Ein Mann, den es eigentlich nicht gibt

Gespräch mit einem schwulen Fußballbundesligaspieler

11.9.2012 | Adrian Bechtold | Kommentare (201) | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Lange haben wir gesprochen und bis zuletzt war es unklar, ob dieses Treffen überhaupt zustande kommt. Ich betrete das Zimmer und finde einen sichtlich überforderten jungen Mann vor, der am liebsten in der nächsten Sekunde wieder gehen würde. Er bleibt. Niemand darf von diesem Treffen wissen, denn ihn gibt es nicht. Trotz vieler Bedenken spricht er das erste Mal über eine Sexualität, die in der Welt des Fußballs nichts verloren hat.

Du kommst gerade aus einem Interview für einen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender. Was wäre, wenn dort deine Homosexualität zur Sprache käme? 

Ich würde leugnen, ganz klar. Versuchen, das Thema komplett aus der Öffentlichkeit zu halten. Je mehr geredet wird, desto höher ist auch der Druck auf mich. Die große Diskussion um meine Person kann ich mir einfach nicht erlauben.

Ist der Druck nicht ohnehin schon immens?

Natürlich. Der Preis für meinen gelebten Traum von der Bundesliga ist hoch. Ich muss täglich den Schauspieler geben und mich selbst verleugnen. Am Anfang war es ein großes Spiel und kein Problem, doch mit der Zeit zehrt es sehr an mir. Ich weiß nicht, ob ich den ständigen Druck zwischen dem heterosexuellen Vorzeigespieler und der möglichen Entdeckung noch bis zum Ende meiner Karriere aushalten kann.

Angst vor der Öffentlichkeit

Aber was wäre so schlimm daran, wenn es rauskommt? Es schaltet auch niemand ab, wenn im Showgeschäft Hape Kerkeling eine Sendung moderiert.

Ich denke, Fußball und die Medien sind komplett verschieden. Auch wenn ich es natürlich dumm finde, passt das Klischee des "Standard-Schwulen" irgendwie in die bunte Welt des Fernsehens. Fußballer dagegen sind das männliche Stereotyp schlechthin. Sie müssen Sport lieben, aggressiv kämpfen und gleichzeitig das große Vorbild sein. Schwule sind das alles einfach nicht. Punkt. Oder soll jemand eine aufgebrachte Menge von Fans vor dem Spiel aufklären, dass "die Schwulen" eigentlich auch nur ganz normale Männer sind und gleich mitspielen? Unvorstellbar. In der Situation im Stadion oder nach dem Spiel wird jeder kleine Anlass in der Gruppe zu einer ganz großen Angelegenheit. Ich wäre nicht mehr sicher, wenn meine Sexualität an die Öffentlichkeit käme.

Bist du dann wütend auf die Fans?

Nein, ganz sicher nicht. Ich habe mal gehört, dass in solchen aufgeheizten Stimmungen nur noch das Kleinhirn im Menschen regiert und da ist eben Toleranz nicht eingebaut. Das muss auch ich im Stadion akzeptieren und die Fans sind einfach der unverzichtbare Motor, der auch mich jeden Spieltag antreibt. Generell reflektiert ein Heterosexueller kaum seine Sexualität. Niemand käme schließlich auf die Idee, mehrere Jahre sich selbst danach zu fragen, ob das eigene Empfinden auch wirklich real ist. Es passt schließlich in die Welt. Von der Position aus muss man auf Toleranz hoffen – Verständnis wird es nie geben. Dazu ist das Thema zu persönlich und auch wir Schwulen sind da nicht besser, wenn es um Lesben oder auch Heterosexuelle geht. Tolerant sind wir aber allemal. Aber auch wenn ich mit den Fans klarkäme, wäre die pure Öffentlichkeit schlimmer. 

Warum eine solche Angst vor der Öffentlichkeit?

Die Geschichten, Titelseiten und Magazine. Alle würden gerne rausfinden, was ich wohl Schlimmes mit meinem Partner unter der Bettdecke anstelle. Wer beim super-männlichen Fußballspieler wohl unten und wer oben liegt. Da gibt es vieles! Meine Leidenschaft, der Fußball, wäre irrelevant. Entweder spaziere ich mit meinem Freund zu einem Event und bin danach drei Wochen in allen Medien oder berufe mich auf meine Privatsphäre und belüge mich selbst. Es gibt einfach keine Lösung. Unmöglich, einfach wie ein heterosexueller Spieler den neuen Partner zu präsentieren und am nächsten Tag vergessen zu werden. Normalität gibt es nicht. Zumindest wäre es für mich nicht normal, eine ganze Nation mein Intimleben diskutieren zu lassen. Das hat nur mich und die Person neben mir zu interessieren.

Und gibt es "die Person neben dir" – um zumindest eine der verhassten Fragen zu stellen?

Hier und heute finde ich die Frage sogar extrem wichtig. Diese Person gibt es bei mir nicht und bei anderen mir bekannten Spielern auch nicht. Obwohl: Ich hatte sogar einmal eine Beziehung. Aber du kannst dir vorstellen, dass ein monatelanges Versteckspiel pures Gift für eine Partnerschaft ist. Ich musste mich entscheiden. Klar, der Erfolg im Fußball danach war schön. Der Preis war entsprechend.

Statt dem Freund gibt es dann die bezahlte Spielerfrau für die wichtigen Anlässe? 

Das Klischee ist leider im Grunde wahr. Zu manchen Anlässen kann ich einfach nicht alleine kommen und dann gibt es immer Wege. Das machen auch alle so. Nur bezahlen musste ich nie – schließlich habe ich als richtiger Schwuler auch beste Freundinnen.

Du hast gerade andere Spieler angesprochen. Gibt es eine Art "Club der schwulen Bundesligaspieler" und weiß der Rest der Mannschaft von deiner Homosexualität?

(lacht) Nein, einen Club gibt es nicht. Ganz im Gegenteil. Ich weiß zwar von mehreren Spielern in der Liga. Richtige Treffen gibt es aber nicht – wäre wohl auch etwas zu auffällig. Das ist eine schwierige Parallelexistenz, die sich auch in der Mannschaft fortsetzt. Gesprochen wird kaum darüber, aber eigentlich müsste jeder Bescheid wissen.*

Berufliche Wünsche, private Träume

Gibt es dann keine Probleme in der Mannschaft? 

Überhaupt nicht. Ich kenne keinen Spieler in der ganzen Liga, der damit ein Problem hat. Es gibt sogar manche, die mit großem Interesse nachfragen – aber das ist wirklich die absolute Ausnahme. Natürlich sind einige Situationen wie das Duschen am Anfang für beide Seiten unangenehm. Ich habe aber kein Interesse an den Mitspielern und irgendwann ist es für alle Seiten egal. Schließlich sind die Kollegen trotz des schlechten Rufs nicht ignorant. 

Und was fragen dann so manche Kollegen?

Ach, ganz technisches Interesse kommt da zutage (lacht). Aber auch nach dem Freund wird gefragt. Schließlich kenne ich die Geschichten der Kollegen schon aus der Zeitung und bei mir muss erst gefragt werden. Alles total normal.

War ein Outing nach der positiven Stellungnahme des DFB durch Theo Zwanziger auch keine Option? 

Nicht wirklich. Das ist alles gut gesagt, wenn man nicht am nächsten Spieltag ins Stadion muss. Vielleicht wäre es zu verschmerzen, wenn sich mehrere Spieler outen würden, aber selbst da sehe ich momentan wenig Hoffnung. Schließlich wäre es dann immer noch eine Minderheit, auf der man vorzüglich herumreiten könnte.

Warum hast du dich für das Interview entschieden? 

Es ist wichtig, den ersten Schritt zu tun. Ich probiere mich gerade dabei selbst aus. Außerdem kannst du meine Situation nachvollziehen und da spricht es sich einfacher. Andere wagen trotz der Anonymität nicht den Schritt. Vielleicht fühlen sich meine Kollegen nicht aufgefordert. Ich würde es mir wünschen. Wir können in einem Jahr wieder sprechen und dann kann ich vielleicht meinen Namen unter das Gesagte setzen.

Wie sieht deine Zukunft aus? 

Im Fußball weiter an mir zu feilen – schließlich habe ich noch einige Wünsche, die ich mir erfüllen möchte. Privat wird sich an der Situation nichts ändern. Ich würde mich natürlich sehr freuen, falls auf einmal die Lawine der Outings losbricht und ich auch einmal staunen könnte, wen ich doch noch nicht kenne. Ein Stück Normalität würde mich schon freuen. Einfach mit einem zukünftigen Partner in aller Öffentlichkeit ins Restaurant gehen. Ein Traum.

Adrian Bechtold (25) ist Jurist und freier Journalist. Er lebt in Deutschland und der Schweiz.

*Der Satz lautete in der ersten veröffentlichten Version: Gesprochen wird kaum darüber, aber trotzdem weiß jeder Bescheid. Die missverständliche Passage wurde in Abstimmung mit Spieler und Autor mit dem Ziel geändert, die eigentliche Aussageabsicht hervorzuheben.

Anmerkung der Redaktion: 

Wir arbeiten auf fluter.de schon länger gut und vertrauensvoll mit dem Autor Adrian Bechtold zusammen und haben keinerlei Zweifel an der Qualität seiner journalistischen Arbeit. Adrian Bechtold arbeitet seit Jahren als freier Journalist (vor allem für das Fernsehen, Radio und für Online-Medien), war unter anderem aktiv bei der Jugendpresse (politikorange, Mobile Akademie) und ist langjähriger Dozent für Jugendjournalismus in Schulen. Wir haben ihn bei der Recherche und der Arbeit am Interview "Ein Mann, den es eigentlich nicht gibt" unterstützt. Uns liegt eine schriftliche Bestätigung des Autors darüber vor, dass das Interview tatsächlich stattgefunden hat, und wir zweifeln nicht an der Richtigkeit des Schreibens. Wir freuen uns über die lebhaften Diskussionen, die das Gespräch zum Thema "Homosexualität und Fußball" hier bei uns auf fluter.de, aber beispielsweise auch in vielen Fußballfanforen ausgelöst hat.

Foto: © emanoo / photocase.com



Links:

Dossier zur Homosexualität auf bpb.de
bpb-Themenheft zur Coming Out und Homosexualität

Im Interview mit www.news.de bezieht sich Marcus Urban - der bislang einzige Fußballprofi Deutschlands, der sich als homosexuell geoutet hat - auf unser Interview.





Kommentare

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Was bisher geschah...

Kinder der Zeit

Homosexualität ist so alt wie der Fußball. Beides stammt aus der Mitte des 19.Jahrhunderts. Natürlich gibt es schon immer gleichgeschlechtliche Praktiken, aber in unserem Kulturkreis nicht als eigenständige Kategorie. Warum beides im Konflikt steht, ließe sich nur durch einen kulturgeschichtlichen Blick auf die bürgerliche bzw. proletarische Gesellschaft verstehen.

Jean Berg | 21. Januar 2014   05:43

War es Hitzlsperger im Interview?

Lieber Adrian Bechtold. Eine Frage interessiert mich jetzt brennend: War es Thomas Hitzlsperger, der bei Dir im Interview saß oder ist es jemand, der noch AKTIV im Profifußball mitspielt?

Toby | 8. Januar 2014   20:45

Danke!

Danke für dein anonymes Outing! Das Interview hat mich sehr berührt und ich wünsche dir alles Gute weiterhin! Mit der Hoffnung, dass du dich noch vor Ende deiner Karriere öffentlich outen wirst, für dich und für eine andere Gesellschaft. Und auch ich werde dann deinen Namen rufen. Anna

Anna | 5. Dezember 2013   14:54

Bewegend und Hilfreich

Ich bin auf den Artikel durch Zufall gestoßen, als ich im Netzt für eine Geschichte recherchiert habe. Der Artikel hat mir einen wunderbaren Einblick in das Leben eines schwulen Sportlers gegeben. Es ist sehr traurig, dass sich die schwulen Speiler verstecken müssen. Sie müssen Tag für Tag eine Person darstellen, die sie nicht sind. Das was sie zwngsläufig leben müssen ist eine ungeheure Belastung für ihre Psyche und dazu kommt dann noch der Druck, der ohnehin schon auf einem Bundesliga-Spieler lastet. Leider wird es wohl nie so weit kommen, das sich die Spieler ganz offen als schwul outen, dafür ist der Druck der Öffentlichkeit viel zu hoch. Sie müssen sich leider Gottes entscheiden. Entweder wollen sie ihre Sexualität offen ausleben, oder sie sind erfolgreich im Fußball. Beides können sie nicht haben. Ich danke dem Autor und auch dem anonymen Fußballspieler, die dieses Interview gemacht haben. Denn nur durch diesen Einblick konnte meine Geschichte das werden, was sie jetzt ist.

Stefanie Schwellnus | 23. November 2013   20:28

Versucht es selbst

Zuerst: ich mag das Wort Homosexuell schon nicht, weil man jemanden damit auf seine Sexualität reduziert. Als Schwuler ist man deutlich mehr. Sensibel, stark, mit Durchsetzungsvermögen und Mut ausgestattet. Ich möchte den Heterosexuellen, nennen wir sie doch im Ostdeutschen Jargon Stinos (Abkürzung für Stinknormal), die meinen es wäre alles ganz leicht ein Outing, das Leben als Schwuler in der Gesellschaft, am Arbeitsplatz, in der Familie, mal eine Hausaufgabe geben. Tut doch mal eine Woche so, als wärt ihr schwul. Sagt es Euren Kindern, Eurer Mutter, den Arbeitskollegen und wartet ab, was passiert... Ihr werdet Euch wundern, wer Euch plötzlich alles nicht mehr kennt. Die lange erwartete Beförderung bleibt aus, das Geschäftsessen wird abgesagt, die Kinder werden vom Kindergeburtstag ausgeladen, die freiwillige Feuerwehr teilt dir mit, dass du nicht mehr gebraucht wirst usw. Dann nach einer Woche könnt Ihr es mit April April versuchen... nur... das Wort schwul wird in den Hinterköpfen bleiben, auf ewig. Die Welt ist nicht gut und schön. Als Schwuler gehört man auch heute noch einer Minderheit an, die schlimm, regelmäßig, mit der sozialen Akzeptanz ganzer Gruppen, ja Völker diskriminiert wird. Erst wenn diese Diskriminierung tatsächlich nicht nur auf dem Papier strafbar ist, sondern auch in den Gerichten, am Arbeitsplatz, in den Sportstätten danach gehandelt wird, kann man sich auch im Fußball outen und dann nach meinem eigenen gefühlten Maßstab als Schwuler "normal" benehmen.

Andreas M | 22. November 2013   09:51

Egal

Mir ist es egal ob jemand schwul ist oder nicht. Nur will ich nicht ständig damit belästigt werden von mir nicht bekannten Menschen zu erfahren, wie sein Sexualleben aussieht, da das omnipräsente Outing schön langsam nervt. Was würdet ihr sagen, wenn jetzt jeder, der sagen wir mal nicht schwul ist das jedem der schwul oder nicht schwul ist meint sagen zu müssen. Also, die Intoleranten werde, wenn sie ein Problem mit dem Schwulsein anderer haben, so oder so blöd reagieren, es genügt ja schon, wenn 1% der Fußballfans sich daran stößt und das Klima vergiftet. Den 99% der Anderen ist es total wurscht denke ich.

egal | 10. September 2013   13:37

Fussball -- Rugby

Fussballspiel - Männersport, Rauh, Hart, Machogehabe -- wie bitte ? - wenn es einen wirklich harten Männersport gibt, dann ist das Rugby. Gegen Rugby in England oder Australien kommen doch alle Fussballer daher, wie Modells einer Armani Werbekampagne. Doch ausgerecht in diesem echt harten und verletzungsstarken Sport ist es für viele schwule Sportler möglich sich zu outen. Ob Gareth Thomas in England oder viele Spieler in Australien. Sie bekommen Zuspruch und Anerkennung. Robbie Rogers in USA hat sich getraut und Jason Collins, NBA Profi nun ebenfalls und haben keinerlei Häme abbekommen, im Gegenteil. Ich denke auch in Deutschland wäre es möglich, es endlich zu wagen. Das Mediengewitter bleibt aus und ein laues Sommerlüftchen weht durch den Blätterwald. Just do it.

Uwe | 17. Mai 2013   21:31

Mut zur Wahrheit

Hey Leute, hey Spieler "Held".. finde es außerordentlich Klasse, dass Du dieses Interview gegeben hast. Es lässt schwule Männer generell und nicht nur schwule Fußballfans ein wenig hoffen. Ich verstehe diese "Ängste" sehr gut. Noch mehr wenn der Job daran hängt. Ich als schwuler Mann aus Wien, begegne diesen Ängsten auch oft. Bin ein Fußballfan der ersten Stunde und oft im Stadion. Viele meiner Freunde wissen nichts davon. Und sobald man sich trifft oder im Stadion ist, darf niemand was wissen oder mit bekommen. Ich könnte wahrscheinlich nicht mehr ins Stadion. Dennoch habe ich ganz wenige Kumpels die es wissen und echt loyal schweigen darüber. Und alleine das ist schon ein gutes Gefühl für mich. Fußball ist für viele von uns weit mehr als Sport denke ich - es ist eine Leidenschaft. Ein Gefühl und eine Zusammengehörigkeit. Dieser Mix machts aus der Teamgeist ist am Ende. Und genauso Gefühle sind auch die anderen im privaten Bereich... Es tut einem so gut und dennoch darf man nix sagen drüber. Man liebt den Sport so sehr, die Fußballfamilie speziell und riskiert davon ausgeschlossen zu werden. Für mich persönlich würde eine Welt zusammen brechen würde das passieren. Aber genau so in diesem Ausmaß wünsche ich mir "Freiheit", jene Freiheit in dem Sport, auch mit meinem Freund auf ein Match gehen zu können. Oder meinen Spieler - Freund begleiten zu können. Warum lässt sich das nicht verbinden? Fußball,... ja ist sicher ein "männlicher" agressiver Sport... Aber ich glaube nicht das alle auf dieser Welt deswegen denken, dass Fußballer brutal sind! Warum denkt man dann, dass schwule Männer verweichlicht sind und nicht in diesen Sport passen? In dieses "Männerbild?" Und warum kann nicht endlich jemand diesen Eisberg brechen und etwas ausösen, was schon längst gehörte.... zu beweisen das diese Klischee´s einfach nicht stimmen! Solange sich alle verstecken ist es zwar ein "gemeinsames am Strang ziehen"... Es wird aber nie was ändern... Hätte ich nur einen einzigen, einen einzigen Grund, dass zu ändern würde ich es versuchen. Alleine ist man auf verlorenem Posten. Ich wünsch Dir auf alle Fälle lieber unbekannter Spieler... weiterhin viel Erfolg im Team. Vorallem das deine Gefühle weit über den Sport hinaus erfüllt werden und am Ende wir Alle da ankommen können oder dürfen, wie es als Mensch "normal" sein müsste. Ich unterstütze Dich geistig auf alle Fälle ... Die Wahrheit führt letzten Endes ans Licht und befreit... das dazwischen mal die Sicherung kaputt geht und es Dunkel wird mag sein. Aber niemand müsste dann alleine sein... im Gegenteil. Es wäre am Ende viel einfacher. Lg und alles GUTE ein treuer schwuler FAN

Fips Josh | 15. März 2013   23:19

Liebe Fußball Fans...

...mir ist ja bewußt, dass ihr die Spieler gerne nur beim Fußball spielen seht, ihr sollt sie auch nicht heiraten, oder sonst was. Aber Sexualität gehört nun mal dazu. Keiner verlangt von euch schwulen Fußballern beim Sex zuzugucken oder euch deren Bettgeschichten anzuhören. So n Kommentar, sie sollen ja einfach nur Fußball spielen alles weitere interessiere sie nicht, ist vielleicht eine lässige Haltung, hilft aber bei der Entwicklung nicht. Kommt einfach klar damit, dass es auch Männer gibt, die auf Männer stehen. Und wenn nicht, ja dann halt nicht. Diese Männer lassen sich davon ja sowieso nicht beirren, ob heimlich oder offen. Ich denke, die Zeit machts aus. Is auch alles normal so, als ich sieben war, dachte ich auch Asiaten wären komische Vögel xD...(spaß, bin selber Asiate) gruß Seb

sebbyay | 7. März 2013   12:30

Outing unterstützen...

Ich bin immer noch wie oben schon vorgeschlagen fürs Outing des Fußballstars und im Gegenzug laufen ALLE Homosexuellen Mitmenschen bei den CSD´s in allen Städten mit SEINEM Trikot rum!!!!!!!!! ICh weiß wie es ist, ich bin geoutet und darf deshalb nicht weiter im katholischen Kindergarten arbeiten, da der Pfarrer das nicht möchte, aber die Leitung wusste bescheid und will mich...aber nur dafür verstecke ich mich nicht!!! Entweder so oder nicht...findet sich schon was anderes im konservativen Bayern...ich bin optimistisch!!!! ;-)

eine lesbische Frau mit zwei Kindern. | 12. Februar 2013   09:24

Meine Meinug

Erstmal möchte ich den Mut der leider dazu gehört begrüßen. Um das Thema endlich zu enttabuisieren schlage ich vor, dass homosexuelle Spieler sind verbünden und in einer Gruppe sich "outen" würden. Das Wort habe ich bewusst in Anführungsstrichen geschrieben weil es den Anschein hat, es sei etwas schlimmes gegen den Mainstream zu schwimmen. So ein Blödsinn, gerade was die Sexualität angeht. Homosexualität ist genauso normal wie fast alle anderen Formen von Sexualität (abgesehen von Pädophilie o.ä.) Mein Vorschlag: Wenn die schwulen Spieler sich untereinander kennen, warum ergreift nicht einer die Initiative, am besten ein besonders erfolgreicher und vor allem von der Öffentlichkeit akzeptierter und respektierter Spieler (anders wird es womöglich leider nicht gehen) die Initiative und spricht öffentlich über seine Sexualität. Ich bin mir sicher wenn das 5-10 Spieler auf einmal machen ist die Akzeptanz in der Öffentlichkeit wesentlich größer als wenn es nur einer macht. Wenn es unter den betreffenden, wie oben erwähnt, bekannt ist, warum kann man nicht zum Telefon greifen oder mittels den neuen Medien Kontakte aufbauen um sich für ein Gruppenouting verabreden? Ich würde es sehr begrüßen!! Ich glaube auch, dass sich homosexuelle Spieler das schlimmste aller Szenarien vorstellen. Als sich Herr Westerwelle, Herr Wowereit, Frau Will oder Herr Kerkeling geoutet haben war (zum Glück) kein Sturm der Entrüstung durch die BRD gegangen. Sie waren lediglich für ein Tag auf der Titelseite der Bild, danach war es uninteressant. Laut einer Umfrage ist es für 90% der Fußballfans ziemlich egal welche sexuellen Vorlieben ein Spieler hat (außer im Osten), die Leistung zählt (was im Prinzip auch nicht wirklich richtig ist und zu psychischen Schäden führen kann, siehe S. Deisler). Idioten gibt es immer wieder. Ich glaube, dass es sich so verhalten wird wie bei der Pyrotechnik. Die, die meinen sich abfällig ggü. schwulen Spielern verhalten zu müssen bekommen Stadionverbot. Ob die betreffenden Spieler ein so dickes Fell haben und Beleidungen einfach von sich abperlen lassen ist individuell. Aber die, die ein solch dickes Fell besitzen, sollten als Vorreiter für andere agieren. Ich zumindest für mich sehr freuen wenn es bald öffentlich schwule Fußballer geben würde. Den Respekt vor der erbrachten Leistung würde ich bestimmt nicht verlieren. Naja, so weit zu meiner Meinung. Viel Spaß beim nächsten BuLi Spieltag

Dave | 1. Februar 2013   23:20

sprachlos und betroffen

Ich habe den Artikel gerade via E-Mail auf der Arbeit empfangen und gelesen. Meine Arbeitskollegin fragte: "Was schaust du so traurig drein?" Und ich berichtete ihr vom Inhalt und von meiner Betroffenheit. Die meisten Fans machen sich keine Gedanken, unter welchem enormen psychischen Druck die Sportler stehen, an welchem sie nach der Karriere vllt. zerbrechen. Viele sagen sie wollen nix von der Sexualität ihrer Lieblingsspieler wissen, Fakt ist doch, dass die heterosexuellen Spieler offen mit ihrer Identität, heterosexuell zu sein, offen umgehen können, in dem sie z.B. zu einem Event ihre Frau und die Kinder mitbringen können. Damit outen sie sich als heterosexuell und geben indirekt ihre Sexualität preis. Dem homosexuellen Spieler steht diese Möglichkeit leider nicht zur Verfügung, würden sie ihren Lebensgefährten mit zu einem Event mitbringen, würde es wieder als "Skandal" abgestempelt werden. Es ist meiner Meinung nach auch ein Trugschluss zu sagen, "ja dann soll der schwule Spieler sich outen und seine Berufung an den Nagel hängen, wenn er die Maskerade nicht länger erträgt". DENN Niemand (auch ein Fan) gibt das, was er liebt, einfach so leichtfertig auf. Die schwulen Spieler befinden sich in einem inneren Konflikt, zum einen wollen sie ihrer Berufung (denn bei solchen Talenten ist es längst nicht nur ein Job)weiter nachgehen, zum anderen möchte sie auch eine Beziehung führen. Eine Frage sollten sich die Fans stellen, um was geht es hier eigentlich? Es geht hier um Liebe, die ein Mensch für einen anderen Menschen zeigt. Ist es wiedernatürlich, gar ekelerregend, wenn 2 Menschen, Wärme, Geborgenheit und Aufmerksamkeit einander schenken??? Ich sage NEIN, jeder hat das Recht zu lieben und geliebt zu werden. Heterosexuelle haben nicht das Recht, Homsexuellen das persönliche Glück (LIEBE) zu verbieten. Ich denke das die Fans nicht zwischen LIEBE und SEXUALITÄT in ihrer Argumentation unterscheiden. Es ist eine Sache wenn man sagt: "Ich als Heterosexueller finde, dass Analsex etwas schmutziges und wiedernatürliches ist". Es wird ja schließlich kein Fan gezwungen diese Sexualpraktik mit der Partnerin praktizieren zu müssen. ABER es ist eine andere Sachen zu sagen:"Ich als Heterosexueller finde, dass Liebe etwas schmutziges und wiedernatürliches ist". Ich frage mich, wovor die Fans Angst haben, haben sie die Befürchtung, dass sie auf dem Spielfeld oder bei einem öffentlichen Event gezwungen wären, beim Sex ihres Lieblingsspielers zu sehen zu müssen??? DEFINITIV NEIN, das wird nicht passieren. Denn Sex findet im Schlafzimmer statt und nicht auf dem Spielfeld und auch nicht auf dem Roten-Teppich. Also meine abschließende Frage an die Fans: Was ist so schlimm daran, dass Euer lieblingsspieler mit seinem Partner in der öffentlichkeit unterwegs ist??? Ich wünsche dem "Mann, den es eigentlich nicht gibt" vom Herzen alles erdenklich Gute für die Zukunft, pass auf Dich und Deine mentale Gesundheit auf. Und mein Dank gilt auch dem Reporter, der sich dieses wichtige Thema zu Herzen genommen hat. Mit lieben Grüßen Alexander

Alexander M. | 24. Januar 2013   16:04

Ich würde deinen Namen rufen!

