steht auf und geht aus dem Bild.
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