Essen und Trinken sind für alle
Menschen eine Lebensnotwendigkeit. In menschlichen Gesellschaften wird daraus aber
viel mehr: Fragen der Ernährung gehen in die Kultur des Alltags ebenso ein wie
in religiöse Regeln und Riten, in Vorstellungen von Schönheit, Gesundheit, vom
guten Leben. Extreme begegnen sich dabei: der Hunger und der Überfluss, der
Stolz auf den Konsum ebenso wie der Stolz auf den Verzicht in der Diät, Kunstfleisch
und Fast Food, Lebensmittelskandale und Welthunger.
In den modernen westlichen
Gesellschaften ist daraus auch ein riesiger Markt geworden. Mit der
Lebensmittelindustrie wird der Luxus scheinbar zum Allgemeingut. Die industrielle
Wunschmaschine und ihre dynamischen Marketingwelten lenken unsere Wünsche auf
ihre Produktpaletten. In der alltäglichen massenkulturellen Rückkopplung werden
dabei Versprechungen schon dadurch aufrechterhalten, dass deren Unerfüllbarkeit
und die prekären Bedingungen und Grenzen des Ganzen auch von den Verbrauchern bereitwillig
ausgeblendet werden.
Beim Streifzug durch das schillernde Feld der Ernährung kommt
die Unwucht des Geschehens in den Blick. Industrielle Produktionsmethoden haben
die Ernährung der rasant gewachsenen Weltbevölkerung prinzipiell zu einem lösbaren
Problem gemacht. Es könnten fast doppelt so viele Menschen, wie zurzeit auf der
Erde leben, ernährt werden. Und doch hungern mehr als eine Milliarde Menschen –
heute, morgen und in den nächsten Jahren. Dieser Skandal wird nicht geringer,
nur weil er permanent bleibt. Er ist zwar keine Sensation, und außer bei
UN-Gipfeln, alljährlichen Katastrophen oder zur besinnlichen Jahresendzeit bleibt
er im Jenseits der medialen Aufmerksamkeit. Aber der massenhafte Hunger ist ständig
in der Welt. Und er muss eigentlich nicht sein. Spätestens hier wird Ernährung zum
politischen Feld.
Wenn die EU-Subventionen für die Landwirtschaft den europäischen
Binnenmarkt nach außen abschotten und gleichzeitig mit europäischen
Steuergeldern verbilligte Lebensmittel die lokalen Märkte in anderen Weltteilen
verzerren, kann etwas nicht stimmen. Auch die Ökobilanz unserer Ernährungsweise
ist ein globales Problem und in den Preisen im Supermarkt nicht enthalten. Hier
wird sich etwas ändern müssen, damit uns auch in Zukunft nicht der Appetit
vergeht.
Thorsten Schilling
Hier kannst du das gesamte Heft als PDF herunterladen. Weiter unten findest du Links zu den einzelnen Artikeln des Heftes.
Also über Containern und Veganismus hätte man noch ein bisschen mehr in dem Heft informieren können. Ich bin weder freegan noch vegan und trotzdem fand ich den Kommentar, warum es Containern "nicht ins Heft geschafft hat" blöd.
Es gibt viele die das machen, vor allem, weil man sich zum Beispiel mit Hartz4 kein vernünftiges Essen mehr leisten kann (für kinder 2 euro pro tag und für erwachsene ein bisschen mehr).
Wer isst denn nicht noch ein Produkt, wenn es einen Tag nur abgelaufen ist?
Da wird unglaublich viel weggeworfen, was noch gut ist - vor allem Gemüse - und Gemüse mus sman ja so oder so waschen vor dem Gebrauch.
Eklig ist daran nichts.
Das isnd Sachen, die noch am gleichen Tag im Regal gelegen haben.
Über Zäune klettern muss man dabei meistens auch nicht.
Dennoch eine kurze Frage:
Was bedeutet: Dieses Magazin wurde auf UMWELTFREUNDLICHEM, chlorfrei gebleichten Papier gedruckt.
?? Umweltfreundlich = was?
Also recycletes Papier, oder nicht?
ClickMeTwice
| 29.12.2009 11:56:53
Das ist ein Audruck den es schon seit gut 20 Jahren in Deutschland gibt. Und weil wir auch in Deutschland sind, ist seblstverständlich so gut wie jedes Papier chlorfrei gebleicht und unweltfreundlich. Also eigentlich nichts besonderes. Aber wenn man sich das Papier genauer ansieht, wird man festellen das es leicht gräulich ist, ein Indiz für Anteile an recycelten Papier.
zur Info: Was mittlerweile jedermann kennt ist der Blaue Engel. Dieser steht für recyceltes Papier. Aber nicht jedes Papier hat gleich den blauen Engel verdient. Hier muss das Papier bestimmte Anforderungen erfüllen, z.B. Der Anteil an Altpapier. -> Umweltfreundlich etc.
