Punksheep Company, Sontra, 2011
Punksheep Company ist: Rock, Punk und Metal aus Sontra. Gemacht von Jojo an der Front, Pille und A-Dur an den Gitarren und für die Back-Vocals, Nikki am Bass und Back-Vocals und Eric an den Drums.
Punksheep Company: "Seit 2007 spielen wir in dieser Zusammensetzung und erlebten in diesem Jahr unseren kleinen Höhenflug mit unzähligen Gigs, nicht zuletzt gekrönt von dem gewonnenen Contest von YouFM mit dem Titel 'Beste Schulband Hessens'. Darauf folgte ein Support-Gig für die Sportfreunde Stiller an unserer Schule. Seitdem sind wir in der Umgebung und auch überregional bekannt für geile, abrockende Gigs und leere Teller im Catering."
Wie kommt ihr zu eurem Bandnamen?
Unser Schlagzeuger Eric wurde eigentlich schon immer "Punkschaf" genannt. Da haben wir das einfach ins Englische übersetzt und da er ja nicht der Einzige in der Band ist, haben wir noch ein "Company" drangehängt. Jetzt heißen wir Punksheep Company.
Wie entstehen eure Songs?
Irgendjemand hat eine Idee zu einem Riff oder unser Schlagzeuger hat einen coolen Beat. Darauf bauen wir auf, wenn der Text, der von unserer Sängerin Johanna oder dem Rhythmusgitarristen Artur geschrieben wird, fertig ist.
Wie wichtig sind euch die Texte?
Die Texte sind uns sehr wichtig, da dadurch der Inhalt vermittelt wir. Die instrumentale Begleitung dient sozusagen nur zur Vermittlung der Atmosphäre.
Wie steht ihr zu Phänomenen wie Popstars oder DSDS?
Wir hassen diese Formate. Gute Sänger und Sängerinnen werden einfach so lange vermarktet, bis sie kein Geld mehr einbringen. Dann werden sie fallen gelassen. Außerdem wird ihnen diktiert, was sie zu singen haben. Eigene Einflüsse oder Vorlieben der Künstler bleiben auf der Strecke. Das ist äußerst schade, da es eine größere musikalische Vielfalt gäbe. So klingt aber einfach alles gleich. Musizieren aus reiner Profitgier ist in unseren Augen schlecht.
Punksheep Company, Sontra, 2011
Was haltet ihr generell von Wettbewerben?
Wenn der Spaß am Musizieren im Vordergrund steht, dann sind die absolut super. Wir haben auch schon an einigen Wettbewerben teilgenommen. Zwar haben wir nur einen gewonnen, dennoch hat jeder einzelne einen Riesenspaß gemacht, da man neue Musiker/innen kennen lernt, sich untereinander austauschen kann und gute Musik zu hören bekommt.
Wie professionell seid ihr und wollt ihr einmal vom Musikmachen leben?
Professionalität ist subjektiv. Eine Undergound-Punkband legt nicht so viel Wert darauf wie zum Beispiel Dieter Bohlen (das heißt nicht, dass wir ihn gut finden!). Wenn man jedoch mit Musik sein Brot verdienen will, kommt man um ein gewisses Level an Professionalität nicht herum. Und welcher Musiker träumt nicht davon, von seiner eigenen Musik leben zu können. Wichtig ist jedoch dabei nicht, möglichst viele Platten zu verkaufen. Auftritte sind um einiges wichtiger, da man nur so eine Beziehung zu seinen Fans aufbauen kann.
Wie ist es für euch, auf der Bühne zu stehen?
Es ist einfach das Größte! Der Adrenalinkick ist einfach überwältigend. Wenn das Publikum anfängt zu tanzen und – hin und wieder geschieht das – unsere eigenen Texte mitsingt, das ist einfach genial!
Absolutes No-Go auf der Bühne?
Überheblich sein und die eigene Band über andere zu stellen. Jede Band hat alleine schon dafür, dass sie auf der Bühne steht, absoluten Respekt verdient. Das ist nämlich besonders für Anfänger/innen nicht einfach.
Was muss mit auf die Bühne?
Was zu trinken, ein ganz langes Kabel für die Instrumente, um die gesamte Bühne ausnutzen zu können, und verdammt viel Spaß!
Wer sind eure musikalischen Vorbilder?
Das ist schwierig zu sagen. Für die Gitarristen auf jeden Fall Metallica beziehungsweise Kirk Hammett. Aber auch Metalbands wie As I Lay Dying machen uns durch ihre Musik zu dem, was wir sind. Groß geworden sind wir aber mit den Ärzten. Die haben uns geprägt wie keine andere Band.
Diesen Satz über uns können wir nicht mehr hören:
Den gibt's eigentlich nicht. Wir sind für jede Kritik dankbar, egal ob gut oder schlecht. Und solche Sätze sind ja schließlich auch eine Form der Kritik.
Was kann man am Musikunterricht in der Schule verbessern?
Zum Musikunterricht in der Oberstufe kann ich nur sagen: weniger Theorie. Musik muss man hören und fühlen. Es ist ja schön und gut zu wissen, was eine Synkope oder Aleatorik ist. Aber ohne Musik zu hören hilft das einem nicht weiter. Der Kunstunterricht besteht zu 85 Prozent aus malen, zeichnen und gestalten. Der Musikunterricht jedoch nur zu 15 Prozent aus dem Musikhören. Der Anteil, in dem man selbst Musik macht oder rhythmische Übungen oder so etwas in der Art, besteht nur aus ein bis zwei Prozent. Das ist äußerst schade.
Vielen Dank für das Interview!
Silke Kettelhake
Fotos: privat
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