Nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington am 11. September 2001 hat die westliche Welt im so genanten Kampf gegen den "Internationalen Terrorismus" aufgerüstet. Nicht explizit benannt, aber damit gemeint ist der islamistische Terrorismus. Der radikale Islam ist zu einer Gefahr für westliche Gesellschaften geworden - doch auf welche Weise konnte er zu seiner gegenwärtigen Bedeutung gelangen?
Der Islamwissenschaftler Peter Heine, Kenner der extremen islamischen Szene, versucht die religiösen, historischen und ideologischen Hintergründe radikal-islamischer Vorstellungen zu beschreiben und ihre "innere Radikalität" nachzuvollziehen. Welche Bedeutung und welche Konsequenzen haben religiöse und rechtliche Vorstellungen wie der Dschihad oder der Schahid (Märtyrertum)? Gibt es ein genuin islamisches Potential zur Bildung terroristischer islamistischer Gemeinschaften? Sind Antikolonialismus und religiös motivierter Kampf gegen den Westen der Grund für die Entstehung der Gewalt in der islamischen Welt? Erklärt die Auseinandersetzung mit dem Westen - und die damit verbundene Abgrenzung und Ablehnung - die Radikalisierung des Islams?
Diese und andere Fragen beantwortet Heine und zeigt, welche geistigen Urheber, welche konkreten Ideen, organisatorischen Strukturen hinter dem islamistisch motivierten Terrorismus auszumachen sind.
Peter Heine, Terror in Allahs Namen. Extremistische Kräfte im Islam, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2004.
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Sandra Schmid ist bpb-Volontärin.
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