Sind diese Anforderungen erfüllt kann das Produkt das mit diesem Papier gedruckt wurde,mit dem Logo "ausgezeichnet" werden.
Was heutzutage immer mehr in den Focus gerät ist das FSC(International) oder PEFC(EU) qualifizierte Papier. Dieses Papier unterliegt beachtlichen Kontrollen. Jeder Produktionsschritt wird kontrolliert. Also: "Wo kommt das Papier (Baum) her ?" " Wer verarbeitet es weiter" etc.
Dieses Papier ist natürlich "der Umwelt zur Liebe" am vorteilhaftesten. Und obwohl dieses Papier dieser ganzen Kontrollen unterzogen wird, ist es unwesentlich teurer als das "normale Papier".
Zusätzlich hat es einen großen Vorteil. Es ist ein gutes Marketinginstrument. Denn Firmen die mit diesem Papier drucken können folgendes damit aussagen: "Wir sorgen uns um die Umwelt" oder so in der Art.
hello, I don't want to get your magazines, so please don't send me it, I'm from
Poland Agnieszka Pyrgies, I don't remember e-mail to you I had to leave a comment hier...
Munk
| 03.01.2010 22:03:40
Ich finde die Artikel von fluter sehr interessant..leider kommt es nur sehr selten als Heft raus..
Was mich aber ein wenig an dem Heft stört sind die Titelbilder...im Heft gibt es Bilder die mich sehr viel mehr ansprechen..
Das Bild des aktuellen Heftes hat mich zuerst abgeschreckt..auch wenn man genauer hinguckt gefällt es mir nicht besonders..wenn es so etwas im Laden liegen würde,würde ich es mir nicht kaufen.
Kommen diese Kommentare auch an die Redaktion? Wenn nicht wie kann ich es ihnen mitteilen?
Hey! Danke für deine Nachricht, ich leite sie an die Heft-Redaktion weiter!
Grüße,
Dirk
fluter.de-Redaktion
JOnes
| 06.01.2010 14:39:02
also ich hab grad das alte heft nr 16 von 2005 gefunden und muss sagen fluter ist gut
Sabine
| 12.01.2010 16:36:38
mit dem cover (titelfoto) habe ich endgültig das Schweinefleisch von meinem Speiseplan verbannt! ich esse sehr selten mal Fleisch, aber jetzt ist aus!
Ihr habt es geschafft!
hi
| 18.01.2010 10:24:19
hi
Arne
| 22.01.2010 16:40:26
Ich muss das Cover-Bild mal etwas in Schutz nehmen: Ich finde es absolut großartig – und das nicht nur vom gestalterischen Gesichtspunkt aus, sondern auch vom Inhalt. Es ist ein sehr gutes Symbolfoto für die Massen an Fleisch die wir, in den reichen Ländern, jedes Jahr verputzen.
@ClickMeTwice: FSC ist leider immer noch Frisch-Faser-Papier und kein Recycling-Papier. Das ist zwar immer noch besser als herkömmliches Papier, aber leider immer noch nicht gut.
Daniel
| 24.01.2010 22:09:11
Uii..
So gerne hätte ich gerne das Cover-Bild.
Vielleicht kann mir jemand sagen, woher ich dies bekommen könnte?!
heydaniel@arcor.de
Lieben Dank!
Michael
| 12.02.2010 18:25:17
fluter magazin ist super super super gut gemacht!
congratulations!
dani
| 18.02.2010 11:27:29
Hallo liebe Fluter-Redaktion,
ich habe das Heft letzte Nacht in einem Wisch durchgelesen und finde es rundum gelungen. Vom Titelbild (großartig!) bis zu den einzelnen Artikeln und deren Zusammenstellung. Natürlich könnte man über dieses Thema ein Buch schreiben und sicher wäre der ein oder andere Aspekt auch noch interessant gewesen...
Ich habe jetzt einen Monat kein Fleisch gegessen und bin gerade sowieso dabei meine Ernährung umzustellen und dieses Heft hat mich darin nur bestätigt.
Ich finde das Titelbild auch sehr toll, es kam mir jedoch bekannt vor. Stammt das nicht aus so einer Werbung für Tabletten für bessere Verdauung? Ich dachte, ich wäre irgendwann mal auf diese Abstrusität gestoßen. Wäre super, wenn ihr dazu was wüsstet!
Beste Grüße,
clementine
Cristin
| 03.03.2010 12:41:58
Die Label Lüge – FSC Zertifikat als Türöffner für Regenwaldabholzer, weitere Infos unter:
Hallo Clementine,
ich habe keine Ahnung von welchem Bild du redest. Ich kenne diese Werbung leider nicht. Sorry, kann dir da nicht weiterhelfen.
Gruß,
Dirk