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Phillip Boa

Thomas Pynchon: V.

26.8.2005 | Peter Disch | Kommentar schreiben | Artikel drucken
Ich empfehle Thomas Pynchons Buch “V.“, weil ich die Atmosphäre absolut faszinierend finde. Typisch für Thomas Pynchon endet das Ganze im Ungewissen und bleibt dadurch für immer mysteriös. Wie bei all seinen Büchern geht es um eine Suche - in diesem Fall um die Aufdeckung einer Verschwörung. Und die führt unter anderem nach Malta, was mich besonders gefreut hat, da ich immer noch einen Teil des Jahres dort lebe. Deshalb habe ich das Buch schon vor Jahren geschenkt bekommen. Dadurch habe ich ihn entdeckt. Es gibt aber auch Bücher von Pynchon, die ich überhaupt nicht gut finde. Zum Beispiel “Mason & Dixon“. Immer wieder fange ich an, das zu lesen, und denke dann: Was soll das? Vielleicht fehlt mir die Intelligenz. Aber ich verstehe das Buch nicht und auch nicht, was Pynchon damit aussagen will. Das plätschert einfach nur so vor sich hin. Sehr enttäuschend. “V.“ dagegen habe ich bestimmt fünf Mal gelesen.
Phillip Boa ist der einzige Indie-Rockstar, den Deutschland in den 1980er-Jahren hervorgebracht hat. Geliebt und gehasst für seine Mischung aus Größenwahn, narzisstischen Posen und nie so richtig verstandener Ironie reihte Boa zusammen mit seiner Band Voodooclub und seiner kongenialen Partnerin Pia Lund bis in die 1990er-Jahre Hit an Hit. Sein neues Album “Decadence and Isolation“ (am 29. August 2005 erschienen) passt genau in das anhaltende New-Wave-Revival und wurde von Swen Meyer (Kettcar, Tomte) und Strokes-Produzent Gordon Raphael zum Klingen gebracht.

Thomas Pynchon: V. (Rowohlt Verlag 1994, 10.90 €)







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