Die Sexualität meiner Mitmenschen ist mir egal. Klar hat man als Heterosexueller Interesse daran, wie das Leben eines Homosexuellen so ist, was zugegeben Blödsinn ist, doch ich würde nie Jemanden verfeinden oder beleidigen, nur weil er so normal ist wie alle anderen auch. Unsere Gesellschaft sagt von sich, sie seie tolerant und ich denke im Grundsatz stimmt das auch. Problematisch ist nur, dass dann doch nach Sachen gefragt wird, die keinem anderen etwas angehen. Aber das wird es bei Heteros ja auch. Sich zu outen wäre wohl für dich ein Risiko, aber ich wünsche dir von Herzen, dass du es in einem Jahr, wie angedeutet, tuen kannst! Denn dann kaufe ich Dein Trikot und wenn ich im Stadion bin rufe ich ganz laut deinen Namen!

Jan | 2. November 2012   12:42

Es reicht!

Lasst die Jungs doch endlich mal so sein wie sie sind.

Gabriel | 31. Oktober 2012   14:23

Nein, nix „Hut ab“ oder „mutig“ ! ,

abgesehen von der Wahrheitswahrscheinlichkeit dieses Machwerks heißt die Sportart immer noch FUSSBALL – die sex.Ausrichtung der Protagonisten ist dabei völlig irrelevant ! Daß es solcherlei Diskussionen um (von wem auch immer gestarteten) „Testballons“ gibt, zeigt eigtl. nur - ganz natürl. kapitalist.Interessen- von DFL,DFB und wie die da alle heißen : sie möchten eben wissen, ob ihre Konsumenten ( Kommerzfußballfans/Klatschpappenpublikum ) da auch mitgehen. Liebe homosexuelle Fußballspieler : Wir ( Fußballfans ) wollen Euch spielen sehen und nicht heiraten – was Ihr außerhalb des Spielfelds macht, ist Eure alleinige Angelegenheit ( und es will auch wirklich keiner wissen! ) Mit asexuellen, Sportlichen Grüßen

Rudi | 23. Oktober 2012   22:45

Interview mit schwulem Fußballer

Laufen in den Schulen eigentlich schon schwule Teenie-Paare händchenhaltend herum? Dann ist es nämlich sicher kein bes. Problem mehr für Fußballer sich zu outen. Allgemein ärgert es mich, dass wieder mal viel zu sehr die Dummheit von "Durchschnittssmenschen" (?) hofiert und betüttelt wird.Wenn ich mich mit Toleranz schwer tue, dann mit Toleranz gegenüber Dummheit und Spießigkeit. Die gehörte bloßgestellt und gekränkt, denn sie muss nicht sein. Mir erscheint Intoleranz weniger als eine Frage des IQs als eine Charakterschwäche und mangelndem geistigem Ehrgeiz durch falsche Erziehung.Das führt zu Beeinflussbarkeit und Gruppenhörigkeit.Diese Eigenschaften sollte man nicht tolerieren, sie sind auch Gift für eine Demokratie. Statt vor den Dummen zu katzbuckeln, gäbe ich dann den Fußball lieber auf, wenn ich nicht so akzeptiert würde, wei ich bin. Wie ist das eigentlich mit den Lesben in den Frauenmannschaften? Hella

Hella-Maria Schier | 2. Oktober 2012   13:51

Leider keine Ausnahme ...

Ich muss zu Beginn sagen: Ich finde, dieses Interview ist ganz wichtig, um weitere Schritte nach vorn gehen zu können! Irgendwann wird es soweit sein, dass auch Profi-Fußballer zu ihrem Schwulsein stehen können ... Gott sei Dank! Aber ich habe - weil mich seine Meinung interessierte - einen Freund um seine Meinung zu diesem Interview gebeten. Er ist verantwortlich für eine Mannschaft in der Verbandsliga und beschäftigt sich normalerweise nicht mit "solchen" Themen. Seine Antwort ist bezeichnend - und ich befürchte, leider keine Ausnahme im Bereich Fußballsport. Er meint: " ... Das ist ein ganz ganz schwieriges Thema, noch nicht mal so im alltäglichen Leben, aber als Fussballprofi enorm. Ein Profi steht total im Fokus der Öffentlichkeit und Medien. "Schwulsein" ist immer noch etwas, was als nicht "normal" angesehen wird. Die Medien würden ein Outing aufgreifen und daraus eine große Geschichte machen. Die Bevölkerung ist geil auf Schlagzeilen, daher wird auch die Bild von so vielen gelesen. Ein Outing als Fussballprofi ist für mich im Moment auch nicht vorstellbar, denn dieser Fussballer würde sich für die Allgemeinheit und hier ganz besonders für die Fans des Vereins total angreifbar machen. Hier ein paar Sätze bzw. Sprüche, die man bestimmt hören könnte: "Der spielt wie ein Mädchen!" - "Fussball ist ein Männersport!" - "Du schwule Sau" ... und und und! Stell Dir mal vor, der Spieler macht in einem wichtigen Spiel einen groben Fehler, der spielentscheidend ist. Was meinst Du, was der zu hören bekäme? Und nicht nur er, sondern auch sein Partner. Es gibt nirgendwo so viele Chaoten und Idioten wie beim Fussball. Für mich ist ein Outing nur in einer größeren Gruppe, wenn überhaupt, möglich. Ein schwuler Fussballer hat es nicht leicht, denn er muss ständig auf der Hut sein, nicht enttarnt zu werden und kann daher sein Schwulsein auch nicht ausleben und öffentlich genießen. Ich glaube viele schwule Fussballer haben Depressionen und sind sehr gefährdet, wenn auch noch der sportliche Erfolg (Verletzungen, Nichtberücksichtigung usw.) ausbleibt. Robert Enke ist nur die Spitze des Eisberges. Möchte auch nicht wissen, wie viele schwule Fussballer alkohol- und tablettenabhängig sind." Das war also die Meinung eines Freundes, der im Fußballgeschäft tagtäglich drin steckt ... nicht gerade ermutigend, wie ich finde! Leider ...

Siggi | 27. September 2012   10:35

entertainment

vorerst lob für dieses interview! das ist einer von vielen kleinen schritten die zu einer offenen, lebens- und liebenswerteren fußballwelt führen. die situation des mutigen profifußballers, den einblick, den er uns schildert bewegt mich sehr! bei der vorstellung, ein gewisses bild verkörpern zu müssen um erwartungen gerecht zu werden, d.h. sich selbst zu verstellen und somit auch die innere stimme zu unterdrücken und das nicht nur für ein interview, sondern über lange zeit - da bin ich erschlagen von der kraft, die dieser spieler aufbringt. wie funktioniert das - kann er zack von einer minute auf die andere umschalten: jetzt bin ich der "normale" profispieler und jetzt der schwule ...? für mich wäre das eine schwere psychische anstrengung. dass er anonym bleibt ist geschickt: so verdeutlicht er doch nur, dass es mehrere gibt, die in dieser situation sein könnten(und auch sind). in welchem persönlichem ausmaß mr x sich selbst verleugnet, zeigt, wie sehr er das liebt, was er macht: fußball. gleichzeitig besteht die frage: muss man soweit gehen, um erfolgreich zu sein? hoffentlich weiß er zu merken, wann es aufhört gesund zu sein! das ist die eigentliche diskriminierung der schwulen im fußball: wenn sie so wären wie sie sind, dürften sie nicht das tun was sie lieben. so jedenfalls die gefühlte meinung - ein vorurteil? ich würde es mir wünschen! das outing mehrerer spieler wäre eine sportliche revolution, aber nur so kann eine tolerante und zeitgenössische fußballgemeinde möglich werden! ich finde auch, dem spieler zu raten, sich zu outen ist leicht. man sollte ihm sicher mut zusprechen, doch er sollte auf sein gefühl vertrauen, er weiß bestimmt die kollegen, das umfeld und sich selbst am besten einzuschätzen. ich kann nicht glauben dass der heutige konservative fußball so weiter besteht. andrerseits hat die fußballwelt niemals den anspruch gehabt real zu sein, im gegenteil geht es hier doch um unterhaltung, niederlage, sieg, träume, spiel und vielleicht auch schauspiel. betrachtet man das feld als große bühne, so hat jeder feldspieler eine rolle und sicher spielt auch jeder spieler vor der öffentlichkeit eine gewisse rolle. doch die rolle die mr x hier beschreibt scheint mir untragbar und unmenschlich! ich kann es nicht einschätzen ob es möglich, ausreichend und gut ist, privat bzw unter kumpels geoutet zu sein, aber öffentlich eine maskerade aufzuführen. ich hoffe nur, dass er schafft, sich soweit zu öffnen, dass er sich selbst lieben und leben kann in einem umfeld, das es ihm dankt.

Luise | 26. September 2012   12:15

...und das 2012

Meiner Meinung nach ist das Interview echt, warum sollte es denn in der Bundesliga keine homosexuellen Spieler geben? Die sexuelle Neigung beeinträchtigt doch nicht die sportliche Leistung eines Profis und was zu Hause "unter der Bettdecke" passiert sollte primär auch keinen interessieren. Bundesligaprofis stehen aber nun mal in der Öffentlichkeit und da wird selbstverständlich auch über Privates in den Medien berichtet. So ist es zum Beispiel völlig ok von On-Off- Beziehungen mit flatterhaften Betthasen aus dem P1 zu lesen, aber eine schwule Beziehung wäre da ein Skandal. Ich kann homosexuelle Sportler leider verstehen wenn sie ungeoutet bleiben wollen und sich lieber mit einer Alibifreundin zeigen, als zu ihren wahren Gefühlen zu stehen. Allerdings leiden die Persönlichkeit und die gesunde Psyche auf Dauer und somit auch die sportlichen Leistungen. Vielleicht sollten das einmal die intoleranten, biertrinkenden Grillmeister vor dem heimischen Fernsehgerät in Betracht ziehen.... Wir leben im Jahr 2012 und da sollte ein schwuler Fußballer genauso akzeptiert werden wie ein schwuler Bürgermeister oder ein schwuler Außenminister.

Korbinian | 26. September 2012   11:06

Hab keine Angst, wir stehen hinter dir!

Jetzt fühle ich mich auch mal dazu berufen meine Meinung zu teilen zu diesem - in den letzten Tagen so intensiv diskutierten – Thema. Ich beobachte das Problem jetzt schon seit einigen Jahren und dass dieser mutige junge Kerl diesen kleinen, aber wertvollen Schritt an die Öffentlichkeit wagt ist – trotz Anonymität – schon sehr respektabel. Ich möchte ehrlich gesagt nicht in seiner Haut stecken – keinem meiner Lieblingsspieler würde ich es wünschen sich verstecken zu müssen. Jedem dem irgendetwas am Erfolg seiner Mannschaft liegt, der sollte den Spielern wünschen glücklich zu sein und mit Freude und voller Konzentration Fußball zu spielen. Wenn ich mir überlege mein Lieblingsfußballer stecke gerade in einem Tief, das damit zu begründen wäre, dass er nicht zeigen darf, wer er eigentlich ist und deswegen nur halb so gut spielt wäre ich wirklich traurig. Auch ich als Fan möchte nicht eine Fassade vorgeführt bekommen, sondern eine authentische Persönlichkeit, der ich glauben kann. Ich finde es ohnehin schade, dass die Images der Fußballer so durchstrukturiert geplant werden und dass es so viel No-Gos gibt. Ich kenne so viele Leute, die selbst nicht homosexuell sind, die schwule Fußballer akzeptieren – nein sogar feiern würden! Für mich wäre derjenige, der an die Öffentlichkeit geht für alle Zeiten eine Heldenfigur – kein anderer könnte so mutig sein! Es gibt so viele Fans, von denen nicht mal berichtet wird, die sich daran erfreuen, wenn zwei Fußballer miteinander offensichtlich etwas „zu gut“ miteinander auskommen. Man sagt man könnte nur mit Klischee-Fußballern und heterosexuellen Stereotypen vermarkten – ich glaube mit einem schwulen Kicker kann man noch weitaus mehr verkaufen! Deshalb: Junge, hab keine Angst uns zu zeigen wer du bist, du glaubst gar nicht wer alles hinter dir steht!!! Vertrau auf deine Fans! Wir sind immer bei dir! Auch in schlechten Zeiten.

Dany | 24. September 2012   15:03

ich vermute ein gefaktes interview

Unabhängig von den bereits abgegebenen Kommentaren beschlich mich noch während des Lesens das Gefühl, dass dieses Interview nicht echt ist. Die Antworten wirken zu wohl formuliert. Sätze wie "Der Preis für meinen gelebten Traum von der Bundesliga ist hoch" klingen zu poetisch und scheinen mir überreflektiert zu sein. So zum Beispiel auch die Passage "Natürlich sind einige Situationen wie das Duschen am Anfang für beide Seiten unangenehm. Ich habe aber kein Interesse an den Mitspielern und irgendwann ist es für alle Seiten egal. Schließlich sind die Kollegen trotz des schlechten Rufs nicht ignorant." Wohlfeile Argumentation, überreflektierende Verallgemeinerung, wo man persönliche Erfahrung erwartet. Die Identifikation "wir Schwule" scheint mir für einen Ungeouteten zu stark. Klingt nach der Feder eines Idealisten. Außerdem macht mich der Hinweis "Gesprochen wird kaum darüber, aber eigentlich müsste jeder Bescheid wissen" misstrauisch. Es klingt nach einem Plädoyer, dass man in so einer Situation auch mit offenen Karten spielen sollte. Lieber Autor, spielen Sie doch auch bitte mit offenen Karten. Wie ist der Kontakt entstanden? Dies können Sie sicherlich beantworten, ohne den Kontakt bloßzustellen oder Rückschlüsse auf dessen Identität zuzulassen. Und ist das Interview nachträglich bearbeitet worden? Oder handelt es sich um eine wort-genaue Wiedergabe? Denn Sätze wie "Wir können in einem Jahr wieder sprechen und dann kann ich vielleicht meinen Namen unter das Gesagte setzen." oder "Es ist wichtig, den ersten Schritt zu tun. Ich probiere mich gerade dabei selbst aus" schreien geradezu danach, dass sie für diese Schriftlichkeit formuliert worden sind. Ich bezweifle, dass es eine so stichhaltige Argumentation auf dieser Metaebene in einem Live-Moment geben kann. Und wenn doch, ist sie extrem selten und kann nur von einem Ausnahmetalent stammen. Welch blöder Zufall, dass man die Quelle nicht überprüfen kann!

Aron | 23. September 2012   22:03

ECHT!

An alle die behaupten das es ein FAke ist.... denen kann uich nur sagen ihr habt keine ahnung! Ich bin selber Schwul wozu ich meistens auch stehe! Deswegen kann ich den Jungen herren hier von denen wir nicht wissen wer es ist aber doch höchstwarscheinlich jedes We in der Bundesliga sehen nur meinen Lob aussprehn!!! Auch wenn es NATÜRLICH annonym wsr, aber erst einmll diesen schritt gehen ist toll!!! Und nochmall die die behaupten das Interview hätte nie statgefunden! Die die das behaupten sind warscheinlich alle Hetero! Den ihr heteros seid immer alle der meinung das ihr die Homosexuellen und deren probleme verstehen würdet... Aber das Tut ihr nicht, das Intwerview spiegelt genau das wieder was Schwule und Lesben jeden tag zu spüren bekommen und das nicht nur im Fussball! Daher glaubt mir! Es hat statgefunden! Und es gibt meiner meinung nach keinerlei wiedersprüche! Und selbst wenn wozu hätte es so eine magazin seite im intzernet schon nötig sich sowas auszudenken!? Und auch an all die jenigen unter euch die meinen schwule gibt es nicht im Fussball, wir leben in einer zeit wo es in jeder kleinen stadt und türlich großstadt sowieso schwule und lesben gibt, es gibt mega viele schwule fussball fans mitlwerweile auch schon schwule fan clubs, da glaubt ihr echt das es nicht auch schwule fussball spieler gibt? Dann Wacht AUF! Denn mit solch Diskrieminirungen Schwulen Spielern gegenüber treibtz ihr diese nur in Depressionen und dann könnt ihr den nächsten Top spieler wegen seines Suizides betrauern ( nach Enke) glaubt mir!

Tino | 23. September 2012   20:09

m.schroll@lse.ac.uk

Ich habe grossen Respekt vor diesem Interview, das die beklagenswerte Stellung Homosexueller im Fussball zum Ausdruck bringt. Eine gute Idee wird angedeutet, aber nicht naeher ausformuliert: ein gemeinsames Outing verschiedener Fussballer zur gleichen Zeit. Gewiss, kaeme der erste Spieler vom BVB bekaeme er den ganzen Spott und Hass der Bundesligakonkurrenten zu hoeren. Was aber, wenn in jedem Verein ein, zwei Spieler sich outen: statistisch ist das gewiss nicht absurd, bei der ersten und zweiten Bundesliga waeren dann ploetzlich 30, 40, 50 Namen auf dem Tisch: nicht dass man die Intoleranz der Ignoranz unterschaetzen sollte, aber vielleicht denkt der ein oder andere dann doch zwei mal?! Zu wuenschen waere es auf jeden Fall. Und manchmal kann man den natuerlichen Lauf der Dinge mit so einem Schritt beschleunigen - Nachahmer faenden sich im Ausland und der Fussball bekaeme etwas toleranter...

Mr. Micawber | 22. September 2012   16:24

Ignoranz

ist immer noch ein großes Problem. Ich verstehe es einfach nicht, wieso es noch immer Leute gibt, die meinen, schlecht über Homosexuelle zu sprechen. Vor allem Schwule. -.- In der heutigen Zeit, müsste es doch eigentlich egal sein, wen man liebt. Oder?

Jenny | 20. September 2012   00:14

Schwule Fussballer Bundesliga

Ja, als schwuler Mensch begreifst Du, dass nur die Leistung zählt, derRest ist ja scheißegal. Dann ist ja alles gut. Ihr Gutmenschen sind so weit weg... ich fühle mit dem Mensch und ehrlich. mir kommen die Tränen, denn ich bin selbst ex-Sportverein, ex-Feuerwehr.Rausgemobbt. Ende Gelände. Und Ihr Weltverbesserer? Hängt Euerem Traum weiter nach, es ist so.

Helmut Kohler | 20. September 2012   00:13

Naja

Ich arbeite selbst im Bereich Kommunikation. Ansonsten räume ich ein, ich tue mich schwer mit Homosexualität. Tolerieren? Ja nun, geht ja nicht anders? Akzeptieren, alles für völlig normal halten? Schwer. Den Kult, den es teils geradezu gibt, das ganze Tamtam ... mir (privat) behagt das nicht. Als jmd. aus der Kommunikationsbranche ist das für mich aber ein interessantes Thema. Mal realistisch. Es gibt tatsächlich z. B. Deutsche, die Österreicher oder Niederländer lächerlich finden, nicht akzeptieren (von realen Anfeindungen z. B. Ausländern gegenüber gar nicht zu reden). Wenn ich gern in der Nase bohre, kann ich auch nicht erwarten, dass alle das toll finden oder auch nur locker drüber hinwegsehen. Es ist also bisher so, auch wenn man`s bedauert, dass der Mensch an sich nicht so tolerant ist, wie man ihn gerne hätte, wie er vielleicht gerne wäre (gerade als intelligenter Mensch). In Fußballkreisen - unter Fans - ist dieses Phänomen sicher eher besonders ausgeprägt. Das ändert sich nicht auf Knopfdruck. Übrigens stutzte ich einmal, als ein Kommilitone mich fragte, ob ich schwul sei - und er offenbar schon damit ein Problem hatte, das es so sein könnte. Dies passte für mich gar nicht dazu, wie er sich sonst gab (wie weltoffen und liberal). Ich habe überhaupt nicht verstanden, wie er drauf kam, war aber auch nicht sauer, sondern habe einfach gesagt, nein. Er meinte, weil ich so offen mit ihm gesprochen habe, sei er auf die Idee gekommen (Wobei es da meinerseits nicht um Sexuelles ging und abgesehen davon um Frauen, darum, dass die mich interessieren). Worauf ich mit dem Beispiel hinaus will: Pseudo-liberales Getue hilft ja auch niemand.Ich fand das einfach befremdlich, weil es nicht stimmig war, jemand der allgemein den Eindruck vermittelt, er habe z. B. mit Homosexualität kein Problem tut sich dann doch sehr schnell ganz schwer - wenn`s auch nur scheinbar Richtung Praxistest geht. Da finde ich meinen "Weg" ehrlicher, pragmatischer. Bei mir gibt`s keine wohlfeile General-Absolution. Sondern bei mir geht`s um den Menschen. Ich schmeiß`mich nicht an Homosexuelle oder Lesben ran, aber ich versuche den konkreten Menschen trotz oder mit seiner Neigung, die für mich im besten Fall nicht in nennenswerter Weise relevant ist, zu akzeptieren. Übrigens sehen wir ja grundsätzlich (immer mehr), dass es Schwarz und Weiß gar nicht immer gibt, nicht nur gibt. Da hätten wir also auch Bisexualität oder jmd., der erst ab einem Punkt X "homosexuell bzw. lesbisch lebt" (womöglich diese Orientierung erst entdeckt). Als junger Mensch fand ich eine Erfahrung sehr anschaulich, interessant: Ich arbeitete in einem gemischten Team, wobei ich sagen muss, dass ich alle Kollegen mehr oder weniger selten sah, ich war sowas wie ein Außendienster. Es gab vier männliche Kollegen. Einer war "offensichtlich" und bekennend schwul. Was alle (!) anderen angeht, stellte sich später, erst nach der Zusammenarbeit, teils viel später heraus, dass auch sie nicht an Frauen interessiert sind, sondern an Männern. Sollte oder könnte ich nun IM NACHHINEIN komplett meine Einschätzung über sie alle ändern. Nein, bei allen Vorbehalten usw., geht das natürlich nicht. Ich versuche eben einfach so gut als möglich den Einzelnen zu akzeptieren. Übrigens: Es ist ja auch nicht so, dass ich von allen akzeptiert, geschätzt werde. Nur ganz wenige (tendenziell aalglatte Typen männlich, weiblich) kommen - zumindest anscheinend bei jedem gut an. Insofern ist es kein exklusives Problem von Schwulen bzw. Lesben, dass sie Vorbehalten begegnen (sondern allenfalls ein besonders deutlich ausgeprägtes). Ich sehe keinen vernünftigen Grund einfach so an der Authenzität dieses Interviews zu zweifeln. Ohne nun direkt neidisch zu sein, denke ich mir - eben als Profi der Medienbranche - irgendwie würde ich so eines auch gerne führen ...

Ralf | 20. September 2012   00:05

Ein Erfolg

allemal! Denn jetzt ist das Thema auf'm Tisch und wird überall durchdiskutiert... und das ist auch gut so. So geschehen auch bei uns in der Familie beim Abendessen. Meine Söhne (10, 13 und 22 Jahre) und ich wünschen dem Spieler auf jeden Fall alles Gute, eine Zukunft ohne Verstecken und Verstellen, und auf dass er glücklich werde - in der Liebe und auf dem Platz.

Familie | 19. September 2012   14:11

Respekt für so viel Mut !!!

Wow, endlich tut sich bei diesem "Tabu Thema" mal was. Ich finde es bewundernswert, dass ein Mensch seinen gelebten Traum riskiert, und alles auf eine Karte, das Vertrauen in einen Menschen, der den Beruf, den er vermutlich bisher am meisten gefürchtet und vielleicht auch gehasst hat, ausübt, setzt um -so ist zumindest mein Eindruck- unserer so verdammt intoleranten Gesellschaft die Augen zumindest ein Stück weit zu öffnen. Ich finde es, auf "schlechtdeutsch" gesagt, zum Kotzen, dass in einem Land, in dem der Oberbürgermeister der Hauptstadt, der derzeitige Aussenminister, der dieses Land vor allem nach Aussen repräsentiert- auch in Länder, in denen Homosexualität nicht sehr positiv gesehen wird- und auch einige andere namhafte Persönlichkeiten (Moderatoren, Schauspieler etc.) homosexuell sind, ausgerechnet in dem vllt fanreichsten Sport, der verbinden und vereinen soll, Homosexualität ein Problem ist. Desweiteren ist es schlimm, dass ein Mensch sein Privatleben verleugen muss, weil er Angst hat, von der Öffentlicheit nieder gemacht zu werden. Ich habe dafür keine Worte- das ist gegen jede Art von Persönlichkeitsentfaltung- man hat nur 1 Leben und in diesem Leben sollte man nicht dass, was man liebt, verleugnen müssen. Wenn Fans, die was gegen Homosexuelle in diesem Sport haben, tatsächlich Fans wären, würden sie evtl. ahnen, dass die Spieler vllt sogar besser spielen würden, wenn sie sich freier bewegen könnten. Nicht ihre beste Freundin o.ä. als "Scheinfreundin" ausgeben müssten und nicht jeden Tag die Angst haben müssen, dass "die Bombe geplatzt" und damit wahrscheinlich alles was sie sich sportlich erarbeitet haben vorbei wäre. Wer sagt oder denkt, Homosexuelle wären verweichlicht, dann sollten Sie sich vielleicht Gedanken darüber machen, warum dass so ist- dass das eventuell so ist, weil sie mit der Angst geoutet zu werden leben müssen. Jeden Tag- ich vermute dass dies eine größere Belastung ist, als sich manch einer vorstellen wagt. Lange Rede, kurzer Sinn: ich hoffe, dass sich diese Sache positiv entwickelt- für unsere Gesellschaft und dafür, dass jeder Mensch sein Privatleben so leben kann wie er es möchte. Nur um das klarzustellen: Ich erwarte nicht, dass sich von heute auf Morgen alles ändert, aber ich erwarte. dass sich nach und nach mehr Sportler zu ihrer Sexualität bekennen und auch bekennen können, ohne Angst vor der Reaktion haben zu müssen. Dem Mann, der sich hier geoutet hat wünsche ich alles erdenklich Gute und dass er das, was er machen möchte- den normalen Alltag mit einem Partner leben zu können- auch machen kann. Mit freundlichem Gruß, ein aufgebrachter, aber hoffnungsvoller Fan!

