Unsere Umwelt ist bedroht. Klar, aber vielleicht können ja ein paar Erfindungen die Welt von morgen besser machen. Wir haben junge Autoren von der BUNDjugend gefragt, was das für Ideen sein könnten. Die Top-Drei sind Bio-Plastik, Öko-Brennstoffzellen und - ganz utopisch - das Öko-Gen.
Ein "Ja" zur Gentechnik: das Öko-Gen
Der 'Öko' (auch 'Öki') - allgemein bekannt als die Sorte Mensch, die ihren Müll trennt, im Bioladen einkauft, Öko-Strom bezieht, regelmäßig für Greenpeace spendet und in ständiger Sorge um die Zukunft unseres Planeten ist. Oft belächelt, stellt er heutzutage noch eine Minderheit dar, doch wie wäre es, wenn man jedem angehenden Menschen schon in der Petrischale ein Gen einpflanzen würde, das ihn zu einem ökologisch perfekten Wesen macht? Das Öko-Gen wäre die Erfindung der Zukunft, denn es würde mit einem Wisch alle Probleme der Menschheit lösen.
Kriege? Nie wieder, denn die schädigen die Umwelt enorm und das kann ein umweltbewusster Mensch nicht verantworten.
Fossile Energien fördern? Schluss damit, die sind schließlich hauptverantwortlich für den Treibhauseffekt und den daraus entstehenden Klimawandel.
Die Fleischindustrie? Abholzung des Regenwaldes? Artensterben? Ausbeutung der Weltmeere? Nein!
Der perfekte Öko-Mensch kann sich nur so verhalten, dass er seine Umwelt nicht mehr kaputt macht. Und die Konsequenzen beschränken sich nicht nur auf die Umwelt, auch gesellschaftlich gibt es positive Veränderungen. Frieden, Umsicht und Gemeinschaft sind da die Schlagworte, denn der Öko-Mensch weiß, dass die Erde nur zusammen mit allen gerettet und erhalten werden kann.
Was sich so utopisch anhört, könnte Realität werden. Durch das Öko-Gen. Wären wir da nicht alle für Gentechnik?
Frieda Kreßner, 20, macht momentan ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der BUNDjugend im Projekt 'Econauten'. Econaut werden kann jeder zwischen 16 und 25, dem die derzeitige wirtschaftliche Globalisierung und ihre Umweltauswirkungen gegen den Strich gehen und der aktiv etwas daran ändern möchte.
Bio-Plastik aus Essensresten
Öko-Kunststoffe werden bald den Durchbruch schaffen, meinen Experten. Denn biologisch abbaubares Plastik lässt sich inzwischen ohne Probleme herstellen. Bislang wurde Kunststoff aus dem fossilen Rohstoff Erdöl gewonnen. Solcher Kunststoff verrottet jedoch nicht wie andere organische Stoffe.
Setzt man diesem Plastik nun Zucker und eine organische Säure hinzu, wird es von Bakterien zersetzt, also biologisch abgebaut. Dieses Verfahren ist aber bisher leider noch zehnmal teurer. Auch aus Abfall kann Plastik entstehen: Zum Beispiel zersetzen Bakterien Essensreste, die dabei anfallende organische Säure wird von anderen Bakterien zur Plastikproduktion genutzt. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Plastik aus Pflanzenfasern wie Hanf sowie Lignin, ein Abfallprodukt der Papierherstellung, zu produzieren.
Bio-Plastik kann wie normaler Kunststoff verwendet werden und hat Zukunft, wenn es gelingt, die Produktionskosten weiter zu senken. Der Absatz von biologisch abbaubaren Werkstoffen hat sich nach Angaben der Interessensgemeinschaft biologisch abbaubarer Werkstoffe e.V. in den letzten Jahren verdoppelt.
Astrid Schlüter, 20, fängt dieses Jahr an zu studieren (Deutsch, Geschichte, Französisch), nachdem sie ein Jahr in Frankreich war. Sie ist freie Mitarbeiterin bei einer Regional- und Stadtzeitung und natürlich auch bei Econautix.de.
Die Brennstoffzelle - Energie der Zukunft?
Die Ressourcen fossiler Brennstoffe werden immer knapper, statistisch gesehen werden die Erdölvorkommen bei einem fortlaufenden Verbrauch von 3,4 Milliarden Tonnen jährlich nach rund 42 Jahren erschöpft sein. Ein weiteres gravierendes Problem ist die Gefährdung der Umwelt durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe. Das bei der Verbrennung entstehende Gas "Kohlenstoffdioxid" ist extrem schädlich für die Atmosphäre und fördert somit den Treibhauseffekt. Diese Schadstoffbelastung verursacht eine Klimaveränderung, die verheerende Folgen für Mensch und Natur mit sich bringt. Alternativen zu den "alten" Energiestoffen zu finden, ist für den Erhalt unserer Welt unumgänglich.
Eine Lösung hierfür könnte sein, aus Wasserstoff Strom herzustellen. Im Prinzip besteht der Großteil des Wassers aus Wasserstoff. Um aus Wasserstoff Strom herzustellen, benutzt man eine so genannte Brennstoffzelle. Die Brennstoffzelle ist ein elektrochemischer Wandler, das bedeutet, dass sich Wasserstoff und Sauerstoff in einem kontrollierten chemischen Prozess miteinander verbinden. Aus dieser Verbindung entsteht Strom.
Die Brennstoffzelle wird heute schon für den Fahrzeugantrieb, für Hausheizungen, Großwerke, Handys oder auch mobile Computer genutzt. Allerdings leider nur in Form von Pilotprojekten und Prototypen, denn Wasserstoff in großen Mengen herzustellen, rentiert sich aufgrund des hohen Energieverbrauchs, der zur Herstellung von Wasserstoff benötigt wird, noch kaum.
Ein anderer Aspekt, der die Verwendung von Wasserstoff in Frage stellt, ist die Herstellung der Energie, die zur Gewinnung von Wasserstoff benötigt wird. Denn diese wird hauptsächlich aus herkömmlichen Energiequellen wie Kernenergie und Erdöl gewonnen, womit das Problem der Umweltverträglichkeit nicht gelöst wäre. Noch scheint Wasserstoff nicht den Platz einer Zukunftsenergie einnehmen zu können. Weltweit aber forschen hunderte Wissenschaftler an neuen Brennstoffzellen - für eine Welt ohne Öl und Kohle.
Therese Koppe, 19, macht gerade ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der BUNDjugend. Danach will sie Fotografie studieren.
www.bpb.de/Umwelt
Einen weltumspannenden Bogen schlägt der Autor bei seiner Darstellung der aktuellen Umweltsituation. Geleitet wird er von den Fragen: Was ist von der ursprünglichen Ausstattung der Erde noch übrig geblieben? Wie werden die verbliebenen natürlichen Lebensgrundlagen bedroht? Was geschieht zu ihrem Schutz?
www.bpb.de/Nachhaltigkeit_in_der_Umweltpolitik
Ein Schwerpunkt zur Nachhaltigkeit in der Umweltpolitik: Bücher, Hefte, Veranstaltungen
www.vistaverde.de
Ein Portal mit zahlreichen Meldungen rund um die Bedrohung unseres Planeten: Abholzung, Klimakollaps, Versteppung, ...
www.bpb.de/Umwelt_und_Klimapolitik
Wie wird das Klima in der Zukunft aussehen?
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