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Das perfekte E-Learning-Angebot?

Fünf Tipps von Warentester Michael Cordes

11.6.2012 | Susanna Andrick | Kommentar schreiben | Artikel drucken

Wer am Rechner oder mit dem Smartphone lernen will, sollte sich am Anfang überlegen: Was will ich lernen und welches Angebot passt zu mir? Wenn man sich diese Fragen nicht stellt, verliert man Zeit und vielleicht Geld. Michael Cordes ist E-Learning-Experte von der Stiftung Warentest. Er gibt fünf Tipps, wie man unter tausenden Angeboten das für sich perfekte findet.

1. Informationen

Jeder gute E-Learning-Anbieter informiert den Nutzer vor dem Kauf umfassend. Welche Inhalte lehrt das Angebot, welche Vorkenntnisse braucht der Nutzer und wie lange dauert es? Außerdem klärt es auf, wie viel es kostet, welche Übungsformen es anwendet und ob es tutoriell begleitet wird. „Diese Informationen sind Leistungsversprechen, die der Nutzer einfordern kann, wenn sie nicht eingehalten werden“, sagt Cordes. Oft gibt es auch eine Demoversion, durch die man das Angebot vor dem Kauf ausprobieren kann.

2. Vergleich

Die Informationen kann man dann mit den eigenen Zielen vergleichen. Das macht man so lange, bis man ein Angebot gefunden hat, bei dem alles stimmt: Der Inhalt, die Umsetzung und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis.

3. Bewertungen

Wenn man mit dem Angebot zufrieden ist, sollte man sich noch darüber informieren, was andere denken. Die Meinungen von ehemaligen Nutzern stehen in Foren, Chats oder zum Beispiel bei Amazon-Kundenbewertungen. Man kann auch versuchen, ehemalige Nutzer direkt anzuschreiben und nach ihrer persönlichen Meinung zu fragen.

4. Abschlüsse

Die Abschlüsse sind weitgehend ungeregelt. Dadurch ist der E-Learning-Markt bunt, doch auch das Risiko ist größer, an einen schlechten oder unseriösen Anbieter zu geraten. „Aber dafür sind wir ja da“, sagt Michael Cordes. Die Stiftung Warentest empfiehlt jedes Jahr die besten Angebote. Wichtiger als der Abschluss sei aber, was man gelernt hat.

5. Kleingedrucktes

Wer sich nun für ein Angebot entscheiden kann, sollte vorher die Teilnahmebedingungen lesen. Nur so können versteckte Kosten entdeckt werden, bevor es zu spät ist.

E-Learning erfordert immer Disziplin. Je flexibler das Angebot ist, desto mehr Selbstdisziplin braucht der Nutzer. Dabei hilft ein gutes Zeitmanagement: Man kann sich einen Zeitplan machen, ein realistisches Wochenziel setzen und sich belohnen, wenn man ein Zwischenziel erreicht hat. Warentester Cordes hat selbst schon sein Englisch durch E-Learning aufpoliert. „Irgendwann fiel es mir schwer, weiter zu lernen, wenn niemand mit der Peitsche hinter mir steht.“ Aber danach war er froh, dass er durchgehalten hat.

Susanna Andrick (25) studiert Journalismus an der Hamburg Media School. Praktika absolvierte sie bei der Welt, dem Hamburger Abendblatt und dem Wirtschaftsmagazin Enorm. Ihr Traum: ein Gesellschaftsmagazin gründen.

 



Link:

Leitfaden E-Learning von Stiftung Warentest)





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