Lena | 18. September 2012   20:58

Kritisch

Ich sehe das mit dem Outing auch ehr Kritisch. Natürlich kann, bzw. muss unsere Frau Bundeskanzlerin predigen, dass die Menschen der BRD tolerant gegenüber Homosexualität sind. Was soll sie auch anderes sagen? Der deutsche Pöbel hasst Schwule? Nein. In der Anonymität der Masse wird der Mensch gewissenlos? Nein. Das wären keine positiven Worte in Richtung der Schwulengemeinde. Es wäre die Wahrheit, aber eben nicht die typische Friede-Freude-Eierkuchen Phrase. Der Deutsche ist leider noch nicht wirklich bereit dafür, seine Gedanken von dem Alltäglichen, von der "Normalität" abzuwenden und seine Toleranz dem Fremdartigen gegenüber auszureizen. Vielleicht sollte man es wirklich mit der Schocktherapie versuchen. Aber ob die von Erfolg gekrönt sein wird - die Chancen stehen meiner Meinung nach 50:50. Ich würde es der homosexuellen Fußballergemeinde wirklich wünschen, dass Outings bald nicht mehr notwendig sind, sondern Fußball unabhängig von sexueller Gesinnung betrachtet wird. Mir persönlich ist es egal, ob ein Mensch auf Frauen oder Männer oder sonst etwas steht. Das hat keine Auswirkungen auf seine Persönlichkeit oder seine sportlichen Fähigkeiten. Denn wir wissen ja: "Watt zählt is' aufm Platz", und nich' inner Kiste wennet Licht aus is' ;) In diesem Sinne, alles Gute, schwuler, anonymer Mann, wünscht dir ein heterosexueller Mann, der für mehr Toleranz in der Welt einsteht.

Daniel | 18. September 2012   19:02

Das das Interview, ...

Das das Interview, wie hier vermutet, nur aus wirtschaftlichen und profitorientierten Interessen erstellt wurde, kann ich entkräften. Im Gegensatz zu einigen Kommentar-Schreibern hier kenne ich den Fluter und kann euch sagen, dass es sich um ein kostenfreies (!) Magazin handelt, dass die Bundesagentur für Politische Bildung zur besseren Hintergrundinfo für die Bevölkerung rausbringt. Aber hier genau, wenn man sieht, dass der Herausgeber eine staatliche Institution ist, könnte der Punkt liegen, weshalb auch ich an der Wahrheit des Artikels zweifel. Es ist gut Möglich, dass Frau Merkel zum Start ihrer neuen Kampagne "Geh deinen Weg" zum aktuellen Buli-Spieltag einen solchen Artikel im VOrfeld über eine solche Quelle verbreiten wollte, um dann scheinbar innerhalb von weniger Tage superschnell mit einer aktion zu reagieren.

Sebastian | 15. September 2012   22:37

Das Klischee gehört zum Geschäft

Der leicht verblödete Macho, der es dann doch zum Star mit Sportwagen und blondem Model-Girlie schafft, ist nun mal Grundlage des Geschäfts, die genau angepasste Ware für die Zielgruppe. Das klingt zynisch, ist aber ernst gemeint; ich kenne die Fan-Szene sehr lange und intensiv. Fußball-Profis, die privat ganz anders sind als das Klischee, das sie verkörpern, haben eigentlich nur die Wahl, die Rolle nach Drehbuch zu spielen oder den Beruf zu wechseln. Die Liga hat mit dem richtigen Leben nichts zu tun - allenfalls glauben das die Konsumenten.

Josef Köhler | 15. September 2012   22:33

Klischee

Wenn ich lese, dass dieses Interview von einem "sichtlich überforderten jungen Mann" gegeben worden sein soll, der also schon Probleme hat, einen Reporter ein anonymes Interview zu geben, kann ich ihm nur empfehlen, ein öffentliches Outing zu lassen. Allerdings halte ich persönlich es für wenig wahrscheinlich, dass das Interview so bzw. überhaupt gegeben wurde. Dafür wird hier viel zu sehr das Klischee des weichlichen, überforderten, labilen und problematischen Homosexuellen in den Vordergrund gestellt. Ein Klischee, dem die meisten schwulen Männer nach meiner Beobachtung nicht mehr oder weniger als heterosexuelle Männer entsprechen. Ein Klischee, das allerdings - aus welchen Gründen auch immer - gerne in der Öffentlichkeit über schwule Männer verbreitet wird.

Michael | 15. September 2012   19:36

NICHT AUF ANDERE WARTEN

SONDERN SELBST NACH VORNE GEHEN!

TT | 15. September 2012   18:55

Schwuler Fußballspieler

Bravo und danke für den Mut. Ich erinnere mich, dass der große Alfred Biolek mal über sein Zwangsouting durch Rosa von Praunheim gesagt hat: Es war wie beim Chiropraktiker. Ein Griff, das tat entsetzlich weh, und danach ging alles viel besser. Junger Spieler, ich wünsch' Dir weiter viel Kraft und Mut!

Gerhard Schneider-Hirt | 15. September 2012   15:23

OUTING??

Warum müssen Schwule sich einem Outing unterziehen? Das finde ich unnötig! Einfach machen, was man will - jeder wie es ihm gefällt - und Fragen, die einem gestellt werden, solange sie nicht zu intim werden, ehrlich beantworten.

Stefan | 15. September 2012   10:55

Vlt. spielt er nach dem Outing ja schlechter

Zunächst mal zur Authentiziät des Interviews. Ich denke, gerade einige offenbar unbegründeten Ängste (Medien breiten aus, ob er "Top" oder "Bottom" ist) und die Aussage mit dem Duschen sprechen m. E. gerade eher für die Authentizität. Es wäre noch authentischer gewesen, über welche "technische Details" er denn so genau gefragt wurde, aber das würde evtl. den damaligen Fragern offenbaren, wer er ist. Und wer sagt eigentlich, dass der Spieler besser spielt, nachdem er sich geoutet hat? Ich denke mal, dass es genug Beispiele in der Psychologie gibt, die eher auf das Gegenteil hindeuten: Die ständige Anspannung führt vielleicht bisher zu höherer Leistung "aufm Platz". Allerdings zehrt das Ganze auf der anderen Seite vielleicht auch an der geistigen und körperlichen Gesundheit (wie er selbst bemerkt) und verkürzt evtl. das Leben. Aber dieses Dilemma ist dem ein oder anderen Leistungssportler ja nicht unbekannt -- selbst denen, die nicht dopen. Interessant an dem Interview ist m. E. übrigens, dass die Angst vor dem sozialen Abstieg in diesem Falle nicht thematisiert wird: Entschädigt der DFB oder sonstwer den Spieler finanziell, wenn er seine Karriere beenden muss, weil er z. B. von Fans, Mitspielern, Gegenspielern unter Druck gesetzt wird? Tut er natürlich nicht. Ich habe deswegen das Gefühl, dass der Spieler, um den es hier geht, aus irgendeinem Grunde keine Angst vor dem sozialen Abstieg haben muss. Dies ist wiederum konsistent mit der Aussage, dass er gerade von einem Interview kommt: Also wahrscheinlich ein sehr gut verdienender Spitzenspieler. Auch zeugen einige Formulierungen der Aussagen -- sofern sie authentisch sind und nicht durch den Filter des Journalisten gegangen sind -- von einer verhältnismäßig hohen Intelligenz. All das schränkt die Zahl der in Frage kommenden Bundesligaprofis schon ziemlich ein. Jetzt bediene ich natürlich das Klischee vom "dummen" Fussballer -- aber ich weiß eben nur von einem deutschen Profi, dessen Papa Uni-Prof ist. Und die Anzahl der Hochschulabschlüsse von Fußballprofis nach Ihrer Laufbahn ist auch überschaubar (es muss ja nicht gleich eine Promotion sein).

Hermann | 15. September 2012   03:47

Mutig

Unabhängig von der Frage, ob das Interview echt ist oder nicht: Im Fußball gibt es äußerst selten klare und positive Bekenntnisse zur Homosexualität. Auch wenn der DFB durch Herrn Zwanziger eine positive Stellungnahme abgibt, so ist das eindeutig zu wenig. Große Teile der Fußballfans haben eine Perspektive auf Männlichkeit, die Homosexualität stark abwertet. Auch von den Fußballern selbst gibt es zu wenige Initiativen. Viele engagieren sich für Kranke, Tiere, übernehmen Patenschaften für Kinder, machen Werbung für die Aidshilfe usw. Aber gibt es einen Fußballer, egal ob hetero- oder homosexuell, der die Schirmherrschaft für einen Schwulenverein übernommen hat? Aus meiner Sicht ist eine schnelle Lösung dieses "Tabus" im Fußball nicht möglich, da alle Beteiligten diese Situation durch das beschriebene Verhalten weiter festigen. Ich sehe jedoch große Möglichkeiten in der Erziehung, vor allem mit der Hilfe von Sozialpädagogen, die auch die Fankulturen im Fußball gut kennen. Wenn von Anfang an, ein positive Einstellung erlernt wird und Homosexualität als Bereicherung gesehen wird, hat ein lockerer Umgang mit diesem Thema im Fußball eine Chance. Dazu muss es aber entsprechende Projekte geben und vor allem die Jugendlichen miteinbezogen werden. Dieser Weg ist zwar langwierig und anstrengend, aber mit Sicherheit erfolgreicher als zu warten, bis es zu einem Massenouting kommt.

Bench | 14. September 2012   22:43

Alles nur Corporate Publishing?

Mir kommen immer mehr Zweifel, ob das von Herrn Adrian Bechtold geführte Interview echt ist. Herr Bechtholt ist nämlich nicht nur, wie oben beschrieben Autor sondern auch einer der Geschäftsführer der sixmates GmbH in Mannheim (www.sixmates.com). Das Unternehmen sieht seine Kompetenz lt. eigenen Angaben auf der Hompage im Corporate Publishing. Zitat von der Homepage: >>[...] Ein neuer Weg im Corporate Publishing ist für jeden Kunden schwierig. Weg von den prominenten Logos und Werbetexten hin zu nützlichen Inhalten, die ganz unterbewusst eine Marke transportieren. [...]<< Bis vor ein paar Tagen hatte ich vom Magazin "fluter." noch nie etwas gehört. Zufall? Ich spreche das Ungeheuerliche einfach mal aus: Eine bessere Werbung als dieser Artikel konnte dem Magazin nicht passieren. Sollte es tatsächlich so sein, dass das Interview reines Marketing ist, wo ist dann die Presse in Deutschland gelandet?

Manuela | 14. September 2012   22:08

Statistisch

In der laufenden Saison haben die 18 Bundesliga-Vereine Kader mit um die 500 Spieler. Laut dem Bund der Lesben und Schwulen beträgt die Verbreitung von Homosexualität unter Männern 1,1-2,7%. Geht man davon aus, dass sich Homosexuelle weniger für Fussball interessieren und daher auch die Neigung es zu spielen, geringer ist, dürfte sich der Anteil der schwulen Bundesligakicker eher um 1 % oder darunter bewegen. Das wären dann 5 Spieler über die gesamten Kader einfach gerechnet. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich mindestens ein Homosexueller unter den Bundesliga-Spielern befindet, ist mehr als 99%, also quasi sicher. Geht man von einer sehr niedrigen Neigung schwuler Männer aus, sich mit Fußball zu beschäftigen, sinkt diese Wahrscheinlichkeit auf 92% (bei 5 Homosexuellen unter 1000 Fussballern) oder auf 40% (bei 1 Homosexuellen unter 1000 Fussballern) Letzendlich wird kaum eine Handvoll pro Saison zusammen kommen. Möglicherweise ist es pro Saison einer oder es sind zwei, vielleicht auch drei Spieler. Im Laufe der Jahre haben sich sicherlich mehrere 1000 Kicker in der Bundesliga bewegt. Dass der eine oder andere schwul war oder ist, lässt sich sicher nicht ausschliessen. Auch wenn ein Outing während der aktiven Zeit schwierig ist, wie im Artikel beschrieben, können sich die Betroffenen ja hinterher erklären. Wahrscheinlich wird der Anfang dann eher unter den Ehemaligen gemacht. Nun kommt aber die Frage, warum sich noch keiner nach dem Karriere-Ende geoutet hat, wie schon einige gefragt haben. Möglicherweise ist die tatsächliche Anzahl tatsächlich zu gering, als dass das Ereignis eingetreten ist. Wenn sich einer hinterher outet, dann wird das wahrscheinlich keiner der "lebenden Legenden" oder Ex-Superstars sein, sondern wohl eher einer, bei dem man fragt "Wer war denn das?" Und dann kommt raus, dass er beim FC Abgestiegen 95 mal eine Saison lang manchmal auf der Ersatzbank sass und auch 3 mal eingewechselt wurde. Also eigentlich eher unspektakulär. Mir persönlich ist die sexuelle Orientierung der Kicker egal. So egal wie ihre Konfession oder die Haarfarbe der Freundin. Hab die Zahlen nur aufgezählt, um die Relevanz des Themas zu ergründen. Ich finde abschliessend, es hat kaum eine.

Siegfried | 14. September 2012   18:10

Klar

Ist doch klar, dass die Mehrzahl für "Outing" plädiert, weil sie doch soooo gerne wissen wollen, wer derjenige welche ist ;-) Es soll ja sogar Spieler geben, die die "Beste Freundin" geheiratet haben um ihr "nicht schwul sein" dadurch zu untermauern. Aber soweit sollte das Verleugnen dann doch nicht gehen.

Katja | 14. September 2012   17:10

Dieser Artikel gehört verboten

Ich bin der Meinung, dass dieser frei erfundene Artikel schnellstmöglichst mit einem Hinweis versehen wird dass er frei erfunden ist. Hier ist ein Outing der bpb erforderlich.

Anonymous | 14. September 2012   16:52

Handwerklich schlecht

Ein definitiv gestelltes, frei erfundenes Interview voller Phrasen, Klischees und Widersprüche.

Scaevola | 14. September 2012   12:31

Ungeoutet frei sein

Ich würde mich nie offiziell in den Medien outen. Persönliches Glück ist auch ohne Öffentlichkeit möglich. Man kann mit seinen Eltern und Freunden offen sein, mit Dates ins Restaurant gehen oder eine schwule Beziehung leben, ohne vorher eine Pressekonferenz zu geben. Gut, auf öffentliches Knutschen, Händchenhalten und eventuell eine schwule Ehe muss man vor Ende der aktiven Karriere verzichten, aber das lässt sich verkraften. Es liegt an den altgedienten Sportgrößen sich zu outen oder sich in einer Kampagne voll für das Thema einzusetzen. Warum sollte sich ein junger Kerl Anfang 20 öffentlich kreuzigen lassen wenn er persönlich nichts davon hat? Es sei denn es würden sich mindestens 5 Kerle, noch aktive und ehemalige Bundesligaspieler, gemeinsam outen. Das wäre etwas anderes. Dann müsste nicht einer alleine leiden.

IIIOOOIII | 14. September 2012   12:16

Man sollte vielleicht realistisch bleiben!

Als erstes finde ich es auch einen wichtigen Schritt das endlich mal die ältere Generation die Augen auf bekommt. Ich persönlich finde es weder schlimm, noch verwerflich als schwuler Mann einen Profisport auszuüben, sondern eher ein ganz besonderes Abenteuer. Alleine schon mit der Chance etwas in unserer Welt bewegen zu können. Und natürlich bin auch ich dafür das sich dann auch bitteschön alle Beteiligten outen sollen, alleine schon für ein Zeichen der ganzen Thematik und wenn es mit der rosaroten Brille funktioniert, wieso soll es denn dann nicht auch mit der Klarsicht Erfolge zeigen?! Eigentlich macht mich solch eine Unmenschlichkeit nur traurig, wehmütig und wütend. Und wer so unerfahren ist und fragen muss, was wer im Bett macht, derjenige Mensch ist dann vielleicht doch noch etwas grün hinter seinen Ohren Frauen lieben Schwule, Männer kommen mit Schwulen zu Recht und Kinder haben im Normalfall auch keine Probleme mit Schwulen, da wir alle Menschen sind. Menschen die lieben wie Du und ich! P.s.: Und wenn Schwule keine Zukunft in unserer Gesellschaft haben, dann seit ihr daran die Schuldigen.

Steffen Marc | 14. September 2012   12:02

Glückwunsch zum ersten Schritt

Ich finde es super, dass der Fußballspieler den Mut für diesen ersten wichtigen Schritt zusammengenommen hat. Ich finde es eine Schande für Deutschland, dass Homosexuelle das Gefühl haben, sich verstecken zu müssen. Ich finde, homosexuelle Fußballspieler haben so viel Einfluss, dass sie im Namen aller homosexueller Menschen, die hier leben, ein Vorbild sein können, und auch, wenn es teilweise problematische Reaktionen geben wird, zeigen können, dass es ok ist und jeder so leben darf, wie er möchte. Irgendjemand muss den ersten Schritt tun, und im Vergleich dazu, was man alles für andere bewirken kann, ist ein paar Monate Spott oder Häme im Endeffekt nicht so schlimm. Außerdem wird es tausende von ermutigende Reaktionen geben. Was diese homosexuellenfeindlichen Idioten sagen, ist auch wirklich egal!!!!! Lasst euch doch nicht von solchen Verrückten beeinflussen und einschränken... Alles Gute

hannah | 14. September 2012   11:28

Nachtrag!!!!

Ich habe bereits einen Kommentar abgegeben zu diesem Thema, habe mir aber diesbezüglich weitere Gedanken gemacht. Liebe Fußballfans in Deutschland! Ich richte diese Zeilen an Euch alle, in der Hoffnung, dass Ihr sie lest, Euch Gedanken macht, in den Stadien diskutiert. Sicher habt Ihr alle in den vergangenen Tagen von dem anonymen Interview eines Profifußballers, nennen wir ihn Mister X, gelesen. Ich bin Adminstrator in einem Fußballforum für Homosexuelle- und Bisexuelle Männer. Die Arbeit und der Umgang mit diesen Menschen machen mir Spaß. Uns trennt nichts! Uns vereint die Liebe zum Fußball! In sämtlichen Fußballforen wird dieses Thema wieder ausführlich diskutiert und die Reaktionen der meisten Fußballfans sind fast durchgängig positiv. Während das Outing in Kultur und Showbiz bereits gängig ist, tut sich vor allem das Millionengeschäft Bundesliga schwer. Fußball ist ein Kampf- und Männersport. Da paßt nach Meinung einiger ewig gestriger eben kein Schwuler hin. Aber es gibt sie eben doch in der Bundesliga!!! Dessen müssen wir uns bewußt werden! Wir dürfen nicht länger die Augen davor verschließen. Als ich dieses Interview las, kamen sehr viele Emotionen in mir hoch. Wie kann es im 21. Jahrhundert noch möglich sein, die eigene sexuelle Gesinnung zu verstecken, in der Öffentlichkeit zu verleugnen, sich Frauen oder beste Freundinnen zu mieten, um bei irgendwelchen Anlässen nicht aufzufallen? Das ist bedrückend zu wissen. Homosexualität ist nur eine Facette eines Menschen. Sie macht ihn aber nicht im Ganzen aus. Dazu gehört viel mehr. Es ist wichtig die Aspekte gegeneinander abzuwägen. Ein Outing kann das Leben eines Menschen komplett auf den Kopf stellen und manchmal zerstören. Mir sind sehr viele bekannt, die nach ihrem Outing kein einfaches Leben hatten, aber sie können freier mit sich selbst und ihrer Umwelt umgehen. Vielleicht bin ich in diesem Punkt auch naiv. Das müßt Ihr selbst beurteilen. Doch zumindest was mich angeht, ist mir ein ehrlicher Spieler lieber, der seine Leistung auf dem Platz zeigt und zum Empfang seinen Lebenspartner mitbringt, als einer der jedes Wochenende nur Mittelmaß spielt, weil er ein Doppelleben leben muss. DAS MUSS SICH ÄNDERN. Viele sind diesen Veränderungen durchweg positiv eingestellt. Die Menschen sind fortschrittlicher im Denken geworden. Anfeindungen wird es immer geben, egal aus welchem Grund. Die Mehrzahl der Menschen wird sich jedoch dagegen stellen und solchen Spinnern die ROTE KARTE zeigen. Auch im Fußballbund muss sich etwas ändern. Für diese Spieler muss eine anonyme Plattform geschaffen werden, wo sie Rat und Hilfe finden. Es müssen Profis aus der Deckung kommen, die ihrer Karriere bereits beendet haben, um diese teils noch jungen Männer zu unterstützen. Es wäre ratsam, wenn sich in jedem Bundesligaverein ein oder zwei Spieler finden, die homosexuell oder auch bi sind. Diese sollten sich zusammentun und gemeinsam an die Öffentlichkeit gehen. Die Idee mit der Regenbogenmannschaft einer meiner Vorgänger hier, wäre wirklich nachdenkenswert. Die Zeit dafür ist reif. Irgendwann wird diese Barriere sowieso fallen, wie die Berliner Mauer, von der das auch kaum einer dachte. Deshalb zeigt Euren Spielern diese Unterstützung in den Stadien, in den Fußballforen und Gesprächen, überall wo es geht. Der erste Spieler, der sich in der Fußballbundesliga outen wird, verdient für mich, gleichgültig welcher Verein, den höchsten Respekt und wird in meinem Herzen immer seinen Platz finden, so wie ihn Mr. X schon besitzt, der hoffentlich bald ohne Furcht mit einem Partner an seiner Seite in einem Restaurant essen gehen kann. Je mehr Leute davon lesen, umso besser. Das geht uns alle an. Egal, ob Fußballfan oder nicht. Das ist eine Frage der Gesellschaft. Mit freundlichen Grüßen Christian Kretschmar PS: Ihr werdet sicher denken, der kann hier viel schreiben. Aber nur eine Anmerkung zu meiner Vita. Ich bin transsexuell und weiß wie es sich anfühlt, ein Doppelleben zu leben!!! BFVPW

Christian Kretschmar | 14. September 2012   10:26

Schade...

aber bei so viel Widersprüchen im Interview und bei der Menge an Klischees, die bedient werden (müssen), kann ich nur sagen: Gestellt und das ganz schlecht. Phillip Köster hat dazu noch mehr geschrieben: http://www.11freunde.de/artikel/warum-das-interview-mit-einem-schwulen-fussballer-mehr-fragen-aufwirft-als-beantwortet

Hector | 14. September 2012   10:25

Genau der richtige Schritt!

Meinen Glückwunsch! Die Zeit ist schon längst reif für eine solche Diskussion. Aus meiner Sicht auch der richtige Schritt: Das Thema ansprechen! Nicht unbedingt gleich die Person dazu. Tranparenz im Spekulations- und Klatsch&Tratsch-Sumpf der Medien, öffentlich diskutieren lassen und damit Bewußtsein schaffen. Wie soll denn ohne eine Auseinandersetzung (egal ob sachlich oder emotional) gesellschaftliche Akzeptanz geschaffen werden, wenn doch Homosexualität noch immer ein Tabu ist? Es geht ja gar nicht unbedingt um das persönliche Coming-Out eines Protagonisten (mit Gesicht, Profil und Namen), sondern um das gesellschaftliche Bekenntnis, daß schwule Bundesligaprofis existieren. Ganz natürlich! Was denn sonst, wenn doch auch diese Männer Teil der Gesellschaft und damit auch nur ein Querschnitt ihrer jeweiligen "Randgruppe" bilden. Klar, am Ende geht es um die individuelle Geschichte dahinter, aber das wir reifen. Da bin ich mir ganz sicher. Von daher: der richtige Schritt! Ich persönlich danke dem Redakteur und dem Spieler für das mutige Interview!

Christian | 14. September 2012   09:57

So ein Blödsinn (@Ricky , 14.09. 01:35)

Sorry Ricky, aber ich habe selten so einen Blödsinn gelesen... Nur weil Du vielleicht nicht in der Bundesliga sondern im FC Regenbogen spielen willst, kannst Du doch nicht das gleiche von anderen verlangen!?!? Wenn es für Dich der Sinn des Lebens ist, Dein Bett mit Gleichgesinnten zu teilen ("wozu dann noch Profifußball"), ist das Deine Geschichte. Andere träumen vielleicht schon ihr Leben lang davon, Fußballprofi zu sein. Nur wenigen Menschen gelingt es, diesen Traum in die Tat umzusetzen. Und dann willst Du es ihnen verwehren, nur weil sie schwul sind!?!? Mein Gott, wie bist Du drauf? Natürlich ist das Thema für die Medien ein gefundenes Fressen, aber ich finde das auch gar nicht so verkehrt. Wenn erstmal in der Öffentlichkeit das Problembewußtsein geschaffen ist, macht es das den Betroffenen vielleicht einfacher, als wenn ein Outing aus dem Nichts kommen würde... Denke ich zumindest. Ich glaube, wenn alle schwulen Fußballer - wie Du es ja für richtig hälst - zum "FC Regenbogen" wechseln würden, müßten sich alle Vereine der Bundesliga nach mindestens einem neuen Spielern umsehen... Dafür gäbe es aber einen neuen Verein, der die Bundesliga ganz schön aufmischen würde... Interessanter Gedanke eigentlich... :)

Stefan | 14. September 2012   09:00

Zusammentun, dann wird's vielleicht nicht gar so schlimm!?

Möchte niemandem empfehlen, sich zu outen, weil ja nicht ich, sondern die jeweiligen Fußballer dann das Risiko und die Folgen tragen müssen. Was einige hier angesprochen haben, könnte ich mir schon vorstellen: Dass ein gleichzeitiges Outing mehrerer bekannter aktiver Profis das Risiko für den einzelnen deutlich verringert, weil dann durchaus ein Gefühl von Normalität aufkommt, das es so heute eben noch nicht gibt. Wenn ich das Interview richtig verstanden habe, wäre der Gewinn für die einzelnen "betroffenen" Spieler riesig, denn das Versteckspiel mit der Öffentlichkeit scheint echt viel Kraft, Nerven und Beziehungsglück zu kosten. Ein heterosexueller Fußballfan, der sich eine offenere Kultur im Fußball wünscht. In den Medien genau so wie im Stadion!

Alex | 14. September 2012   08:32

..mensch sein

solch eine resonanz - beeindruckend! leider fehlt mir nur bislang etwas realitaetsbezug: (a) welcher schwule moechte bitteschoen in der bundesliga spielen?! ..allein der gedanke ist absurd. ich halte es durchaus fuer moeglich, dass der profifussball voellig homogen heterosexuell ist. (b) finde ich das thema der homosexualitaet im (profi)fussball total an den haaren herbeigezogen. "wir wissen nicht, wie wir die flachbildfernseher an den mann bringen und die (umsatz)quote beim fussball weiter in die hoehe schrauben sollen?" - jeder schwule, der gern fussball spielt, geht einfach eines tages zu seinesgleichen und spielt im "regenbogen" FC mit, denn da muss sich keiner aufs duschen "einstellen" und kann so sein, wie man lustig ist.. (c) ob das interview ein fake oder kein fake ist - it dosn't matter! der job der medien heute ist: sensation - ein thema ueber das sie sich ..xxxbla "finanziell absichern koennen". als schwuler ist fuer mich wichtig, dass ich menschen an meiner seite hab, mit denen ich das bett teilen und so leben kann, wie ich bin - wozu da noch "profi"fussball?? sorry, raff' ich nicht.

