Weil ich rechnen kann
Wirtschaftliche Grundbegriffe: kurz und knapp
Zins
Der Z. ist der Preis für das zeitweise überlassen eines Geldbetrags.
Zinsen bekommst du, wenn du Geld ansparst (Zinsertrag), du bezahlst Zinsen,
wenn du Geld leihst (Zinskosten). Die Höhe der Zinsen hängt davon
ab, wie viel Geld wie lange zu welchem Zinssatz angelegt / geliehen wird.
Die Formel zur Berechnung lautet:
Z=K*i*p/100 (Z=Zins, K=Kapital, p=Zinssatz, i=Zeit in Jahren)
Bsp: 1.000 Euro werden ein Jahr zu einem Zinssatz von 2,5 % angelegt
Z=1.000*1*2,5/100=25 Euro
Zinseszins
Z. entstehen, wenn der Zinsbetrag - nach beispielsweise einem Jahr - nicht ausbezahlt, sondern erneut angelegt wird. Durch den Zinseszinseffekt vermehrt sich das Vermögen also exponentiell.
Kredit
Beim K. wird Geld gegen Zinsen verliehen. Kreditgeschäfte sind die wichtigsten Geschäfte für Banken. Je nach Laufzeit und Rückzahlung unterscheidet man z.B. den Dispositionskredit oder den Ratenkredit.
Ratenkredit
Einen R. erhält nur, wer volljährig ist und regelmäßige Einkünfte hat. Beim Ratenkredit wird die geliehene Geldsumme in fest vereinbarten Teilbeträgen (Raten) in einem bestimmten Zeitraum zurückbezahlt.
Bausparvertrag
Der B. ist eine Mischung aus Sparvertrag und Darlehensvertrag. Ziel des Vertrags ist das Erlangen eines Baudarlehens. Es gibt verschiedene Modelle, Laufzeit und Raten sind festgelegt. Bausparen wird vom Staat unterstützt.
Taschengeldparagraph
Der Paragraph besagt, dass Jugendliche nur Dinge kaufen können, die sie durch ihr Taschengeld selbst finanzieren können. Minderjährige sind also - so der Fachausdruck - nur "beschränkt geschäftsfähig". Kaufverträge, die über die finanziellen Möglichkeiten der Jugendlichen hinausgehen, können von den Eltern rückgängig gemacht werden.
Kapital
K. ist ein Produktivvermögen. Es gibt unterschiedliche Formen von K.: Die Maschinen und Gebäude eines Unternehmens sind Sachkapital, Patente gehören zum Wissenskapital, Geldreserven eines Unternehmens sind das Finanzkapital. Auch die Angestellten gehören zum K. eines Unternehmens - sie sind das Humankapital.
Lohnsteuer
Der Arbeitslohn wird in Form der L. direkt besteuert. Das Finanzamt erhält diese Einkommenssteuer. Die Höhe der Lohnsteuer hängt von der Höhe des Lohns und der Steuerklasse des Arbeitnehmers ab. Durch den L.-Jahresausgleich können bestimmte Aufwendungen erstattet werden.
Öffentlicher Haushalt
Zum öffentlichen Haushalt gehören der Bundeshaushalt sowie alle Länder- und Gemeindehaushalte. Die öffentlichen Haushalte werden über Steuern, Abgaben und Kredite finanziert. Mit Mitteln der ö. H. werden öffentliche Güter wie beispielsweise Straßen und Schulen oder auch die Dienstleistungen der Polizei bezahlt.
Sozialabgaben
Die S. sind Zwangsabgaben für die gesetzlichen Sozialversicherungen - dazu gehören Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung, Krankenkassenbeiträge und Unfallversicherung. Die S. teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Die Unfallversicherung trägt der Arbeitgeber allein. Den Arbeitgeberteil der S. nennt man auch "Lohnnebenkosten".
Tobinsteuer
Der US-Ökonom James Tobin forderte 1978 eine Steuer auf internationale Finanztransaktionen für eine besserer Regulierung der Weltfinanzmärkte. Der Vorschlag ist bis heute umstritten. Die Globalisierungskritiker Attac leiten ihren Namen von dieser Forderung ab: Attac ist die französische Abkürzung für "Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen im Interesse der Bürger".
Wirtschaftskreislauf
Das wirtschaftliche Geschehen spielt sich in einem Kreislauf ab. Die Ausgaben des einen sind die Einnahmen des anderen. Ein Arbeitnehmer stellt beispielsweise einem Unternehmen seine Arbeitskraft zur Verfügung - dafür bezieht er Einkommen. Mit diesem Einkommen kauft er neue Güter von anderen Unternehmen und finanziert so wiederum neue Produktion.
Die Einträge stammen teilweise aus pocket Wirtschaft - einem Lexikon der
bpb im Taschenformat. Bestellen kannst du "pocket, Wirtschaft in Deutschland"
hier:
http://www.bpb.de/publikationen/BWTIBZ,,0,Wirtschaft_in_Deutschland.html
Ein umfassenderes Nachschlagewerk ist "Das Lexikon der Wirtschaft, Grundlegendes
Wissen von A bis Z". Du erhältst es ebenfalls bei der bpb.
http://www.bpb.de/publikationen/ESMN42,,0,Das_Lexikon_der_Wirtschaft.html
Links:
www.bundesfinanzministerium.de
Die Homepage des Bundesfinanzministerium
Das Geldmuseum der Deutschen Bundesbank
http://www.bundesbank.de/geldmuseum/K1_Einblick/index.html
Yomag - Jugendverbraucher e-zine
http://www.yomag.de/