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Rainald Grebe: Global Fish

21.7.2006 | Peter Disch | Kommentar schreiben | Artikel drucken

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Mieze: Rainald Grebe, den man hin und wieder in Berlins Mitte im Café sitzen sieht, hat mit "Global Fish" ein unglaubliches Buch geschrieben. Es handelt von einem Einser-Abiturienten, der nach der Schule eine vierwöchige Schiffsreise machen will und dafür auf einem Boot anheuert. Das stellt sich dann allerdings als Segelschiff aus dem 19. Jahrhundert heraus. Eine absurde Zeitreise beginnt – voller Wendungen und Überraschungen, von denen ich nicht zu viel verraten will, weil sie den Spaß an diesem Buch ausmachen. Ich musste beim Lesen von "Global Fish", das ich geschenkt bekommen habe, immer wieder an den Film "Fluch der Karibik" denken. Die Hauptfigur Thomas Blume hat mich ein wenig an Johnny Depp erinnert. Mir gefällt, wie Rainald Grebe mit Sprache umgeht. Er versteht sich auf originelle Wortschöpfungen und ist sehr genau und plastisch in seinen Schilderungen.

MIA hat den Elektropunk im deutschen Pop hoffähig gemacht. Die Band aus Berlin, deren Sängerin sich Mieze nennt, schaffte gleich mit ihrem Debütalbum "Hieb und stichfest", das im Sommer 2002 erschien, den Durchbruch. Seitdem muss die Band mit dem Hype leben – und mit ungeliebten Etiketten: Das erste Album provozierte Vergleiche mit der NDW-Institution Ideal. Als MIA ein Jahr später mit der Single "Es ist was es ist" öffentlich über das Verhältnis der Deutschen zu Deutschland nachdachten, provozierte das wütende Proteste aus dem linken politischen Lager. Ihr drittes Album "Zirkus" erscheint am 21. Juli 2006.

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Rainald Grebe: Global Fish (S. Fischer Verlag 2006, 8 €)




Foto: ©H. Flug



www.miarockt.de
Die offizielle Seite von MIA

www.rainaldgrebe.de
Die Seite des Autors, Komikers und Liedersängers Rainald Grebe




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