Ricky | 14. September 2012   01:35

schwule Fußballer

Liebe schwule Bundesliga Spieler, bitte tut euch zusammen und outet euch gemeinsam an einem Spieltag. Dann werden die Ewig-Gestrigen schon sehen wie viele ihr seid. Ich wünsche euch alles Gute und ganz viel Mut Fußballgeschichte zu schreiben.

Indy | 14. September 2012   00:57

nur Mut

ich gehe mal davon aus das dieses Interview echt ist und somit muss ich auch mal meinen Teil dazugeben. Ich lese seit längerem die ganzen Kommentare mit und muss feststellen das die Mehrheit hier zu dem unbekannten Profifußballer ist. eingentlich wollte ich mich gar nicht äußern aber ich denke das es sein muss. zum einen finde ich es sehr Mutig solch einen Schritt zu gehen. Mutig. Ich bin selbst Fußballer, Torwart und Kapitän einer Landesligamannschaft, habe mich damals geoutet und Keiner meiner Mitspieler hätte gewollt das ich weder auf höre mit dem Fußballspielen noch das wir unsere Siege etc nach dem Spiel unter der Dusche (welch ein Klischee) zu feiern. Meine Kameraden sind meine Freunde und sie hätten sich im Streitfall vor mich gestellt. Ich denke das viele einfach ein falsches Bild von Kollegen und Fans haben. Ich selbst bin absoluter Fan von Borussia Dortmund stehe regelmäßig im Stadion und denke, das die paar Idioten die irgendwelche Äußerungen machen würden in die Schranken gewiesen würden. Ich hoffe das ich bald den Namen des Spielers öffentlich lesen kann ohne eine Negative Schlagzeile im Anhang. Meines Erachtens sind die Fans, Bürger etc weiter als unsere Presse im Sinne von Toleranz. Denn die eigentliche Angst muss man zum größten Teil von der deutschen Presse haben.

Chris | 13. September 2012   23:33

Einer hats schon versucht!

Es gab schonmal ein outing im Fußball, aber keins mit gutem Ausgang: http://de.wikipedia.org/wiki/Justin_Fashanu

Christian | 13. September 2012   23:00

Wow!

Danke für dieses sensationelle Interview. Das ist, nach der öffentlichen Information, dass es "doch" Schwule in der Bundesliga gibt, ein weiterer großer wesentlicher Schritt. Wer auch immer du bist - danke, dass du den Mut aufgebracht hast, für dich und für euch (in der Liga) und für die anderen von uns (außerhalb der Liga). Vielleicht schon sehr bald bricht der Damm und Deutschland versteht, dass es stolz sein darf für den Weg, den es geschafft hat - in weniger als einem Jahrhundert. Von einem Land, das "seine Schwulen" ermorden wollte und ermordete, zu einem Land, in dem wir in Ministersessel sitzen, im Hörsaal lehren und in der Nationalmannschaft spielen. Vielleicht darf ich das noch erleben.

anonym | 13. September 2012   21:54

Mutig sein muss jeder selber

Ich gehe mal davon aus, dass das Interview authentisch ist. Was möchte ich dem jungen Mann sagen? Sehr richtig, wie Du alles darstellst. Dass Du Dich hinterfragen musstest zu Deiner Homosexualität (das nennt sich "coming-out"), dass Du Angst vor dem öffentlichen Bekenntnis hast. Hatten wir vermutlich alle. Die einen vor dem konservativen Elternhaus, die anderen vor den Freunden, Lehrern, Mitschülern, Kollegen... Mutig sein mussten wir alle schon selbst. Ich könnte mir vorstellen, dass Du nach einem outing viel freier durchatmen wirst. Es wird eine MEGA-Echo geben, aber wird es richtig angefangen, bist Du vielleicht nicht lange alleine. Ich stelle mir nur diese Doppelbelastung des harten Sportlerlebens UND der noch stärker belasteten, Doppel-Psyche dar. Lass' Dir das durch den Kopf gehen. Sollte womöglich einer anfangen, Dich zu erpressen - was man sich gut vorstellen kann - mache den richtigen Schritt: Nach vorne! Bekennen! Ein Mann sein! DAS macht einen Mann aus: Vorangehen, anleiten. Nicht, ob er hetero oder homo ist. Überleg' mal...es gibt doch bestimmt noch andere die im Stadion "angemacht" werden: Schwarzen werden Bananen zugeworfen und sicher noch mehr. Das wird es immer geben, dagegen wirst Du Dir eine Teflonoberfläche zulegen. Wie auch immer: Ich wünsche Dir viel Glück!

GerdaGinster | 13. September 2012   19:08

Altstars vor!!!

Bevor sich noch aktive Bundesligaspieler outen, fordere ich mal 10-20 Altstars der Fußball-Bundesliga auf, sich endlich zu outen und somit den jüngeren Kollegen zu helfen.

robert | 13. September 2012   18:14

Gratulation!

Ich gratuliere dem Spieler, zumindest halbwegs offen gesprochen zu haben. Dass er seinen Namen (noch nicht?) nennen möchte, kann ich verstehen. Das Thema selbst, die Nichtakzeptanz und das zeitweise betriebene Abstreiten der Existenz schwuler Spieler hat mich zu einem Roman inspiriert. Das Buch "SpielFrei - Outing wider Willen" ist dieses Jahr erschienen und beschreibt, welche Konsequenzen ein (erzwungenes) Outing haben kann. Die Medien, Fans und die Allgemeinheit sollten endlich umdenken! Es geht nicht darum, welche sexuelle Orientierung ein Spieler hat, sonder nur um das, was er auf dem Platz kann. Da sollte es doch grundegal sein, mit wem er das Bett teilt! Es ist wirklich zu wünschen, dass sich das Interview in einem Jahr wiederholt und der Spieler dann mehr Offenheit zeigen kann, ohne dass gleich mit dem Finger auf ihn gezeigt wird.

Sophie R. Nikolay | 13. September 2012   17:56

Respekt!!!

Danke für das Interview. Hoffentlich ist die Anonymität bald nicht mehr "nötig" Ich bin kein großer Fußballfan und war noch nie im Stadion. Hätte aber große Lust, an einer schönen, großen Choreo mitzuarbeiten, um den/die ersten offen schwulen Fußballspieler im Stadion zu unterstützen.

hualko | 13. September 2012   17:36

Bastionen fallen ...

Auf den ersten Blick mag das Alles bewegend sein, der Mut des anonymen Fußballers, „darüber“ zu sprechen, seine Situation, sein Alltag in diesem speziellen Umfeld. Und dann – was hat die Welt nicht schon alles gesehen? Wer hätte noch vor wenigen Jahren zu denken gewagt, dass die größten europäischen Städte dereinst offen schwul lebende Oberhäupter haben werden, Deutschlands Außenminister sich mit einem doch recht gutaussehenden Mann verpartnert oder das katholische Spanien sich zum Vorreiter in Sachen gleichgeschlechtliche Ehe mausert? Und: Hier geht es um Fußball, trotz allem immer noch ein Spiel. Ruhig Blut, Bastionen fallen, eine nach der anderen. Vielleicht nicht bis hin zum letzten Kleinhirn. Aber das wäre auch zu viel verlangt.

Hans | 13. September 2012   17:32

Liebe Frau Merkel, lieber Herr Niersbach, liebe Bundesligapräsidenten, liebe Fans und liebe Mediengötter des 21. Jahrhundert...

...ihr kommt zwar langsam in die Schwünge mit dem Thema "Homesexualität im Profifußball", tut aber viel zu wenig und seid leider noch zu halbherzig! Hört endlich auf zu reden, sondern handelt!!! Schafft den schwulen Profifußballern eine anonyme Plattform, wo sie sich austauschen können, um solch wichtige Dinge wie ein gemeinsames Outing besprechen zu können!!! Ladet meinet wegen alle Spieler zu einem Event ein, was von der Öffentlichkeit ausgeschlossen ist und gebt den schwulen Profis die Möglichkeit sich auszutauschen! Und wenn das alles organisatorisch nicht möglich ist (eine meiner "Lieblingsausreden" im 21. Jahrhundert), dann macht doch wenigstens irgendetwas online! Bietet diesen Spielern ein Forum!!! Und schnürt ZUSAMMEN ein Paket, wie ihr geoutete Spieler in jeglicher Form unterstützen könnt. Es kann nicht sein, dass Spieler um ihre Existenz fürchten müssen. Geht in die Öffentlichkeit und sagt, wie ihr gegenüber den "Menschen" vorgehen würdet, wenn es Haßtiraden in den Stadien geben würde. Gebt ein Versprechen, dass die Spieler nicht öffentlich zerpflückt würden und garantiert, dass auch nach dem Outing Privates auch Privates bleibt!!! Versprecht alle nötige Unterstützung, wenn es den Profis durch Idioten tatsächlich privat an den Kragen gehen sollte und sorgt vor! Auch an alle Fan-Clubs da draußen: Sagt auf Transparenten, dass ihr auch zu schwulen Profis stehen würden. Teilt den Spielern mit, dass beim Sport NICHT die Sexualität im Vordergrund steht! Tut auch mit anderen Clubs aus anderen Vereinen zusammen und plant Kampagnen!!! SAGT ENDLICH ALLE (siehe Betreff) ÖFFENTLICH, WIE EUER MASTERPLAN AUSSEHEN WÜRDE!!! Selbst ich als Nicht-Profi-Fußballer hätte auf all diese Fragen keine Antworten gefunden, wie kommt ihr dann auf die Idee, dass euch ein schwuler Fußballer zumindestens seine Karriere anvertraut??? So traurig es auch ist, aber mit so vielen Unsicherheiten und Gedanken, die man sich machen müsste, werden wohl viele schwule Profis noch viel zu lange überlegen! Ich habe selbst Fußball gespielt und mich in meinem Verein geoutet. Lag wohl daran, dass die Kreisliga-C nicht so in der Öffentlichkeit steht und stand, aber ich habe es damals nicht bereut. Mich haben alle ohne wenn und aber unterstützt und es war überhaupt kein Problem... Eine andere Welt eben! Mein Appell lautet also: Schnürrt ein vernünftiges Paket und ARBEITET ZUSAMMEN, wenn euch dieses Thema auch nur halb so wichtig ist, wie es momentan rüber kommt und macht die grundsätzlichen Inhalte für jeden Profi zugänglich, bzw. lasst jeden wissen, an wen er sich anonym wenden kann, damit dieses Fiasko endlich bald ein Ende hat und auch die schwulen Profi-Fußballer endlich ihr Leben richtig leben können. Kein heterosexueller Mensch kann sich vorstellen, was für eine riesige Last einem von den Schultern fällt und welche Erleichterung, welches Glücksgefühl man empfindet und wie unwichtig einem danach der ganze Rest vorkommt, nachdem man sich geoutet hat! Nichts ist schlimmer, als sich selbst verleumden zu müssen und ein fremdes Leben zu leben. Ich wünsche mir, dass dieses ganze Thema endlich mal anfängt und sich der erste Profi ein Herz fasst. Der erste Profi, der sich outet, würde für mich unsterblich werden und in die Geschichte eingehen und ich würde ihn unterstützen, wie keinen anderen. Immer! Bei jeder Diskussion und mit allem, was sonst in meiner Macht steht. Jungs, wir stehen zu euch!!!

Manuel | 13. September 2012   16:53

Zusammentun!

Sehr mutiger Schritt! Respekt! Theo Zwanziger ist hier folgendes schuldig: Um den Druck vom Einzelnen zu nehmen, sollte der DFB ein anonymes Formum bzw. einen Ansprechpartner anbieten, wo sich diejenigen, die bereit sind, austauschen können - ich denke, ein Outing könnte leichter fallen, wenn es 5 oder 6 zusammen tun?!

Matthias | 13. September 2012   16:12

Einer muss den ersten Schritt machen

Respekt der Person die sich schon soweit vorgewagt hat. Leider ist es immer so das einer den ersten Schritt machen muss um ander zu bewegen den gleichen zu tun. Ich bin überzeugt das es eine Medienflut geben wird, aber diese wird sich auch wieder beruhigen. Lieber einige wochen eine negative Schlagzeile als depressiv zu werden. Ich wünsche dem Spieler uaf jedenfall die Kraft für sein Outing

Manfred | 13. September 2012   16:01

Ist leider so!

@Horst | 12. September 2012 22:50 Das ist - leider - so, wie Sie es schreiben. Und deshalb gibt es auch Absprachen mit den entsprechenden Vereinen bzw. Spielern, wonach für's Mund halten und nicht veröffentlichen solcher Informationen und/oder Bilder in bestimmten Situationen eher ein Interview gewährt wird. Hilfst Du mir, helf ich Dir. Letztlich haben beide Parteien etwas davon - auch wenn dies aufseiten der Presse vielleicht nicht ganz so offensichtlich scheint. In diesen Kreisen ist es allgemein bekannt, dass bestimmte Sportler (ohne Bereiche zu nennen) homosexuell sind. Aufgrund dieser stillweigenden Übereinkunft wird dieses allerdings (noch?) nicht thematisiert. Und die Sportler heiraten, bekommen Kinder - des schönen Scheins wegen. Ich glaube auch, das Eis wäre erst dann zu brechen, wenn sich eine ganze Schar an Sportlern auf einen Schlag dazu bekennen würde. Bis es allerdings so weit ist, geht sicher noch einige Zeit ins Land. Leider! Ich würde den schmerzlich Schweigenden Offenheit und ein erfülltes Leben wünschen!

Clara | 13. September 2012   15:18

Nur Mut!

Danke den Beteiligten für dieses Interview. Es stimmt mich traurig, lesen zu müssen, wie ein Mensch einen so wichtigen Teil seines Lebens gewaltsam unterdrücken muss, um seinen Traum von Profifußball verwirklichen zu können. Da ich selber weiß, wie schwierig, kompliziert und Kräfte zehrend das Coming-Out auf der einen Seite, wie befreiend und wunderschön es auf der anderen Seite aber ist, kann ich nur rufen: Nur Mut! Es lohnt sich! Sicher ist in unserer Gesellschaft, und insbesondere im Profifußball, nicht alles im Lot, wenn es um Homosexualität angeht. Aber dennoch lebt es sich offen schwul tausendmal besser als hinter einer mühsam hochgehaltenen Fassade. Und es hat hat sich schon etliches zum Besseren verändert, siehe nur die schwul-lesbischen Fanclubs wie zum Beispiel die Meenzelmänner als offiziell anerkannter und respektierter Fanclub von Mainz 05. Deshalb wünsche ich dem Menschen, der das Interview gegeben hat, die Kraft, den Schritt des Coming-Outs bald gehen zu können. Nur Mut! Es lohnt sich!

Tobias | 13. September 2012   13:27

Super!

Vielen Dank an beide Beteiligten für dieses Interview! Ihnen, Herr Bechthold danke ich, dass Sie Ihr Wissen jetzt nicht ausnutzen und wer auch immer Ihr Gast warhat mit diesem interview einen unheimlich wichtigen schritt getan! So oft kann ich gar nicht vielen Dank schreiben! Auf jeden alles, alles Gute für die zukunft und dass der fußball irgendwann so tolerant ist, dass Ihr Wunsch in Erfüllung gehen kann!!!

Annelen | 13. September 2012   12:56

Unglaubwürdige Einleitung des Interviews

Die Vermutung, dass es sich um ein gestelltes Interview handelt, ist bei mir recht groß. Herr Bechthold führt das Interview in einem "Zimmer", nachdem der Fußballer von einem TV-Interview im ÖR zurückgekehrt war. Das Fernsehen führt solche Interviews im Rahmen von: Sportschau, Sport im Dritten (Montags spät abends) und dem aktuellen Sportstudio im ZDF. Es ist unwahrscheinlich, dass ein Reporter in einem "Zimmer" nach diesen Interviews zu später Stunde oder unmittelbar nach einer Bundesligapartie (was nicht angegeben ist) aufkreuzt um ein Gespräch zu führen. Ein Journalist, der dieses Interview führt, hätte dies zu normaler Tageszeit ein paar Tage früher vereinbart. Dann hätte der Profi aber kaum "zuvor" ein Interview mit dem Fernsehen gehabt. Im Sport zählt die Leistung und nicht der Hintergrund. Daher spielt das Outing m.E. keine negative Rolle, obwohl es mutig wäre.

Preudike | 13. September 2012   11:49

Kurz und knapp:

Unglaublich wichtig, gut formuliert, inhaltlich mutig wie brilliant.

Yannic | 13. September 2012   11:43

Um es mit einer Phrase zu sagen...

Wichtig ist auf dem Platz!!!

Arne | 13. September 2012   11:37

Schiedsrichter

Wurde langsam mal Zeit das die schwulen Profis sich outen. Vor vielen Jahren habe ich mich selbst als Schiedsrichter im BFV als schwul geoutet. In meinen Vereinen wissen eigentlich alle bescheid und ich werde so angenommen, wie ich bin. Habe trotz allem noch viele Freunde in den Vereinen.

Karl | 13. September 2012   09:31

Wollen wir mal essen gehen?

So richtig öffentlich? Im Restaurant? Das wäre cool :) Weiter so ^^

Christian | 13. September 2012   09:27

Guter Anfang

Es ist sicher richtig, daß ein Bundesliga profi sich heute nicht als schwul outen könnte, weil die Folgen für ihn unbeherrschbar wären. Aber gerade an den genannten Kerkeling und Wowereit kann man sehen, daß die Folgen wohl nicht so negativ wären, wie man meint ( Beide haben mit dem schlimmsten gerechnet). Ich fände es eine gute Idee allle Bundesligaprofis anonym - z, B. online- zu befragen, ob sie homosexuell sind, wie sie zur Homosexualität stehen,... Die entstehende Datenbasis würde die Fallhöhe für ein Outing deutlich mindern. Schließlich liegt es auch im Interesse der heterosexuellen Profis, dieses Schweigen zu brechen. Als vertrauenswürdiger Partner, um die Anonymität für die Profis wirklich zu gewährleisten, bietet sich etwa der CCC an, eine sichere Datenbank und dazugehörige SSL-Verbindungen aufzubauen.

V. G. | 13. September 2012   09:24

Endlich, weiter so

Diesem jungen Mann kann man nur Mut machen, sich weiter zu befreien und Mitstreiter zu suchen, die es ihm gleich tun. Das wird letztlich dazu führen, dass die einzig Ausgegrenzten diejenigen sein werden, die irgendwelche diffarmierenden Gesänge anstimmen. Rassisten und Menschenverachter sind in den Stadien dieser Welt eindeutig in der Minderheit. Die Menschheit entwickelt sich weiter. Dazu gab es in der Geschichte immer ein paar Vorreiter, die den Mut hatten, gegen Unterdrückung und Menschen verachtendes Verhalten die eigene Selbstbestimmung und Freiheit dagegen zu setzen. Sonst hätten wir auch heute noch Sklaven, Hexenverbrennung, Apartheid und Juden-KZ. Ihr Schwulen da draussen auf den Fußballplaätzen: solidarisiert euch und outet euch gemeinsam. Die überwältigende Mehrheit in den Stadien wird euch unterstützen. Dann werden die paar Hirnverbrannten, die es nicht kapieren wollen, ganz schnell die Schnauze halten (müssen). Das gilt zumindest für die öffentlichkeitswirksame Bundesliga und 2.Liga. Traut euch!!!

Andy | 13. September 2012   08:24

falsches interview!!!!!

es ist sehr schade, dass sich ein journalist mit so einem sensibelem thema zu profilieren versucht. das dieses interview nicht echt sein kann, sieht man allein an der aussage, dass es die mannschaft und der verein wissen. wenn es ist einer mannschaft brodelt und der angebliche schreiber schlecht spielt, dann halten seine mitspieler bestimmt nicht alle den mund. haifischbecken bundesliga sage ich da nur. alle anderen aussagen sind so einfach und ohne hintergrnd geschrieben, das es niemals von einem echten bundesligaspieler kommen kann. bitte behandelt dieses wichtige thema seriös und nicht so!!!!!!

achim | 13. September 2012   01:13

Es ist höchste Zeit!

Zunächst herzlichen Glückwunsch zu diesem Schritt! Das ist der einzig Richtige! Das lesen des Interviews hat mich sehr berüht und zeitgleich erschüttert, daß man sich in der heutigen Zeit "verstecken" muß. Das kann doch wohl nicht wahr sein, nur weil hier jemand anders empfindet?! Mittlerweile wird Homosexualität in allen Branchen und Berufszweigen akzeptiert, warum nicht beim Fußball???? Alle betreffenden Fußballer möchte ich nur ermutigen zu dem zu stehen was sie sind. Lebt Euer Leben so wie jeder es verdient. Es ist viel zu kurz um auf "Liebe" zu verzichten, die das schönste im Leben ist. Und jetzt plädiere ich an die Vernunft der großen Herren Bosse mal darüber nachzudenken was diesen Menschen antun. Sie sollten die jenigen sein, die die Fußballer dazu ermutigen sich zu outen um von allen Belastungen zu entlasten, damit sich die Fußballer auf ihren Job, den Fußball, konzentrieren können. Es sthet außer Frage, mit deutlich höherer Zufreidenheit im Privatleben steigt die Leistung im Beruf! Adam

AK | 13. September 2012   00:59

Respekt!

Ich muss sagen, dass ich es sehr mutig finde, dass er das Interview gegeben hat. Davor habe ich wirklich Respekt. Natürlich kann auch auch verstehen, warum er sich nicht öffentlich dazu bekennen will, wenn man mal sieht, wie verschieden die Reaktionen ausfallen. Und erneut frage ich mich, war daran so schlimm ist? Er ist und bleibt ein Mensch wie jeder andere, doch nicht jeder will das verstehen. Ich hoffe wirklich, dass eines Tages offen über das Thema gesprochen werden kann. Ohne Vorurteile, ohne Beschimpfungen.

Maria | 13. September 2012   00:28

Danke

für dieses mutige Interview.

Daniel | 13. September 2012   00:19

Der erste Schritt...

... Ist immer der schwierigste. Ich Wünsche Ihnen beiden viel Mut und Entschlossenheit für Ihren weiteren Weg! Tolles Interview!

Sebastian | 12. September 2012   23:39

Sehr sehr schwer

Ich habe unheimlichen respekt davor das der Spieler zu einem Interview bereit war. Es wird von vielen Profis ja gemunkelt das Sie schwul wären. Leider ist ein vollkommenes Outing unmöglich, nicht tragbar. Fußball ist ein Männersport da haben Schwule nichts verloren, selbst der Frauenfußball ist verpöhnt in Deutschland. Wir sehen es doch an Köln und Berlin wie man gegen Spieler hetzt und die waren und sind nicht Homosexuell !!! Oder die UHUHUHUHUH Rufe in den Stadien wenn ein Farbiger Spieler an den Ball kommt. Selbst Oliver Kahn unser damaliger Nationaltorwart wurde mit Bananen beworfen, ein Manuel Neuer ausgepfiffen für seinen Wechsel nach München. Was dann passiert wenn sich ein " Schwuler Bundesligaprofi " outet . Ich mag gar nicht daran denken, der wird keine ruhige Nacht mehr haben, da bin ich mir sicher. Unsere Gesellschaft ist geistig nicht in der Lage das zu verarbeiten, das es auch noch etwas außerhalb der Norm gibt.

Stefan | 12. September 2012   23:16

Die Rolle der Boulevardmedien

Ich finde es schade, dass in diesem Interview die Rolle der immer reichlich beBILDerten Boulevardmedien ausgeklammert worden ist. IN Zeiten, in denen jeder eine Handycamera hat, muss jeder Prominente ja unliebsame Schnappschüsse fürchten. Das stellt ja für Medien, die im Besitz solcher Bilder sind (gab ja immer wieder Gerüchte über die Existenz von "Giftschränken") ein nicht unerhabliches Drohpotential dar, sollte ein bekannterer Kicker mit einem Mann küssend händchenhaltend oder ähnliches fotografiert werden.

Horst | 12. September 2012   22:50

RESPEKT!!!

Einfach toll, dass sich endlich mal ein Profi aus der ersten Liga aus dem Schrank heraus traut und sich die Türen ein ganz klein wenig öffnen. Ich selbst saß auch lange Zeit im geschlossenen Schrank und weiss noch genau wie gut es tat, als sich Türen öffneten. Ich wünsche ihm, dass sich an einem nicht mehr allzu fernen Tag die Türen ganz öffnen und er endlich befreit durch sein Leben gehen kann. Und wenn dieser Tag dann gekommen ist, wird ihn die schwule Gemeinde lieben und auf Händen tragen!!! TOI, TOI, TOI

Martin | 12. September 2012   22:18

Willkommen im 21. Jahrhundert....

Es ist einfach unglaublich, dass man sich heute noch ob seiner sexuellen Identität verstecken muss. Aber ich kann es gut verstehen, dass man sich nicht dem "Mob" ausliefern will. Erinnert man sich nur an die ersten farbigen Spieler in der Liga, die regelmäßig von den gegnerischen Anhängern übelst beschimpft wurden. Aber selbst nach dem Freitod von Robert Enke und den sich anschließenden Diskussionen um den Umgang mit Profifußballern hat sich doch nichts geändert. Die selben Medien, die Besserung gelobten, schreiben heute den Stürmer kaputt, der in drei Spielen nicht trifft oder den Torwart, der daneben greift.. Ich denke, es ist noch ein weiter Weg, bis die Fußballer- Parallelgesellschaft so weit ist, das wahre Leben zu akzeptieren. Es wird ein paar Vorzeigespieler brauchen, die sich outen.

Klaus | 12. September 2012   22:05

Endlich! Stark! Respekt!

Hey Mr.Anonym, das war unglaublich stark, mutig und selbstbewusst! Es wäre fantastisch wenn ihr euch tatsächlich mal zusammenschließen würdet und gemeinsam outen würdet...dann würde eventuell auch der Traum vom Restaurantbesuch MIT Partner ein bisschen schneller in Erfüllung gehen. Wir alle, ob schwul, lesbisch, bi, trans müssen uns alle irgendwo irgendwie immer wieder outen - oder uns die Outing-Frage stellen. Aber klar, die meisten von uns stehen nicht so in der Öffentlichkeit...Aber die positiven Reaktionen überwiegen!Es wäre schön, wenn das auch beim "Männersport" Fussball so sein könnte...wir - und ich Wette die gay-community weltweit - jedenfalls würden jubeln;-))

Julia+Miriam | 12. September 2012   22:04

Schwuler Bundesligaprofi

Wow. Das ist doch ein Schritt. Aber ich teile die Meinung des Spielers, dass es unvorstellbar ist, Samstag für Samstag als offen lebender schwuler Kicker durch die Stadien zu ziehen. Paradox - denn sicher befinden sich auch Im Stadion schwule Fans. Doch die Mehrzahl der Fans besteht aus Kleingeistern, leider oftmals primitive, einfach gestrickte Proleten. Ich weiss wovon ich spreche. Zum Einen bin ich Fussballfan. Zum Anderen bin ich zu meiner aktiven, sportlichen Laufbahn ebenfalls über eine Doppelrolle nicht hinausgekommen. Auch ich wäre nicht gerne als schwule Sau beschimpft worden. Heute, mit 43 Jahren, sehe ich das anders. Heute bin ich stark genug zu meiner Sexualität und zu meinem Partner zu stehen. Ich kann alle schwulen Kicker verstehen. Und ich bewundere sie für ihr Durchhaltevermögen. Aber ich habe auch Mitleid. Sie verpassen einen schönen Teil ihres Lebens. Ein Leben, in dem Liebe zu einem Mann zu kurz kommt, weil die breite Masse intolerant ist. Schade.

