Josefine Preuß
Edgar Hilsenrath: Der Nazi und der Friseur
Isabella Pömmering | 18.5.2007
Edgar Hilsenrath gehört für mich zu den wichtigsten
deutschen Autoren der Nachkriegszeit. Das Buch "Der Nazi und der Friseur" ist
eine super Satire über einen deutschen und einen jüdischen Jungen, die
Freundschaft schließen. Allerdings wird diese Freundschaft durch den Zweiten
Weltkrieg beendet. Der eine Junge, mittlerweile ein Mann, tritt der SS bei und
der jüdische Freund kommt in ein Konzentrationslager. Dort erschießt der Nazi
seinen ehemaligen Freund. Er beginnt allerdings nach dem Krieg, die jüdische
Identität seines Freundes anzunehmen, und endet als Friseur in Tel Aviv. "Der
Nazi und der Friseur" ist ein Buch, in dem es um Identitätstausch geht, um eine
Freundschaft und um Probleme, die der Zweite Weltkrieg mit sich brachte.
Dennoch ist es sehr witzig geschrieben und man hat Spaß beim Lesen – auch wenn
natürlich das Thema ein sehr ernstes ist. Aber es ist auch ein sehr wichtiges
Thema, das von Bedeutung ist, und das nicht vergessen werden darf.
Die Schauspielerin Josefine Preuß kann man momentan als Lena
in der satirischen ARD-Serie "Türkisch für Anfänger" allabendlich sehen. Aber
ihre Fernsehkarriere begann nicht erst mit der multikulturellen Vorabendserie.
Schon in ihrer Kindheit stand sie für "Dingsda" und die Kinderserie "Schloss
Einstein" vor der Kamera. TV-Produktionen, Kurzfilme, Gastauftritte und
Kinofilme folgten. 2005 gewann sie den Deutschen Fernsehpreis für Nachwuchsdarsteller/innen.
Edgar Hilsenrath: Der Nazi und der Friseur
(Deutscher
Taschenbuchverlag 2006, 10 €)
Foto: ©ARD / "Türkisch für Anfänger"
www.josefinepreuss.com
Josefine Preuß' Seite, mit einem Blog
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