Das Buch erzählt von einer chinesischen
Studentin, die einer Arbeiterfamilie entstammt und für ein Jahr nach London
geht, um Englisch zu lernen. Brillant an dem Buch ist, dass es absichtlich in
einem furchtbar schlechten Englisch geschrieben ist. Das Englisch wird im Laufe
des Buchs besser – schließlich macht die Studentin beim Lernen Fortschritte.
Aber eigentlich handelt es sich hier um die Liebesgeschichte zweier Menschen,
die aus verschiedenen Ländern stammen, sich abmühen, trotz ihrer
unterschiedlichen Herkunft auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen – ohne dass
es wirklich funktioniert. Für mich ist der Roman besonders lustig, denn die
Hauptfigur entdeckt Englands Lebensart, das Essen und die Kultur ungefähr auf
dieselbe Art und etwa zur selben Zeit wie ich, als ich aus Georgien auf die
britische Insel kam. Ich kann mich gut in sie hineinversetzen, auch wenn ich
damals viel jünger war. Als neu angekommene Außenseiterin findet man so einige
Sitten und Gebräuche des fremden Landes ziemlich bizarr.
Xiaolu Guo: A Concise Chinese-English Dictionary for
Lovers (Chatto & Windus 2007, 20 €)
Foto: Press / ©katiemelua.de
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