Udo del Gallo | 12. September 2012   21:52

Super....

Ich finde es Super, dass endich mal einer über das Thema "Homosexualität im Profifußball" öffentlich spricht. Es ist aber trotzdem sehr traurig, dass man in der heutigen Zeit seinen Namen verbergen muss. Ich finde es schlimm, dass ein schwuler Fußballer seine sexualität nicht ausleben kann. Es ist eine wahnsinnige Belastung wenn man sich immer verstecken muss. Ich weiß dass aus eigener Erfahrung, es war ein harter Weg bis zu meinem Outing. Ich hoffe dass sich hier bald was tut, die Spieler werden nach dem Outing bestimmt viel befreiter spielen.

Christoph | 12. September 2012   21:31

Schwul, Lesbisch oder Hetero? Ist doch egal!

Ich finde es bemerkenswert das sich ein Fußballer traut ein Interview uz machen. Natürlich ist es im gleichen maße verständlich warum er sich nicht outen will! Die Menschheit, vor allem aber die Fans von Fußball können in vielerlei hinsicht so inkompetent und stur sein, dass es wehtut. Das hat es andere zu interessieren, ob der Fußballer schwul ist oder nicht? Hauptsache er schießt gute Tore! Was hat es andere zu interessieren, mit wem er zusammen ist? Hauptsache ist doch er bittet ein super Fußballspiel! Ich verstehe nicht, wieso es so viele eklig finden! Schließlich verlangt doch niemand, dass sie dabei zusehen sollen! Es ist die Sache der Person selber, was er oder sie ist. Ob hetero Moderator, lesbische Sängerin oder schwuler Fußballer! Solange man, man selbst ist, ist doch alles perfekt!!!!! Ich würde hundert prozent dahinter stehen!!! Anna B. ;3 Zwar eine Hetero-Frau, aber ich habe genug homosexuelle Freunde um zu sagen: Ich bin tolerant!!!

Anna | 12. September 2012   21:05

@ Karen 14:33

Nein nein nein, Karen. Ich schrieb lediglich von der medialen Öffentlichkeit. Wie's in den Fankurven der Vereine ausschaut oder was aus denen zu erwarten wäre, steht auf einem anderen Blatt geschrieben und variiert stark. Und was die Postings auf FB angeht, hast du dir mal angeguckt aus welcher Gruppe die stammen? "Mein Herz schlägt schwarz-rot-gold"?! Das sich da eher chauvinistische und folglich auch homophobe Leute trollen, geschenkt. Den Vergleich eines Fußballspielers mit einer Ehepartnerin in Scheidung, amüsant. Das Privatleben meines Anwalts/meiner Anwältin würde mich als Klientin herzlich wenig interessieren. Warum sollte es? Das Privatleben von BuLiSpielern interessiert mich eigentlich auch nicht. Nur sind die anscheinend irgendwie Personen des öffentlichen Lebens und die "Spielerfrauen" regulärer Bestandteil mancher Berichterstattung. Da einen absichtlich auf hetero zu machen indem man sich ne Gabi an den Arm hängt - unnötig und - pardon - verlogen. Manchmal ist die Angst im Schrank größer als nötig.

Sandra | 12. September 2012   20:06

Respekt!

Ich finde es einfach toll das er sich überhaupt traut das Thema anzusprechen. Es ist leider eine Schande dass das Thema im Fußball immer noch ein Tabu Thema ist. Ich wünsche ihm alles Gute und das er eines tages denn Mut aufbringt.Ich werde hinter ihm stehen.

Anne | 12. September 2012   19:49

Mach den Schritt und wir lieben Dich

Lieber Fußballprofi, ja es wird weh tun sich zu outen. Ja, es werden Fans infantile Beleidigungen rufen. Ja, die Presse wird schreiben. Aber sei stark und halte den Kopf aufrecht. Denn bedenke, was Du gewinnen kannst: Du wirst die Liebe finden. Die les-bi-schwule Community wird Dich feiern. Du wirst ein medial gefragter Mann sein - und endlich mehr zu sagen haben als: "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel". Du wirst eine Ikone der Befreiung und des Kampfes um Anerkennung und Gleichbehandlung für gleichgeschlechtlich Liebende werden. Du wirst abertausenden Ungeouteten da draußen ein Vorbild sein und ihnen Hoffnung geben. Du wirst Denkprozesse bei Menschen auslösen, wie es kein CSD vermag. Wir brauchen Menschen, wie Dich, die endlich den Mut finden, aus der Dunkelheit ins Licht zu treten.

Torsten | 12. September 2012   19:44

die Zeit ist leider noch nicht reif

für ein Outing eines Bundesliga-Profi ist die Zeit meiner Meinung nach absolut nicht reif. Wenn sich ein Spieler outen sollte, wird dieser leider in den Auswärtsspielen gnadenlos von den gegnerischen "Fans" fertig gemacht werden... so ein Outing kann nur halbwegs "normal" über die Bühne gehen, wenn sich mehrere Bundesliga-Profis gleichzeitig outen

Holger | 12. September 2012   19:17

Fake?

Ich finde es wirklich sehr traurig, dass diesem Interview vorgeworfen wird, ein Fake zu sein - nur weil es nicht im Spiegel oder Stern steht. Was ist denn das bitte für ein vermeintliches Qualitätsmerkmal - schon mal von den Hitler-Tagebüchern gehört? Auch wenn sich viele vielleicht nicht daran halten - es gibt einen journalistischen Ehrenkodex, und ich glaube fest daran, dass sich einige Journalisten noch daran halten. VOR ALLEM diejenigen, die nicht nur Geld im Kopf haben und bei großen Medienhäusern ein und ausgehen. Zu der Frage, weshalb sich der Spieler gerade hier offenbart hat: Es könnte natürlich am besonderen Zugang des Journalisten zum Thema und der einfühlsamen und guten Recherche liegen. Aber nein, da wäre fälschen ja einfacher gewesen...

Miriam | 12. September 2012   19:15

Interviewter Spieler

Hallo, ich würde gerne erfahren, um welchen Spieler es sich bei diesem Interview handelt. Können Sie mir das mitteilen, gerne auch vertraulich per Mail? Danke und Gruß, Jonas

Jonas | 12. September 2012   19:11

Mutig

Das anonyme Interview ist mutig, das Outing auch, so wie ich es verstanden habe wissen es ja die Kollegen auch, es geht im Prinzip also nur noch um die "Fans" bzw. um die Masse an Idioten (wie man beim Fall Pezzoni ja eindeutg sehen kann). Das man sich da nicht öffentlich outet kann ich nachvollziehen, denn die Macht der Medien oder bei Facebook ist nicht zu unterschätzen. Ich glaube das das anonyme Interview schon ein sehr befreiendes Gefühl ist, ich kann in etwa nachvollziehen wie das ist, denn selbst schwul, verfolge ich das durchaus mit Interesse, ich für meinen Teil wäre auch der geborene Schauspieler, denn das ist es, was Homosexuelle ganz schnell lernen und was ganz schwer abzulegen ist, ich für meinen Teil bin daran fast zerbrochen, weil Depressionen mich einholten und die führen zumindest bei manchen Leuten wie wir ja wissen (Robert Enke) manchmal in den Tod. Seitdem bin ich gelassener, durchaus etwas freier, auch wichtig ist das ich mich bisher getraut habe mich bei einem Heterosexuellen Freund zu outen, ist nicht vergleichbar mit der Masse an Leuten, die es gierig verfolgen. Klar bei mir ist es Neugier und Bewunderung, bei anderen Hass und Anlass für neue "Opferparolen", insgesamt glaube ich sogar das wenn man mit vielen einzelnen Leuten spricht und ihn wertschätzend entgegendkommt das sie verstehen, aber Fans sind ja eher wie ein Mob, da braucht es schon ein sehr rustikalen Charakter der das auch durchstehen kann, denn das wird sicherlich "heavy", ich wünsche es mir dennoch. Ich hoffe ja das dann die "Gesellschaft" auch zeigen kann, das sie unterstützend agiert. Ein Prozess den jeder nur allein entscheiden kann. Aber hier trifft der Spruch von der Mondlandung etwas abgewandelt unglaublich gut: Ein kleiner Ausspruch für einen Menschen und ein grosser Zuspruch für die Menschlichkeit.

Max | 12. September 2012   19:11

Outing

Tja, soll man Dich bedauern oder für den ersten Schritt bewundern? Da kann ich nicht so recht entscheiden. Sicherlich steht der Profispieler besonders im öffentlichen Focus und hat Verantwortung Gegenüber seinem Verein. Ich wohne in einem recht kleinen Ort, vor 28 Jahren als ich mich mit 18 geoutet habe gerade einmal 2500 Seelen. Aktiver Fußballer, aktiver RotKreuzler und zu der Zeit JRK - Wart und dann das Outing. Ich stand zu der Zeit vor der Wahl, in die nächste Stadt ziehen wie einige vor mir aus dem Ort und alle Verbindungen abbrechen oder auf die Zähne beisen und durch? Ich habe mich zu letzterem entschieden, hat viele "Freunde" gekostet aber letztenendes mehr gebracht als ich verloren habe. Anfeindungen gab es seinerzeit jede Menge, besonderes als ich dann auch noch mit meinem damaligen Freund zusammengezogen bin, Hand in Hand durchs Dorf lief, auf Festen mit ihm getanzt habe usw. Aber Scheiß drauf, will man den Kaputt gehen? Nach einem halben Jahr war das Thema durch, da gab es dann neue Themen die Interessanter waren. Ist ja immer noch der gleiche Typ wie vorher. Weiter Fußball gespielt, die A - Jugend als Betreuer auf Turnieren und Spielen begleitet und weiter meine ehrenamtliche Arbeit im DRK gemacht. Akzeptanz verdient man sich im Bekannten- und Freundeskreis mit Ehrlichkeit in dem man offen mit seinem Leben umgeht. Sich verstecken macht einen auf Dauer nur Kaputt. Ich hoffe der Spieler findet bald den Mut sich zu outen um endlich sein Leben leben zu können, wenn es soweit ist wirst Du sehen das es sich lohnt, auch wenn es anfänglich zweifellos Anfeindungen oder auch im Stadion Plakte u.ä. geben wird. Es kommt darauf an wie man damit selber umgeht. Innere Stärke, den Willen das durchzustehen Rückhalt in der Familie und wirklich gute Freunde helfen dabei. Ich wünsche nicht nur dem Spieler sondern allen die Angst haben sich zu outen, den Mut den ersten Schritt zu gehen, auch in der heutigen Zeit nicht einfach, aber sicherlich wesentlich einfacher als vor 28 Jahren in einem kleinen Dorf wo jeder jeden kennt. Alles Liebe und Gute Uwe

Uwe | 12. September 2012   19:07

warum....

outet sich kein schwuler fußballspieler nach seiner karriere, um den ball der diskussion mal ins rollen zu bringen?

haase | 12. September 2012   19:00

Fake oder nicht

Fake oder nicht ein Schritt in die richtige Richtung ist auf jeden Fall getan. eigentlich ist nur erschreckend, dass man heute noch nicht weiter ist und immer noch museumsreife Auffassungen von Homosexualität kursieren. Ich freue mich über das Interview und auch wenn ich ziemlich sicher bin, dass ein Coming-Out nicht einfach wäre, wünsche ich den Betroffenen die nötige Kraft dazu. sie hätten meine vollste Unterstützung und Anerkennung!

Moritz | 12. September 2012   18:17

Die Zeit ist reif.

Vielleicht findet dieser Spieler bald den Mut sich zu outen. Ich bin fest davon überzeugt davon zu wissen wer es ist. Bin selbst schwul und habe einen Riecher dafür. Hab den früher schon bei Jugendspielen gesehen und in "Verdacht gehabt". Die Hautfarbe auf dem Bild passt jedenfalls ;)

Tobias Totz | 12. September 2012   17:34

Respektabel

Vorab Respekt vor diesem Interview, das durchaus hoffen lässt, dass sich dieser vor allem für die versteckt lebenden Fussballer quälende Zustand vielleicht doch in näherer Zukunft auflösen kann. Meiner Meinung nach liegt ein Problem, dass noch niemand unter den Profifussballern diesen Schritt gewagt hat, auch in den Bildern, die von Medien über Homosexuelle gezeichnet werden: da gibt es unter den Promis eine große Bandbreite von den lustigen Schwulen (Bach, Kerlkeling etc.) bis hin zu den glamurösen Künstlern wie Elton John, Freddie Mercury etc. Das unauffällige, schlichte und weniger drollige Schwulsein findet dort kaum statt. Auch fiktionale Serien, Filme etc. werden derart klischeehaft überzeichnet, dass auch hier das alltägliche schwule Leben keinen Platz findet. Selbst in non-fiktionalen Beiträgen wie Nachrichten über CSDs oder Dokus bedienen nicht selten die gleichen Bilder: Drag-Queens, Ledertypen und Kampflesben ... und immer alles mit Alkohol, Drogen und Techno o.ä. Daher wäre es dringend notwendig, dass auch diese Stereotpen endlich mal durchbrochen werden und gezeigt wird, dass Homosexuelle viele Gesichter haben und ihr Leben vielfältiger führen als es manchen Leser/Zuseher glauben gemacht wird. Ich kann für mich sagen, dass ich diese Schablonen nicht bediene und bei meinem Coming Out jedesmal staundende Gesichter gesehen habe, weil ich eben anders anders bin.

Lars | 12. September 2012   17:32

Mehr davon!!

Hallo lieber Ballkünstler!! Ich finde es toll, das du überhaupt ein Interview gibst. Den dazu alleine gehört schon viel Mut. Ich muss auch sagen, das die Fans das größte Problem sind. Den die Presse hält seid Jahren die schützende Hand über Dich und deine Kollegen. Wenn die wollen würden, wärt ihr alle schon geoutet. Aber keiner will nachher Schuld sein, falls einem von euch was passieren würde. Nach einem Outing, müsstet ihr durch ein Gewitter durch. Um es mal nett zu umschreiben. Man wäre für alles der Buhmann. Spiel verloren, ihr seid schuld. Schale nicht geholt, ihr seid schuld. Verletzt, schwule gehören halt nicht auf den Platz. Echt traurig. Wenn man bedenkt, das Theo Zwanziger mal gesagt hat, das im Natio Kader 6 Schwule Profis dabei sind. Wenn man nach den Ultras geht, müsste man diese Spieler dann aus dem Kader werfen. Frage ist nur wen trifft es dann, und wie blöd wäre das für das Team. Weiß dein Trainer eigendlich bescheid? Oder deine Familie? Eltern, Geschwister? Das einzige was man ins Auge fassen könnte, wäre ein Massenouting. Es müsste doch mindestens 1-2 Spieler pro Mannschaft geben, manchmal sogar nochmehr. So teilt man die Presse gerecht auf und den "hass" der Fans auch. Ich würde mir für Dich und deine Kollegen wünschen, das Du auch irgendwann ganz NORMAl Leben kannst. Dazu hat jeder das Recht. Den sich auf Dauer zu verbiegen ist nicht gesund. Lg Jazmine

Jazmine | 12. September 2012   17:16

Toleranz

Lieber Bundesligaspieler, es tut mir aufrichtig leid, dass Du, für den Traum Profifußballer zu sein, den so viele Jungs/Männer haben ,deine private Identität verheimlichen musst und dein Leben nicht so leben kannst wie Du es möchtest. Schließlich haben wir alle nur dieses eine Leben. Die Intoleranz vieler Menschen ist echt zum kotzen. Wieso maßen sich Menschen an, darüber zu urteilen ob etwas normal oder nicht . Und an alle intoleranten Schwulen- und Lesbenhasser: Jetzt kommt mir nicht mit Evolution und Fortpflanzung und so. Es gibt genügend Menschen, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden, die sich nicht fortpflanzen. Werden die auch von euch verurteilt? Nein! Wieso reduziert ihr Menschen auf ihre Sexualität. Erkennt die Persönlichkeit eines Menschen an , nehmt Menschen so an wie sie sind. Wieso meidet oder grenzt ihr Menschen aus, die anders sind als die Norm. Niemand ist mehr wert als der andere . Wer gibt euch das REcht zu urteilen was gut und schlecht ist. Besonders Männer scheinen hier ja besonders intolerant zu sein. Es ist „normal“ dass man in der Kneipe, im Büro oder wo auch immer Witze über Schwule macht. Wieso ist schwul für euch ein Schimpfwort? Bei gleichgeschlechtlicher Liebe zweier Frauen scheint ihr da ja toleranter. Lesbenszenen in Pornos sind doch hoch im Kurs bei euch!! Das Leben ist einmalig, bunt und schön und wahrscheinlich viel zu kurz, um es nicht so leben zu können, wie man selber gerne möchte... Also akzeptiert und respektiert homosexuelle Menschen. Es geht euch bei Homosexuellen genauso wenig, ie bei Heteros an , wen sie begehren oder lieben. P.S. Ich bin im übrigen glücklich verheiratet , hetero und Mutter eines Sohnes und einer Tochter .

Nicole | 12. September 2012   16:43

Der erste Schritt

Wo leben wir denn eigentlich, daß man sich über sowas Gedanken machen muß? Ich bin in meiner Meinung aich hin- und hergerissen, ob er sich outen sollte oder nicht... Grundsätzlich bin ich natürlich absolut dafür, kann aber auch seine Bedenken verstehen. Vielleicht bringt ja er mit diesem Interview den Stein ins Rollen, der nächste macht auch ein solches Interview... Ich denke, es wäre wirklich gut, wenn sich alle absprechen würden und sich zeitgleich outen würden. Am besten ist in jedem Verein einer dabei, dann haben die gegnerischen Fans auch gar keine Angriffsfläche. Mein schönstes Erlebnis zu dem Thema: Ein Kumpel hat mich mit ins Kölner Stadion genommen, und die Bayern fingen an zu singen: "Ihr seid die Hauptstadt der Schwulen!". Und was machen die ganzen Kölner um mich herum? Stimmen ein mit den Worten: "Wir sind die Hauptstadt der Schwulen!" :) Das war ein schönes Gefühl! Ach, wenn es doch überall so einfach wäre...

Stefan | 12. September 2012   16:22

@käv -Nazi Banner

zahlreiche BVB-Fans haben als das Banner ausgerollt wurde darauf reagiert und dem verantwortlichen Fanbetreuer sofort eine SMS geschickt. Zum Thema: Wenn es Alltag werden soll, muss nunmal jemand den ersten Schritt machen. Aber nein, in dessen Haut möchte ich auch nicht stecken. Vielleicht sogar mehr wegen dem Medienecho, als wegen der Fans.

sam | 12. September 2012   16:07

Bravo!

Sehr gutes Interview, ich wünsche dem Spieler alles Gute und hoffe, dass die Realität irgendwann auch im Fußball ankommen wird. Natürlich würden als schwul geoutete Spieler damit von einer intoleranten Minderheit im Stadion gegrillt und beleidigt, aber es wäre anzustreben, dass sich dies quantitativ und qualitativ nicht von Beleidigungen gegenüber anderen Spielern aufgrund deren Charakteristika wie z.B.Hautfarbe oder Nationalität unterscheiden würde. Die sexuelle Neigung ist doch nur eines von vielen Merkmalen eines Menschen. Es wird immer schwerer sein, einer Minderheit anzugehören. Ich glaube, dass ein Outing möglicht vieler Spieler in diesem Sinne hier "Normalität" schaffen könnte. Aber hart wäre es für die Betroffenen ohne Frage! Alles Gute und viel Mut!

paulgaul68 | 12. September 2012   15:41

Überfällig

Ich schliesse mich dem Kommentar von Raphael an; warum unterstützt die DFB nich aktiv ex-Profifußballer, die sich öffentlich outen wollen statt in hohlen Worte die aktiven Spieler aufzuforderen, sich zu zeigen? Das ist in einem Beruf, den man höchstens 20 jahre ausüben kann und sich Optionen offen halten muss auch in Internationalen Fußball mitmischen zu können ein unmögliches Unterfangen! Die betroffenen Ex-Profis hätten diese Schwierigkeiten ganz sicher nicht mehr! Sie würden den Fußballsport, aber auch zahlreiche junge, ehrgeizige Talente einen enormen Dienst erweisen...! Und es würde endlich vorwärts gehen mit der Utopie von Topsport mit einem menschlichen Antlitz..! Vielen dank für dieses Intervieuw!

oranjemarcel | 12. September 2012   15:40

Zum Fake-Vorwurf

Ich vermag mir beim besten willen nicht vorzustellen, dass es eine Agentur zur Vermittlung von Begleitfrauen für Schwule Fußballer geben soll. Dennoch erscheint mir das Interview eher unglaubwürdig. Tatsächlich enthält es auch keine Aussagen, die man sich nicht mit gesunden Menschenverstand Selbst erschließen könnte. Das Aufsehen dass dieser Beitrag ausgelöst hat erklärt sich mir daher überhaupt nicht.

Tom | 12. September 2012   15:36

Liebe Redaktion von Fluter.de

Fakecheck? Schön, dass ihr eine Erklärung des Autors habt nur beweist dies halt nicht dass das Interview wirklich geführt wurde. Klar findet ihr es toll, dass die Resonanz hier so groß ist und ihr nun ordentlich Traffic habt ( ich kannte Fluter.de bspw vorher nicht ) nur entwertet dies in meinen Augen natürlich euren "Fakecheck" noch weiter. Nicht das es im Fussball keine schwulen Spieler geben würde ( es gibt ja sogar schwule Amateurmannschaften ) und genau wie man im Beruf ( selbst wenn man nicht etwas mit Mode, Medien, etc macht ) immer wieder mal auf Homosexuelle trifft, so wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch Schwule in der Bundesliga geben. Nur wenn diese Personen solche Probleme haben sich zu outen dann gehen sie nicht zu irgendeinem Pupsjournalisten oder zur Homoforscherin Frau Eggermann ( die sich durch Mund zu Mund Propaganda in der Szene bekannt gemacht hat :D ) sondern man würde zum Stern oder Spiegel gehen. Wenn man sich das Interview von Frau Eggermann ( die hat wenigstens wenigsten nur vom Hörensagen erzählt und kein Interview vorgetäuscht ) aus 2009 aunschaut ( man google danach wenn man es nicht kennt ), dann fällt genau wie bei diesem Interview auf, dass nur Plattheiten und Klischees verbreitet werden, die ich mir in 10 min selbst aus den Fingern gesaugt hätte. Ein Spieler wo es ein Teil der Mannschaft weis und ihn natürlich deckt, aber wo es unangenehm ist miteinander zu duschen - ja nee, is klar. Ich find es ok, dass man das Ganze thematisiert und versteh auch welche Interessen dahinterstehen, nur hätte man sich schon etwas mehr Mühe geben können und nicht in ein paar Minuten irgendwelche Plattheiten hinschmieren...

Ron | 12. September 2012   15:20

Gestelltes Interview

Ich halte dieses Interview für ein gestelltes. Die Antworten sind alle 0815 Antworten, es gibt keine Erkenntnisse und Namen sowieso nicht.

Alexander | 12. September 2012   15:05

@Rainer @fluter.de Redaktion Fake Vorwurf

Vielen Dank für Eure Beiträge. Der Vorwurf des Fake ist nicht von der Hand zu weisen. Wenn Herr Bechthold ein gutes Händchen beweist und gemeinsam mit dem Spieler was erreichen möchte so würde ich mir wünschen, dass die beiden einen Schritt weiter gehen und das Gespräch notariell beglaubigen lassen. Das würde dem Spieler ermöglichen, weiter in der Anonymität zu bleiben und Herrn Bechthold davor beschützen als Faker beschimpft zu werden. Und alle wüssten, dass es tatsächlich den Profispieler gibt, der sich entsprechend geäußert hat. Die letzten Ungläubigen können dann lediglich noch behaupten, ein heterosexueller Profifußballer hätte sich die ganze Geschichte nur ausgedacht.

Frank | 12. September 2012   14:37

Sandra | 12. September 2012 13:31

nein nein nein, liebe Sandra, Westerwelle, Wowereit, Lindner et al sind keine passenden Beispiele. Ein Fußballer muß wöchentlich öffentlich vor großem Publikum, das sofort sich negativ äußern kann und wird, aufspielen. Diese "große Szene" haben die von Ihnen genannten Personen des öffentlichen Lebens nicht. Wenn überhaupt, dann wird in den Medien gefeixt oder in kleinerem Rahmen. Der anonym gebliebene Fußballprofi tut genau das Richtige: er bleibt solange anonym, wie er das für richtig hält. Er soll nicht seine Karriere oder gar sein Leben aufs Spiel setzen. Alles andere wäre Selbstmord. Er soll die Chance nutzen, durch sein spielerisches Können sich Rücklagen zu erwirtschaften, um später ein Outing zu versuchen, dann ist er wenigstens materiell abgesichert. Ich bin selbst lesbisch und als Anwältin im Familienrecht mit überwiegend weiblichen Mandanten wäre mein öffentliches Outing "das" gefundene Fressen für den Ehemann und potentiellen Prozeßgegner und natürlich auch für die anwaltliche Konkurrenz, ohnehin meist Männer. Dann wäre meine Kanzlei ganz schnell am Ende, denn so stark und gefestigt sind im Scheidungsprozeß befindliche Mandantinnen nicht, daß sie trotz der Hänseleien das Noch-Ehemannes weiterhin zu "ihrer" Anwältin gehen. Meine sexuelle Ausrichtung geht die Öffentlichkeit nichts an, so sollte es auch der schwule Fußballer halten. Die deutsche Öffentlichkeit ist homophob, wie nicht zuletzt die Beispiele auf Facebook (siehe Posting weiter unten) und auch viele sonstige Medienberichte deutlich machen. Wir homosexuell ausgerichteten Menschen brauchen auch nicht die Toleranz, die überall beschworen wird. Wir sind ganz einfach Menschen, die nicht der Toleranz anderer Menschen bedürfen.

Karen | 12. September 2012   14:33

Fans

Die Fans sind da ganz klar das Problem... Wenn man sieht was bei Pezzoni abgegangen ist dann kann man sich schon vorstellen was diese adozialen dann bei einem schwulen bundesliga spieler tun würden. Stellt euch mal vor es wäre ein BVB oder S04 Spieler oder gar bremer oder hamburger und im Derby im fremden stadion zu spielen das wäre ein Alptraum. Und selbst wenn es nur ausnahmen sind wie andere immer sagen. wo sind dann die fans die im Stadion leute in die schranken weisen? Kürzlich gab es ja in dortmund das problem mit dem Nazi banner? habt ihr da fans gesehen die was dagegen getan haben??? obwohl sie in der überzahl waren??? Ich finde es richtig das sich der Spieler nicht outet. Denn heutzutage würden ihn Die Medien und Fans fertig machen!!!

