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Grüne Euros

Man kann sein Geld auch in Holz anlegen

23.1.2012 | Ruben Frangenberg & Daniel Hauser | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Obwohl der Kiribaum schon als Pubertierender so viel auf die Waage bringt wie eine Eiche erst nach 120 Jahren, braucht es mehr Argumente, damit wir unser Geld in eine Baumpflanzung investieren. Was spricht für grüne Investments? Wie funktionieren sie? Welche interessanten Ökoinvestments gibt es überhaupt? Und sind solche Anlagen nur gute Taten oder lässt sich damit auch wirklich Geld verdienen?

Video: Ruben Frangenberg & Daniel Hauser/CC BY-NC-ND 2.0


Peter Diessenbacher/ WeGrow

Peter Diessenbacher/ WeGrow

Infos

Peter Diessenbacher ist Diplom-Agraringenieur und Gastdozent an der Uni Bonn. Seine Promotion schreibt er derzeit über den asiatischen Kiri-Baum, den "schnellsten Baum der Welt". Auf dem Gelände der Uni hat er seine erste Testplantage angelegt, die er seit sieben Jahren beobachtet. Gemeinsam mit seiner Frau (Diplom-Volkswirtin) hat er das Unternehmen WeGrow gegründet, über das er nun Anleger für Kiri-Baum-Plantagen (in Form eines geschlossenen Fonds) an verschiedenen Standorten in Deutschland sucht. Es handelt sich um keine ausgewiesene "Öko-Anlage", aber durch die CO2-Bindung bringt sie ökologische Aspekte mit, zumal das Holz dann in Zukunft eine Alternative sein kann zu nicht nachhaltig abgebauten Flächen in Regenwaldzonen oder anderen geschützten Wäldern.
www.we-grow.de

Oliver Henkel ist selbstständiger Finanzmakler in Bonn. Unter dem Namen FinanzGrün vermittelt er vor allem ökologische/nachhaltige Geldanlagen, zusätzlich aber auch Versicherungsprodukte aus dem konventionellen Segment. Er ist bei einer Messe für Nachhaltigkeit auf das Projekt "Kiri-Baum" aufmerksam geworden und hat es seitdem in seine Empfehlungen aufgenommen.
www.finanzgruen.de

Norbert Wolf ist Geschäftsführer der Steyler Bank (Ethikbank) in Sankt Augustin. Die Bank hat sich dem so genannten "Frankfurt-Hohenheimer Leitfaden" verschrieben, 850 Einzelkriterien, die von Moraltheologen und Wirtschaftswissenschaftlern zusammengestellt wurden. Die Rating-Agentur Oekom Research hat diese zu 200 Untersuchungskriterien zusammengefasst, die sich zu einer Hälfte auf Umweltaspekte beziehen und zur anderen Hälfte auf soziale und kulturelle Kriterien. Nach diesem Rating erfolgt die Beratung in der Steyler Bank. Im Portfolio taucht auch das "Kiri-Projekt" auf, das allerdings offiziell nicht geratet ist, weil es sich hier um keine Aktienunternehmen handelt.
www.steyler-bank.de

Die Agentur Oekom Research sitzt in München und bewertet seit 18 Jahren Unternehmen in puncto "Nachhaltigkeit". Standardmäßig veröffentlicht sie die Ergebnisse vierteljährlich, benachrichtigt die Kunden aber auch kurzfristig, wenn schwere Verfehlungen bei beobachteten Firmen festgestellt werden. Die Agentur war bereits für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert und hat den Umweltpreis der Stadt München gewonnen. In Europa sind noch etwa acht weitere Agenturen dieser Art tätig.
www.oekom-research.com







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