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Eine schwimmende Klinik

Abtreibungshilfe für Frauen

2.2.2004 | Vanessa Jaskulski, Helga Sadowski, Sarah Schönherr | Kommentar schreiben | Artikel drucken
Alle fünf Minuten stirbt weltweit eine Frau an den Folgen einer illegalen, unprofessionell durchgeführten Abtreibung. Denn nach wie vor ist der Schwangerschaftsabbruch in vielen Ländern der Welt verboten. Deshalb versuchen Frauen heimlich abzutreiben und gefährden damit ihre Gesundheit und auch ihr Leben. Aus diesem Grund hat die holländische Ärztin und Künstlerin Rebecca Gomperts 1999 "Women on Waves" gegründet: eine schwimmende Abtreibungsklinik. Diese bietet betroffenen Frauen die Möglichkeit, auf internationalem Gewässer und damit legal abzutreiben.

Die 38-Jährige war lange Zeit bei Greenpeace als Ärztin auf der "Rainbow Warrior" aktiv. Während ihrer Reisen, unter anderem nach Mexiko, wurde sie auf die Problematik illegaler Abtreibungen aufmerksam. Als Reaktion darauf startete sie "Woman on Waves". Bisher machte das Abtreibungsschiff in Irland und Polen Station. Trotz vieler Proteste gelang es in Polen, das Thema Schwangerschaftsabbruch in die Medien zu bringen und die Öffentlichkeit wach zu rütteln. In Meinungsumfragen befürworteten vor dem Besuch des Schiffes 44 Prozent die Legalisierung von Abtreibungen - nach dem Besuch waren es 56 Prozent.

www.womenonwaves.org
Die schwimmende Abtreibungsklinik, in Irland und Polen

Schwanger im Grenzbereich
Unser Bericht vom letzten Sommer über die Situation abtreibungswilliger Frauen in Polen.



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