Käv | 12. September 2012   14:18

schwuler spieler

TOLL !!! mehr kann ich nicht sagen !!! ausser hoffe das du das durch hälst und/aber auch glücklich bist !!! lg

arnd quill | 12. September 2012   13:53

Lieber Bundesligaspieler,

jetzt atme mal tief durch und lass dein Großhirn walten. Solltest du dich jemals öffentlich outen, wird wie du schwulen Sex hast wohl kaum Teil der öffentlichen Diskussion sein. War das Teil der medialen Diskussion bei Westerwelle? Nein. War das Teil der medialen Diskussion bei Wowereit? Nein. Haben darüber die Klatschpostillen bei Patrick Lindner spekuliert? Nein. (Diese fixe Idee erinnert mich sehr an meine damalige Freundin, die felsenfest davon überzeugt war, wenn sie auf eine queere Party mit mir ginge, würden sich alle fragen, was wir wohl im Bett miteinander anstellen. Jahre später hat sie dann selbst zugegeben, dass das wohl eher ein Ausbruch von internalisierter Homophobie im Zuge ihres coming outs war. … Sollte es deinen persönlichen Erfahrungen entsprechen, dass Hinz und Kunz dich gefragt haben, wie das denn dann im Bett funktioniert, mein tiefes Beileid, dass du so neugierig, dummdreiste, unsensible Fragen erdulden musstest. Es ist wirklich erstaunlich wie unreflektiert manche Menschen bezüglich Sexualität sind, schließlich ist es ja auch nicht Usus heterosexuelle Bekannte nach ihren Praktiken zu befragen. *facepalm*) Abgesehen davon hat sich in den Mainstream-Medien mittlerweile durchgesetzt sich gegen Homophobie auszusprechen. Sogar die BILD würde es nicht wagen, einen sich outenden Spieler in die Pfanne zu hauen für seine Homosexualität. Da dürftest du eher damit rechnen als Held gefeiert zu werden. Mit nem fitten Medienberater dürftest du den Sturm im medialen Wasserglas gut überstehen. Und ja, mensch kann sich outen UND seine Privatsphäre wahren. Wie groß du das Ding aufziehst, ist dir überlassen. Für den Anfang könntest du ja vielleicht einfach mal bei den Events, die eine Begleitung erfordern aufhören eine Hetero-Fassade zu simulieren und deine "Gabi" zu Hause lassen. Stattdessen einfach Mama, Papa, Bruder, Schwester oder nen Mitspieler mitnehmen. Oder einfach allein hingehen? Es soll ja auch Singles geben. Aufzuhören aktiv als Hetero zu posieren, hieße noch nicht einmal in den Verdacht zu geraten schwul zu sein. (Denn die Standardannahme ist ja immer noch, Menschen seien hetero. Zumindest bis sie sich nicht mehr 'geschlechtskonform' verhalten.) Was die Fans angeht, scheint mir, dass hängt stark vom Verein ab in dem du spielst. Wie die Fangemeinschaft da drauf ist (vielleicht sogar ne queere Fangruppe?) und ob dir der Verein den Rücken stärken würde. Darauf zu warten bis alle Fans sich mit ihrem Sexismus und ihrer Homophobie auseinandergesetzt haben - frohes Warten. Solange keine Spieler out sind, fällt es in den Kurven doppelt so leicht "schwul" als Schimpfwort und Beleidigung zu nutzen. Ohne Herausforderung kein Wachstum. take care of your sanity.

Sandra | 12. September 2012   13:31

Respekt

Erstmal Respekt an den Spieler, nicht jeder hätte ein Interview zu so einem Thema gegeben. Ich kann verstehen, dass er nicht traut sich zu outen, ich würde es gerade als Profifußballer auch niemals tun. Genau wie er schon sagte, man würde in den Medien zerrissen, Fußballfans sind nicht immer nett, und das Gefühl im Stadion zu stehen und von 20000 oder mehr Leuten als schwule sau oder ähnliches Bezeichnet zu werden möchte ich niemand haben und wünsche ich auch niemandem. Abgesehen davon geht es doch niemanden was an, ob jemand auf Männer, Frauen oder was auch immer steht. Selbst Menschen die aus den verschiedensten Gründen in der Öffentlichkeit stehen, haben eine Privats- und Intimssphäre, die muss meiner Meinung nach Respektiert und gewahrt werden. Ich wünsche dem Spieler viel Energie und Kraft für das Doppelleben, viel Erfolg auf dem Platz und im Privatleben.

Tanja | 12. September 2012   13:31

Tragikkomik

Ich will ja keinem zu nahe treten, sorry falls ich das tue. Aber für einen aufgeklärten Schwulen ist dieses Interview eine Zumutung und mutet wie ein Fake an. Ich hab selten so gelacht. Wer spricht denn bitte von selbst, ohne danach gefragt worden zu sein, vom gemeinsamen Duschen. Ach und beste Freundinnen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Das "Interview" bedient alle Klischees, appelliert aber bestens an die großen Herzlein, der "Kümmerinnen". Der gemeine Sxhwule ist ja leider von Haus aus etwas ängstlich und so zu vermeintlicher Solidarität fast schon verdammt. Sollte die sexuelle Orientierung im Fussbald oder Sport überhaupt etwas zu suchen haben? Ich finde nicht. Weder homo noch hetero. PS: Alles bestens ausgedacht. Als Appell an die schwulen Leser mit angeknacksten Herzen. Ich finde das unsunseriös und es bringt leider niemanden weiter1

Sieger_Berlin | 12. September 2012   13:28

Fans...?

Mutig und wichtig. Aber eines fällt mir immer wieder auf - die "sog." Fans müssen immer wieder mal herhalten... Ich steh in einer Kurve, ich kenne die Szene - und glaubt mir eines: Die Kurven in diesem Land sind nicht rassistisch, homophob oder intolerant. Natürlich gibt es Ausnahmen - aber daran wird gearbeitet. Ein Outing würde in der überwiegende Zahl der Kurven auf Offenheit stoßen. Verständlich, dass niemand der Erste sein will - aber wenn es viele tun (am Besten in jedem Club einer...) - dann würde es eine Mediensturm geben - und dann wäre Ruhe. Die Fans sind auf Dauer kein Problem.

rio | 12. September 2012   13:22

Sorry, aber...

...das Interview ist eindeutig ein Fake. Eindeutig. Jeder, der ein bißchen Ahnung von PR-Arbeit hat, liest das schnell heraus. Die Gründe aufzuzählen würde fluter.de nur die Möglichkeit geben, die üblichen "Gegenargumente" vorzutragen. Ist überflüssig. Einfach ein Fake. Und ich hasse Fakes!

MvW | 12. September 2012   13:10

Deutschland, 2012

Diese Diskussion ist ganz grds. sehr peinlich. Denn was geht mich die sexuelle Präferenz eines Mitmenschen an? Gar nichts. Welcher heterosexuelle Mann wäre schon begeistert, ständig gefragt zu werden, ob er hetero ist oder wie der Sex mit seiner Partnerin aussieht?

Martin | 12. September 2012   12:57

@Rainer, 12.9.2012, 01:57

@Rainer (Interview ist ein Fake): "Wir arbeiten auf fluter.de schon länger gut und vertrauensvoll mit dem Autor Adrian Bechthold zusammen und haben keinerlei Zweifel an der Qualität seiner journalistischen Arbeit. Adrian Bechtold arbeitet seit Jahren als freier Journalist (vor allem für das Fernsehen, Radio und für Online-Medien), war unter anderem aktiv bei der Jugendpresse (politikorange, Mobile Akademie) und ist langjähriger Dozent für Jugendjournalismus in Schulen. Wir haben ihn bei der Recherche und der Arbeit am Interview "Ein Mann, den es eigentlich nicht gibt" unterstützt. Uns liegt eine schriftliche Bestätigung des Autors darüber vor, dass das Interview tatsächlich stattgefunden hat, und wir zweifeln nicht an der Richtigkeit des Schreibens. Wir freuen uns über die lebhaften Diskussionen, die das Gespräch zum Thema "Homosexualität und Fußball" hier bei uns auf fluter.de, aber beispielsweise auch in vielen Fußballfanforen ausgelöst hat. Die fluter.de Redaktion

fluter.de Redaktion | 12. September 2012   12:51

Outing, mutig aber im Moment im Bereich DFB schwer.

Ich finde es als selbst betroffener sehr mutig, dass man sich der Situation, wenn auch nur anonym, stellt. Leider ist aber die Zeit nicht nur bei den Fans noch nicht reif, auch bei den höheren Funktionären des Dfb und seiner Landesverbände ist das Thema verpönt. In den Medien, wenn es passt und medienwirksam ist, dann steht man zu einem offenen, freien Umgang mit dem Thema. Wehe wenn sich dann aber jemand outet oder leider geoutet wird, dann weiss man davon nichts mehr und die Betroffenen werden mehr und mehr ausgegrenzt und mit fadenscheinigen Begründungen von verschiedenen Funktionen abgesetzt. Man wird dann so lange stigmatisiert, bis man freiwillig den Rückzug antritt. Leider gibt es auch keine Stelle beim Dfb oder bei den Landesverbänden, die den betroffenen zur Seite stehen.

Bernd | 12. September 2012   12:46

endlich!!!

endlich geht einmal was weiter. natürlich kann man diese situation nicht verstehen wenn man nicht selbst in dieser situation ist. ich meine ich bin selber schwul aber kein profifussballer aber trotzdem habe ich in einen hobbyverein gespielt. unsere mannschaft bestand aus 40 leuten und keiner wusste etwas von meiner sexualität. irgedwann wird dir das lügen zuviel . man lügt ja nicht nur andere an sondern auch sich selber. im grunde ist es ja so das man am leben ist um ein leben zu leben und das kann man sich selber aussuchen wie man es lebt. ich dachte mir halt, soll ich mein leben nur für die anderen leben so wie sie mich sehen wollen bzw. so wie ich es in zeige. man kann sein leben selbst gestalten, mit lüge oder ohne lüge. das leben kann lange dauern (hoffentlich) aber zu lang für ein leben mit so einer lüge. natürlich hat man dann angst vor den konsequenzen und in deinem fall hängt sicher auch viel davon ab. ich hatte auch immer angst ob ich dann nicht mehr fussball spielen oder ob ich dann freunde verliere aber wir schätzen die gesellschaft oft falsch ein. die gesellschaft ist nicht stehen geblieben, sie geht auch mit mit der zeit. wenn man jemanden verlieren sollte deswegen nur weil man schwul ist dann weiss man wenigstens wer die wahren freunde sind und wer nicht. ich zB habe keinen verloren sie haben sich alle gefreut für mich das ich mein leben endlich lebe und nicht ein Doppelleben führen muss. in deinem fall ist es sicher schwieriger, da ist viel geld im spiel, tausende an fans usw. aber eins weiss ich wenn du einen schlechten tag hast und du das entscheidende tor nicht machst, schreien die fans trotzdem "schwule sau" von der tribüne egal ob du schwul oder hetero bist. ich wünsche es jeden den mut zu haben sein leben umzustellen und durchzusetzen. hoffentlich schaffst auch du es, denn dann wirst du sicher ein schönes leben haben und deinen menschen fürs leben finden. trotzdem möchte ich dir meinen respekt aussprechen denn du stehst ja doch dann eher in den medien. hut ab ;-) lg daniel

daniel (26) | 12. September 2012   12:33

"Da musst du drüber stehen..!"

ich bin zwar kein bundesliga spieler aber die problematik ist mir mehr als vertraut. ich liebe und lebe mit einer frau zusammen aber die (ab)normalität in der gesellschaft spür ich massiv - jeden tag. und das hat nichts mit "kampflesben" zu tun, denn die erste reaktion des umfeldes ist immer die gleiche: "was, duuuuu??!" dann scheint erst alles normal und mit der zeit halten männliche bekannte ihre freundinnen fester im arm oder frauen umarmen einen bei der begrüßung nicht mehr.. auch schön ist die pfeiffende männer variante, die gerne mal die handy nr rüber schiebt für einen potentiellen 3er. das ist MAL ganz witzig aber nach mehr als 10 jahren dann doch nicht mehr.. ja, es gibt den csd und ja dort ist die welt ach sooooo sozial.. der blick zwischen den zeilen in der gesellschaft ist dann härter als man glaubt. auch sprüche wie "ist doch egal was die andren sagen" oder "da musst du drüber stehn" kommt jedem leicht über die lippen, der nicht in dieser situation ist. im grunde ist es aber ein immer wieder kehrendes erklären und rechtfertigen dafür wie man ist.. ich kann diesen spieler (und auch jede andere person, die so in der öffentlichkeit steht) verstehen, dass das privatleben hinter verschlossenen türen geführt wird. dennoch stellt sich für mich dabei die frage, ob der bezahlte preis nicht zu hoch ist. ich selbst meide auch oft die öffentlichkeit mit meiner partnerin. dennoch versuch ich mit meiner freundin so frei wie möglich zu leben, denn ich hab nur dieses eine leben und es gehört mir....

Barbara | 12. September 2012   12:24

Outing nach der Kariere?

Auch ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen und meinen Respekt für dieses Interview zum Ausdruck bringen. Der Fußball ist eine kleine Parallelwelt, in der mancher anders ist als im wahren Leben (damit meine ich die Fans im Stadion). Da reicht es oft, dass es nur ein paar Mann gibt die es absichtlich anfängt und plötzlich singt eine ganze Kurve z.B. „ihr seit die Hauptstadt der Schwulen“ und will damit in diesem Beispiel Kölner Fans verunglimpfen. Von daher kann ich es 100% nachvollziehen, dass man sich als Spieler nie und nimmer outen möchte. Mich würde es interessieren, warum es immer noch so wenige (bis keine) ehemaligen Profis gibt, die sich nach ihrer aktiven Karriere outen. Das könnte doch ein erster Schritt sein, der zwar wahrscheinlich auch erst mal eine große Welle macht, aber dann das tägliche Leben desjenigen nicht so stark beeinflussen sollte. Ich könnte mir gut vorstellen, dass wenn dies regelmäßiger passieren würde, eine langsame Veränderung bringen würde. Wenn nämlich Fans darauf aufmerksam gemacht werden, dass der Spieler, der für die eigene Mannschaft gekämpft hat, mit dem man evtl. Titel gewonnen hat und ihm alle 2 Wochen im Stadion zugejubelt hat erzählt, dass ein großer Teil seiner Laufbahn überschattet war, von der Angst vor den eigenen und den fremden Fans, dass man sich die ganzen Jahre verstellen musste und die Erfolge so gar nicht wie andere genießen konnte. Man muss wissen, dass für einen einen richtigen Fußball-Fan Spieler die lange im eigenen Verein waren richtige Helden sind. Ehemalige Spieler werden teilweise in einer Art und Weise vergöttert, dass die sich fast alles erlauben könnten, ohne im Ansehen ihrer eigenen Fans zu sinken (vorausgesetzt sie haben sich Loyal zu ihrem Verein verhalten). Mich würde es sehr freuen, wenn es mal berühmte ehemalige Spieler gibt, die vielleicht auch in der Nationalmannschaft gespielt haben, deutscher Meister oder Pokalsieger geworden sind und sich nach ihrer aktiven Laufbahn outen öffentlich würden.

Raphael | 12. September 2012   12:10

Anstoß

Auch wenn natürlich niemand überprüfen kann, ob dieses Interview wirklich echt ist: auf alle Fälle gibt es einen Anstoß, darüber nachzudenken, wieso Menschen im 21. Jahrhundert immer noch Angst vor einem Outing haben müssen. Ich wünsche dem Spieler, falls es ihn gibt, den Mut, vielleicht gemeinsam mit ein paar anderen, diesen Schritt mal zu tun. Aber ich gebe zu, es gibt immer noch viel zu viele Idioten in den Fanblöcken.

ruedigerb | 12. September 2012   12:07

Zerrissenheit

Hut ab. Allein das Interview kostet Mut. Was mag diese Zerrissenheit mit ihm machen? Die Kommentatoren, die ihn zum mutigen Outing aufrufen, haben gut reden. Ja, Wowereit und Co hat es auch nicht geschadet, aber die laufen im Zweifelsfall mit Leibwächtern herum und werden nicht von Zigtausenden im Stadion in Sprechchören angemacht. Mir gehen ja schon die "normalen" Sprechchöre zum Teil viel zu weit, die wenig oder keinen Respekt gegenüber dem Gegner oder dem Schiri zu erkennen geben. Das hat oftmals mit Fairness oder Sportethik nichts mehr zu tun. Die Angst, von solchen "Fans" in der Luft zerrissen zu werden, kann ich voll nachvollziehen. Da müssten die Trainer und Trainerinnen in allen Sportarten und Vereinen wesentlich konsequenter sein. Und da müssten viel mehr Spiele unterbrochen oder abgebrochen werden, wenn Zuschauer unsportliche oder rassistische Bemerkungen brüllen. Erst nach einer Entschuldigung geht es weiter - oder gar nicht. Ich glaube: Erst danach hätten auch Schwule eine Chance, sich im Fußball oder anderen Sportarten zu outen.

Bernd | 12. September 2012   11:50

Freudvoll - Leidvoll - Gedankenvoll

Ich hab den Artikel mit sehr gemischten Gefühlen gelesen und glaube, ich werd ihn in meinem Blog nochmal näher bearbeiten. Die Erwartungen an einen Fußball-Profi sind sicher enorm und sie zu erfüllen, ist sicher unglaublich schwierig - gerade mit dem Druck der Öffentlichkeit und Beobachtung. Wie kann ein Mann Anfang/Mitte 20 mit diesem Druck umgehen und dennoch den 'Vorzeige-Kerl' geben?! Ich habe großen Respekt vor diesem Schritt ein Interview zu geben und hoffe sehr, dass sich nun mehr Spieler trauen und vielleicht ein gemeinsames Statement zustande kommt. Mehrere sind sicher stark genug, sich dem zu stellen und sind sicher auch nicht so leicht anzugreifen. Zwanziger und ein paar gute Medienberater wären das sicherlich hilfreich. Wenn man das ganze positiv und offensiv aufzieht, kann das sicher ein Erfolg werden. Stellt eure Stärken im Fußball offensiv dar, dann gehen sicher auch die Fans mit. Und bindet die schwulen Fanclubs ein. Die Unterstützung habt ihr sicher. Viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft!

Dr Berkowitz | 12. September 2012   11:45

Gab es dieses Interview überhaupt?

So wie es sich liest, würde ich mich nicht wundern, wenn dieses Interview frei erfunden ist.

Peter | 12. September 2012   11:09

Es wird nicht nützen

Ein Outing wäre fatal. Die meisten Kommentare hier stammen von Lesern, die nicht aktiv in den Stadien unterwegs sind. Sobald ein Spieler sich outet, würde auf ihn von den gegnerischen und bei negativen Leistungen auch von den eigenen Fans verbal eingedroschen. Daran wird sich nichts ändern. Es liegt einfach an den Emotionen, die in Bruchteilen von Sekunden freigesetzt werden, und meinen tut es wahrscheinlich auch fast niemand so, aber dennoch wäre es sehr demütigend und schädigend für denjenigen, der sich outet. Es gab schon immer schwule Fussballspieler, auch in den 80ern und 90ern, und sie haben sich auch nicht geoutet. Einige führen sogar Ehen mit Kindern....!

Michaela | 12. September 2012   11:05

Lieber Fußballer

Die Dummen, die Dumpfen, die kleinen Geister, die Psychos - alle Teil dieser Welt. Nicht nur Du leidest darunter. So ist das. Jetzt hast Du zwei Möglichkeiten: Opfer bleiben oder einfach sagen: Ich bin schwul und damit hat sichs. Ende der Diskussion. Weil, es ist doch eh wurscht. Den meisten Menschen ist's egal. Wir sollten den Trotteln unter uns nicht so viel Macht geben. Also: Hau rein und laß das Kätzchen aus dem Sack!

Efendi | 12. September 2012   11:04

Vollkommen wurscht!

Also mir ist die sexuelle Präferenz von anderen Menschen, sofern sie nicht mit mir in einem Bett schlafen, vollkommen egal. Noch egaler ist es mir bei Menschen, die ich nur durch Medien wahrnehme und persönlich noch nie getroffen habe. Ich teile aber die Furcht und die Abscheu vor dem "Mob" im Fußballstadion, dort wird in der Masse untergetaucht und jedes erdenkliche, im Alltag mühsam unterdrückte Ressentiment rausgebrüllt und "Du schwule Sau!" ist Alltag beim -ach-so-stolzen-hetero-Mann-, wenn er erstmal alkoholisiert und losgelassen ist. Was bleibt, sind Menschen, die sich selbst verleugnen müssen und das ist traurig. Eine Tages wird es aber einen Mittelstürmer (völlig wahllose Spielerposition und keine Mutmaßung oder dumme Anspielung) geben, vielleicht nach dem Weltmeisterschaftsfinale, der einfach mit seinem Freund zum Bankett geht, ganz egal, wie das Spiel ausging und ... niemand schert sich drum. Das wäre ein kleines Stück Normalität.

Dom | 12. September 2012   11:02

Genau deshalb...

"Rassismus,Nationalismus und Homophobie sind leider keine Seltenheit in deutschen Fußballstadien und das hat mehr mit fehlender Bildung und geistiger Verwahrlosung, als mit dem Kleinhirn zu tun." Und deshalb interessiert mich Fußball überhaupt nicht: Das Publikum ist zum k'tzen.

Jeeves | 12. September 2012   10:01

Rugby: Gareth Thomas

Im Rugby hat sich mit dem Waliser Gareth Thomas eine Ikone des Rugbysports vor drei Jahren geoutet. Auch wenn es vereinzelt, und wirklich nur vereinzelt, zu verbalen Grenzüberschreitungen kam (man achte auf die Reaktion des Verbandes! Glaube nicht, dass der DFB so reagieren würde) und das Outing überraschend kam und es ein Pressecho gab, lief alles ohne eine überhitzte Debatte ab. Haken dran und weitermachen. Rugby eben! http://www.queer.de/detail.php?article_id=15249 http://www.queer.de/detail.php?article_id=11558

Rugger | 12. September 2012   09:58

Vorbild sein!

Ich wünsche mir eine offene Gesellschaft, nicht nur beim Thema sexuelle Orientierung. Aber ich mache nicht den ersten Schritt, ich warte darauf, dass sich die Anderen endlich ändern. Das ist einfacher. Aber so lange will ich nicht mehr warten.

Flo | 12. September 2012   09:35

Stefan1973@ist-einmalig.de

Danke für die offenen Worte Es ist schwer fassbar welch ein Druck auf einem schwulen Profifussballer liegen muss. Dieses ewige Versteckspiel, das verleugnen seiner Identität. Alles nur um seinen Berufstraum leben zu können. Ich habe das Glück einen Beruf ausüben zu können, bei dem meine sexuelle Orientierung keine Rolle spielt und mein Arbeitgeber Homophobie in keiner Form duldet. An die Zeit vor meinem Outing kann ich mich aber auch noch sehr gut erinnern. Es war ein extremer Druck der auf mir lastete. Es brauchte Jahre, bis ich mich zu diesem Schritt durchringen konnte. Mein Comming Out war dann ein Befreiungsschlag für mich. Ich wünsche dem unbkannten Profifussballer, dass er auch demnächst diesen Schritt gehen kann bzw. geht.

Stefan | 12. September 2012   09:33

Kleinhirn

"Ich habe mal gehört, dass in solchen aufgeheizten Stimmungen nur noch das Kleinhirn im Menschen regiert und da ist eben Toleranz nicht eingebaut." Naja, ist ja lieb gemeint diese Ehrenrettung mancher sogenannter Fans.Die Realität ist eine andere. Rassismus,Nationalismus und Homophobie sind leider keine Seltenheit in deutschen Fußballstadien und das hat mehr mit fehlender Bildung und geistiger Verwahrlosung, als mit dem Kleinhirn zu tun.Trotzdem Respekt für dieses Interview,ich wünscht mehr Spieler würden diesen Mut aufbringen.

Bob | 12. September 2012   07:57

Interview ist ein Fake

Nachdem ich das "Interview" las und sämtliche Kommentare, bin ich von letzteren recht angenehm beeindruckt. Das Interview selbst ist aber so schlecht, dass es genauso gut fingiert worden sein könnte! Nichts, absolut gar nichts deutet darauf hin, dass da tatsächlich ein schwuler Bundesliga-Profi ein Interview gab - im Gegenteil... im Zusammenhang mit den Spielerfrauen wird weder vom Interviewer noch vom Interviewten der Umstand angesprochen, dass es (mindestens) eine Agentur gibt, die schwulen Fußball-Profis Frauen vermittelt... Ein gut vorbereiteter Interviewer wäre ganz konkret darauf zu sprechen gekommen, hätte der Interviewte es nicht von sich aus erwähnt. So, wie an anderen Stellen auch, scheint mir das wie ein riesiges Ding, das an einem Schreibtisch entstanden ist!! Was das Coming-Out schwuler Fußballprofis (und z.B. Leistungssportler) angeht, so gibt es einen einfachen Weg! Wenn die BILD Geheimnisse selbst ans Tageslicht fördert, kann das schon recht destruktiv enden. Tritt man aber mit so einer "Sensation" exklusiv an das Blatt - vorzugsweise in einer größeren Gruppe (!!) - so ständ man selbst und ausgerechnet bei der BILD unter einer Art von "Welpenschutz". Man möge die BILD-Ausgaben der letzten 60 Jahre daraufhin mal prüfen. Und hat man die Bild nicht gegen, sondern bestenfalls für sich, ist der gemeine Fußballfan bereits mit im Boot. So in dieser Form hier ist das Interview aber unter BILD-Niveau! Nur die Kommentare hier erteilen dem Sachverhalt den Ritterschlag!

Rainer | 12. September 2012   01:57

Guter Schritt!

