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Rising Anger

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Schrei - so laut und so oft du kannst!

18.12.2011 | Silke Kettelhake | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Rising Anger sind Johannes Schöbinger, Vocals, Jonas Römhild, Gitarre, Yannik Zobus, ebenfalls Gitarre, Florian Wehnhardt am Bass und Semjon Horchler an den Drums. Die Formation besteht seit Sommer 2009. Ihre Musik, so Jonas Römhild von Rising Anger, einer Metalcore/Hardcore-Band aus dem Raum Wiesbaden, "ist ein abwechslungsreicher Mix aus Metalcore, Hardcore und Deathcore. In den Texten werden alltägliche, globale Probleme in einer gesellschaftskritischen Weise behandelt." Im September 2010 erschien eine Split-EP mit Brain Dystopia und im September 2011 veröffentlichten sie die erste Studio-CD namens "A Grave Of Dignity".

In diesem Jahr absolvierten Rising Anger etwa 50 Shows in angesagten Clubs in ganz Deutschland. Die Bühne teilten sie sich mit Bands wie Unearth, Evergreen Terrace oder Deez Nuts. Zudem haben sie es beim School Jam Festival von über 1.400 Bewerbern unter die TOP 3 geschafft. Herzlichen Glückwunsch!

Silke Kettelhake: Rising Anger - die Wutbürger in Bandform? Wie kommt ihr auf den Namen?

Rising Anger: Unser Bandname beschreibt die Wut in uns, die wir bekommen, wenn wir verschiedene gesellschaftliche oder menschliche Aspekte betrachten. Dinge, die in uns Wut und keinerlei Verständnis auslösen, sind beispielsweise Gewalt, Rassismus oder Verletzung der Menschen- und Tierrechte.

Wie entstehen eure Songs?

Unsere Songs schreiben wir gemeinsam! Einer kommt mit einer Idee und an dieser wird gearbeitet und mit den Ideen von den anderen kombiniert und verbessert, bis ein Song fertig ist, mit dem wir zufrieden sind.

Wie wichtig sind euch die Texte?

Auf unsere Texte legen wir unglaublich großen Wert! Sie sind entweder sehr persönliche Texte aus dem alltäglichen Leben wie etwa "Be The Bitch You Are!" oder gesellschaftskritische Texte wie beispielsweise "Killerfarm Sells Life Insurance". In vielen unserer Texte kritisieren wir die Oberflächlichkeit der Menschheit, die ein Großteil der Dinge nicht hinterfragt und mit verschlossenen Augen durch die Welt geht und nur das sieht, was die Medien einem präsentieren. Aber nicht alles, was glänzt, ist auch aus Gold!

Wie steht ihr zu Phänomenen wie "Popstars" oder "DSDS"?

Können wir nicht nachvollziehen … Die Musik ist dabei doch sowieso Nebensache, also keine weiteren Kommentare dazu.

Was haltet ihr generell von Wettbewerben?

Solange Wettbewerbe fair sind und jungen Musikern/innen und Bands wirklich weiterhelfen, wie etwa School Jam es tut, finden wir das super! Wenn es aber nur darum geht junge Künstler auszubeuten und abzuzocken, sind wir total dagegen.

Wie professionell seid ihr und wollt ihr einmal vom Musikmachen leben?

Ob wir professionell sind, müssen andere bewerten! Aber was wir sagen können, ist, dass wir all unser Herzblut in unsere Musik stecken, immer 110 Prozent geben und für die Musik leben! Das ist für uns das Wichtigste! Musik ist für uns eine Form uns auszudrücken und wir wollen mit unserer Musik Leute erreichen und diese zum Nachdenken anregen und dass sie das Gleiche fühlen wie wir beim Musikmachen!

Eure Pläne für die Zukunft?

Wir wollen einfach nur Musik machen und rumkommen, Konzerte spielen etc. In 2011 haben wir deutschlandweit etwa 50 Shows absolviert und so viele unglaublich tolle Menschen kennen lernen dürfen!

Absolutes No-Go auf der Bühne?

Zu denken, man sei etwas Besseres als die Leute im Publikum! Keine Starallüren oder Ähnliches!

Was muss mit auf die Bühne?

Leidenschaft und Emotionen!

Wer sind eure musikalischen Vorbilder?

Verschiedene Metalcore/Hardcore Bands wie Parkway Drive, As I Lay Dying oder I Killed The Prom Queen!

Was kann man am Musikunterricht in der Schule verbessern?

Ihn spannender und moderner gestalten!

Vielen Dank!

Fotos: ©privat



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