Zwischen sechs und zwölf Millionen Angehörige der Volksgruppen Sinti und Roma leben nach groben Schätzungen in Europa. Ihre rund 600-jährige Geschichte in verschiedenen europäischen Ländern war von Anbeginn eine der Verfolgung, der Diskriminierung und Entrechtung, des versteckten und offenen Rassismus und der Kriminalisierung. Während der Nazizeit  fielen etwa  500.000 Sinti und Roma dem Holocaust zum Opfer.  

Bis heute ist die Lage der Sinti und Roma in vielen Regionen Europas prekär. Sie leiden unter einer Lebenswirklichkeit, die Armut befördert, unter Vorurteilen und antiziganistischen Ressentiments. Besonders in Südosteuropa leben Roma häufig am Rande der Gesellschaft (ein Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung bietet dazu viele gute Informationen – mit Interviews, Reportagen und Essays von Autoren, die Vorurteile und Klischees aufbrechen). Aber auch in Deutschland gibt es immer noch gesellschaftliche Benachteiligung.  

Unser Film ist das Doppelporträt einer Sintezza und einer Romni. Zweier Frauen, die im heutigen Deutschland leben, die Diskriminierung selbst häufiger erfahren mussten  – und die ein klares Ziel haben: Die Ungleichbehandlung muss ein für alle Mal überwunden werden.