Der arme arme Mensch... Ich selbst bin schwul und weiß sehr genau was für einen enormen Prozess ein Outing darstellt. Es vergehen Jahre bis du dir selbst eingestehen kannst das es eben ist wie es ist und weitere Jahre bis du soweit bist deinem Umfeld eben dies mitzuteilen. Das alles ist eine kleiner Freitot allein für einen "normalen" Menschen. Ich denke das Außmaß des Drucks von innen und außen ist bei einem Bundesligaspieler enorm. Das Interview zeigt aber wie sehr ein Versteckspiel einen zwerfressen kann. Ich denke irgendwann musst du da einfach ein Ventil finden und zumindest anfangen anzuklopfen und zu zeigen das du existierst wie du eben existierst. Generell finde ich es sehr sehr unfair das ein eigentlich alltägliches Thema heutzutage immer noch so viel Schmerz zufügen kann. Ich bitte euch alle: Niemand sucht sich seine Sexualität aus, die ist wie sie ist. Es ist nicht danach zu krähen wen die Menschen lieben oder atracktiv finden, es ist das normalste der Welt. Das Problem ist das Denken der hetero Männer und deren männlichkeits Kränkungsempfinden, sollten sie entdecken das der Fußballer den sie da anfeuern ne "Schwuchtel" ist. Dieses Bild muss nicht sein, denn es ist veraltet, unbegründet und entsteht durch Vorurteile und Angst, vielleicht sogar vor eigenen Gefühlen. Jeder von uns hat die Möglichkeit im eigenen Kopf anzufangen und dieses negative Bild des schwulen Mannes in zumindest ein als "normal" empfundenes umzuwandeln. Es ist ja nichtmal die generelle Homosexualität die den otto normal hetero Mann stört, findet er ja Lesben durchaus "geil"! Aber kein schwuler wird an eurer Tür klingeln und euch zwingen mit ihm Sex zu haben und schon garkein Bundesligaprofi...

Nigoki | 12. September 2012   00:41

Respekt

Vielen Dank für die offenen Worte! Man kann nur hoffen, dass die Wünsche des Spielers in Erfüllung gehen! Alles Gute und viel Kraft auf dem weiteren Weg!

Chris | 12. September 2012   00:02

Weiter so !

Einmal möchte ich dem Spieler großen Respekt aussprechen. Und ich möchte ihm auch Mut machen und weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig das ist. Fußball ist ein Bereich, der noch sehr "heterodominiert" ist und von der Gesellschaft so gesehn wird. Schwul geht da garnicht, so der Tenor. Es gibt immer Menschen, die sich querstellen und das Glück anderer verhindern. Ich meine, was bisher schon in der Gesellschaft erreicht wurde, hoffentlich bald auch die Öffnung der Ehe, aber dann wird auch neuer Wind in den Fußball auffrischen und aus den verklemmten Einstellungen lösen. Alles ist wandelbar und veränderbar nur kann man nicht warten, bis es ein anderer tut. Ich wünsche allen anderen daraußen, dass sie endlich mal verstehen, dass wir normale Menschen sind, die nicht nur die Klischees bedienen, sondern auch Fußballspielen, Ärzte werden und und und und. Das Leben geht weiter und auch der Geist. Ich würde mich riesig freuen, wenn in einem Jahr hier der Spieler offen sein kann und mit seinem Partner glücklich wird.

Max | 11. September 2012   23:45

Riesen Respekt und endlich ein erster Schritt!

Also ich finde es wunderbar, dass ENDLICH mal ein deutscher Profifußballer den ersten Schritt gemacht hat und sagt was Sache ist. Auch, wenn er seinen Namen nicht genannt hat, was völlig in Ordnung ist, finde ich diesen Schritt dennoch sehr wichtig für den deutschen Fußball. Weil jeder immer meint, es gäbe keinen schwulen Bundesligaspieler. Und endlich haben wir einen Beleg dafür, dass es sie doch gibt! Natürlich gibt es sie, warum sollte es sie auch nicht geben? Es gibt ja genauso gut hetero Fußballer, also auch homosexuelle! Das ist doch ganz natürlich. Aber alle haben es abgestritten bzw. tot geschwiegen! Doch endlich macht mal jemand seinen Mund auf, und dann auch noch ein Profifußballer selbst! Riesen Respekt! Ich wünsche ihm von Herzen alles Gute, und hoffe wirklich, dass er eines Tages seinen Namen unter dem Gesagten setzen kann! Das wäre nochmal ein weiterer wichtiger Schritt! Denn es kann doch eigentlich echt nicht sein, dass jemand nicht dazu stehen kann wer ist er ist! Ich finde es so schrecklich, dass hetero Fußballer mit irgendeiner Frau da rumlaufen können und keinen interessiert es! Aber würde der Fußballer mit einem Mann rumlaufen, oh weia, dann wäre was los! Das finde ich schrecklich und ganz ehrlich auch traurig, denn im 21. Jahrhundert sollte es doch nun möglich sein, dass jeder öffentlich dazu stehen kann ob er Männer oder Frauen mag! Aber nein, anscheinend ja nicht. Das ist echt traurig, aber ich hoffe wie gesagt dass er irgendwann seinen Traum leben kann und mit seinem Partner in ein Restaurant gehen kann, ohne das irgendwer irgendwas sagt! Denn es ist jedem sein gutes Recht das zu sein was er ist, und es ist jedem selbst überlassen mit wem er ins Bett gehen möchte! Ob nun Frau mit Mann oder Mann mit Mann oder Frau mit Frau! Und gerade uns als Fußballfans sollte es egal sein, ob die Spieler aus unserem Verein jetzt mit 3 Frauen oder 1 Mann ins Bett gehen! Ist doch total egal, wenn er am Samstag trotzdem noch die Tore macht oder seine Leistung bringt, dann ist das unser Mann! Egal mit wem er abends ins Bett geht! In dem Sinne: Wir sind alle Menschen, egal ob bi, homo, hetero oder sonst irgendwas!

Josefin Scherlies | 11. September 2012   23:44

Ein wichtiger Schritt nach vorne, aber...

...ich denke die Massen im Fußballstadion werden sich nicht "nur" von Worten überzeugen lassen. Dieses Interview ist unbenommen ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und wird für mehr positive Aufmerksamkeit dieses Themas im Fußball sorgen, doch so "unschön" und eventuell sogar gefährlich ein Outing (wobei dabei ein Outing mehrer Spieler wahrschienlich sinnvoller wäre) auch wäre; es gibt keinen idealen Zeitpunkt und längst nicht alle alle Fans sind homophob oder ähnliches. Ich denke ein gut geplantes Outing mehrer Spieler wäre sogar wesentlich effektiver im Kampf gegen Homophobie, da dann vllt. die Fans in den Kurven die schon vorher tolerant waren aber stillschweigend die Kommentare anderer hingenommen haben, aktiver werden würden und so der Toleranzprozess doch wesentlich beschleunigt werden würde... Ich wünsche allen Spielern die dieses "Geheimniss" mit sich herumtragen viel Glück und hoffe, dass es in Deutschland (was immer so große Stücke auf Toleranz gibt) eines Tages möglich sein wird dieses Thema offen anzusprechen und es im Fußball keinen Unterschied mehr machen wird welche sexuelle Orientierung ein Spieler hat.

Helena | 11. September 2012   23:33

toller Artikel

ich kann mir schon vorstellen, dass gerade in der Fussballwelt/Stadion eine andere Atmosphäre vorherrscht als in der allgemeinen Gesellschaft (wie das hier auch sehr gut heraus gearbeitet wurde) & auch wenn ich mich in das Problem des Outings nunmal nicht 100%ig hinein versetzen kann, so kann man als Leser deine Bedenken gut nachvollziehen so wie diese hier beschrieben sind. da wünsche ich dir auf jeden Fall den Mut & den background um den 2.Schritt richtig abzupassen (von meinem Standpunkt her wäre das überfällig & jemand wie du mit diesem Auftritt hier wäre genau der Richtige, aber vllt überschätze ich da auch das Stadion-Publikum) nur am Ende ist es vllt auch nur ein Problem im Kopf, dass einen selbst blockiert, wenn man zwanghaft versucht es zu verheimlichen & am Ende wird man vllt im Gegensatz zur Erwartung positiv überrascht vllt noch ein Gedanke: die geschilderten Befürchtungen müssen sich ja nicht ausschließlich auf ein homosexuelles Outing-Dilemma beziehen, sondern ganz allgemein auf den Umgang von Medien mit dem Privatleben Prominenter und hierbei gibt es Personen, die ihr Privatleben mehr oder weniger offensiv als story vermarkten & dies hat dann im Zweifel auch negative Seiten, wofür es viele Beispiele gibt... aber es gibt auch eine ganze Menge Promis , die anders mit ihrem Privatleben umgehen - da ist es doch ein Unterschied, ob man ein Outing als homestory/ großen Aufmacher transportiert oder dezent "by the way" ? klar ist, das es zunächst mehr Wellen schlägt als wenn ein Spieler xy mit einer neuen Freundin ankommt - aber danach gehören die Schlagzeilen doch wohl auch einem Spieler xy, der (wie man das z.b. von einigen bei Bayern München kannte) gerne mal seine Bekanntschaften im Schlepptau der Presse in einem nicht genannten Club zu präsentieren u.ä.? viel Erfolg in jedem Fall! (ich hoffe mal du spielst nicht beim FC SAP^^)

spassmagnet | 11. September 2012   22:59

Bei allem Verständnis

dafür dass er sich nicht outen will und nicht als der schwule Fussballer in die Geschichte eingehen will, so finde ich es doch befremdlich dass er von fernsehkompatiblen Standard Schwulen redet und davon dass Schwule einfach keinen Sport lieben, agressiv kämpfen und keine Vorbilder sein können. Hape und Bio und Westerwelle und Wowereit sind genauso berühmt und werden genauso von der presse in kreuzfeuer genommen. und ob man die jetzt mag oder nicht sie sind in meinen augen männlicher und mutiger als jemand der angst um seine fussballkarriere hat und seine Gabi als Spielerfrau ausgibt. wenn die kollegen in der liga die nach den befindlichkeiten fragen dann wenigstens mal stellung beziehen würden und sagen das es schwule gibt und dass es sie nicht stört. das wär doch auch mal was. und keiner muss sich outen.

Jörg | 11. September 2012   22:54

Danke!

Ich wünsche dem Spieler alles erdenklich Gute. Möge er eines Tages den Mut finden, sich zu outen, Familie und Freunde hinter sich wissen und viele, viele Fussballer neben sich, die öffentlich zu ihm stehen.

Klaus | 11. September 2012   22:35

Homophobie ist unnatürlich

Gerade Homosexuelle wurden schon in der Antike bei den alten Griechen verehrt und sogar in den antiken Schlachten als Elite eingesetzt. ( http://de.wikipedia.org/wiki/Heilige_Schar_(Theben) ) Mit der Zeit wurden Homosexuelle immer mehr an den Rand der Gesellschaft gedrängt - was wohl einem überholten Menschenbild entspringt. Gerade die Religionen haben schon immer gegen Homosexualität gehetzt. Dabei gibt es in der Natur immer wieder Fälle von Homosexualität, es gibt auch schwule Pinguine. Ich denke die Natur hat dies deswegen gemacht, da die Gene der Homosexuellen aussterben und somit, rein rational gesehen, Nahrung sammeln aber keinen Nachwuchs zeugen. Das hat den Effekt dass die übrigen in der Gruppe mehr zu essen hatten. Nur eine Theorie, die mir ein Homosexueller erzählte. Beste Grüße

Gregor | 11. September 2012   22:30

sind die fans die schlimmen?

Also wie ich das lese hat er vor allem Angst vor der Presse .... dass sich ein Klatsch Medium alla Bild auf ihn eindrischt und halt die riesen Story daraus entfacht oder nicht? und das kann ich extrem nachvollziehen das will keiner ob hetero oder homosexuell die nächste frage wäre wie die fans reagieren ... und ich glaube die würden sich relativ schnell dran "gewöhnen" und da nicht so die story draus machen.

jdb | 11. September 2012   22:27

immerhin der erste Schritt!

ich muss einfach sagen, Hut ab! Ich habe auch so angefangen, mich zu outen. Bis jetzt habe ich das nicht bis zum Ende gebracht, aber alle meine Freunde wissen das und ich habe es mir vorgenommen bis zum nächsten Jahr das einfach nicht mehr zu verstecken. Mein Freund leidet sehr darunter aber ich glaube ich muss an mich denken und nicht an die anderen, Hauptsache ich bin zufrieden. Ich kann nur sagen, dass jedes Mal, wenn ich das jemandem erzähle fühle ich mich frei und die Freundschaft wird einfach stärker. Ich habe mich entschieden, glücklich zu sein und es ist mir scheißegal, was die anderen über mich denken. Ich kenne einige Leute die Fussball spielen und eine "Freundin" haben, aber in wirklichkeit stehen sie auf Männer, nur sie wollen es einfach nicht akzeptieren und lieber verstecken sie diese Gefühle. Ich merke aber ganz einfach, wie sie andere Männer beobachten. Es ist nichts schlimmes dran, aber man sollte sich nicht quälen und einfach frei und glücklich sein.

Marcel | 11. September 2012   22:09

IT'S TIME

you are in XXI century! it's time to live normal. it's terrible if football player is ashemed because of being gay. it's not normal situation. this article isn't first step. it's about being in closet. it's article about lying and living in hipocrisy. it's not what i expected.

jk | 11. September 2012   21:56

Lieber Bundesligaprofi!

Seit mehr als siebzehn Jahren schaue ich Fußball und liebe die Emotionenen in diesem Sport. Die schönen und die ärgerlichen Momente, die ihr uns Fans ab und an bereitet. Dein Outing ist auf jeden ein mutiger Schritt in die richtige Richtung. Ich kann mir vorstellen, wie schwer das für Dich sein muss, dieses Doppelleben zu führen. Mir geht es anders auch so. Ich bin transsexuell und lebe im falschen Körper. Es ist schmerzhaft, es tut weh und es geht an die Substanz. Für mich selbst lernte ich offen darüber mit jedem Menschen zu sprechen, der geht. Das bringt unserer Gesellschaft mehr als es totzuschweigen. Homosexualität ist nichts weiter als eine Sexuelle Ausrichtung.Mich als Fan interessiert einfach nur, ob Du Tore schießt und uns Fans dabei Freude machst. Hoffentlich wird es auch für dich noch als Bundesligaprofi eine Zeit geben, in der Du offen zu Deiner Sexualität stehen kannst. Ich wünsche Dir einen Partner, der Dich so liebt, wie Du es verdienst und der die Kraft findet, zu Dir zu stehen. Viel Kraft und Glück für die Zukunft. Liebe Grüße Chris K. Fußballfan

Christian Kretschmar | 11. September 2012   21:53

Alle Achtung...

Gutes Interview, auch dieses wird absolut dazu beitragen und vielleicht manchen eingeschworenen Fußballfreak die Augen öffnen, dass im Profifußball nicht nur die „heile“ Heterowelt wie von vielen gesehen/gehofft stattfindet. Das Thema schwuler Profispieler wird sich, auch sollte es einige Outings geben, nie normalisieren für das sind die - ich nenn es mal -„negative“ Aspekte einer „Schwuchtel“ zu sehr in der Gesellschaft eingeprägt und die Medien würden bei jeder Kleinigkeit denjenigen „Zerreißen“. Tja, ich kann mir sehr gut vorstellen wie es „Den Mann den es eigentlich nicht gibt“ geht, Das Leben in 2 Welten ist mir nicht neu, bin selbst „schwul“ ;) noch relativ jung(23) und habe ein Unternehmen mit 15 Mitarbeitern… Auch sehr schwierig, aber ich sehe es gelassen! Man kann es sich eben nicht aussuchen, dh. wünsch ich IHM alles Gute für seine Karriere. Ev.wird er irgendwann auch den richtigen Partner finden.

Nick | 11. September 2012   21:48

Danke!

Einfach nur Danke für den Mut zum ersten Schritt. Ich hoffe weitere werden folgen. Solche Vorbilder bringen uns Schwule und die Gesellschaft als ganzes voran, auch wenn leider noch ein weiter weg zu gehen ist, wie man am Beispiel dieses Interviews sieht.

Sebastian Beck | 11. September 2012   21:20

Meine Hochachtung

Es ist traurig, dass sich in der heutigen Gesellschaft noch jemand wegen seiner Sexualität verstecken muss. Ich dachte, wir wären inzwischen aufgeschlossen und aufgeklärt genug, um auch schwule Fußballer zu akzeptieren. Meine Hochachtung an den jungen Mann, der dieses Interview gegeben hat. Ich wünsche ihm viel Kraft und Mut und auch viel Erfolg in seinem Beruf, damit die Entbehrungen die er täglich bringen muss, nicht umsonst gewesen sind. Und ich hoffe, dass er eines Tages tatsächlich seinen Namen unter den Artikel setzen kann, ohne die Nachteile, die er wohl heute hätte. Maria

Maria | 11. September 2012   21:06

It gets better…

Ich freue mich, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Es kann einfach nicht sein, dass MENSCHEN sich derartig unterdrückt fühlen müssen.

markus | 11. September 2012   20:26

Sehr guter Artikel!

Ein wundervoller Artikel, der mich aber auch traurig stimmt. Ich bin schon seit Jahren dafür, dass sich endlich die homosexuellen Spieler outen dürfen und das ohne Probleme. Klingt komisch, wenn ich das so sage. Ich wünschte mir einfach, die Welt wäre tolerant genug. Mir tut's weh, diesen Artikel zu lesen und zu wissen, dass es wirklich so ist und dass sie eigentlich leiden und Schauspieler sein müssen und nicht einfach nur das tun können, was sie wollen. Ich wünschte, es wäre anders.

Natalie | 11. September 2012   20:13

Unfassbar

Unfassbar, das man sich heute noch verstecken muss. Bin nicht lesbisch, aber dafür kann ich auch nichts.

Bonny be | 11. September 2012   20:11

Hut ab

Sehr schönes Interview. Und hut ab vor dem Spieler der sich getraut hat. Klar das er nicht sagen möchte wer er ist. Völlig verständlich. Ich hoffe für ihn und die anderen Spieler in der Bundesliga die da angesprochen wurden, das sie nicht an dem Leben in zwei Welten zerbrechen. Als Normalbürger, denke ich würde man schwule Spieler in der Bundesliga und der Nationalmannschaft akzeptieren. Soweit denke ich ist das Deutsche Volk entwickelt.

klaus | 11. September 2012   20:04

Endlich ein erster Schritt

Sehr mutig! Die Anonymität kann ich als ehemaliger Fußballer und Trainer nachvollziehen. Ich weiß auch, wie schwer so ein Schritt in die Öffentlichkeit sein kann; so habe ich mich im Frühjahr in einer großen Tageszeitung als schwuler Schulleiter und Vater von zwei Söhnen geoutet. Seit dieser Zeit geht es mir richtig gut. Nur Mut Ihr Profis, auch wenn ich weiß, dass Euer Outing wie eine Bombe einschlagen würde. Aber vielleicht könnte sich mal ein ehemaliger Profi outen, der steht doch nicht mehr so im Mittelpunkt.

Robert | 11. September 2012   19:52

Fans müssen sich positionieren

Niels Posting um 16:39 spricht einen wichtigen Punkt an: Wir als Fußballfans sind diejenigen, die bei Kommentaren à la: "Ist der Schiri schwul oder was?" "Was für ne schwule Sau" und ähnlich Ekelhaftem in der Kurve Stellung beziehen müssen. Es muss jedem klar sein, dass homophobe und jegliche weitere diskriminierenden Aussagen im Block nicht geduldet werden. Hier sind natürlich vor allem organisierte Fangruppen wie Ultras etc. gefragt. Aber auch als einzelner Stadionbesucher sollte man sich nicht zu schade sein, solche Kommentare nicht durchgehen zu lassen. Meine FreundInnen und ich wurden schon oft angefeindet, weil wir Leute konkret auf ihre Äußerungen angesprochen haben. Aber da muss man drüber stehen, denn man tut das Richtige für die Kurve. (Mir ist klar, dass sich so etwas bei Fanszenen wie Dynamo etc. schwierig gestaltet und man niemandem raten sollte, sich einem solchen Umfeld alleine zu stellen... Außer man verspürt akute Gelüste auf Prügel. Ich rede von "moderaten" Fanszenen, in welchen sich leider auch zu Hauf aggressive Proleten finden.)

Laura | 11. September 2012   19:50

Nun seid ihr dran liebe Fans

Ein tolles Interview ... Und deswegen seid nun ihr dran liebe Fans .... gönnt auch den Schwulen Fußballern eine glückliche Partnerschaft, die sie leben können ohne Angst vor euch zu haben. Ich grüße eine hoffentlich bald tolerante Fangemeinde und den hoffentlich bald glücklichen anonymen Fußballer

Jochen | 11. September 2012   19:29

ein erster Schritt

Ein wirklich lesenwerter Artikel! Die Angst vor dem Outing kann ich durchaus nachvollziehen und gerade in diesem Fall die berechtigte Angst vor körperlichen Übergriffen oder schon der Androhung von Gewalt, wie es ja leider in den letzten Wochen und Monaten keine Seltenheit war. Auf der anderen Seite bietet ein Outing auch die Möglichkeit ein Bild in der Öffentlichkeit zurecht zu rücken. Als Jugendlicher hätte ich mir ein solches Vorbild im Fußball sehr gewünscht. Ich selbst hatte nach meinem Outing in meinem Verein und auch außerhalb dessen keine negativen Erfahrungen gemacht. OK, natürlich bin ich kein Profi, aber trotzdem ist Fußball meine Leidenschaft. Der wichtigste Punkt ist allerdings, dass ich selbst von meinem Outing überzeugt sein muss und bereit bin auf Widerstände zu treffen. Irgendwann wird jemand dieses Level erreicht haben und dann ist es ihm egal, wenn 80.0000 ihn auspfeifen. Übrigens, Oli Kahn hat sowas beflügelt ;-)

Dominik | 11. September 2012   19:29

Nun seid ihr dran liebe Fans

Ein tolles Interview ... Und deswegen seid nun ihr dran liebe Fans .... gönnt auch den Schwulen Fußballern eine glückliche Partnerschaft, die sie leben können ohne Angst vor euch zu haben. Ich grüße eine hoffentlich bald tolerante Fangemeinde und den hoffentlich bald glücklichen anonymen Fußballer

Jochen | 11. September 2012   19:22

Weiter so...nicht aufgeben!

Toll, endlich mal ein Kerl, der seinen Mann steht, nicht nur auf dem Fußballfeld als Profi, sondern auch als Mann. Und ja, warum sollte er sich nur auf den Sex reduzieren lassen? Das ist gerade das Problem im Kopf der Proleten-Fans, die es nun mal zuhauf gibt.... aber die "Welle des Outings" kommt, da bin ich mir sicher nach all den Geschichten, die ich von verschiedenen Profivereinen gehört habe...

Gordon | 11. September 2012   19:16

Ein grandioses Interview!

Anonym hin oder her, ich finde es kommt langsam Bewegung in diese ganze Geschichte! Vielen Dank an den Interviewer und besonders den Interviewten! Weiter so!

LDT | 11. September 2012   19:03

Respekt

Hallo, wer immer Du bist. Sehr mutig, verstehe, dass Du deinen Namen nicht nennen magst, aber wenn Du hier die positiven Reaktionen siehst, solltest Du noch mal drüber nachdenken. Ich glaube, dass im Jahr 2012 die positiven Reaktionen deutlich überwiegen. Irgendjemand muss mal das eis brechen. Ich kann das ganze etwas nachempfinden, ich bin auch gay. Wenn Du mal sprechen möchtest... Gern. Lieben Gruß Dennis

Dennis Fischer | 11. September 2012   19:02

freud & leid mit der gesellschaft

ich bin zwat kein bundesliga spieler aber die problematik ist mir mehr als vertraut. ich liebe und lebe mit einer frau zusammen aber die (ab)normalität in der gesellschaft spür ich massiv - jeden tag. und das hat nichts mit "kampflesben" zu tun, denn die erste reaktion des umfeldes ist immer die gleich:"was, duuuuu??!" ja, es gibt den csd und ja dort ist die welt ach so sozial.. der blick zwischen den zeilen in der gesellschaft ist dann doch härter als man glaubt. auch sprüche wie "ist doch egal was die andren sagen" kommt jedem leicht über die lippen, der nicht in dieser situation ist. im grunde ist es aber ein immer wieder kehrendes erklären und rechtfertigen dafür wie man ist.. ich kann diesen spieler (und auch jede andere person, die so in der öffentlichkeit steht) verstehen, dass das privatleben hinter verschlossenen türen geführt wird. dennoch stellt sich dür mich dabei die frage ob der bezahlte preis nicht zu hoch ist.... ich selbst meide auch oft die öffentlichkeit. dennoch versuch ich mit meiner freundin so frei wie möglich zu leben denn ich hab nur dieses eine leben und es gehört mir....

barbara | 11. September 2012   18:58

normal?!

@Nils um 16:45 - hast du wirklich gerade "normal" geschrieben als Abgrenzung zu schwul? Genau DAS ist bereits das Problem! Beeindruckender Artikel, danke an den Spieler und Reporter und Redaktion, die die von ihm gewünschte Anonymität wahren. Und ich nehme mir die ebenfalls geäußerte Kritik an uns Fans an: Bei der nächsten dummen Äußerung in der Kurve müssen wir sprechen. Ruhig, sachlich, aber nichts mehr einfach stehenlassen und hinnehmen. Wir müssen genau so mutig sein wie die Spieler.

Lena | 11. September 2012   18:56

Respekt.

Wow. Mehr kann ich hierzu grade nicht sagen. Ich finde es extrem bewundernswert, dass hier endlich (!) mal jemand den Mut findet, zumindest unter dem Deckmantel der Anonymität über seine Situation zu sprechen. Natürlich ist es einfach nur traurig, dass Homosexualität im Fußball noch immer ein solches Tabuthema ist, aber mit diesem Interview ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung getan. Meiner Meinung nach müsste ein solches Interview wie dieses noch viel weiter nach außen getragen werden, es muss einfach mal klar werden, dass Homosexualität keine Krankheit ist, dass es einfach nur *piep*egal ist, ob man jetzt Männer oder Frauen liebt, weil es doch den Charakter eines Menschen nicht ändert! Großen Respekt an den Spieler, der sich zu diesem Schritt bereit erklärt hat, ich hoffe darauf, dass er vielleicht Nachahmer findet! Liebe Grüße

Katharina | 11. September 2012   18:46

Die Hoffnung stirbt zuletzt ...

Ich möchte dem Spieler für sein anonymes Interview danken: Es ist wieder ein kleiner Schritt, der die schwule Community nach vorne bringt. Du sorgst dafür, dass die Realität schwuler Bundesligaprofis nicht verborgen bleibt und förderst damit Toleranz - auch wenn dies Zeit braucht. Ich hoffe, die Stimmung im Land wird sich schnell genug so entwickeln, dass du den Mut findest, öffentlich dazu zu stehen. Und ich hoffe, dass Klatschblätter wie die BILD dann den Mut finden, dich zu unterstützen - dich ebenso für diesen Schritt zu loben und klar Stellung zu beziehen. Vielleicht sollte man sich sogar dort Outen - unter der Bedingung, dass der Artikel nicht negativ sein darf. Und es sollte jedem frei stehen, selbst zu bestimmen, worüber er mit den Medien spricht. Begrenze es doch einfach auf berufliche Fragen! Intime Details auf deinem Privatleben gehen schließlich nur dich was an! Gib dein Privatleben nicht für den Beruf auf! Ich wünsche dir von ganzem Herzen viel Erfolg - beruflich und privat!

