Schalt ab: greenITube

fluter.de | 24.08.12 16:45 | 1 Kommentar(e) | » zum Blog: Euer fluter.de-Blog

In jedem Haushalt findet man sie: Informations- und Kommunikationstechnik. Durch falsche Nutzung geht eine Unmenge an Strom verloren. Doch müssen wir, um umweltfreundlich zu sein, nicht vollkommen auf diese durchaus praktische Technik verzichten, sondern einfach nur lernen, wie wir sie umweltfreundlich nutzen können.

Das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) hat im Sommer 2011 den Kurzfilmwettbewerb greenITube veranstaltet. Es wurden kreative, informative und unterhaltsame Filme gesucht, welche sich mit dem Thema umweltfreundliche Informationstechnik (IT) auseinandersetzen. Der Wettbewerb richtete sich an alle Jugendlichen, die sich für umweltfreundliche Informationstechnik interessieren und andere drauf aufmerksam machen wollen.

Die Jury, welche aus Film/Fernseh-, Wissenschafts-, Wirtschafts- und Zivilgesellschaftsexperten bestand, wählte unter den Kriterien Erklärungs- und Informationswert, Kreativität/Originalität, Unterhaltungswert, Nutzung der Technik und dem Gesamteindruck des Videos, die drei besten Kurzfilme aus. Der Hauptgewinn von 1.000 Euro ging an den 18-jährigen Schüler Max Möller aus Dresden mit seinem Kurzfilm "Sense of Vision".

Hier ist der Gewinner-Film zur umweltfreundlichen Informations- und Kommunikationstechnik:

Auf der Seite des IZT findet ihr alle belobigten und prämierten Filme im Überblick.

Interview mit Max Möller

Was war deine Inspiration für das Video?

Das ist sehr schwer zu sagen. Da ich mit voller Kraft einem nachhaltigen Leben nacheifere, hat mich das Thema sehr angesprochen und ich hatte sofort eine Menge Ideen, welche sich letzten Endes auch im Film widerspiegeln.

Benutzt du deine Geräte nach dem Video anders als davor?


Nicht wirklich. Ich habe bereits vorher sehr auf meinen Stromverbrauch geachtet, da ich schon lange versuche, nachhaltig zu leben und mir meine große Schwester immer wieder damit in den Ohren liegt. Einzig mein Konsumverhalten hat sich verändert: Jetzt kaufe ich nichts mehr ohne eine gründliche Onlinerecherche, während der ich die Produkte auf ihre Nachhaltigkeit prüfe.

War das Video mehr ein Experiment oder möchtest du dich später zum Beispiel als Umweltaktivist engagieren?

Eher ein Experiment. Ich würde zwar eine Zukunft vorziehen, in der ich Filme produziere, die unsere Gesellschaft auf Problempunkte aufmerksam machen, mich dabei aber nicht auf Umweltschutz beschränken.

Hast du damit gerechnet, dass Dein Video den ersten Preis bekommt?

Es war mehr eine Hoffnung, da ich mit dem Film selbst äußerst zufrieden bin.

Wenn du, aus umwelttechnischer Perspektive betrachtet, drei Dinge an dieser Welt ändern könntest, welche wären das?

Die Abschaffung von Massentierhaltung, keine Regenwaldrodungen und der Umstieg auf ausschließlich erneuerbare Energie.

Erhoffst du dir durch das Video, das Bewusstsein vieler zu ändern?

Ich hoffe zumindest, dass es einige dazu anregen kann, sich genau mit dem Thema zu beschäftigen. Mehr kann man von dieser Art Film nicht wirklich erwarten.

Was wäre für dich die schönste Reaktion auf dein Video?

Menschen dazu zu inspirieren, selbst aktiv zu werden, so dass sie versuchen, ihre Umwelt zu verbessern.

Denkst du, dass du noch weitere Videos produzieren wirst oder siehst du dieses Projekt als einmalige Aktion?

Ich werde noch massig Videos produzieren! Wie diese aussehen und welche Themen sie behandeln, steht in den Sternen, aber es wird geschehen.

Text & Interview: Mayka Marchesi
Bild: IZT



Kommentare (1)


Die Umweltliste - gut gemeint, aber stellenweise Mangelhaft.

Cornelius Unbehaun | 25.08.12 14:13
Erst einmal Glückwunsch zu diesem ansich guten Artikel und dem kurzweiligen Video. Ich möchte allerdings an der "Umweltliste" Kritik üben:
# schaltbare Steckerleisten: Dagegen kann nun wirklicher keiner etwas sagen, zumal man direkt die Möglichkeit hat Modelle mit Überspannungsschutz zu kaufen - wenn der FI Schalter im Haus fehlt, spart einem das bei einem eventuellen Blitzeinschlag eine Menge an Elektronschrott ;)
# Akkus benutzen: Die Idee ist gut, aber nicht durchdacht. Akkus machen in vielen Fällen keinen Sinn: Für die Fernbedienung vom Fernseher braucht man nunmal keine Akkus, zumal man auch 2 Paar haben müsste, wenn der Fall der Fälle eintritt und man sein Konsumverlangen nicht zügeln kann. Es kommt dazu dass es Akkus auch einfach nicht gut tut 1 Jahr geladen irgendwo herum zu liegen - der optimale Ladestand beträgt hier 70%, ist aber für Heimanwender kaum realisierbar und die meisten Modelle (Eneloops ausgenommen) haben dann eh keinen "Saft" mehr. Einige Geräte - wie eben diese Apple Wireless Tastatur auf der ich gerade tippe - funktionieren mit Akkus auch wesentlich schlechter. Eine Ladung Batterien reicht für 8 Monate Dauereinsatz, Akkus sind nach 3 Wochen "leer". Was denkt ihr: Fliegen beim Otto-Normal-Verbraucher eher die Batterien, oder die Akkus in den Müll?
# Standbymodus benutzen: In zahlreichen Fällen - wie bei meinem iMac - lohnt sich der Standbymodus. "anschalten, 1h arbeiten, 6h Standby, 1h arbeiten, ausschalten" sind Energiesparender als "anschalten, 1h arbeiten, ausschalten,anschalten, 1h arbeiten, ausschalten". Hier kann ich nur jedem Empfehlen sich zu seinem PC oder Mac Modell zu informieren - in jedem gutem Testbericht findet man solche Angaben und kann daraufhin für sich selbst entscheiden, welche Methode mehr Ernergie spart. 
#Guide to Greener Electronics: Gerne doch, aber "Energiesparend" ist zunehmend bei Kühlschränken und TV Geräten als Kaufargument etabliert. In der IT Welt des benannten Normalverbrauchers zählt (so gut wie) nur die Leistung.
#EnergieStar: Nicht schlecht, nicht schlecht. Aber nur weil ein Gerät ihn nicht hat muss es nicht zwangsläufig ein Stromfresser sein.
#gute PC Kühler: Stimmt!
#onboard Grafik: Nicht dein Ernst, oder? Wer gibt den bitte 1000€ für einen PC aus um dann auf diesen einen Gigabyte VRAM zu verzichten, der den Mehrpreis ausgemacht hat?
#Notebook's kaufen: Momentan sind Desktop-PC's immernoch besser als Notebook's, insofern nur für Menschen eine Alternative deren "Arbeit am PC" aus Word, Facebook und Google besteht.
#Energiespareinstellungen: Ansich gute Sache, aber auch hier sollte man sich vorher belesen was und vorallem wieviel "es einem bringt".
#ordentlich Recyceln & #Nachtruhe sollten selbstverständlich sein.

Vielen Dank für den Artikel, das tolle Video & noch einen schönen Tag
- counph.


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