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Never mind: Neukölln Rules

Rapperträume und die banale Realität

8.6.2008 | Tal Sterngast, Silke Kettelhake | Kommentar schreiben | Artikel drucken
James Redfield, Anthropologe, wendet die Wissenschaft an auf Hiphop aus Berlin-Neukölln. "Die Jungs erforschen mich." Und James Redfield forscht zurück. In seinem Studio nehmen sie ihre Songs auf: "Das Ghetto ist zu stark. Das Ghetto bringt jeden auf den Boden", heißt es in einem Song. Entweder Opfer oder Täter, dazwischen gibt es nichts, so James Redfield. Erst als die Jungs ihn mit "Hey, du Opfer!" begrüßten, war das Eis gebrochen. Der Amerikaner aus Chicago wundert sich, dass Bushido, Sido & Co. in einem Stadtteil, der stolz sein Gesicht mit einem hohen migrantischen Anteil trägt, täglich wiedergekäut werden. Wenn die Langeweile und die Enge zwischen den arbeitslosen Eltern in den Wohnungen unerträglich wird, dann bleibt eben nur die Straße. Wie ernst es 13-Jährigen ist, die sich so gerne als schreckliche Gangster erleben wollen, darüber denkt James Redfield in unserem Interview nach: Männlichkeitsrituale und die heimlichen süßen Träume von einer Freundin. Schwer zu kriegen, wenn es erst mal heißt: Du Schlampe!

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www.ici-berlin.org/people/fellows/jr/
Informationen über James Redfield




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