Marcel | 11. September 2012   18:45

Klasse Interview

...ich wünsche dem Fußballspieler viel Glück, und dass er irgendwann, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen, zu seinem Schwulsein stehen kann! Es muss m. E. eine schier übermenschliche Willenskraft dem Sport zuliebe dahinter stecken, dieses Versteckspiel so viele Jahre durchzuhalten. Schließlich wird er ja nicht erst in der BuLi gemerkt haben, was Sache ist - sondern vermutlich viel früher, vielleicht im Jugendbereich (wo im Team vermutlich der ein oder andere derbe Macho-Spruch fiel und er sich über all die Jahre nichts anmerken lassen durfte). Um so erstaunlicher, dass er es trotzdem bis nach oben geschafft hat. Und wie viel besser könnte er wohl noch spielen, wenn er seine ganze Energie auf den Sport richten könnte - und nicht darauf, sich verstecken zu müssen...?

Bernd | 11. September 2012   18:19

Super

Freue mich sehr über den Artikel, die Lage der Schwulen im Fußball ist echt ein Armutszeugnis für den Sport. Wirklich spannende Einblicke, freue mich schon, mehr zu hören. Vor allem, dass die (Mit-)Spieler Bescheid wissen hätte ich nicht gedacht und sehr verwunderlich, dass da nichts nach außen sickert! Freue mich schon auf die Outings nach der Karriere und Kopf hoch an alle Betroffenen!! Lasst euch nicht unterkriegen. Jetzt knall ich mir erstmal einen smalltown boy edit rein als Tribut an die Homosexuellen im Land. :D

Woistroß liebt FCK | 11. September 2012   18:08

Ein erster Schritt !?!?!?!?!?

RESPEKT!!!!!!!!!! Ich finde es sehr gut von dir, dem unbekannten Spieler, dass du es gewagt hast diesen Step mit dem Interview zu machen. Auch das du anonym bleiben möchtest kann ich, der selber Schwul bin nachvollziehen. Ich arbeite selber in einem Beruf(Rettungswesen / Brandschutz / Katasthrophenschutz) in dem es noch nicht so verbreitet ist und kann somit einiges nachvollziehen. Ich hoffe das mit diesem Interview eine positive Welle aufkommt, die euch schwulen Fußballprofis die möglichkeit gibt vielleicht in einigen Jahren offen zu leben. Dafür Alles Gute!!

Torsten | 11. September 2012   17:33

Klasse

Klasse, dass sich endlich mal einer -wenn auch verständlicherweise anonym- getraut hat, mit einem Interview an die Öffentlichkeit zu gehen. So sieht die gesellschaftliche Realität 2012 in Deutschland leider immer noch aus. Auch Jugendliche könnten da Einiges erzählen über ihre Erfahrungen in Schule, Jugendclub oder Verein. Es gibt noch viel zu tun um Selbstverständliches selbstverständlich werden zu lassen und die Widerstände aus bestimmten Kreisen der Bevölkerung zu überwinden.

Martin | 11. September 2012   17:23

Mutig...

Wow, ein sehr mutiges Interview - dafür erstmal einfach große Anerkennung. Der Erste zu sein, der in diesem Umfeld den Schritt macht zu sich zu stehen, hat es sicherlich am schwersten - mangels Vorbildern. Aus meiner eigenen Erfahrung als offen schwuler Mann in einer sehr konservativen Branche (Unternehmensberatung, u.a. für die Finanzindustrie und in Krankenhäusern) muss ich aber auch sagen, dass man als "Betroffener" meist dazu neigt, die Risiken eines Outings anders einzuschätzen - und vor allem den enormen positiven Effekt durch bessere Beziehungen zu den meisten Fans, Freunden etc. unterschätzt. Selbstsicherheit ist eine starke Waffe - und die zeigt man vor allem, wenn man zu sich steht. Als Karriere- und Entwicklungscoach habe ich oft die Erfahrung gemacht, dass Menschen auch in scheinbar ausweglosen Umfeldern davon profitieren, wenn sie in Ruhe an ihren Werten, ihrem Selbstbewusstsein und ihrer inneren Stärke arbeiten. Manchmal, aber natürlich nicht immer, steht am Ende eines solchen Prozesses sogar der Schritt nach draußen. Ich wünsche Dir, lieber unbekannter Fußballprofi, viel Energie, Kraft und viele Freundinnen und Freunde, die Dir helfen, Deinen Weg weiter zu gehen. Florian Prittwitz

Florian Prittwitz-Schlögl | 11. September 2012   17:23

Sehr beeindruckend...

Ich finde es einen großen Schritt, dieses Interview tatsächlich gemacht zu haben. Hut ab an den Spieler, der das war, ich habe größten Respekt vor ihm. Ich habe hier einmal durch die Kommentare gescrollt und war überrascht, wie positiv die Reaktionen waren - bis ich relativ weit oben eine Zusammenstellung aus Kommentaren las, die auf Facebook abgegeben wurden. Sowas macht dann einfach nur wütend. Es gibt so viele Menschen, die im Fußball für mehr Toleranz und gegen Homophobie kämpfen und trotzdem bleibt das eine Minderheit. Vor allem in den letzten Wochen sah man ja am Fall 1. FC Köln/Kevin Pezzoni, wozu Fußball"fans" in der Lage sind. Es ist ja nicht nur die Situation im Stadion, es ist auch das, was abseits des Platzes dazugehört. Und da, finde ich, muss ein geouteter schwuler Fußballer wohl auch heutzutage in unserer ach so toleranten Gesellschaft um sein Leben bangen. Sehr sehr schade. Im Ausland gab es ja geoutete Profis. Ich erinnere mich gerade zuletzt an einen Fall vor 1-2 Jahren in Norwegen - lief auch nicht unbedingt alles positiv ab. Und das in einem Land wie Norwegen, wo Fußball nicht unbedingt den höchsten Stellenwert hat. Wie soll das dann in Deutschland aussehen? Ich muss leider sagen, für mich als Fan, der sich sehr ausgiebig mit dem Thema beschäftigt und auch dafür interessiert, ist ein Outing heutzutage immer noch unvorstellbar. Auch wenn man jedem Menschen von Herzen wünscht, er könne sein Privatleben so gestalten, wie er es selbst gern möchte, ohne dafür verurteilt zu werden. ...Was ich übrigens ganz stark fand und mich zum Lächeln gebracht hat, war von dem Verhalten von Kollegen zu lesen. Eigentlich diejenigen, die es am meisten betrifft... und die nehmen es offenbar locker, es stellt kein großes Thema mehr da... aber es ist eben auch Interesse da. Es wird nicht totgeschwiegen und es scheint keine Ausgrenzung durch Mitspieler stattzufinden. Wenigstens etwas. Hm, das war ein wirklich verwirreneder Kommentar, glaube ich. Jedenfalls wünsche ich dem betreffenden Spieler die Kraft, das auch in Zukunft durchzustehen und ich hoffe, dass vielleicht eines Tages alles ein positives Ende nimmt. Mich hätte übrigens eine grobe Altersklasse interessiert. Nicht dass definitiv gesagt wird: "Der Spieler ist XX Jahre alt", das wäre ja eine viel zu große Eingrenzung. Aber vor allem, wenn zur Sprache kommt, dass er nicht weiß, ob er das bis Ende seiner Karriere verkraften kann, frage ich mich ein wenig nach dem etwaigen Alter.

Oliver | 11. September 2012   17:22

Fragen

Cooles Interview, keine Frage, mir kommt leider nur zu wenig heraus, wie das Leben als schwuler BuLi Profi so abläuft. Wie lernt er Typen kennen, ist da nicht immer die Gefahr im Hinterkopf verraten zu werden usw. Ansonsten steh ich auf Fußballer, er kann sich gerne melden :-)

Dom | 11. September 2012   17:03

Vielen Dank!

Vielen Dank für die Klarstellung unter dem Foto!

Michael | 11. September 2012   16:50

Verständnis

Ich kann das Geheimhalten absolut nachvollziehen. Ich selber habe bei Borussia Dortmund eine Dauerkarte und stehe alle 2 Wochen im Stadion. Gerade wenn die Emmotionen im Spiel mit einem durch brennen sagt man Dinge die man später eventuell nochmals überdenken würde. Und durch ein Outing würde man mehr oder weniger Öl ins Feuer gießen und sich dadurch im wartsen Sinne ein Eigentor schießen. Natürlich ist es schlimm, dass schwule Fußballer ihr Leben nicht so gestalten dürfen wie ihre "normalen" Kollegen. Allerdings glaub ich derzeit einfach noch nicht, dass die "Fußballesellschaft" heute bereits dazu fähig ist, dies aufzunehmen... Da muss man wohl noch ein wenig abwarten.... Dennoch find ich es sehr mutig dieses Interview zu geben und hoffe, dass die Zeit des öffentlichen Outings vielleicht gar nicht mehr in all zu weiter ferne liegt

Nils | 11. September 2012   16:45

Mut einfordern

...ist einfach - man selbst muss nichts dafür tun. Wieso sollte ein Fußballer sich in der momentanen Situation outen? Nur damit sich viele in Internetforen und ähnlichen anoymen Sphären solidarisieren können? Trotz vieler positiver Akzente, wie schwul-lesbischer Fanclubs oder auch übergreifender aus dem Umfeld von TeBe Berlin ist die Fanszene in Deutschland leider nach wie vor alles andere als freundlich gegenüber Homosexuellen eingestellt. Und jede/r, die/der ins Stadion geht, sollte sich vielleicht erstmal dort bei entsprechenden Äußerungen positionieren, bevor von schwulen Bundesligaspielern ein Bekenntnis gefordert wird. Früher oder später wird das, ob beabsichtigt oder nicht, eh geschehen. Und letztlich kann ich den interviewten Spieler verstehen: Das sollte dann nur kurzzeitig Medienthema sein und so schnell es irgendwie geht Normalität sein, wie es in den meisten anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens heutzuge zum Glück der Fall ist.

niels | 11. September 2012   16:39

Ich würde aufpassen...

Hallo, also ich bin Fussballer gewesen jetzt Trainer, 34 Jahre alt und hetero. In meinen Augen macht es nur Sinn, wenn sich mehrere gleichzeitig outen oder die ersten Weltstars im Ausland dies machen. Jeder einzelne der sich outet wird an den Folgen zerbrechen. Die Medien sind hier leider gnadenlos und werden für die Auflagen und Zuschauer alles anheizen. Die Medien treiben Menschen in Depressionen oder den Tod, das ist leider so und wird sich nie ändern. Wirklich schade das der Spieler sich verstellen muss, aber andererseits denke ich das er die Wahl hat sich zu outen und mit dem Fussball aufzuhören. Es ist nur Geld, das zwar beruhigt aber nicht glücklich macht, ihn schon garnicht. Ich würde lieber den Beruf aufgeben, als so zu leben...

Bokos | 11. September 2012   16:37

Vorschlag

Vielleicht sollten Sie mit Gareth Thomas persönlichen Kontakt aufnehmen - er hat ja ein Outing im Rugby gewagt, eine Sportart die durchaus ähnliche Fans wie der Fußball hat. Ihm war dies auch nicht leicht gefallen, wie den Interviews zu entnehmen war.

Till | 11. September 2012   16:35

Lob und ein großer "Aber"

Danke für dieses berührende Interview. Leider ist es in der Rubrik "Sex" veröffentlicht. Dieses zeigt aber doch nur, dass bei Homosexualität nur an das eine gedacht wird und nicht der Mensch als ganzes. Das finde ich sehr schade. Wenn möglich, bitte korrigieren.

Kai | 11. September 2012   16:33

Einer muss der erste sein!

Es geht: Gareth Thomas.

cookieparty | 11. September 2012   16:29

Enttäuscht...

Der Link zu dieser Seite wurde u.a. auch auf Facebook von der Seite "Mein Herz schlägt schwarz, rot, gold!" geteilt und ich möchte Ihnen einige Kommentare dort nicht vorenthalten: "gleich steinigen" "Schwule haben nichts in der Öffentlichkeit verloren!" "schwule Männer? Wie kann man wenn man Schwul ist noch als Mann gelten? Schwul sein ist eine Krankheit, Leute die diese haben sollte man wegsperren sonst stecken sie noch jmd an. In die Öffentlichkeit gehört so etwas auf jeden Fall garnicht, genauso wenig wie in einen fussballClub. Schwule raus" "Was interessiert mich die schwuchtel" "Man kann Schwul sein auch schön reden, aber Fakt ist das es gegen die Natur ist und unserem land schadet." "Es schadet dem land da wir eh schon zu wenig Kinder haben und wenn es sagen wir 6mio Menschen gibt die homosexuell sind sind das knapp 3-4 mio Kinder die unserer Wirtschaft fehlen. Also wenn dem nächst eure Rente dann noch schmaler ist könnt ihr euch ja noch einmal fragen ob man alles tolerieren sollte nur weil wir als Vorbildliches Land gelten wollen." "Ein schwuler mann? Irgendwie ein wiederspruch. Entweder schwul oder mann!" "Schwul sein is doch heute total was tolles , die Medien geben es doch vor ! ich für mein teil finde es abartig!" "Sowas geht auch nicht schwule im Fußball haben da nix verloren sollen sie sich ihre eigene Liga gründen es spielen auch keine Frauen im Herren Fußball die was männlicher sind" "Lieber nix von beidem wie schwul" "Bestimmt ein Fake, wenn er schwul wäre wäre er nicht so gut im Fußball, dass er in der Bundesliga spielen könnte..." "Man muss ja wohl nicht jeden Scheißdreck in der heutigen Gesellschaft toll finden oder tolerieren oder? Schwul sein ist eine verdammte Krankheit. Wenn ich Krebs hab, geh ich auch nicht raus und sage: voll cool, endlich hab ich Krebs. Wie das mit Krankheiten halt so ist. Verschont die Menschheit doch endlich mal mit Eurer dämlichen Toleranz! Und wenn ihr wirklich tolerant wärt, dann würdet ihr auch kommentarlos tolerieren, wenn jemand sagt: schwul sein ist scheiße, ich will damit nichts zu tun haben. Also: Seitdem es Fußball gibt, sind wir glaube ich ganz gut ohne Homosexualität ausgekommen. Und wenn es schon solche Leute gibt im Fußball, dann sollen die das einfach BITTE BITTE jetzt und in alle Ewigkeit für sich behalten oder am besten einfach verschwinden." Es gibt noch viel zu tun...

Matthias | 11. September 2012   16:28

Schwule Fussballer

Es ist ja entsetzlich was im Namen des Sports doch an Ausgrenzungen passiert.Fussballer die Schwul sind denen wird das elementare Lebensrecht genommen ihre Neigung aus zu Leben.Eine Katastrophe für ihr weiteres Leben,der Sport der Fairniss anfordert sollte sich mehr um diese Spieler kümmern und der Wirklichkeit ins Gesicht schauen.

Karl-Heinz Mannz | 11. September 2012   16:07

Outing nach der aktiven Zeit?

Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel: sensibel und tiefgründig zugleich, dabei nicht ohne Respekt. Klasse! Vielleicht gibt es ja eine Option, dass zumindest Spieler, die sich aus der aktiven Zeit zurückzogen die ersten Schritte machen? Die müssen schließlich nicht am nächsten Tag ins Stadion. Es wäre zu wünschen, dass so etwas zur Normalität würde. Im Griechischen Antike gab es sogar eine Armee, die vollständig aus Schwulen bestand. Die heilige Schar aus Theben: http://de.wikipedia.org/wiki/Heilige_Schar_%28Theben%29 "Es wurden ausschließlich Liebespaare ausgewählt, um den Zusammenhalt der Truppe zu maximieren. Die Kampfkraft der Einheit dürfte aber eher dadurch entstanden sein, dass die Mitglieder Berufssoldaten waren" zeigt aber, dass selbst bei Wikipedia niemandem auffält, wie wenig Zutrauen im Allgemeinen schwulen Männern entgegen gebracht wird. Obwohl eines der größten Feldherren aller Zeiten, Alexander der Große, schwul war.

felixccaa | 11. September 2012   16:06

Richtig!

Jeder Fan weiß, dass es homosexuelle Spieler geben muss. Wenn man ein bisschen Prozentrechnung beherrscht, ist es gar nicht möglich, dass diese Gruppe nicht in der Bundesliga vorhanden ist. Ich finde es traurig, dass ein so ehrliches Interview anonym durchgeführt werden muss und wünsche diesem Spieler, dass sich bald etwas ändert und sein, doch so bescheidener, Wunsch in Erfüllung geht. Ich bin mit Leib und Seele Fußballfan, aber eine Frau. Daher hoffe ich sehr, dass auch männliche Fans umdenken und zeigen, dass sie ein Outing akzeptieren und tragen würden! Danke lieber Spieler für dieses Interview und alles, alles Gute!

Beate | 11. September 2012   16:06

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hardy | 11. September 2012   16:04

Interesse

Ich finde, dass der Artikel gut geschrieben ist und Herr Bechthold mit gutem Fragen auf die Antworten des Spielers reagiert. Was mich interssieren würde, wäre ob es lange gedauert hat bis die eine Zusage für diesen Artikel kam und woher jemand wusste, dass außgerechnet dieser Spiel schwul ist? Liebe Grüße :)

Bibi | 11. September 2012   16:01

Danke

Danke, dass Du den Mut gefunden hast, die Stimme zu erheben. Es wird immer Menschen geben, die Dich nicht mögen, das muss gar nichts mit deiner sexuellen Orientierung zu tun haben, aber genauso gibt es Menschen, die Dich unterstützen. Keine Ahnung ob ich den Verein mag, für den du spielst, ob ich bewusst wahrgenommen habe, dass du spielst, Du hast die Unterstützung aller Fans, denen es egal ist, was du abseits des Platzes machst. Bleib' stark.

Franzi | 11. September 2012   16:00

Hut ab!...aber weiter machen!

Ich bin gerade sehr stolz auf den "Mann den es eigentlich nicht gibt". Es gibt ihn! Und das ist sehr gut so! Wir brauchen Rollenmodelle die sich trauen. Menschen die auch im Fußball eine Lanze für Homosexualität und Gleichberechtigung brechen. Wir leben im Jahre 2012 und jeder, egal ob Hetero oder Homo sollte mit einem guten Gefühl ins Training gehen ohne Angst haben zu müssen, dass seine / ihre Sexualität ihm oder ihr zum Nachteil wird. Ich hoffe dass der MANN DEN ES GIBT den Mut findet eines Tages vor die Presse zu treten und letztlich sein Recht in Anspruch nimmt ein vollwertiges und anerkanntes Mitglied dieser Gesellschaft zu sein bzw. dass er der Öffentlichkeit die Stirn bietet um anderen, vor allem jüngeren Homosexuellen zu zeigen, dass man ehrlich mit sich selbst sein muss um Akzeptanz von anderen zu Erfahren. Wir sind alle gleich! danke für dieses Interview!

Chris | 11. September 2012   15:52

HM...

Hallo, zuerst einmal ein großes Lob. Schönes Interview. Zunächst finde ich es gut, dass es Leute wie Sie, Herr Bechtold gibt, die anscheinend nnicht alles für die nächste Schlagzeile tun. Andernfalls hätten Sie den Namen veröffentlicht und Ihre Karriere ordentlicht damit pushen können. Ich finde es schade, dass es immer noch so "gefährlich" ist, mit der Wahrheit über die eigene Person offen umzugehen. Allerdings glaube ich nicht, dass die Fans hier diejenigen wären, sondern eher die Klatschzeitungen wie Bild. Ich finde es wichtig, auch wenn man es von niemandem verlangen kann, dass irgendwann der erste Schritt von einem der homosexuellen Spieler getan wird. Dann wird man sehen, wer wirklich dagegen hetzt oder sogar durch überraschend deutliche Toleranz hervortut. Ich persöhnlich habe selbst schwule Freunde und bis auf den ein oder anderen flapsigen Spruch absolut nichts dagegen. Ich finde es einfach nur schrecklich, dass sich Leute wie diese über 2 Jahrzehnte verstecken müssen und nciht zu sich selbst stehen können weil Sie Angst haben, dass Ihnen sonst ihr Beruf, Lebensgrundlage, Leidenschaft und Liebe genommen wird.

Christoph Brauckmann | 11. September 2012   15:49

Nicht outen ist dumm

Das ist doch so dumm. Wenn man anonym bleibt, dann unterstützt man diesen Quatsch der verblödeten Fans doch am besten. Würde man sich outen, dann schlägt das kurze Zeit Wellen in den Medien, aber was sollen die Fans denn machen? Nicht jubeln, wenn der Schwule ein Tor schießt? Diese Leute wird es vllt auch geben und selbst wenn irgendeine Berechtigung dafür geben würde, dann würde es genug Leute geben, die trotzdem jubeln. Es würde sich ziemlich schnell Normalität einstellen. Das Phänomen gibt es schon bei Skandalspielern, sobald sie ein Tor schießen, ist die Welt wieder in Ordnung. Die Fans lieben sie wieder und alles ist gut. In diesem Fall wäre es nicht mal ein Skandal. Die Fans, die einen Spieler wegen seiner Sexualität boykottieren oder diffamieren, schaden sich vor allem selbst. Sie werden es akzeptieren müssen. Der Spieler der sich outet, zwingt die Fans nur dazu, dass dieser Prozess beginnt. Solange die Spieler sich nicht outen wird diese Angst vorm Ungewissen nicht verschwinden. In der Politik hat es bei Leuten wie Wowereit oder Westerwelle auch geklappt. Niemand hat dort seinen Posten deswegen verloren. Dass Fussball da mit der besonders starken "Männlichkeit" ein Alleinstellungsmerkmal haben soll, erübrigt sich spätestens, wenn man die weinenden Mädchen bei einem Foul sieht...

Franz Fuchs | 11. September 2012   15:38

Ein erster Schritt,

der sicherlich viel Mut erfordert hat. Bleibt zu hoffen, dass er auch den zweiten gehen wird. Ich denke, die Fans sind viel toleranter, als er glaubt. Als "Rolemodel" könnte er jedenfalls vielen Jugendlichen viel Leid ersparen. Bis dato aber schonmal Daumen hoch! :-)

Jens | 11. September 2012   15:21

Gespräch mit einem schwulen Fußballspieler

Toll und mutig. Ich bin Kreisvorsitzender und selbst Schiedsrichter. Auch ich bin schwul und habe mich jetzt geoutet. Die Resonanz war bisher sehr positiv. Marcus Urban hat mir dabei sehr geholfen. LG

Burkhard Bock | 11. September 2012   15:14

Respekt für Deinen Mut!

Hallo unbekannter Fussballer! Respekt für Deinen Mut. Für einen "Normal-Schwulen" ist Deine Situation vermutlich kaum vorstellbar.

Andreas | 11. September 2012   15:11

Mein Mitleid...

hält sich in Grenzen, ich wünschte mir mehr Mut, aber wünsche dem "Mann, den es eigentlich nicht gibt" und all seinen Leidensgenossen alles Gute und die Kraft zu dem zu stehen, was sie von Geburt an sind.

Robert Niedermeier | 11. September 2012   15:07

Symbolfoto?!

Hinterlässt mich leider auch eher traurig zurück. Was ich mich aber frage: wieso ist nicht gekennzeichnet, was das für ein Bild ist, welches verwendet wurde. Ist das ein "Symbolfoto" ? Falls ja, sollte das deutlich daneben geschrieben werden. Mir kommt bei dem Bild nämlich ein Spieler in den Sinn und ich weiß nicht, ob das nötig ist.

Michael | 11. September 2012   14:59

Unterschätzt

Ich denke die meisten Fans werden unterschätzt. Vor Allem die jüngeren und die Ultras. In vielen Kurven wird gegen eine Diskriminierung im Allgemeinen gekämpft. Natürlich wird es anfangs für einen Spieler, der sich outet, ein Spießrutenlauf sein. Aber nach ein paar Monaten dürfte das normal sein, denn im Endeffekt zählt die sportliche Leistug. Und ob nun ein paar Dutzend von zehntausenden nun homophobe Sprüche ablassen, ist doch auch egal.

BMKM | 11. September 2012   14:54

Meilenstein

Erleben wir hier einen Meilenstein der Fußballgeschichte? Vielleicht gibt dieses Interview der allgemeinen Aufbruchstimmung im Fußball den nötigen Fahrtwind, es wäre wünschenswert!!!

Jannik | 11. September 2012   14:50

Schwuler Bundesligaspieler

Ein erster Schritt und ich finde toller Artikel! Möge "Er" und die anderen nie ihre innere Kraft verlieren! Uwe: Ich bin Stolz als sichtbarer Fan schon einen Schritt weiter zu sein als der Bundesliga-Spieler! Danke denen z.B. in meinen FCB-Schwerte-Ruhr Fan Club, die hinter mir stehen! Danke an Bennys Freunde vom BVB, die auch hinter ihnen stehen und uns stets als Mensch gesehen haben und nicht nach unser sexuellen Ausrichtung! Dazu auch diesen Link!!! http://www.youtube.com/watch?v=69kAXVOXIqU http://www.fcb-schwerte-ruhr.de/ https://www.facebook.com/groups/FCB.Schwerte.Ruhr/

Uwe Görke-Gott | 11. September 2012   14:49

Hut ab!

Ich finde es toll,dass ein Bundesligaprofi sich so offen zu dem Thema äußert und verstehe auch,dass er anonym bleiben will.Ich finde es echt unglaublich,was es in unserer heutigen,angeblich "ach so toleranten" Gesellschaft immer noch für Anfeindungen mancher "Randgruppen" gegenüber gibt.Homosexualität ist doch keine Krankheit,es ist lediglich eine Eigenschaft von vielen die einen Menschen ausmacht.Ich finde,man sollte den Spielern einen angemessenen Rahmen schaffen,dass sie Ihr Leben frei leben können,ohne sich verstellen zu müssen.Es sollte doch nicht ausschlaggebend sein,wer mit wem ins Bett geht.Ich finde,dass der Mensch zählt und nicht was für eine Sexuelle Orientierung jemand hat.Ich hoffe,dass sich da bald was tut.....

MKrocks@web.de | 11. September 2012   14:15

Mutig aber schade!

Zum Ersten: großer Respekt für das Interview und den Mut den der Spieler dafür aufgebracht haben muss. Zum Zweiten ist es schade und eine Schande, dass es heute und hier in diesem aufgeklärten Land immernoch Menschen gibt, die ihre Sexualität verheimlichen müssen. Es ist viel passiert aber es muss noch viel mehr passieren. Ich denke, es ist ein Trugschluss zu glauben, dass sich das Problem im Fußball von allein lösen wird, ich denke, Personen der Öffentlichkeit sollten sich gegenseitig stützen und ermutigen. Es wird wohl doch irgendwann ein schwuler Fußballer des Bundesliga den ersten Schritt machen müssen und dann muss er aufgefangen werden. Ich denke auch, dass das Thema irgendwann "normal" wird, wenn da erstmal zwei, drei schwule Fußballer bekannt sind und die Fans merken, dass das immernoch die gleichen Spieler sind wie vorher, nur glücklicher.

Tristan | 11. September 2012   14:07

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